A-Junioren, Runde 4

A-Junioren, Runde 4

Bei schönstem Herbstwetter mussten die Cazner Junioren für einmal nicht ins neblige Unterland reisen, sondern durften ihr Können vor heimischem Publikum in Flims zeigen. Der vertraute Duft der wie immer perfekt gebratenen Schnitzelbrote und die vielen Zuschauer bildeten einen perfekten Rahmen für… – naja.

7:8 vs Rheintal Gators Widnau

Das gezeigte passte nicht zum eingangs erwähnten Rahmen. Die 4:1 Führung zur Pause war recht glückhaft zu Stande gekommen, aber sie verleitete die Spieler zur Annahme, dass alles ganz von selbst gehen würde.
Schmerzhafte Block- und Deckungsarbeit wurde von einigen Spielern nicht oder ungenügend ausgeführt und so kam es wie es kommen musste: Die Gegner holten auf und gingen zwischenzeitlich sogar in Führung. Beim Stand von 7:7 kurz vor Schluss entschied sich der Trainer „all In“ zu gehen und setzte mit vier Feldspielern und ohne Torhüter alles auf ein Karte. Es passte ins verpatzte Bild dieses Spiels, dass dies durch unglückliche Umstände misslang und der Ball im eigenen Tor landete.
Natürlich muss diese Niederlage unter diesen Umständen der Trainer verantworten, ein konservativeres Unentschieden halten hätte dem Team vielleicht einen Punkt eingebracht. Durch konsequentere Defensivarbeit hätte es aber gar nicht erst zu 7:7 kommen dürfen, denn die Gegner waren keineswegs übermächtig.

7:3 vs Jonschwil Vipers

Das schöne an diesem Turniermodus ist ja, dass jedes Team nach einem missglückten Auftritt im zweiten Spiel nochmals zeigen kann, was es wirklich kann. Mit diesem Vorsatz gingen im letzten Spiel des Tages auch die Cazner gegen die besser klassierten Gegner ans Werk.
Wiedergutmachung war angesagt. Und plötzlich klappte es wieder! Schöne, zwingend herausgespielte Tore, herrliche Kombinationen, alles ganz Einfach. Die Gegner hatten nicht den Hauch einer Chance, dieses Spiel zu gewinnen. Ein verdienter Sieg!

Warum?

Im zweiten Spiel zeigten die Jungs wieder einmal, was eigentlich möglich wäre. Warum es aber nicht möglich ist, zwei oder sogar mehrere solche Auftritte nacheinander abzurufen bleibt die grosse Quizfrage für alle Beteiligten. Am Ende bleibt ein Zwiespalt zwischen Freude und Stolz, aber auch Ratlosigkeit und etwas Frust. In welche Richtung geht die künftige Entwicklung des Teams?

Bericht: Paul Conrad