Spielberichte 1. Liga (11/12 ; 10/11 ; 09/10) / 2. Liga (08/09; 07/08) (von Stefan Neuhaus)




22.02.2012 Wohin des Weges Blau-Gelb?

Am kommenden Sonntag entscheidet sich in der 1. Liga Gruppe 2 das Playoffrennen. Nicht weniger als 7 Teams streiten sich noch um 3 Plätze. Wie gross ist denn nun die Chance der Cazner, doch noch von Rang 7 auf Rang 4 zu klettern?

Fakt ist, dass die Bündner abhängig sind von den Resultaten der Konkurrenten oder an diesem Wochenende "Freunde". Der wohl grösste Freund könnte Tabellen-Leader UHCevi Gossau sein. Sicherlich haben sie die Klasse, ihre Spiele gegen Bäretswil und Unterkulm zu gewinnen. Aber "müssen" tun sie das nicht, Rang 1 gehört ihnen. Dennoch wird das sportliche Gossau sich hüten, zwei mal in der Saison gegen den gleichen Gegner (Bäretswil) zu verlieren und mit drei Niederlagen in Serie (zuletzt Niederlage gegen Dübendorf) in die Playoffs zu starten, ist auch nicht Gossau-like... Ebenfalls ein "Freund" an diesem Tag könnte Muotathal werden. Die starken Schwyzer, welche die klar beste Ausgangslage der Playoff-Kandidaten haben, können mit einen Sieg über Nuglar den Caznern "helfen". Muotathal weiss aber, dass sie die nötigen Punkte gegen Rapperswil sicher holen werden. Wer die Schwyzer aber kennt, weiss, dass sie auch gegen die Cup-Finalisten aus Nuglar mehr als alles geben werden.

Ebenfalls ein "Freund" der Blau-Gelben könnten die starken Dübendorfer werden. Sie haben gar Gossau geschlagen an der letzten Runde und haben die Klasse jedes Team zu besiegen. Sie agieren allerdings nicht ganz uneigennützig, haben doch auch sie theoretische Chancen in die Top 4 vorzudringen. Sie spielen gegen Nuglar und Bäretswil. Zwei ganz heisse Spiele! Und auch Wuppenau will sich sicherlich erhobenen Hauptes in die Pause verabschieden. Sie stehen noch Lengnau und Unterkulm gegenüber. Allerdings wären hier Punkte für Wuppenau eine (positive Überraschung).

Und Cazis? Wenn diese in die Halle nach Bäretswil kommen, könnte bereits alles aus sein (4 Punkte Nuglar, Unterkulm, Bäretswil). Sollte aber alles offen sein, was natürlich wünschenswert ist, kommt es zum eigentlichen Knaller des Tages: Cazis vs. Lengnau. Läuft alles bis dahin gut für Cazis, ist es auch gut für Lengnau und der Sieger dieser Partie dürfte noch in die Top 4 rutschen. Cazis darf dann noch um 17:15 gegen Rapperswil ran, sicherlich auch nicht ganz einfach, da man sich zum Beispiel nach einem Sieg über Lengnau in falscher Sicherheit wiegen könnte und wohl fast die gesamte Tribüne auf der Seite des Absteigers aus Rappi sein wird.

Schon jetzt kann man aber sagen, dass das Nicht-erreichen der Playoffs in dieser wirklich sehr starken Gruppe keine Schande wäre. Klar, das Saisonziel wäre nicht erreicht, man wäre sehr enttäuscht, aber dies gilt auch für Lengnau, Muotathal, Nuglar und vielleicht sogar Bäretswil. Der Sonntag wird alle Fragen beantworten. Spannend wird es hoffentlich bis zum letzten Spiel um 17:15

 

12.02.2012 in Lausen BL (Sporthalle Stutz), Meisterschaft Runde 8

5:4 vs. UHC KTV Muotathal; 8:5 vs. Jump Dübendorf
erster Match circa 50 Zuschauer, zweiter Match circa 20 Zuschauer

Blau-Gelb meldet sich zurück
Dank dem zweiten "Vierer" der Saison kann sich Cazis wieder Hoffnungen machen, die Qualifikation auf den ersten vier Rängen abzuschliessen, was die Playoff-Qualifikation bedeuten würde. In einem an Spannung kaum zu überbietenden Spiel gegen das zweitplatzierte Muotathal, erzielte Cazis erst drei Sekunden vor der Schlusssirene den glücklichen 5:4-Siegestreffer. Gegen Dübendorf bekundeten die Bündner lange Mühe, konnten sich am Ende aber doch relativ deutlich mit 8:5 durchsetzen. Somit spielen in der letzten Runde noch fünf Teams um die zwei letzten Playoffplätze. Diese fünf Teams sind alle innerhalb von nur einem Punkt und es stehen noch zahlreiche Direktbegegnungen an.

vs. UHC KTV Muotathal
Bereits das erste Spiel der Saison gegen die Muotathaler hätte Cazis gewinnen müssen. Trotz eines 5:2-Vorsprungs verlor man zwei wichtige Punkte. Wiedergutmachung war also angesagt und Cazis nahm sofort das Spielgeschehen in die Hand. Der Schwyzer Torhüter wurde mit Schüssen eingedeckt und dank ihrem Schlussmann stand es völlig entgegen dem Spielverlauf 1:2 für Muotathal zur Pause. Spielertrainer Stefan Neuhaus fand nur lobende Worte in der Halbzeit für seine motivierte Truppe und jeder spürte, bald zappeln die Bälle im Netz. Die Chancenauswertung ist eines der grössten Baustellen im Cazner-Spiel, zu oft haderte man mit dem ferngebliebenen Pech (oder mangelndem Können im Abschluss). Cazis drückte weiter und führte verdient mit 4:3 kurz vor dem Ende. Muotathal ohne Torhüter konnte dennoch einen äusserst glücklichen Treffer zum Ausgleich erzielen (der Ball sprang von einem Cazner Fuss genau auf die Kelle eines Schwyzers). Doch die Bündner wollten diesen Sieg so sehr und riskierten alles mit vier Feldspielern. Und nach mehreren vergebenen Chancen, haute Adrian Capatt den Ball volley mit aller Wucht in die Maschen. Drei Sekunden zeigte die Matchuhr noch an, zu wenig für einen weiteren Ausgleich. Cazis hatte die erste schwierige Hürde genommen und siegte sicherlich verdient mit 5:4. Gratulation auch an den sehr guten Schiedsrichter Egger, welcher viel für ein äusserst attraktives und hartes (aber faires) Spiel beigetragen hat!

vs. Jump Dübendorf
Mit etwas Stolz und einer gewissen Lockerheit stiegen nun die Bündner in die zweite Partie. Doch wer dachte, dass Dübendorf einfacher zu besiegen wäre als die Muotathaler, täuschte sich enorm. Es ging sehr lange, bis die Cazner ihr nötiges Kampfspiel aufziehen konnte. Überheblichkeit (plötzlich stand man zu weit weg vom Gegner) und auch das sehr kleinliche Arbitrieren der Schiedsrichterin liess die Cazner nicht ihr gewohntes Spiel spielen. Es dauerte lange, bis man sich mit der komplett anderen Spielweise (und auch Regelauslegung im Vergleich zum ersten Spiel), zurechtgefunden hatte. Dennoch erwies sich Cazis über die gesamten 40 Minuten als das kompletteres Team und besiegte ein beherzt kämpfendes Dübendorf mit 8:5.

Fazit:
Cazis spielte äusserst überzeugend, trotz enormem Druck. Verlieren verboten war die Devise und es hat geklappt. Nach vielen unglücklichen Niederlagen oder erhaltenen Gegentoren in den letzten Spielminuten, hat sich nun vielleicht das Glück zu Gunsten von Cazis gewendet. Allerdings war das Glück auch erarbeitet und der Sieg über die starken Muotathaler sicherlich verdient. Auch gegen ein äusserst motiviertes Jump Dübendorf (sie besiegten Leader Gossau an diesem Tag) musste Cazis alles in die Waagschale werfen. Gegen die taktisch und technisch starken Zürcher (Stratege Brändli gibt seinem Team eine klare Vorgabe) geht es ohne den nötigen Kampf nicht.
Trotz vier Punkten bleiben die Blau-Gelben auf dem 7. Rang sitzen, allerdings mit nur noch einem Punkt Rückstand auf den Drittplatzierten. Allerdings ist das schlechte Torverhältnis der Cazner quasi ein weiterer Punkt Rückstand. Cazis muss nochmals vier Punkte holen in zwei Wochen gegen Lengnau und Rapperswil und ist auf Schützenhilfe (besonders von Leader Gossau) angewiesen.

Aufstellung:
Torhüter: Lars Calörtscher
Feldspieler: Daniel Fausch, Ueli Marugg, Dominik Hardegger, Adrian Capatt, Cäspi Marugg, Stefan Neuhaus, Björn Söderberg, Claudio Nold, Patrik Rageth
Abwesend: Patric Werthan, Rolf Hefti, Yves Lutz, Claudio Allemann

Coaching-Staff: Dominik Hardegger, Stefan Neuhaus

Tabelle:

Rg. Team Sp S U N Tore Diff. P
1. UHCevi Gossau 16 12 2 2 122 : 79 +43 26
2. UHC KTV Muotathal 16 9 2 5 106 : 91 +15 20
3. UHC Nuglar United 16 7 4 5 101 : 89 +12 18
4. DT Bäretswil 16 7 4 5 102 : 95 +7 18
5. UHC T.S. Unterkulm 16 8 2 6 88 : 81 +7 18
6. White Horse Lengnau 16 7 3 6 94 : 74 +20 17
7. Blau-Gelb Cazis 16 7 3 6 93 : 94 -1 17
8. Jump Dübendorf II 16 6 3 7 86 : 104 -18 15
9. UHC Zuzwil-Wuppenau 16 3 4 9 84 : 108 -24 10
10. LC Rapperswil-Jona 16 0 1 15 67 : 128 -61 1

Ränge 1-4 = Playoffs
Ränge 9-10 = Abstieg

 

29.01.2012 in Dübendorf ZH, Meisterschaft Runde 7

3:7 vs. UHC Nuglar United; 4:8 vs. UHC Tigersharks Unterkulm
erster Match circa 70 Zuschauer, zweiter Match circa 20 Zuschauer

Cazis stürzt ab
Direkt neben dem Flughafen von Dübendorf, in der Sporthalle Dürbach, hat Cazis eine brutale Bruchlandung hingelegt. Zwei deutliche und in dieser Höhe verdiente Niederlagen lassen die Playoff-Träume in weite Ferne schweifen. Cazis muss nun sogar aufpassen, dass sie von Rang 7 nicht noch weiter abstürzen. Sowohl Nuglar (3:7) als auch Unterkulm (4:8) schienen an diesem Tag fokussierter und wollten den Sieg mehr als die Bündner.

vs. UHC Nuglar
Es gibt kaum einen attraktiveren Gegner als die jungen Nugler. Sie als Zuschauer zu verfolgen (einige Cazner werden den Nugler, wie schon im Halbfinale, am Cup-Finale die Daumen drücken) macht einfach Spass, noch schöner ist es gegen sie auf dem Feld zu spielen. Wie Geparden, fast lautlos, suchen sie ihre Position auf dem Feld und zärtlich streichen sie die Bälle. Ihre Fairness und die Leidenschaft für diesen tollen Sport bleiben in der ganzen Liga unerreicht. Trotz aller Sympathie ist Nuglar ein Gegner und eigentlich liegt die Spielweise den Bündnern. Auch in dieser Partie starteten die Cazner gut, hatten alles im Griff und Nuglar schien schon fast am Verzweifeln. Gut standen die Blau-Gelben in der Defensive und führten 1:0, 2:1 und 3:2. Leider folgte eine schwächere zweite Halbzeit. Die Heinzenberger haderten einmal mehr mit dem Schiesdrichter (Cazis hat wohl viele Sympathien bei den Unparteiischen eingebüsst in dieser Saison) und verloren so den Fokus auf das Spiel. Wie so oft in dieser Saison tappten die Bündner in die "wir werden benachteiligt - Rolle" und verloren das Spiel verdient mit 3:7. Nuglar hatte keine Mühe mit dem harmlosen Spiel der Cazner mit vier Feldspielern und machte mit Kontern den 3:7-Sieg klar.

vs. UHC Tigersharks Unterkulm
Spiele gegen die Aargauer waren bisher immer sehr eng und hart umkämpft. Umkämpft war auch dieses, aber wie gegen Nuglar wieder nur eine Halbzeit lang, ehe dem schmalen Cazner-Kader die Kräfte ausgingen. Dabei starteten die Cazner sehr gut und zeigten, dass sie durchaus solche Gegner bezwingen können. 2:1 führte Cazis, Tigers-Stratege Heiniger kassierte eine 10-Minuten-Strafe plus zwei Minuten. Statt 3:1 hiess es aber nach einem Shorthander 2:2 und wieder schienen sich die Götter gegen Cazis zu verschwören. So nahm das Spiel den erwarteten Lauf. Cazis war im Rückstand, musste reagieren und wie so oft in dieser Saison brachte das Spiel ohne Torhüter nicht den erwünschten Erfolg. Die Details stimmten einmal mehr nicht, zu ungeschickt war der Umgang mit dem kleinen weissen Ball. Zwar konnten noch zwei Tore erzielt werden, an der klaren 4:8-Niederlage änderte dies aber nichts.

Fazit:
Das wars wohl mit den Playoff-Träumen. Viellicht gibt es noch eine kleine Chance, wenn Cazis die restlichen vier Spiele gewinnt. Doch in dieser Saison waren zwei Siege in Folge das höchste aller Gefühle, warum sollte es also gerade jetzt gelingen, vier Spiele in Serie für sich zu entscheiden? Nun, Cazis gehört in Bestbesetzung (wie an der Heimrunde gegen Gossau und Wuppenau) sicherlich zu den besten Teams in dieser 1. Liga. Aber mit solch schmalem Kader wie in Dübendorf reicht es einfach nicht. Es wird sich zeigen, ob die Spieler nochmals bereit sind, sich für Blau-Gelb zu zerreissen und so die Saison würdig abzuschliessen.

Aufstellung:
Torhüter: Lars Calörtscher
Feldspieler: Daniel Fausch, Ueli Marugg, Dominik Hardegger, Adrian Capatt, Patric Werthan, Rolf Hefti, Stefan Neuhaus, Stephan Fischer
Abwesend: Claudio Nold, Björn Söderberg, Yves Lutz, Patrik Rageth, Claudio Allemann, Casper Marugg

Coaching-Staff: Dominik Hardegger, Stefan Neuhaus

Tabelle:

Rg. Team Sp S U N Tore Diff. P
1. UHCevi Gossau 14 11 2 1 104 : 67 +37 24
2. UHC KTV Muotathal 14 8 2 4 92 : 79 +13 18
3. UHC T.S. Unterkulm 14 7 2 5 79 : 69 +10 16
4. DT Bäretswil 14 6 4 4 92 : 84 +8 16
5. White Horse Lengnau 14 6 3 5 83 : 65 +18 15
6. UHC Nuglar United 14 5 4 5 83 : 81 +2 14
7. Blau-Gelb Cazis 14 5 3 6 80 : 85 -5 13
8. Jump Dübendorf II 14 5 3 6 73 : 90 -17 13
9. UHC Zuzwil-Wuppenau 14 3 4 7 73 : 86 -13 10
10. LC Rapperswil-Jona 14 0 1 13 58 : 111 -53 1

Ränge 1-4 = Playoffs
Ränge 9-10 = Abstieg

 

15.01.2012 in Domat/Ems GR (Heimrunde), Meisterschaft Runde 6

9:3 vs. UHC Zuzwil-Wuppenau; 3:6 vs. UHCevi Gossau
erster Match circa 40 Zuschauer, zweiter Match circa 80 Zuschauer

Tolles Unihockey in Domat/Ems
Vor einer tollen Zuschauerkulisse holten die Cazner die erwarteten zwei Punkte gegen Wuppenau. Cazis trat dabei sehr dominant auf und liess den Thurgauern nicht viel vom Spiel. 8:3 endete das Spiel. Gegen Gossau wurde den Zuschauern ein tolles Spiel geboten, welches lange offen war. Gossau machte im entscheidenden Moment die wichtigen Tore und konnte so das Feld als Sieger verlassen. 3:6 musste man sich dem Tabellen-Leader beugen.

vs. Zuzwil-Wuppenau
Dieses Spiel mussten die Cazner einfach gewinnen. Bereits hat man gegen den Abstiegskandidaten unnötig zwei Punkte an der letzten Runden liegen gelassen. Die Bündner hatten einen klaren Game-Plan und spielten die Wuppenauer an die Wand. Cazis hatte viel mehr Ballbesitz, machte Druck auf das Gehäuse des Gegners und sündigte nur im Abschluss. Nie war die Frage, wer das Spiel gewinnen wird, sondern nur wie hoch das Resultat ausfallen würde. Aus Sicht der Heinzenberger war das 8:3 aufgrund der Chancen deutlich zu tief, dennoch war man froh über den äusserst souveränen Auftritt.

vs. UHCevi Gossau
Spiele gegen das besten Kleinfeld-Team (und dies seit vielen Jahren) gehören mittlerweile zu den Klassikern auf dem Kleinfeld. Hart umkämpft waren die letzten Meisterschafts-Partien. So war auch dieses Spiel auf des Messers Schneide. Cazis war bemüht das Spiel zu machen, doch auch Gossau ist es gewohnt, Regie zu führen. Beide Teams standen Defensiv gut, zur Pause hiess es 2:2. In der zweiten Halbzeit gab es zwei, drei Matchentscheidende Szenen, in welchen Gossau kaltblütig reagierte und in Führung gingen. Blau-Gelb hatte zwar zahlreiche Chancen, scheiterten aber am Gehäuse oder am gegnerischen Torhüter. Auch das Spiel ohne Torhüter war nicht wie gewohnt eine zuverlässige Waffe für die Cazner. So endete eine hochstehende Partie mit 3:6 für die Zürcher. Gossau war die etwas cleverere Mannschaft von zwei starken Teams.

Fazit:
„Wir hatten keine Chance gegen Cazis…, wir waren zu wenig Spieler, Cazis zu stark.“ Andreas Rutz, Wuppenau
„Es war eine sehr gute Teamleistung, jeder der vier Blöcke konnte Tore erzielen. Wir hatten einen Lauf und liessen den Wuppenauern selten den Ball.“ Claudio Nold, Cazis

„Faires Spiel, es hat Spass gemacht. Die effizientere und etwas glücklichere Mannschaft hat schlussendlich gewonnen.“ Matthias Keller, Gossau
„Es war eine tolle Partie, welche sehr ausgeglichen war. Gossau war kaltblütiger im Abschluss und erzielte im richtigen Augenblick die Tore. Es ist toll vor so vielen Zuschauern zu spielen.“ Stefan Neuhaus, Cazis

Einzig Lengnau und Gossau holten vier Punkte, Dübendorf deren drei. Von den Playoffkandidaten musste einzig Cup-Finalist Nuglar Federn lassen und ging mit null Punkte auf die lange Heimreise. Klar sind eigentlich zwei Sachen: Gossau kann die Playoffs planen und Rapperswil wird die 1. Liga wohl verlassen müssen. Alle anderen Teams kämpfen noch um die Playoffs. Es geht also mit Vollgas weiter für die Cazner, sie haben weiterhin alles in ihren Händen!

Aufstellung:
Torhüter: Lars Calörtscher, Yves Lutz
Feldspieler: Daniel Fausch, Ueli Marugg, Patrik Rageth, Hercli Christoffel, Casper Marugg, Dominik Hardegger, Adrian Capatt, Claudio Nold, Patric Werthan, Rolf Hefti, Stefan Neuhaus, Björn Söderberg

Coaching-Staff: Dominik Hardegger, Stefan Neuhaus, HP Günther

Tabelle:

Rg. Team Sp S U N Tore Diff. P
1. UHCevi Gossau 12 9 2 1 93 : 58 +35 20
2. UHC KTV Muotathal 12 7 1 4 73 : 69 +4 15
3. White Horse Lengnau 12 6 2 4 75 : 56 +19 14
4. DT Bäretswil 12 6 2 4 80 : 72 +8 14
5. Blau-Gelb Cazis 12 5 3 4 73 : 70 +3 13
6. Jump Dübendorf II 12 5 3 4 69 : 76 -7 13
7. UHC T.S. Unterkulm 12 5 2 5 68 : 63 +5 12
8. UHC Nuglar United 12 4 3 5 72 : 74 -2 11
9. UHC Zuzwil-Wuppenau 12 2 3 7 62 : 76 -14 7
10. LC Rapperswil-Jona 12 0 1 11 47 : 98 -51 1

Ränge 1-4 = Playoffs
Ränge 9-10 = Abstieg

 

19.12.2011 in Würenlingen AG, Meisterschaft Runde 5

9:10 vs. UHC Zuzwil-Wuppenau; 5:5 vs. Dreamteam Bäretswil
je circa 30 Zuschauer

Viel Pech an der fünften Runde in Würenlingen
Cazis hatte besonders im zweiten Spiel gegen das Dreamteam aus Bäretswil viel Pech. Noch kurz vor dem Ende stand es 5:2 für die Bündner. Die Cazner spielten bis dahin sehr gut, ehe Glücksgöttin Fortuna inklusive Schiedsrichter definitiv für Bäretswil sympathisierte. So konnten die Zürcher noch fünf Sekunden vor Schluss mit einem Mann mehr zum 5:5 ausgleichen. Gegen Wuppenau spielte Cazis einmal mehr eine katastrophale erste Halbzeit. 1:6 lautete diese aus Sicht der Blau-Gelben. Den Thurgauern gelang alles, jeder Schuss sitze, während Cazis anrannte. In der zweiten Halbzeit zeigten sich die Bündner von der besseren Seite und konnte gar auf 9:9 ausgleichen. Doch wieder eine Strafe gegen die Bündner ermöglichte den Wuppenauern den 10:9 Siegestreffer in einem dramatischen Spiel.

Fazit:
Dank der ausgeglichenen Gruppe ist Cazis ein weiteres Mal (wie so viele Teams) mit einem blauen Auge davon gekommen. Die Ränge 2-8 sind nur durch 3 Punkte getrennt. Cazis ist also im breiten Mittelfeld und hat noch immer alles in den eigenen Händen.
Cazis muss das Glück wieder erkämpfen. Auch wenn man noch lange nach dem Spiel gegen Bäretswil mit den krassen Fehlentscheiden im entscheidenden Moment des Schiedsrichter haderte. Einmal mehr wurde aufgezeigt, wie schnell es im Kleinfeld-Unihockey gehen kann. Gegen Wuppenau holte man Tor um Tor auf und gegen Bäretswil kassierten die Bündner noch drei Treffer in den letzten Minuten, nachdem man das vielleicht beste Cazis in dieser Saison gesehen hatte. Es ist etwas der Wurm drin. Es gilt nun die Ursachen dafür zu finden und diese bis zum 15. Januar an der Heimrunde in Domat/Ems zu beheben. Dort heisst der Gegner wieder Wuppenau und UHCevi Gossau!

Aufstellung:
Torhüter: Yves Lutz, Lars Calörtscher
Feldspieler: Daniel Fausch, Ueli Marugg, Patrik Rageth, Hercli Christoffel, Casper Marugg, Dominik Hardegger, Adrian Capatt, Claudio Nold, Patric Werthan, Rolf Hefti, Stefan Neuhaus
Abwesend: Claudio Allemann, Björn Söderberg

Coaching-Staff: HP Günther

Tabelle zur Hälfte der Saison:

Rg Team Sp S U N
Tore
Divv Pkt  
1. UHCevi Gossau 10 7 2 1 75 : 52 +23 16
2. UHC KTV Muotathal 10 6 1 3 61 : 56 +5 13
3. DT Bäretswil 10 5 2 3 72 : 64 +8 12
4. UHC Nuglar United 10 4 3 3 67 : 56 +11 11
5. Blau-Gelb Cazis 10 4 3 3 62 : 61 +1 11
6. White Horse Lengnau 10 4 2 4 59 : 46 +13 10
7. UHC T.S. Unterkulm 10 4 2 4 57 : 53 +4 10
8. Jump Dübendorf II 10 4 2 4 57 : 66 -9 10
9. UHC Zuzwil-Wuppenau 10 2 2 6 53 : 62 -9 6
10. LC Rapperswil-Jona 10 0 1 9 37 : 84 -47 1

Ränge 1-4 = Playoffs
Ränge 9-10 = Abstieg

 

 

11.12.2011 in Chur (Sand), Liga-Cup 1/4-Finale

1/4-Finale vs. Berner Hurricanes (1. Liga)
(2:7 / 2:4 / 7:5), Matchtelegramm , Matchprogramm
Schiedsrichter: Egger
150 Zuschauer

Starker Berner Hurricane bezwingt laues Cazner-Lüftchen
Ein weiters Mal durften die Bündner vor einer erfreulich grossen Zuschauerkulisse in Chur spielen. Wir bedanken uns herzlich bei den vielen treuen Fans!

Die Berner Hurricanes bezwingen Blau-Gelb Cazis im Liga-Cup 1/4-Finale mit 11:16. Nach dem ersten Drittel stand es bereits 2:7 aus Sicht der Cazner, zu viele Konter gewährte man den Bernern. Die Auffholjagd gegen die starken Berner kam zu spät, respektive der Rückstand war bereits zu gross. Kurze Zeit stand es 8:11, ehe die Berner wieder vermehrt in die Offensive gingen und den Sieg sicher nach Hause holten.

1. Drittel: Debakel
Gleich mit 2:7 fertigten die Berner die Bündner im ersten Drittel ab. Viele Tore wurden geschenkt. Die Berner waren in den Zweikämpfen präsenter, technisch besser und vor allem im Abschluss extrem kaltblütig. Dabei fing es gut an, Cazis hatte einige Grosschancen, besonders Capatt hatte im Abschluss viel Pech. Auf der anderen Seite hüpften die Bälle ins Netz. Es wurde verpasst, den starken ersten Berner Block um Luginbühl, Schwab und Zurflüh zu eliminieren, stattdessen wollte man gegen sie Tore schiessen.

2. Drittel: Lerneffekt
Das erste Drittel hätte so wie das zweite aussehen sollen. Den Bernern wurden sehr wenige Chancen zugestanden, Tore erzielten sie fast nur im Powerplay. 2:4 gewannen die Berner das Drittel, das Spiel war aber ausgeglichen. Mangelhaft war weiterhin die Chancenauswertung. Das Resultat 4:11 zur zweiten Pause liess nur noch die grössten Optimisten hoffen, aber irgendwie spürte man, dass die Blau-Gelben besser im Spiel waren.

3. Drittel: Aufholjagd
Zu Beginn spielte man so weiter wie im zweiten Drittel, ehe plötzlich die Bälle bei den müden Hauptstädtern im Netz zappelten. 4 Tore liessen die Cazner auf 8:11 herankommen. Das Spiel dauerte noch über zehn Minuten. Drei Tore auf dem Kleinfeld in zehn Minuten: Absolut möglich. Nun, auch die Berner begannen wieder Tore zu schiessen. In der 53. Minute stand es 9:12 und in der 55. Minute 10:13 nach einem Shorthander von Ueli Marugg. Dann war die Luft auch bei den Heinzenbergern draussen, zu schwach agierten sie ohne Torhüter und mit viertem Feldspieler. Die Canes sicherten sich den Sieg mit 11:16 und ziehen verdient ins 1/2-Finale ein.

 

Fazit: Es fällt sehr hart aus: Cazis hat sich viel vorgenommen, viel analysiert, geplant, versucht. Doch um ehrlich zu sein, der Lerneffekt zu den Playoffs im März/April diesen Jahres gegen den selben Gegner ist ausgeblieben. Wieder lief man den Bernern besonders im ersten Drittel direkt in ihre Falle. Sie waren taktisch cleverer und brachten die Bündner dazu, "ihr" Spiel zu spielen. Die oft mit zwei Verteidigern agierenden Berner fuhren Konter um Konter und waren in den Abschlüssen extrem effizient. Blau-Gelb hat es verpasst, mit der richtigen Einstellung ins Spiel zu gehen und die Reaktion liess (ein weiteres Mal) zu lange auf sich warten. Gegen das vielleicht stärkste Team der Schweiz im Moment kann man unmöglich einen 2:7-Rückstand aufholen, auch wenn man alles versuchte und kämpferisch vorbildlich bis zur letzten Minute agierte. Canes-Chef Luginbühl der Berner machte sowohl spielerisch, als auch Taktisch alles richtig aus Sicht der Berner gegen übermotivierte Bündner. Gratulation!
Die Frage ist auch, ob den Cazner besser die Spiele mit einer soliden Defensive liegen, wie zum Beispiel gegen Lengnau (1:3 das Endresultat). Offensivspektakel wie gegen Bern mag Spass machen, aber hatten die Cazner jemals Erfolg damit?

Nichtsdestotrotz muss man nun schnell das Spiel vergessen und an den nächsten Sonntag denken. Dort wartet in Würenlingen bereits am Morgen um 9:00 Wuppenau auf die Cazner, das letzte Vorrunden-Spiel der Qualifikation. Danach beginnt die Rückrunde gegen das zweitplatzierte Dreamteam aus Bäretswil. Können die Cazner ruhige Weihnachten feiern oder brennt der Baum? Wir haben es in unseren Händen und wahre Sieger stehen nach Niederlagen wieder auf!

Aufstellung:
Torhüter: Yves Lutz, Lars Calörtscher
Daniel Fausch, Ueli Marugg, Stefan Neuhaus, Rolf Hefti, Patric Werthan, Hercli Christoffel, Casper Marugg, Dominik Hardegger, Björn Söderberg, Adrian Capatt, Claudio Nold

Coaching-Staff: HP Günther, Dominik Hardegger, Rolf Hefti
Abwesend: Patrick Rageth, Livio Schatz, Elias Berweger, Stephan Fischer, Claudio Allemann


27.11.2011 in Wetzikon ZH (Widum), Meisterschaft Runde 4

3:1 vs. White Horse Lengnau; 10:4 vs. UHT Rapperswil-Jona
je circa 30 Zuschauer

Endlich vier Punkte an einer Runde
In der vierten Runde hat es geklappt. Vier wichtige Punkte für das 1.Liga-Team im heissen Kampf um die Playoff-Plätze. Zuerst wurde mit einer soliden Mannschaftsleistung das starke Lengnau mit 3:1 bezwungen. Das Spiel war lange offen und Lengnau scheiterte oft am starken Lars Calörtscher im Tor. Auch zwei Überzahlsituationen vermochten sie nicht auszunutzen. Im zweiten Spiel kam dann die Pflicht gegen Schlusslicht Rapperswil. 10:4 konnte man zu knapp gegen überforderte St. Galler gewinnen. Somit steht Cazis nun auf dem vierten Tabellenrang.

vs. White Horse Lengnau
Bisher gab es gegen die Meisterschaftsfavoriten aus Lengnau zwei Niederlagen und zwei Unentschieden. Es ist das einzige Team, welches bisher noch nie als Verlierer gegen Blau-Gelb in der Gruppe 2 vom Platz musste. Nun ist auch dieses Manko beseitigt und Cazis siegte in einem Torarmen aber nie langweiligen Spiel verdient mit 3:1. Lengnau liess die Kaltblütigkeit vermissen und machte oft einen etwas lethargischen Eindruck. Ob dies mit dem Rückzug ihres Coaches Stefan Näf zu tun hat, bleibt dahingestellt. Cazis konnte den Sieg erst kurz vor Schluss mit einem Treffer ins leere Tor sicher stellen und die zwei wichtigen Punkten gegen einen der härtesten Mitkonkurrenten einfahren.

vs. UHT Rapperswil-Jona
Es waren kaum 10 Minuten gespielt, stand es 5:0 für die Bündner. Alles lief wie geschmiert und besonders Björn Söderberg schoss Tor um Tor. Doch irgendwie liess dei Konzentration bei den Caznern nach und Rappi kam wieder, und zwar bis auf 3:6 heran. Cazis spielte schwach, war aber dennoch hoch überlegen gegen ein erschreckend schwaches Rapperswil. So war man bemüht, das Torverhältnis etwas aufzubessern und siegte am Ende zu knapp mit 10:4.

Fazit:
Endlich hat es auch diese Saison geklappt mit dem ersten Vierer. Dies war auch nötig, schaut man sich die aktuelle Tabelle an. Viele Niederlagen in dieser engen Meisterschaft gegen Mitkonkurrenten liegen nicht drin. Dass man das erste mal überhaupt Lengnau schlagen konnte, hat meherer Gründe. Der Hauptgrund liegt sicherlich darin, dass jeder einzelne seinen defensiven Pflichten wahr nahm und den Kampf zurück ins Spiel brachte. Man wollte den Sieg mehr als Lengnau. Rappi war dann zu schwach, sie scheinen siech dem Schicksal hinzugeben. Schade für die attraktive Gruppe, welche jahrelang das Kleinfeld-Unihockey geprägt hat...
Nun folgt am 11.12. das grosse Cup-Spiel gegen die Berner Hurricanes. Es wird ein grosses Spiel geben mit vielen Zuschauern. Cazis ist bemüht, den letzten Schliff zu holen und es besser zu machen als im letzten Playoff-Halbfinal. Wir freuen uns auf das Duell in Chur um 19:00 vor hoffentlich zahlreichem, frenetischem Publikum!

Aufstellung:
Torhüter: Yves Lutz, Lars Calörtscher
Feldspieler: Daniel Fausch, Ueli Marugg, Patrik Rageth, Hercli Christoffel, Casper Marugg, Dominik Hardegger, Adrian Capatt, Claudio Nold, Patric Werthan, Björn Söderberg
Abwesend: Rolf Hefti, Claudio Allemann, Stefan Neuhaus (Tribüne, krank)

Coaching-Staff: HP Günther

 

30.10.2011 in Zuckeriet SG (Sproochbrugg), Meisterschaft Runde 3

10:9 vs. Jump Dübendorf; 5:7 vs. UHC KTV Muotathal
je circa 20 Zuschauer

Nur zwei Punkte aus Zuckenriet
Vier Punkte waren gegen Dübendorf und Muotathal budgetiert, zwei sind es geworden. Zunächst konnte in einem torreichen Spiel Dübendorf mit 10:9 bezwungen werden. Dann stand der amtierenden Cup-Sieger Muotathal gegenüber und konnte einen für die Cazner in gute Bahnen gelenktes Spiel doch noch drehen. 5:7 verloren die Bündner unnötig und mussten so Zuckenriet mit zwei Punkten wieder verlassen.

vs. Jump Dübendorf
Jump ist sehr gut in die Meisterschaft gestartet und stand mit 5 Punkten aus vier Spielen in der Tabelle vor Cazis. Heute mussten sie allerdings mit null Punkten nach Hause, denn Gossau und Cazis fanden die Mittel zum Sieg gegen die technisch starken Zürcher. Cazis ging ziemlich einfach mit 3:0 in Führung und alle dachten, dass dies eine einfache Partie für die Bündner werden würde. Doch viele Unachtsamkeiten in den eigenen Reihen liessen die Dübendorfer jubeln und mit 3:5 in Führung gehen. Was war denn da passiert? Vom 3:0 zum 3:5. In der zweiten Halbzeit erwachten die Blaugelben aus ihrem kurzzeitigen Tiefschlaf und erzielten Tor um Tor 10:7 stand es bis kurz vor Schluss, ehe Jump noch zwei Tore kurz vor dem Ende mit vier Feldspielern erzielen konnte. Cazis hätte gegen die physisch am Limit laufenden Zürcher klarer gewinnen müssen, dennoch interessieren am Ende nur die zwei eroberten Punkte.

vs. UHC KTV Muotathal
Muotathal war bemüht, den Caznern nicht ins offene Messer zu laufen und spielte zu Beginn sehr diszipliniert und geduldig. Dank dieser Spielweise gingen sie mit 2:0 in Führung und waren das bessere Team. Doch Cazis ist es so gewohnt, einen Rückstand aufzuholen, dass dies auch hier wieder gelang. Cazis glich nicht nur aus, sondern ging in der zweiten Halbzeit mit zwei Toren in Führung und war bemüht, den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Doch Muotathal kämpfte wie ein angeschossener Löwe und kam wieder heran. Auch eine fragwürdige Strafe gegen die Cazner wurde von den Schwyzern eiskalt ausgenutzt. Am Ende gewannen die Muotathaler mit 7:5 und bleiben so weiterhin vor Cazis in der Tabelle.

Fazit:
Cazis spielte in beiden Partien besser als in den Spielen zuvor, jedoch war es besonders in der Defensive wiederum zu wenig konsequent. Zu einfach werden den Gegner Tore geschenkt und Vorsprünge wieder preisgegeben. Blau-Gelb schafft es einfach nicht, über die gesamten 40 Minuten eine solide Leistung abzurufen. So werden die Playoffs schwer zu erreichen sein. Zum Glück sind auch die Gegner nicht konstanter und die Spannung bleibt weiterhin erhalten. Zudem gibt es kaum Spiele für die Bündner ohne eine Strafe absitzen zu müssen. Man machts sich das Leben selber schwer. Diese Runde hat eindeutig gezeigt, weshalb Cazis noch kein Spitzenteam ist. Und trotzdem ist Blaugelb voll dabei um die Playoffplätze, denn bisher war nur Gossau wirklich überzeugend und steht einsam an der Spitze, alle anderen Teams sind weiterhin eng zusammen. Zu viele Niederlagen liegen aber nicht mehr drin und gerade gegen direkte Playoff-Konkurrenten müssen Punkte her.
Nun folgt eine längere Pause. Erst am 27. November wird die nächste Meisterschaftsrunde ausgetragen. Viel Zeit also um weitere Fortschritte zu machen und den Kopf etwas zu lüften. Weiter wartet man gespannt auf die Cup-Auslosung, welche etwa am 10. November bekannt sein wird.

Aufstellung:
Torhüter: Yves Lutz, Lars Calörtscher, Claudio Allemann
Feldspieler: Daniel Fausch, Ueli Marugg, Stefan Neuhaus, Rolf Hefti, Patrik Rageth, Hercli Christoffel, Casper Marugg, Dominik Hardegger, Adrian Capatt, Claudio Nold, Patric Werthan
Abwesend: Björn Söderberg, Claudio Allemann

Coaching-Staff: HP Günther

 

12.10.2011 Reise in den Nebel

Wenn es am Sonntag für das 1. Liga-Team ins St. Gallische Zuckenriet geht, wird es eine weitere Reise in den Nebel sein. Dies ist nicht nur eine klimatische Aussage (aus dem sonnigen Graubünden in die von Helios, griechischer Sonnengott, Anm. der Redaktion, verlassene Unterwelt), sondern soll sich auch auf die aktuelle Lage des Blau-Gelben Teams beziehen. Sokrates sagte schon: "Ich weiss, dass ich nichts weiss", und dies trifft wohl auf den aktuellen Formstand der Bündner perfekt zu. Viel wurde über die letzte Runde und das miserable Abschneiden gegen die jungen Wilden aus Nuglar nachgedacht. Auch der katastrophale Start im Cup-Spiel gegen Tafers machte aus den blaugelben eher rote Köpfe. Cazis dürfte froh sein, können sie bereits an diesem Sonntag ihr (vielleicht) sonniges Gesicht zeigen. Und wenn nicht, bleibt immerhin der Trost, wieder in die sonnige Heimat heimzukehren.

Dübendorf: Jump Dübendorf hat, prozentual an guten Spielern gemessen im Team, wohl die Nase ganz klar vorne in der Gruppe 2. Allerdings muss man dies wieder relativieren, wenn man weiss, dass von 7 Spielern (inklusive Torhüter) deren 6 auf höchstem technischen Niveau spielen. Ihre Schwäche ist sicherlich die Breite im Kader. Was wenn mal einer ausfällt, einer einen schwarzen Tag einzieht? Aber die Taten sprechen klar für Jump: Sie stehen mit zwei Siegen und einem Unentschieden in vier Spielen sehr gut da und haben allen gezeigt, dass sie aus ihrer Schwäche sogar eine Stärke machen können. Spielertrainer Marc Brändli hat eine clevere Truppe zusammen mit einem Schweizer-Meister-Torhüter als Rückhalt. Spielen die Bündner so naiv wie gegen Nuglar, werden die Zürcher dies dankend anzunehmen wissen und den Caznern keine Chance lassen.

Muotathal: Vielleicht ist dies das Duell der zwei am härtesten aufspielenden Teams der Gruppe. Und es wird wieder eine harte, enge Partie erwartet, in welcher kleine Details über Sein oder Nichtsein entscheiden. Bei Muotathal gilt es die Tormaschine Wyler (Chomutov) mit seinem Passgeber Betschart (Bykov) im Griff zu haben. Aber auch alle anderen spielen auf hohem Niveau, besonders ihr Torhüter ist ein toller Rückhalt für die Schwyzer. Wie man die Muotathaler besiegen kann, zeigten die Cazner am Sursee-Cup zwei Mal deutlich. Allerdings wäre es völlig vermessen, diese Spiele als Massstab zu nehmen. Wollen die Bündner auch hier Punkte einfahren, ist eine perfekte Teamleistung gefragt und auch die Glückgöttin Fortuna sollte an diesem Tag zumindest blaugelb angehaucht sein.

 

22.10.2011 in Domat/Ems (Vial), Liga-Cup 1/8-Finale

12:7 (3:5/4:0/5:2) vs. UHC Tafers-Schmitten
circa 120 Zuschauer, Details

Cazis lässt Schmitten keine Chance
Nach harzigem Start und einem schnellen 0:5-Rückstand, drehten die Cazner auf. Die Taferser stemmten sich mit allen Mitteln gegen die Aufholjagd der Blaugelben, konnten aber nach ihren starken ersten 10 Minuten nichts mehr entgegensetzen. 3:5 stand es zur ersten Pause aus Sicht der Bündner, das Spiel also wieder offen. Nun wurden die Freiburger vom Tempo völlig überfordert und kassierten Tor um Tor. Am Ende schaute ein am Ende deutlicher 12:7-Erfolg für die Steinböcke heraus.

Cazis katastrophal gestartet - 1. Drittel
Bereits in den Partien gegen Bäretswil, Gossau, Unterkulm und Nuglar lagen die Cazner früh mit 0:2 im Hintertreffen. Konnte gegen die drei erstgenannten Teams die Niederlage noch abgewendet werden, war die Hypothek gegen Nuglar zu gross. Und auch diesmal nahm man sich so sehr vor, nicht wieder in Rückstand zu geraten. Doch spricht man vom Teufel, dann kommt er auch. Und so stand es diesmal nicht nur 0:2, nein, sogar 0:5 nach 9 Spielminuten. Was war da wieder passiert? Die vielen Zuschauer rieben sich die Augen und sahen ein sehr nervöses Cazis. Nach mehrerern Umstellungen in den Blöcken erfolgte die geforderte Reaktion und das Spiel war beim Stand von 3:5 zur ersten Pause wieder völlig offen.

Donnerwetter in der Kabine - 2. Drittel
Nach einer Standpauke des Trainers Rolf Hefti in der Kabine, wusste wohl jeder Spieler, was eigentlich gefordert war. Wieder wurden die Blöcke durchmischt und das Mittel zum Erfolg waren die Emotionen und das Tempo-Spiel. Man sah ein anderes Cazis, bald einmal stand es 5:5. Die Taferser wurden völlig überfahren und versuchten verzweifelt bei Ballbesitz hinter dem eigenen Tor den Rhythmus der Blaugelben zu brechen. 4:0 endete ein tolles Drittel, gemessen an den Chancen zwar zu wenig Tore, aber das Spiel war nun in die richtigen Bahnen gelenkt.

Keine Reaktion von Tafers - 3. Drittel
Im letzten Drittel ging es hauptsächlich darum, sicher in die 1/4-Finals einzuziehen. Cazis suchte nicht mehr unbedingt den Abschluss, sondern war bemüht den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Auch das gefürchtete Spiel zu viert der Päääägler erwies sich eher als Luftblase. So konnten die Bündner sicher den Vorsprung ausbauen und stehen dank eines am Ende klaren 12:7-Erfolgs erstmals in der Geschichte des Vereins unter den letzen acht Teams des Liga-Cups.

Fazit:
Interessant sind immer Duelle mit einem Gegner aus der West-Gruppe. Es ist bekannt, dass diese Teams weniger taktisch spielen, mit eher älteren Spieler agieren und ihren Erfolg eher in der Offensive suchen. Tafers-Schmitten spielt seit vielen Jahren vorne in der Tabelle mit, hinkt jedoch immer etwas den absoluten Spitzenteams (Kappelen, Berner Hurricanes, ULA) hinten nach. Dennoch gehören sie zu den besten Teams auf dem Kleinfeld und der Sieg der Cazner darf hoch angerechnet werden.
Und wieder wurde eine Geschichte für die Blau-Gelben Geschichtsbücher geschrieben. Zum ersten Mal schaffte es das Team unter die letzten acht des Liga-Cups und wartet nun gespannt auf die Auslosungen. Gehofft wird natürlich auf ein Heimspiel, die Gegner sind alle extrem stark. Bereits qualifiziert sind Nuglar, die Berner Hurricans und Lengnau. Da wird sich wohl noch Gossau, Bäretswil, Dübendorf und einer aus dem Duo Kappelen/Unterkulm dazugesellen. Also allesamt bekannte Gegner, welche sehr erfolgreiches Unihockey zeigen. Der Weg in den Cup-Final nach Bern ist noch sehr steinig, wir freuen uns aber sehr auf diese Herausforderung.

Aufstellung:
Torhüter: Yves Lutz, Lars Calörtscher, Claudio Allemann
Daniel Fausch, Ueli Marugg, Stefan Neuhaus, Rolf Hefti, Patrik Rageth, Björn Söderberg, Hercli Christoffel, Casper Marugg, Dominik Hardegger, Adrian Capatt, Claudio Nold, Patric Werthan

Coaching-Staff: HP Günther

 

16.10.2011 in Muotathal SZ (MZH Stumpenmatt), Meisterschaft Runde 2

6:6 (2:3) vs. Tigersharks Unterkulm; 4:11 (0:3) vs. Nuglar United
je circa 15 Zuschauer

Erste Niederlage seit langem
Nach rund 20 Spielen ohne Niederlage hat es auch die Bündner mal wieder erwischt. Gleich mit 4:11 ging das Spiel gegen Nuglar verloren. Eine klare Niederlage, welche auch in dieser Höhe absolut verdient ist. Im Spiel gegen die starken Tigersharks aus Unterkulm gab es ein gerechtes 6:6. Somit musste das Team mit nur einem Punkt wieder die lange Rückreise aus Muotathal antreten.

vs. Tigersharks Unterkulm
Dass es eng werden würde gegen die Tigersharks war man sich bewusst, aber dass es ein solcher Kampf gab, hätten wohl beide Teams nicht gedacht. Unterkulm führte mit 2:0, worauf die Cazner aber eine Antwort wussten. Das Spiel wog hin und her, Unterkulm führte, Cazis kam immer besser ins Spiel. Das Spiel wurde immer härter, Strafen wurden ausgesprochen und plötzlich lag Cazis in Führung. 6:5 stand es bis eine Minute vor dem Ende für die Bündner. Doch die starken Aargauer konnten noch einmal ausgleichen mit einem vierten Feldspieler. Irgendwie waren beide Teams mit dem einen Punkt zufrieden, aber irgendwie auch nicht. Über das ganze Spiel gesehen, hätten die Aargauer den Sieg mehr verdient, Cazis war aber in den letzten Minuten die bessere Mannschaft.

vs. Nuglar United
Die Bündner hatten sich vorgenommen, endlich einmal nicht in Rückstand zu geraten, doch genau dies passierte auch hier. 0:3 stand es früh, und die Nugler spielten sich in einen Rausch. Ihnen gelang alles, während die Bündner sehr viel Kraft verpufften um dem Ball hinterherzuspringen. Cazis öffnete, versuchte alles, checkte vor, nahm den Torhüter sehr früh raus. Alles half nichts, im Gegenteil, Nuglar konterte gekonnt die Cazner aus und siegten hoch verdient mit 11:4. Dies war die erste Niederlage gegen die jungen Solothurner und nach der naiven Vorstellung der Bündner auch in der höhe völlig verdient!

Fazit:
Rund 20 Spiele waren die Cazner nun unbesiegt, bis Nuglar kam. Jede Serie geht einmal zu Ende, viellicht ist der Zeitpunkt gar nicht so schlecht. Wie diese Niederlage zu Stande kam, wird dem Cazner-Team zu denken geben und sie werden ihre Lehren daraus ziehen. Toll ist es, dass bereits am Samstag im Cup-Spiel gegen Tafers diese Niederlage ausgemerzt werden kann.
Auffallend ist auch die Ausgeglichenheit in der Gruppe. Hier scheint wirklich jeder jeden schlagen zu können.

Aufstellung:
Torhüter: Lars Calörtscher, Yves Lutz
Daniel Fausch, Ueli Marugg, Stefan Neuhaus, Rolf Hefti, Patrik Rageth, Björn Söderberg, Hercli Christoffel, Casper Marugg, Dominik Hardegger, Adrian Capatt

Coaching-Staff: HP Günther
Abwesend: Claudio Nold (verletzt), Claudio Allemann, Patric Werthan, Stephan Fischer, Livio Schatz, Elias Berweger

 

12.10.2011 Intensive Zeit steht bevor

Am Sonntag starten die Cazner in eine wichtige Phase in der Saison. Innerhalb von drei Wochen stehen 5 Spiele an. Am kommenden Sonntag in Muotathal kommt es zu den Duellen mit Unterkulm und Nuglar, am Samstag darauf steigt das Cup-Spiel in Domat/Ems gegen Tafers und am 30. Oktober heissen die Gegner Muotathal und Dübendorf. Klar im Fokus der Bündner steht aber die frühe Reise nach Muotathal am Sonntag.

Unterkulm: Im schönen Muotathal kommt es ein weiteres Mal zum Knaller Tigersharks gegen Blau-Gelb. Bereits um 09:00 werden die Kellen gewetzt, womit die Bündner auch die zweite Meisterschaftsrunde eröffnen dürfen. Die Spiele mit den Aargauern sind meist hart umkämpft und Details entscheiden. Beide Teams haben sich im Sommer verstärkt und wollen die Playoffs erreichen. Deshalb steht dieses Duell unter besonderen Vorzeichen, beide Teams wollen klar machen, wer um die Plätze eins bis vier kämpft. Unterkulm hat bereits ein wichtiges Spiel in der ersten Meisterschaftsrunde gegen Muotathal verloren, sie werden also gewillt sein, dies wieder gutzumachen.

Nuglar: Im zweiten Spiel sind die jungen Nugler auf dem Feld. Sie sind läuferisch und technisch wohl das beste Team der Liga, lassen aber oftmals die Cleverness etwas vermissen. Die Solothurner waren bisher ein dankbarer Gegner für die Bündner, haben die Blau-Gelben doch bisher alle Spiele gewonnen. Doch meistens machten die Nugler das Spiel, hatten oft Pech im Abschluss. In die Saison ist Nuglar nicht nach Wunsch gestartet. Sie konnten nur einen Punkt gegen zwei Aufsteiger einfahren. Somit stehen die Solothurner bereits unter Zugzwang. Sie müssen vor dem Duell mit Cazis gegen das starke Lengnau spielen. Die Gefahr mit null Punkten heimzureisen dürfte die Nugler nicht lockerer machen. Wir freuen uns sehr auf dieses Spiel gegen den spielerisch sehr attraktiven Gegner.

 

 

01.10.2011 in Regensdorf (Wisacher), Liga-Cup 1/16-Finale

vs. UHC Wehntal-Regensdorf (3. Liga) am 01. Oktober 2011, 17:30 in Regensdorf, Wisacher
15:5 (3:2 /7:2 /5:1) (Matchtelegramm) (Bericht Regensdorf)
45 Zuschauer

Klarer Sieg in Regensdorf
Ein Drittel lang blieb es spannend und die kämpferisch vorbildlich agierenden Regensdorfer ärgerten die Cazner wo sie nur konnten. Doch dann setzte sich die Klasse des 1. Ligisten aus Cazis durch und waren in allen Belangen überlegen. Zwar kämpften die Zürcher weiter, doch dies konnte die zwei Ligen Unterschied nicht ganz kaschieren. Die mit vier Blöcken angetretenen Regensdorfer liefen viel und spielten bis zur letzten Sekunde mit viel Herz. Die Bündner zeigten zwar eine schwache Leistung, umso erfreulicher, dass dies trotzem zu einem relativ klaren Sieg reichte. Und in diesem Wettbewerb ist nur der Sieg (das Weiterkommen) gefragt. Die Cazner danken für die tolle Organisation von Regensdorf und wünschen alles Gute in der Saison!

Nun kommen die Blaugelben zu einem Heimspiel. Zum ersten Mal in der Geschichte kommt es zum Duell mit dem UHC Tafers-Schmitten. Der 1. Ligist aus dem Kanton Fribourg spielt seit vielen Jahren in der West-Gruppe in den vorderen Rängen mit. Wir freuen uns auf dieses Spiel vor hoffenlich vielen Fans!

Aufstellung:
Torhüter: Yves Lutz, Claudio Allemann, Lars Calörtscher
Daniel Fausch, Ueli Marugg, Stefan Neuhaus, Rolf Hefti, Patrik Rageth, Patric Werthan, Hercli Christoffel, Casper Marugg, Dominik Hardegger, Stephan Fischer

Coaching-Staff: HP Günther
Abwesend: Claudio Nold (verletzt), Björn Söderberg, Adrian Capatt (Abschiedsspiel in Malans), Livio Schatz, Elias Berweger

 

27.09.2011 Cup-Spiel am Samstag in Regensdorf

Am kommenden Samstag, um 17:30, kommt es im 1/16-Finale des Liga-Cups zum Duell mit dem unbekannten UHC Wehntal-Regensdorf. Der relativ grosse Kleinfeld-Verein (sieben Junioren- und vier Herren-Teams, davon zwei in der dritten Liga) ist für die Cazner ein völlig unbeschriebenes Blatt. Interessant ist, dass das Team aus allen Liga- und des A-Junioren-Teams die besten Spieler für das K.O.-Spiel mobilisieren kann. Dennoch gehen die Bündner als klarer Favorit in diese Partie, man wird sich aber hüten, mit Überheblichkeit ins Zürcher Furttal zu reisen. Die Bündner haben noch viel vor in diesem Cup-Wettbewerb und wollen in ihrer Geschichte ein zweites Mal in die 1/8-Finals vorstossen. Zuletzt ist dies vor drei Jahren gelungen, als man dann am UHC Kappelen scheiterte.
Im Liga-Cup konnte Regensdorf bisher drei Teams ausschalten. In der ersten Runde Tösstal (14:11), dann Stammheim (17:12) und zuletzt mit Mühe Deitingen (13:11). Alle Gegner spielen ebenfalls in der 3. Liga. Wir freuen uns auf einen schönen Ausflug in den Kanton Zürich (auch wenn bei uns herrliches Wanderwetter prophezeit wird) und wollen diesen gemeinsam erfolgreich gestalten.

25.09.2011 in Zofingen AG (BBZ), Meisterschaft Runde 1

6:4 (3:2 ; 3:2) vs. Dreamteam Bäretswil; 4:4 (2:2 ; 2:2) vs. UHCevi Gossau
je circa 30 Zuschauer

Mit einem Dreier in die Saison gestartet
Blau-Gelb Cazis ist erfolgreich in die neue Saison gestartet. Im erstmaligen Aufeinandertreffen mit dem Aufsteiger Dreamteam Bäretswil gewann Cazis verdient mit 6:4. In der ersten Halbzeit bekundeten die Heinzenberger Mühe und mussten zuerst einen 0:2-Rückstand ausgleichen. Die Blaugelben waren aber in der zweiten Halbzeit die dominierende Mannschaft und hätten höher gewinnen müssen. Mit diesem Sieg im Rücken stand nun Schweizermeister Cevi Gossau gegenüber. Auch hier stand es früh 0:2 aus Sicht der Cazner und wieder vermochten sie auszugleichen. Am Ende wurden die Punkte mit einem 4:4 in einem hochstehenden Spiel geteilt. Mit diesen drei Punkten ist der Saisonauftakt gelungen.

vs. Dream Team Bäretswil
Zum ersten Mal überhaupt kam es zum Duell Cazis gegen Bäretswil. Die Zürcher Oberländer sorgten schon oft für sportlich positive Meldungen, was die Experten der Kleinfeld-Szene den Aufsteiger als Mitstreiter um die vier Playoffplätze setzen lässt. Dort wollen aber auch die Bündner hin, also bereits ein 4-Punkte-Spiel zum Saisonstart? Auf jeden Fall waren die Cazner gewarnt. Dennoch war es Bäretswil, welches einen guten Lauf hatte und früh mit 2:0 führte. Cazis war noch nicht bereit, kam aber mit den technisch und körperlich starken Bäretswiler immer besser zurecht. Nach je einer Strafe erzielte Cazis zuerst das 1:2 und kurze Zeit später gar in Unterzahl das 2:2. War dies die Wende in diesem Spiel? In der zweiten Halbzeit dominierte Cazis, zeigte schöne Kombinationen und überzeugte durch mehr Lauffreude. Bäretswil war kaum mehr wirklich gefährlich. Doch Cazner Unvermögen im Abschluss liess das Spiel spannend bleiben. Und plötzlich landete ein eigentlich ungefährlicher Weitschuss im Bündner-Tor. Mit nur einem Tor führten die Blaugelben, angesichts der Dominanz auf dem Feld viel zu knapp. Cazis konnte das erlösende 6:4 in das vom Torhüter verlassene Tor erzielen und mit dem so wichtigen Sieg in die Meisterschaft starten.

vs. UHCevi Gossau
Im zweiten Spiel stand der Schweizermeister aus Gossau gegenüber. Auch diese Mannschaft hat sich wie einige andere nochmals verstärkt, mit sehr starken eigenen Junioren und einem Torhüter des NLB-Teams aus Uster. Gossau ist als sogar noch stärker einzuschätzen, denn auch die neuen Spieler wollen weiter Erfolge feiern. Gossau trat auch sehr stark auf und das 11:5 über Muotathal zuvor liess einige Cazner auf der Tribüne staunen. Auch gegen die Blaugelben hatte Gossau mehr vom Spiel und führte schnell einmal mit 2:0. Wieder also war man gezwungen, Charakter zu zeigen, was auch diesmal erfreulicherweise gelang. Adrian Capatt feierte seinen Einstatt mit zwei Toren innert wenigen Sekunden und glich das Spiel aus. Nun zeigten beide Teams ein schönes und auch hartes Unihockey welches auch sehr spannend war. Die Zürcher hatten die besseren Chancen, scheiterten aber oft am hervorragend agierenden Torhüter Lars Calörtscher. Nach einem sehenswerten Treffer von Patric Werthan stand es 3:3 und die letzten Minuten liefen. Die gute Schiedsrichterin Strähl pfiff dann einen Freistoss für Gossau, worauf sie nach ihrem Time-Out den Torhüter mit einem vierten Feldspieler ersetzten. Das Tor gelang nicht sofort, aber wenige Sekunden später trafen die Zürcher doch noch mit einem Weitschuss zum 3:4. Die Cevianer jubelten lautstark und sahen die zwei Punkte bereits in ihrem Kofferraum. Nun nahm Cazis ihr Time-Out und musste innert 40 Sekunden noch ein Tor erzielen. Mit vier Feldspielern agierend schoss unser jung gebliene Altmeister Björn Söderberg kurz vor Ende der Partie den glücklichen Ausgleich zum 4:4. Dieser Punktgewinn ist eher glücklich für die Bündner, aber dank der kämpferisch vorbildlichen Leistung, darf man von einem verdienten Punkt reden.

Fazit:
Cazis ist der Saisonstart geglückt. Gegen ein Team zu gewinnen, welches zuvor in 41 Pflichtspielen hintereinander in der Meisterschaft nicht verloren hat (40 Siege, ein Remis) und ein Punkt gegen den an diesem Tag sehr gut aufgelegten (11:5-Sieg über Muotathal) und motivierten Schweizermeister aus Gossau zu erobern, zeugt von viel Klasse im Bündner Team. Auch das zweimalige Aufholen eines 0:2-Rückstandes spricht für die Stabilität in den Reihen der Bündner. Die tolle Arbeit während den letzten Monaten trägt erste Früchte und man darf sehr zuversichtlich in die weiteren Spiele gehen. Sind alle Spieler an Bord, wird diese hart arbeitende Mannschaft um Trainer-Perfektionist Rolf Hefti viel Spass und Erfolge feiern. Auf geht's!

 

Aufstellung:
Torhüter: Lars Calörtscher, Yves Lutz
1. Block: Daniel Fausch, Ueli Marugg, Stefan Neuhaus
2. Block: Björn Söderberg, Rolf Hefti, Patrik Rageth
3. Block: Patric Werthan, Hercli Christoffel, Adrian Capatt, Dominik Hardegger, Stephan Fischer

Coaching-Staff: HP Günther, Casper Marugg (verletzt)
Abwesend: Claudio Nold (verletzt), Claudio Allemann, Livio Schatz, Elias Berweger

 

11.09.2011 Am Wochenende gegen Meister und Aufsteiger

Wie vor zwei Jahren haben die Cazner die Ehre, die neue Saison in der Gruppe 2 zu eröffnen. Um 9:00 wird es in Zofingen (Veranstalter Unterkulm) zum Duell mit dem Aufsteiger Dream Team Bäretswil kommen. Um 11:45 wissen die Bündner dann genau wo sie stehen: Der Schweizermeister UHCevi Gossau wird den Blaugelben alles abverlangen.

Bäretswil: Die Zürcher Oberländer sind zwar ein Aufsteiger, gehören vom Können her aber schon länger zu den besten Teams der Schweiz. Dies belegt eine eindrückliche Vergangenheit: Sie sind von der tiefsten Liga durchmarschiert in die höchste und dominierten nach belieben. So liessen sie in den letzten drei Jahren (4./3./2. Liga, jeweils Aufsteig) nur einen einzigen Punkt liegen, also 41 Siege und ein Unentschieden. Zudem standen sie im Cup in der letzten Spielzeit im Halbfinale und scheiterten nur knapp an Muotathal. Diese Zahlen zeigen, wie unglaublich stark das Dreamteam ist. Viele sehen sie als klarer Anwärter für die Playoffs. Ein Vorteil, oder auch Nachteil, jeh nachdem wie die Situation beurteilt wird, kann der Samstag Abend um 20:00 in Schüpbach sein. Dann muss Bäretswil nämlich im Emmental zu einem Cup-Spiel antreten und bereits um 09:00 am Sonntag wieder auf dem Feld stehen. Cazis ist auf jeden Fall gewarnt und wird gut vorbereitet in diese Partie steigen.

Gossau: Der Spielplan meinte es nicht gut mit den Bündnern und bescherte gleich am ersten Spieltag zwei ganz grosse Brocken. Wobei, in dieser Liga sind fast nur noch enge Spiele zu erwarten. Ein Team in der Gruppe wird aber trotzdem noch immer etwas höher gehandelt. Ihre Vergangenheit lässt auch nichts anderes zu. Wieder gewann das grosse UHCevi Gossau die Meisterschaft in der letzten Saison und stand auch im Cup in Finale und scheiterte unglücklich an Muotathal. Wie Bäretswil liegt auch Gossau im Zürcher Oberland und räumen seit Jahren Pokal um Pokal ab. Kürzlich wollte der Verein ein Foto mit allen gewonnenen Pokalen machen, doch das Foto wurde mit den dutzenden Kübeln zu kitschig. Vor einigen Wochen gewann Gossau auch den Raiffeisen-Cup, was zeigt, dass Cevi auch diese Saison wieder hungrig ist. Cazis geht als Aussenseiter in diese Partie, kann aber mit Blick auf die letzte Saison doch etwas zuversichtlich sein: Eine unglückliche Niederlage (3:4) in Domat/Ems sowie ein toller Sieg im letzten Meisterschaftsspiel (welcher die Playoffqualifikation bedeutete) waren die Ausbeute. Wir freuen uns auf ein weiteres Duell mti dem scheinbar übermächtigen Gegner.

11.09.2011 in Flims (Dorfhalle), Bündner-Cup (5. Austragung)

Cazis verteidigt Titel beim Bündner-Cup
Wie im Vorjahr gewann Cazis I den zum 5. Mal ausgetragenen Bündner-Cup. Gegen ein junges und überraschend starkes Flims im Finale sicherte sich Cazis nach einem sehr intensiven Wochenende (Trainingslager) einen weiteren Titel. Cazis war der klare Favorit an diesem bereits sehr bewährten und gut besetzten Turnier und wusste mit dem Druck gut umzugehen. Gespielt wurde jeweils 2x16 Minuten mit guten Schiedsrichtern.

Vorrunde:
vs. Zizers United (aufgelöst, ehemals 2. Liga): Mit nur fünf Feldspielern wollte die alte Zizerser Truppe den Caznern ein Bein stellen. Cazis machte zwar das Spiel, hatte praktisch immer den Ball, doch zufriedenstellend war der erste Auftritt an diesem Sonntagmorgen nicht. Blau-Gelb hatte Mühe mit dem statischen Spiel der Zizerser. Dennoch war der Sieg (9:2) nie in Gefahr.
vs. US Tumpriv/Donat (4. Liga): Die geforderte Reaktion auf das erste schwache Spiel gegen Zizers erfolgte kurz darauf gegen Tumpriv. Es wurde konzentrierter und dominanter gespielt. 8:2 wurden die Schamser besiegt, welche aber durchaus auch gut mitspielten und viele gute Qualitäten besitzen. Leider konnte Casper Marugg nach einem Supinationstrauma (Umknicken des Fussgelenks) nicht mehr mitspielen. Gute Besserung!
vs. UHC Flims (5. Liga): Die Flimser haben sich neu für die kommende Meisterschaft in der 5. Liga angemeldet. Sie haben ein breites Kader, mit sehr gut ausgebildeten Junioren (ihr Trainer war unser Spieler Dominik Hardegger). Doch in der ersten Halbzeit dominierte Cazis nach belieben und schoss Tor um Tor. In der zweiten Halbzeit waren die Heinzenberger weniger Konsequent, wodurch es am Ende ein 10:4-Sieg gab.


KO-Runden
1/2-Finale vs. Castle Stars Trin (2. Liga): Überraschend hiess der Gegner im 1/2-Finale Trin. Man hatte eher erwartet, gegen die starken Oberländer erst im Finale zu spielen. Doch Trin war am Ende seiner Kräfte und hatte gegen die sehr konzentriert agierenden Blau-Gelben keine Chance. 7:0 lautete das Endresultat. Bitterer Beigeschmack: Claudio Nold fiel mit verdacht auf Bänderriss aus und wird wohl längere Zeit fehlen. Gute Besserung Capitano!
Finale vs. UHC Flims (5. Liga): Das neu formierte Flims begann stark und ging mit 2:0 in Front. Sie waren sichtlich motiviert, den Caznern ein Bein zu stellen und beinahe wäre es ihnen gelungen. Doch Cazis wusste zu reagieren, musste allerdings lange um den Sieg zittern. Es war ein würdiges Finale gegen ein sehr junges und starkes Flims, welches eine tolle Zukunft vor sich hat.

Fazit:
Die Cazner hatten ein intensives Wochenende (Trainingslager mit einem internen Spiel am Freitag Abend und drei Trainingseinheiten am Samstag), in welchem der Grundstein für den Saisonstart gelegt wurde. Cazis konnte viel Selbstvertrauen tanken (seit 14 Spielen an Turnieren (Raiffeisen-Cup, Sursee-Cup, Bündner-Cup) unbesiegt) und darf zuversichtlich in Richtung Saisonstart blicken. Wehrmutstropfen sind die verletzungsbedingten Ausfälle von Claudio Nold und Casper Marugg. Casper dürfte schneller wieder in der Halle sein als Claudio. Jedoch haben die letzten Wochen gezeigt, dass genügend gute Spieler vorhanden sind, welche alle auf 1. Liga-Niveau bestehen können. Blau-Gelb hat ein breites Kader und kann im Notfall auch sehr gute Spieler vom 4.Liga-Team rekrutieren.
Erfreulich waren auch die Auftritte einiger anderer Teams am diesjährigen (einmal mehr hervorragend organisierten) Bündner-Cup. Besonders Flims, aber auch Valendas, Trin, Cazis II oder Tumpriv haben sehr gute Spieler in ihren Reihen und werden das Bündner-Kleinfeld-Unihockey diese Saison sehr gut vertreten! Allen viel Glück in der Meisterschaft und bis zum nächsten Jahr! Viva la Grischa!!!

Für Cazis spielten:
Yves Lutz, Lars Calörtscher(Torhüter)
Patric Werthan, Claudio Nold, Dominik Hardegger
Daniel Fausch, Ueli Marugg, Stefan Neuhaus
Casper Marugg, Patrik Rageth, Hercli Christoffel
Rolf Hefti, Adrian Capatt, Björn Söderberg
Bande: HaPe Günther

 

05.09.2011 Vorschau auf die Saison 11/12


Ausgelichene Gruppe sorgt für Spannung
Für Blau-Gelb Cazis folgt die schwere Saison der Bestätigung. Gerne erinnert man sich an letzte Saison zurück, als es die entfesselten Bündner bis in den Playoff-Halbfinal geschafft haben. Ob das Bündner-Team dies wiederholen kann, ist in dieser starken Gruppe mehr als ungewiss...
Die Gruppe 2 ist nochmals deutlich stärker geworden. Ticino Unihockey, Eschenbach sind abgestiegen und Sursee hat sich zurückgezogen. Neue Gegner sind Bäretswil, Jump Dübendorf und Wuppenau.
Dreamteam Bäretswil
wird sehr hoch gehandelt, gewinnen sie doch seit Jahren Spiel um Spiel und sind letzte Saison im Cup-Halbfinale nur knapp an Muotathal gescheitert. Das Team setzt stark auf den Glauben zu Jesus Christus und sucht dort zusätzliche Kraft für ihre Spiele. Es wäre kein Wunder, würden sich die Zürcher in die Playoffs spielen. Das erste 1. Liga-Duell der Gruppe 2 heisst um 9:00 DT Bäretswil vs. Blau-Gelb Cazis!
Jump Dübendorf ist immer knapp nicht aufgestiegen, letzte Saison hat es endlich geklappt. Das Team um unihockey-shop-Leiter Marc Brändli und den vielleicht besten Kleinfeld-Torhüter Jonas Knoll wird sich dank ihrer spielerischen Stärke viele Punkte ergattern. Ihr Nachteil dürfte die Breite des Kaders sein, jedoch sind sie mit allen Wassern gewaschen und beherrschen Situationen wie Ball halten oder das Spiel mit 4 Feldspielern perfekt
UHC Zuzwil-Wuppenau ist als Gruppen-Zweiter aufgestiegen, weil Sursee sich zurückgezogen hat. Vor wenigen Wochen sind sie klar im Liga-Cup an Lengnau gescheitert (8:18). Allerdings haben Cup-Spiele eigene Gesetze. Wuppenau ist eine etwas ältere Truppe, welche mehr Siege als Niederlage erlebt hat. Sie werden dennoch als Kandidat Nummer eins für den Abstieg gehandelt, allerdings weiss man nicht viel über die Thurgauer. Cazis muss als letztes Team gegen die Wuppenauer ran, bis dahin wird man sie sicherlich einige Male beobachten können.
Tigersharks Unterkulm sind die Transfersieger. Sie konnten sich die beiden besten Spieler von Sursee ergattern (die Hunziker-Brüder). Kulm hat dadurch ein sehr breites und spielerisch starkes Kader. Sie gelten mit diesem Team als gesetzt für die Playoffs, die Frage ist, wie sie mit diesem Druck umgehen werden. Am Raiffeisen-Cup spielten die Aargauer schon mal gross auf und sicherten sich mit starken Leistungen den zweiten Rang.
UHCevi Gossau gewinnt seit Jahren immer wieder, nie scheinen sie gesättigt zu sein. Dies ist auch die grosse Frage in der folgenden Saison. Wie hungrig sind die Zürcher noch? Den Raiffeisen-Cup haben sie gewonnen und ein deutliches Zeichen an die Konkurrenz gesendet. Es scheint, als ob Gossau eine Freikarte für die Playoffs hat, dennoch gibt es auch für die Zürcher Oberländer keine einfachen Spiele mehr. Sind sie bereit, jedes Mal an ihre Leistungsgrenze zu gehen? Spielen sie ihr bestes Unihockey, wird Gossau erneut um den Titel spielen.
White Horse Lengnau will endlich den Titel. Letzte Saison gewannen sie die Gruppe 2 überraschend deutlich, was ihnen wohl zum Verhängnis in den Playoffs wurde. Sie scheiterten überraschend im 1/4-Finale am starken UHC Kappelen. Lengnau hat zweifelsohne die Fähigkeiten den Meistertitel zu ergattern und werden auch diese Saison wieder ganz vorne mitspielen.
Nuglar United hat das Potential, alle Teams zu schlagen. Sie haben Spieler in ihren Reihen, welche von ihren Fähigkeiten her problemlos in einem NLA-Team einen Stammplatz ergattern würden. Die Frage ist immer, wie clever agiert das sehr junge Team um Simon Best und Yannick Tanner. Um die jungen Wilden besser führen zu können, legt Simon Best den Stock zu Seite und agiert nur noch als Trainer und Coach. Dies hilft dem Team enorm weiter, verlieren sie jedoch einen ihrer besten Spieler auf dem Feld. Sicher ist: Nuglar sorgt wieder für attraktives Unihockey, ob es erfolgreich wird, liegt in ihren Händen, das Rüstzeug haben sie dazu.
LC Rapperswil-Jona machte vor allem mit ihrer öffentlichen Suche nach Spielern und Torhütern auf sich aufmerksam. Ob das gut gehen kann? Zwei neue Torhüter und einige neue Akteure wollen den St.Gallern zumindest den Ligaerhalt sichern. Es ist schade, was aus den ursprünglich starken Teams (LC und Stadtrose) geworden ist. Sie gehörten Jahrelang zu den besten Teams im Kleinfeld-Unihockey. Die Rosenstädter werden von den Experten nebst Wuppenau als Abstiegskandidat gehandelt, dennoch können sie jedem Team ein Bein stellen.
UHC KTV Muotathal ist der aktuelle Cup-Sieger. Die Schwyzer konnten sich nochmals verstärken und transferierten vom Grossfeld-Team Vipers Innerschwyz zwei Akteure. Ansonsten ist das sonst schon sehr breite Kader praktisch unverändert. Neu wurde der Trainer-Posten besetzt. Muotathal wird erneut um die Playoffs mitspielen. Trotz ihrer Breite ragen drei Spieler besonders heraus: Ihr Torhüter Marco Schelbert, Torschützen-König Andreas Wyler und Bruno Betschart. Besonders das Duo Betschart/Wyler gilt es im Griff zu haben.

Fazit:
Nicht weniger als 8 Teams dürften sich um die vier Playoffplätze streiten (Lengnau, Unterkulm, Gossau, Muotathal, Bäretswil, Nuglar, Dübendorf und Cazis). Die Saison wird sehr spannend werden und eine Vorhersage wie in Gruppe 1 (Kappelen, Mümliswil, Berner Hurricanes und Langenthal sind für die Playoffs praktisch gesetzt) ist unmöglich. Für Spannung und hochstehende Spiele ist auf jeden Fall gesorgt. Auch die Organisatoren der Heimturniere machten gute Arbeit: Sämtliche Runden finden in Dreifach-Turnhallen statt!

 

 

27.08.2011 in Sursee (Kottenmatte), Sursee-Cup (20. Austragung, Jubiläumsturnier)

Sieg am Sursee-Cup!
Eine Reaktion auf den Raiffeisen-Cup war gefordert. Besonders die Defensive müsse viel stabiler stehen, forderte Trainer Rolf Hefti. Dass dies sehr gut gelang, ist anhand des starken Teilnehmer-Feldes eher überraschend. Der Sursee-Cup darf durchaus als viertwichtigster Kleinfeld-Titel in der Schweiz angesehen werden (nach Meisterschaft, Liga-Cup und Raiffeisen-Cup).

Vorrunde:
vs. Satus Bern-Länggasse (2. Liga): Die grossgewachsenen Berner hatten keine Chance. 7:2 demontierten die Cazner das unbekannte Team und dominierte nach belieben.
vs. UHC KTV Muotathal (1. Liga): Besonders auf dieses Duell war man gespannt, gehört Muotathal doch zu den besten Teams im Kleinfeld-Unihockey. Bereits nach 5 Sekunden stand es 1:0 für Cazis und so ging es weiter. 5:1 lautete das klare Resultat nach einem starken Auftritt
vs. STV Eintracht Beromünster (2. Liga): Beromünster überraschte die Bündner mit einem beherzten Auftritt. Sie sind eine läuferisch sehr starke Mannschaft und gaben nie auf. 2:0 konnten die Blau-Gelben siegen, zu harmlos agierten die Luzerner im Abschluss.
vs. UHC Seedorf (2. Liga): Mit 5:2 wurden die Berner besiegt. Nie stand der Sieg in Gefahr, zu flink waren die Bündner im Duell mit den stämmigen Bernern.
vs. UHC LC Rapperswil-Jona (1. Liga): Der Gruppengegener in der Meisterschaft verstand die Welt nicht mehr. Cazis probierte vieles aus, spielte oft ohne Torhüter und war praktisch immer im Ballbesitz. 7:1 lautete das Endresultat, wobei die St.Galler einmal das leere Tor trafen.

KO-Runden
1/4-Finale vs. Hornets Moosseedorf-Worblental (2. Liga): Cazis hatte Mühe gegen die Berner, agierten diese doch mit viel Siegeswillen und Kampfgeist. Dies auch oft mit sehr unfairen Mitteln. Gegen Ende artete das Spiel gar aus und die Hornets spielten ein dreckiges, gefährliches Spiel. So nahmen die Bündner beim Stand von 2:0 den Torhüter raus um sich gegen die übermotivierten Berner nicht noch zu verletzen. Schade müssen Teams an einem Vorbereitungsturnier so agieren und Verletzungen des Gegners in Kauf nehmen...
1/2-Finale vs. UHC KTV Muotathal (1. Liga): wieder kam es zum Duell mit den starken Schwyzern. Sie hatten ein breites Kader und die Kräfte könnten nun entscheidend sein. Wieder ging Cazis (wie immer an diesem Tag) in Führung. Die Blau-Gelben spielten äusserst clever und siegten erneut verdient mit 3:1.
Finale vs. UHC Nuglar United (1. Liga): Mit lauter Siegen und einem Torverhältnis von 31:7 standen die Cazner verdient im Finale. Dort traf man auf die technisch und läuferisch starken Solothurner aus Nuglar (sie besiegten UH Cevi Gossau im 1/2-Finale). Wieder konnten die Bündner in Führung gehen, ehe ein dummer Fehler kurz vor dem Ende den Nugler den Ausgleich ermöglichten. So kam es zum Penaltyschiessen, welches die Cazner mit 2:1 für sich entschieden.

Für Cazis spielten:
Yves Lutz (Torhüter)
Rolf Hefti, Claudio Nold, Dominik Hardegger
Daniel Fausch, Patrik Rageth, Stefan Neuhaus
Casper Marugg, Ueli Marugg, Hercli Christoffel
Bande: HaPe Günther

 

21.08.2011 in Zuchwil, Raiffeisen-Cup

Schwacher Auftritt am Raiffeisen-Cup 2011
Cazis konnte den Erfolg vom Vorjahr nicht wiederholen. Blumenstein, Gossau und Kappelen waren für die Bündner zu stark. Die Bündner erzielten zwar jeweils viele Tore, erhielten aber zugleich viel zu viel. Die Defensive war zu wenig stark an diesem Tag. Im letzten Spiel gegen Oekingen gab es noch einen knappen Sieg. Cazis bereitete das hervorragend organisierte Turnier viel Freude und geht trotz der Resultate zuversichtlich in die nächsten Aufgaben.
Gossau gewann den Titel im Finale gegen Unterkulm. Gratulation!

 

13.08.2011 in Nesslau (Büelen), Liga-Cup 1/32-Finale

vs. UHC Nesslau Sharks (4. Liga) am 13. August 2011, 16:30 in Nesslau, Büelen
14:3 (3:1/9:1/2:1)
45 Zuschauer

Blau-Gelb bezwingen Cup-Schreck Nesslau Sharks
Gespannt war man auf den Auftritt der Bündner im ersten Ernstkampf in der neuen Saison. Zuletzt spielte man gegen die Berner Hurricanes in den Playoffs und nun, mehr als 4 Monate später, hiess der Gegner Nesslau aus der 5. Liga. Gewarnt von den zwei Siegen der St. Galler in ihren bisherigen Cup-Spielen (UHC F.P. Niederwil 2. Liga und der bestens bekannte US Tumpriv/Donat) wollten die Bündner mit der nötigen Vorsicht agieren. Auch gab es einige Umstellungen in den eigenen Reihen, nicht zuletzt im Trainerstaff.
Die Blau-Gelben übernahmen wie von Spielertrainer Rolf Hefti gefordert das Spiel in die Hand und liessen den Ball sicher in den eigenen Reihen zirkulieren. Ein Tor wurde nicht unbedingt gesucht, wichtig war es die St. Galler in die Defensive zu drängen und ihnen zu zeigen, wer hier Regie führt. Dies gelang ganz gut und Cazis führte nach dem ersten Drittel mit 3:1. Im Mitteldrittel legte der 1. Ligist einen Gang zu und überforderte die Nesslauer vor allem im läuferischen Bereich. 9:1 endete dieses Drittel, die Entscheidung um den Sieg war längst gefallen. Im letzten Drittel wollten die Bündner nicht mehr recht und die Sharks hatten nichts mehr entgegenzusetzen. So plätscherte das Spiel vor sich hin. Die Bündner übten noch einige taktische Sachen. 14:3 endete ein äusserst faires Spiel, in welchem der Favorit nie wirklich gefordert war.
Vielen Dank an die Nesslauer für die hervorragende Organisation des Spiels in einer grossartigen Halle! Viel Glück in der Saison.

Der nächste Gegner wir der unbekannte UHC Wehntal Regensdorf sein. Der Verein hat insgesamt vier Herren-Kleinfeld Teams und viele Juniorenteams. Dabei spielten zwei Teams letzte Saison in der 3. Liga im Mittelfeld mit. Cazis wird also wieder als Favorit in die Partie steigen und alles versuchen, zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte in die 1/8-Finals vorzustossen.
Zuerst stehen aber einige Turniere an. Am kommenden Wochenende findet in Zuchwil der Raiffeisen-Cup statt mit den besten Kleinfeld-Teams.

Bericht Nesslau

 

 

Saison 2010/2011

02.04.2011 in Chur (Sand), Playoff-Spiel 1/2-Finale, Spiel 2 (best of three)
Stand in der Serie: 2:0 für Berner Hurricanes, Berner Hurricanes im Finale

11:15 (3:4 / 2:5 / 6:6) vs. Berner Hurricanes
300 Zuschauer
Link Spiel
Fotos

Endstation Halbfinale
In den Berner Hurricanes haben die Bündner im Playoff-Halbfinale ihren Meister gefunden. Im diesem Spiel zeigten die Berner, weshalb sie grosse Ambitionen auf den Meistertitel hegen. Über das gesamte Spiel gesehen waren die Canes die bessere und cleverere Mannschaft, für die Bündner reichten zehn wirklich starke Minuten im letzten Drittel nicht zum Sieg. 11:15 siegten die Hauptstädter verdient und ziehen ins Finale ein. Dennoch werden die positiven Erinnerung bleiben, besonders die rund 300 Fans waren eine grosse Bestätigung für die Leistungen in der gesamten Saison, herzlichen Dank!

So manchem Spieler lief es kalt den Rücken runter, als in der Turnhalle Sand die Lichter gelöscht wurden und vielen Wunderkerzen wichen. Mit dem Licht kamen die blauen und gelben Ballone. Nun mussten die Spieler den Fokus aber dem Spiel widmen, denn deshalb sind die rund 300 Zuschauer auch gekommen.

1. Drittel: In der dritten Minute hatte es erstmals geklappt. Björn Söderberg erzielte das 1:0 nach einem cleveren Heber. Endlich führten die Bündner in dieser Playoff-Serie, doch wichtig ist die Führung am Ende der Partie. Nach zwei Canes-Toren konnte Christoffel und Rageth die Blau-Gelben erneut in Führung schiessen. Doch die beiden besten Berner (Uhlin, drei Tore, vier Assists und Luginbühl, fünf Tore und 4 Assists) setzten bereits im ersten Drittel eine Duftmarke und sorgten für eine 4:3-Führung für die Berner. Also noch alles offen in diesem Spiel.

2. Drittel: Die Bündner konnten auf das schwache erste Drittel nicht reagieren. Im Gegenteil: Die Canes gewannen das Mitteldrittel klar mit 5:2, war dies die Vorentscheidung? Die Berner waren sehr aktiv und übernahmen das Spieldiktat. Am Ende dieses Drittel war der Coaching-Staff etwas ratlos, irgendwie spürte man, dass die Canes einfach besser/cleverer sind. Aber von Aufgeben war nie die Rede, denn man war den Fans noch etwas schuldig...
Etwas zermürbend waren auch die vielen unfairen (andere sagen cleveren) Aktionen der Hauptstädter. *Siehe Fotos unten* Immer wieder (ungeahnte) taktische Fouls oder Schwalben der Berner liessen die Cazner mit dem Schicksal hadern. Typische Aktion: Captain Schwab flog und jammerte, als wären 20 Knochen gebrochen. Zwei Minuten gegen Cazis wegen angeblichem Beinstellen. Die fairen Fans klatschen, als Schwab sich nach längerem winden wieder vom Boden erhob, was dieser mit einem hämischen Lächeln quittierte... Naja, das sind Playoffs, das gehört halt auch dazu.

3. Drittel: Die Blau-Gelben wollten es nochmals mit drei Blöcken versuchen und die Hoffnung blieb, dass den physisch unterlegenen Canes weiter die Kräfte schwinden würden. Das Drittel begann aber schlecht und Uhlin erzielte gar das zehnte Tor für die Hurricanes. Wars das? Noch nicht ganz, denn nun schien das Spiel zu kippen: 42. Hefti, 45. Koch, 46. Christoffel, 48. Hefti. Plötzlich stand es 9:10 aus Sicht der Bündner und die Tribüne erwachte. Es war fantastisch, wie die Fans nun die Cazner vorantrieben, der Funke war übergesprungen. Die Canes wankten extrem, doch einer blieb cool. Wieder Uhlin erzielte in der 52. das 11:9 und bereitete das 12:9 nur eine Minute später vor. Das Spiel war gelaufen, der Widerstand der Bündner gebrochen. Es gab noch einige Tore. Am Ende siegten die Berner verdient mit 15:11.
Gratulation an die Berner Hurricanes!

Die Berner bejubelten den Sieg frenetisch. Die Enttäuschung der Bündner wich schnell. Das tolle Publikum verabschiedete die Bündner lautstark und dankte so für die tolle Saison. Allen Zuschauern ein riessiges Dankeschön, es war ein grosser Moment für jeden von uns Spielern.
Auch allen Helfern (besonders dem Kiosk-Team, Hallen-Organisatoren, Speakern etc.): Herzlichen Dank!
Fazit: Blau-Gelb lebt und wird geliebt!

Fazit:
Diese Saison wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. In der erst zweiten Saison in der obersten Spielklasse konnte der Raiffeisen-Cup gewonnen und das hoch gesteckte Ziel "Playoffs" erreicht werden. Während Langenthal im 1/4-Finale klar bezwungen werden konnte, bedeuteten die starken Berner Hurricanes im Halbfinale Endstation. Zu clever agierten die Canes und konnten immer im richtigen Moment die Tore erzielen.
1/2-Finale, das hört sich doch eigentlich ganz gut an, auch wenn im Moment etwas die Enttäuschung im Vordergrund ist. Wichtig ist, was wir aus den Spielen gelernt haben. Denn nächste Saison werden wir die Gejagten sein, alle wollen uns bezwingen. Wir freuen uns jetzts schon auf die Herausforderungen nächste Saison. Das Team sollte ziemlich komplett bleiben. Verstärkungen können erwartet werden. Jetzt ist aber erstmals eine längere Pause angesagt. Die intensiven letzten Wochen und Monate gingen ziemlich an die Substanz. Von diesen Erfahrungen können wir aber nur profitieren.

Aufstellung
Torhüter: Lars Calörtscher, Yves Lutz

Für Blau-Gelb spielten: Stefan Neuhaus, Patric Werthan, Daniel Fausch, Rolf Hefti, Ueli Marugg, Domink Hardegger, Claudio Nold, Hercli Christoffel, Björn Söderberg, Fabio Hefti, Casper Marugg, Bruno Koch, Lieni Liver, Casper Marugg

Coaching-Staff: Mirco Schatz, Stefan Neuhaus


Eindrücke, die bleiben werden. Gut 300 Fans unterstützen die Blau-Gelben lautstark und sorgten zu Spielbeginn für Gänsehaut-Stimmung! Herzlichen Dank!!! (links)
Schon kurz nach Spielschluss zeigte sich der grosse Teamgeist bei den Blau-Gelben, es war eine grossartige Saison! (rechts)



Typische Szenen aus dem Spiel: Die Canes fliegen gewollt durch die Lüfte... Ob das Wort Schwalbe einem Schwab gewidmet ist? ;-)

 

26.03.2011 in Kirchberg BE (Grossmatt), Playoff-Spiel 1/2-Finale, Spiel 1 (best of three)
Stand in der Serie: 1:0 für Berner Hurricanes

13:14 (2:4 / 5:5 / 6:5) vs. Berner Hurricanes
191 Zuschauer
Link Spiel
Fotos

Cazis fordert den Canes alles ab
Nach einem dramatischen Spiel verlieren die Cazner das erste Playoffspiel bei den Berner Hurricanes knapp mit 13:14. Die Niederlage war über das gesamte Spiel gesehen ärgerlich, aber irgendwie logisch. Zu gross war der Respekt zu Beginn der Partie und zu clever gingen die Berner mit dem steten Vorsprung im Spiel um. Cazis schaffte es nie den Ausgleich zu erzielen und rannte immer einem Rückstand nach. Es war ein Spiel auf sehr hohem Niveau, welches viel Spektakel und beste Werbung für das Kleinfeld-Unihockey war. Das erste Spiel ist verloren, Cazis wird aber angesichts des Spiels mit einem sehr guten Gefühl in das nächste (und auch das entscheidende dritte) Spiel steigen.

1. Drittel: Im Gameplan war vorgesehen, den scheinbar übermächtigen Gegner kennenzulernen. Zwar wurden viele Tipps von grossen Unihockeykennern der kleinen Kleinfeld-Schweiz eingeholt, aber auf dem Feld sieht doch alles immer etwas anders aus. Das Ziel war es, die Stärken und Schwächen des Gegners zu orten und Resultatmässig dabei zu sein. Einige Bündner agierten etwas zu passiv und ermöglichten den Canes zu einfache Tore. 2:4 stand es zur Pause verdient für die Hauptstädter, also alles noch offen, die Unihockeygötter Uhlin und Luginbühl "analysiert" und die Bündner konnten somit zuversichtlich in das zweite Drittel steigen.

2. Drittel: Nun wollten die Bündner die wenigen Schwachstellen die Hurricanes ausnutzen und ihr Tempospiel aufziehen. Den Gegner "müde spielen" lautete das Rezept, was auch sehr gut gelang. Cazis musste viel Aufwand für ihre Tore betreiben, während Unachtsamkeiten in den Cazner-Reihen den Bernern weitere Tore ermöglichten. Der Aufwand und Ertrag stimmte nicht überein, zu viele Tore wurden geschenkt. Aber auch nach dem zweiten Drittel (5:5) bestand der Zweitore-Vorsprung der Berner, was im Kleinfeld nicht viel bedeuten muss. Zudem wankten die ersten Berner bereits, der Gameplan schien Früchte zu Tragen.

3. Drittel: Über dieses Drittel könnte man viel schreiben. Es passierte viel ereignisreiches, das Spiel war auf Messers Schneide und Emotionen kamen ins Spiel. Was besonders überzeugte war das Spiel der Bünder ohne Torhüter mit vier Feldspielern. Immer wieder zappelte der Ball im Netz der Berner, doch irgendwie blieben die äusserst cleveren Canes immer in Führung. Besonders gegen die tödlichen Aktionen von Uhlin war oft kein Kraut gewachsen. 13:14 stand es kurz vor Schluss, ehe ein Cazner gar den Ausgleich kurz vor dem Ende auf dem Stock hatte. Der starke Berner Torhüter konnte den Ball aber blocken und die Sirene erklang. Das Spiel war aus und die euphorisch (sonst doch so coolen) jubelnden Berner bleiben in Erinnerung. Wäre der Ausgleich ab Spielmitte irgendwann gefallen, Cazis hätte gewonnen.

Fazit:
Was die Berner Hurricanes und Blau-Gelb Cazis heute boten, war Kleinfeld-Unihockey vom Feinsten. Spannung, technisch hochstehend, Lauffreude, tolle Tore, Kampfgeist, Emotionen, alles war dabei. Dies bestätigten ehemalige und aktive Cracks von Wiler-Ersigen, unter andern die Hofbauer-Brüder oder Protagonisten der beiden Teams. Es war ein Spiel auf hohem Niveau, in welchem Cazis der Ausgleich einfach nicht gelingen wollte. Wäre dieser gefallen, die Canes wären nicht nur gewankt, sondern wohl gefallen. Aber es ist schwierig und frustrierend, stets einem Rückstand nachrennen zu müssen. Beinahe hätte die klar bessere Physis der Cazner gereicht zur grossen Überraschung.
Im Rückspiel wird Cazis noch stärker sein. Der (zurecht) grosse Respekt im ersten Spiel gegenüber den starken Canes ist verflogen ("die sind schlagbar") und zwei Leistungsträger werden in den Kader der Bündner zurückkehren. Cazis hat das breitere Kader und die bessere Mannschaft. Zudem werden die Fans die Bündner zum Erfolg tragen. Cazis wird trotz Niederlage mit einem sehr guten Gefühl in das Rückspiel steigen und haben den Car für das dritte Spiel bereits reserviert. Die Serie wird über drei Spiele gehen, davon sind alle überzeugt. Wir freuen uns enorm auf ein wieder so tolles Spiel (auch wenn die Hurricanes etwas zurecht schmieden werden) auf Bündner Boden!

Aufstellung
Torhüter: Lars Calörtscher, Yves Lutz

Für Blau-Gelb spielten: Stefan Neuhaus, Patric Werthan, Daniel Fausch, Rolf Hefti, Ueli Marugg, Domink Hardegger, Claudio Nold, Hercli Christoffel, Björn Söderberg, Fabio Hefti, Casper Marugg

Coaching-Staff: Mirco Schatz, Stefan Neuhaus, Patrik Rageth
Abwesend: Bruno Koch, Lieni Liver

 

25.03.2011; Vorschau auf das erste Playoff-Spiel (best of three) in Kirchberg (BE) am 26.03.2011

Gegen das beste Kleinfeld-Team der Gegenwart?
Die Berner Hurricanes gehören seit vielen Jahren zu den besten Kleinfeld-Teams. Sie gewannen den Liga-Cup in den Jahren 1997, 2003, 2004, 2005 und 2009. Für den Schweizer Meistertitel reichte es den Hauptstädtern in den Jahren 2002, 2003, 2004, 2005, 2009 ebenfalls zu fünf Erfolgen. Einzig Cevi Gossau vermag über ähnliche Erfolge zu berichten im Kleinfeld-Unihockey. Viele Unihockey-Kenner schrieben die Canes nach der Playoff-Final-Niederlage im Jahr 2006 gegen Cevi Gossau (Wachablösung) bereits ab, doch im Jahr 2009 schlugen die Berner zurück und holten den Cup und die Meisterschaft. Dann dachten wieder einige, dass die "alten" Canes nun gesättigt seien und den jungen wilden Teams das Feld überlassen würden. Doch die Hurricanes sind noch immer voll dabei, haben die Gruppe West klar gewonnen und im 1/4-Finale auf überzeugende Art und Weise Cup-Sieger Muotathal ausgeschaltet. Nun wollen die Berner mehr. Sie wollen es nochmals allen zeigen, besonders mit Gossau scheint die Rechnung (trotz Erfolg im 2009) noch nicht beglichen zu sein. Cazis ist da nur eine Zwischenstation, zu unbekannt sind die Bündner, zu erfolglos ihre Vergangenheit im Vergleich zu den Bernern. Alles andere als zwei deutliche Siege für die Hauptstädter wäre eine grosse Überraschung. Immerhin können die Canes in ihrer Mannschaft weit über 1000 NLA-Spiele aufweisen, weitere spielten in der Nationalmannschaft oder im Europacup.
Für Cazis gilt: Wir haben keine Chance, also nutzen wir diese...

 

19.03.2011 in Domat/Ems (Vial), Playoff-Spiel 1/4-Finale, Spiel 2 (best of three)
Ende der Serie, Cazis gewinnt mit 2:0 Siegen und zieht ins Halbfinale ein

19:12 (5:6 / 5:0 / 9:6) vs. Unihockey Langenthal-Aarwangen
150 Zuschauer
Link Spiel

Einzug ins 1/2-Finale vor vielen Fans
Cazis hat es also geschafft und zieht ins Halbfinale gegen die Berner Hurricanes ein. Vor über 150 Zuschauern gewannen die Blaugelben auch die zweite Partie gegen ersatzgeschwächte Langenthaler. Es war eine äusserst faire Partie, in welcher nie Playoff-Stimmung aufkam. Langenthal zeigte zwar angesichts des schmalen Kaders eine gute Leistung, war aber über 60 Spielminuten chancenlos. Der Gegner im Halbfinale heisst nun Berner Hurricanes. Die mit lauter Alt-Stars gespickte Mannschaft (über 1000 NLA-Spiele) wird den Bündnern alles abverlangen.

1. Drittel: Nach nur fünf Spielminuten stand es 4:0 für Cazis. Schon mancher in der Halle machte sich grosse Sorgen um die Langenthaler nach den ersten Spielminuten. Doch so einfach machten es die Berner den Bündern dann doch nicht und zeigten, dass sie sich nicht vorführen lassen wollten. So führten die Langenthaler zur Pause sogar mit 5:6. Es war bedenklich, wie leichtfertig die Cazner mit ihrer klaren Führung umgingen. Der Spielertrainer Stefan Neuhaus blieb in der Kabine aber ruhig und wusste, dass nun wieder ein starkes Drittel folgen würde. Blöcke wurden nach Absprache mit Coach Mirco Schatz umgestellt, Yves Lutz ins Tor gestellt und jeder wollte dem Publikum wieder ein besseres Cazis zeigen.

2. Drittel: Es war das Drittel von Torhüter Yves Lutz. Er brachte die Langenthaler zur Verzweiflung und fischte unglaubliche Bälle. Cazis seinerseits erhöhte permanent das Tempo, begann die Ulaner früher zu stören und man sah, dass immer mehr Berner bereits auf dem Zahnfleisch liefen. 5:0 ging das Drittel an die Bündner, Kraft war noch genügend vorhanden und der Gegner physisch und wohl auch psychisch ziemlich am Ende.

3. Drittel: Die Blaugelben spielten mit allen 12 Feldspielern weiter. Es war auch klar, dass die Langenthaler es wohl bald mit vier Feldspielern versuchen würde. Ihr Spiel ohne Torhüter gehört um Regisseur Ueli Reimann zum Besten im Kleinfeld-Unihockey. So erzielten die Ulaner noch einige sehenswerte Treffern nach tollen Kombinationen. Aber auch die Heinzenberger erzielten weitere 9 Treffer in diesem Drittel und gewannen schlussendlich verdient mit 19:12.

Ein grosses Dankeschön an die Zuschauer, den Schiedsrichter Hager (hatte eine sehr einfache/langweilige Aufgabe) und natürlich den von weit her angereisten Gegner aus Langenthal. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr! Alles Gute.

Fazit:
Es waren zwei ganz schöne Spiele gegen die Langenthaler. Viel fairer können Unihockeyspiele kaum über die Bühne gehen. Playoff-Stimmung kam eigentlich nie auf, zu freundschaftlich agierten die beiden Teams und zu wenig stemmte sich ULA gegen die Niederlagen. Es war zwar nicht einfach gegen die technisch brillanten Berner ohne Fouls auszukommen, doch die Bündner lernen immer besser, den Stock nicht als Schlagwaffe zu benutzen. Im zweiten Spiel erhielten die Cazner nur eine Strafe und diese wegen eines Handspiels, zwei Spielsekunden vor dem Ende.
Cazis musste auch nie an seine Leistungsgrenze gehen. Es wurde über beide Spiele immer mit vier Blöcken agiert, alle erhielten Einsatzzeit. Es war nie nötig, einen Gang höher zu schalten. Erfreulich war die Einstellung der einzelnen Spieler, wie flexibel sie mit den Blockrotationen und Änderungen in den Blöcken agierten. Auch war die physische Präsenz um Klassen besser als diejenige der Ulaner. Weiterhin fehlt aber die Konstanz. Auf ein starkes Drittel folgt ein schwächeres oder umgekehrt. Hier muss sich Cazis klar verbessern. Auch erhielt man viel zu viele Tore, was aber angesichts der Spielweise der Langenthaler auch verständlich war. Toll zu wissen ist es, dass zwei sehr starke Torhüter zur Verfügung stehen und jederzeit bereit sind.

Nun wird es aber im 1/2-Finale wohl nicht mehr so freundschaftlich zu und her gehen. Die Playoffs gehen jetzt definitiv los, die Hurricanes sind mit allen Wassern gewaschen und werden den Caznern alles abverlangen. Die Berner sind die haushohen Favoriten und so werden sie auch auftreten. Wir freuen uns enorm auf diese Serie und hoffen, dass einer der grössten Blau-Gelb Cazis-Fans, Brotschi "der Schreckliche", mit von der Partie sein wird! Er wird die Statdberner sicher mit vielen Hintergrundinformationen beliefern, wir kennen dafür all seine (wenigen) Schwächen! ;o))

Aufstellung
Torhüter: Lars Calörtscher, Yves Lutz

Für Blau-Gelb spielten: Stefan Neuhaus, Patric Werthan, Patrik Rageth, Daniel Fausch, Rolf Hefti, Ueli Marugg, Domink Hardegger, Claudio Nold, Hercli Christoffel, Björn Söderberg, Bruno Koch, Casper Marugg

Coaching-Staff: Mirco Schatz, Stefan Neuhaus
Auf der Tribüne: Lieni Liver, Fabio Hefti

 

11.03.2011 in Langenthal BE (Kreuzfeld), Playoff-Spiel 1/4-Finale, Spiel 1 (best of three)
19:13 (4:6 / 12:2 / 3:5) vs. Unihockey Langenthal-Aarwangen
38 Zuschauer
Link Spiel

Blau-Gelb gewinnt Spiel 1 in Langenthal
Nach gut vierstündiger Carfahrt von Cazis nach Langenthal (Freitagabend-Verkehr lässt grüssen) trafen die Bündner endlich im bernischen Langenthal ein. Im ersten Drittel zeigten einige Cazner, dass sie die lange Fahrt nicht so gut überstanden haben und liessen sich von den technisch stark aufspielenden Langenthalern austricksen. Cazis war noch nicht bereit, das Feuer brennte nicht oder die Nervosität war zu hoch vor dem ersten Playoff-Spiel. Der Game-Plan sah vor, dass man im ersten Drittel nicht zu viele Tore kassieren wollte. Die Cazner mussten angesichts ihrer schwachen Leistung mit dem 4:6-Rückstand zufrieden sein.
Im zweiten Drittel stand dann ein anderes Cazis auf dem Feld. Das in der Kabine geforderte Feuer war wieder da, die Müdigkeit aus den Beinen geschüttelt und die Nervosität verflogen. 12:2 schossen die Blau-Gelben die Ulaner regelrecht ab und konnten so die Vorentscheidung in diesem Spiel hervorrufen. Noch nie spielten die Cazner in der Saison zwei schwache Halbzeiten hintereinander, jedoch auch noch nie zwei starke. Wieder verstanden es die Heinzenberger zu reagieren und das vom Trainer geforderte perfekt umzusetzen.
Die Suppe war angerichtet und ULA war gefordert, wollten sie noch gewinnen. Es war klar, dass es ein spezielles Drittel geben wird mit 4 gegen 3 Feldspieler. Auch der gute Schiedsrichter zeigte den Cazner plötzlich eher gesuchte Strafen, welche die Berner auch ausnutzten. Der Vorsprung der Cazner war aber zu gross und der Sieg nie mehr in Gefahr. ULA gewann das Drittel noch mit 3:5.

Vielen Dank auch den mitgereisten Fans (es waren viel mehr Cazner Fans als Ulaner unter den Zuschauern...), ihr habt uns super unterstützt!

Fazit:
Die Hälfte ist geschafft, also eigentlich noch gar nichts. Vor heimischem Publikum in Domat/Ems wollen die Bündner den Sack zumachen und ein allfälliges drittes Spiel in Langenthal verhindern. Cazis war die besser vorbereitete Mannschaft mit dem breiteren Kader und ganz klar das Team welches den Sieg mehr wollte.
Eindrücklich war die zweite Halbzeit, welche Cazis mit 12:2 gewann. Von der 26. bis zur 35. Spielminuten konnten die Cazner acht Treffer erzielen und das Spiel in die für die Bündner richtigen Bahnen lenken.

Aufstellung
Torhüter: Lars Calörtscher, Yves Lutz

Für Blau-Gelb spielten: Stefan Neuhaus, Patric Werthan, Patrik Rageth, Daniel Fausch, Rolf Hefti, Ueli Marugg, Domink Hardegger, Claudio Nold, Hercli Christoffel, Björn Söderberg, Bruno Koch, Casper Marugg, Lieni Liver

Coaching-Staff: Mirco Schatz, Stefan Neuhaus
Abwesend: Fabio Hefti

Telegramm:
Dreifachturnhalle Kreuzfeld, Langenthal. 38 Zuschauer. SR Codiroli.
Tore: 2. Koch 0:1. 5. Wälti 1:1. 7. Reinmann (Schneider) 2:1. 8. Wälti 3:1. 11. Christoffel (Hefti) 3:2. 12. C. Marugg (Fausch) 3:3. 13. Wälti (Kohler) 4:3. 14. Reinmann 5:3. 17. Koch (Söderberg) 5:4. 19. Kohler (Zingg) 6:4. 21. Christoffel 6:5. 23. Zingg 7:5. 25. U. Marugg 7:6. 26. Fausch 7:7. 26. Söderberg (Hefti) 7:8. 27. Koch (C. Marugg) 7:9. 27. Söderberg 7:10. 31. U. Marugg (Hardegger) 7:11. 31. Christoffel 7:12. 35. Koch (Hefti) 7:13. 37. Kohler (Wälti) 8:13. 39. C. Marugg 8:14. 40. U. Marugg (Hardegger) 8:15. 40. Rageth (Werthan) 8:16. 41. Aeschlimann 9:16. 41. Nold (Werthan) 9:17. 43. Kohler (Reinmann) 10:17. 46. Söderberg 10:18. 51. Reinmann (Kohler) 11:18. 52. Reinmann 12:18. 55. Hefti 12:19. 59. Zingg (Reinmann) 13:19.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Unihockey Langenthal Aarwangen III. 4mal 2 Minuten gegen Blau-Gelb Cazis.

 

 

27.02.2011 in Unterkulm AG (Färberacker), Meisterschaft Runde 9 (letzte Runde)
6:9 (3:4 ; 3:5) vs. UHC KTV Muotathal; 5:2 (1:1 ; 4:1) vs. UHCevi Gossau
je circa 30 Zuschauer

Cazis in den Playoffs!
In Extremnis konnten die Cazner in die Playoffs einziehen. Nach einer bitteren Niederlage gegen Muotathal (6:9) war ein Sieg über den Schweizer Meister Gossau nötig. Dank einer perfekten zweiten Halbzeit siegten die Bündner mit 5:2 und beenden die Quali auf Rang 3. In den Playoffs heisst der Gegner nun Unihockey Langenthal Aarwangen (ULA)... Die schönste Zeit des Jahres kann beginnen!

vs. UHC KTV Muotathal
Alles lief an diesem verregneten Tag in Unterkulm für Cazis. Sursee bezwang überraschend Unterkulm und Lengnau besiegte Muotathal. Ein Punkt würde den Bündner also bereits reichen im Spiel gegen die Schwyzer...
Cazis war hervorragend auf den Gegner eingestellt und wollte als "coole" Einheit auftreten, sprich in jeder Situation ruhig zu bleiben. Cazis glückte der Start und führte früh mit 2:0, etwas später mit 3:1. Alles lief für die Bündner, bis das Vorhaben "cool sein" scheiterte. Die Heinzenberger kassierten unnötige Strafen, welche natürlich von den Muotathalern dankend ausgenutzt wurden. 3:3, zwei Tore erhalten wegen fehlender Coolness und so ging es auch weiter. Die Cazner liessen sich fälschlicherweise auf das harte Spiel des Gegners ein, wurden aber für ihre Vergehen vom Schiedsrichter bestraft, während bei den Muotathaler immer ein Auge zugedrückt wurde. Es gab eine harte Partie und nicht alle auf dem Feld hatten sich unter Kontrolle. Mit einem anderen Schiedsrichter wäre die Partie wohl ausgeartet. Cazis "frass" die Entscheide einfach und haderte mit dem Schicksal, was die Schwyzer knallhart mit weiteren Treffern bestraften. Muotathal zeigte eine eindrückliche zweite Halbzeit und war den Bündnern in allen Belangen klar überlegen. Wie eine unaufhaltebare Lawine rasten sie dem Sieg entgegen. Auch das herausnehmen des Torhüters nach klarem Rückstand verhalf nur noch zu etwas Resultatkosmetik. Muotathal gewann verdient mit 9:6 und feierte diesen Sieg frenetisch, welcher gleichbedeutend mit dem Playoff-Einzug war.. Gratulation an Muotathal!

vs. UHCevi Gossau
Das Spiel gegen Gossau stand unter speziellen Vorzeichen. Die Bündner mussten unbedingt einen Punkt holen um doch noch unter den ersten vier die Quali zu beenden. Erschwerend in der Konzentrationsphase vor dem Spiel kam hinzu, dass zu Beginn nur 4 Spieler von Gossau anwesend waren (Stau im Gubrist-Tunnel). Es begann ein hin und her. Zuerst hiess es, der Gegner starte mit den vier Spielern. Wir haben den Zürchern sogar eine Torhüter-Ausrüstung zur Verfügung gestellt. Das Spiel begann aber mit 20-minütiger Verspätung und alle Gossauer waren da. Alle heisst 11 Feldspieler, zwei Torhüter und drei Betreuer.
Das war für einige Cazner wohl nicht sehr einfach zu verarbeiten und das lethargische Verhalten liess nichts Gutes erahnen. Der Spielertrainer Stefan Neuhaus konnte die meisten Spieler aber mit treffenden Worten wachrütteln und diese so für den Start der "Alles oder Nichts"-Partie vorbereiten.
Die meisten sind aber nicht alle... Gossau startete stark und machte das Spiel. Das Gezeigte der Cazner liess nichts Gutes verhoffen. So ging Gossau auch mit 1:0 in Führung. Cazis konnte den glücklichen Ausgleich erzielen, der Torschütze war Dominik Hardegger, es sollte nicht sein letzter Treffer sein. Cazis fand besser in die Partie, war aber mit dem 1:1 zur Pause sehr gut bedient. Nun folgte die zweite Halbzeit, in welcher die Blaugelben allen in der Halle bewiesen, dass sie die Saison noch nicht beendet wollten. Dominik Hardegger erzielte drei weitere Treffer zum vorentscheidenden 4:1. Fabio Hefti traf ins leere Tor noch zum 5:1 ehe Gossau noch einen bedeutungsloses Treffer mit 4 Feldspielern zum 5:2 erzielen konnte. Cazis zeigte viel Charakter und rief ein weiteres Mal unter grösstem Druck sein bestes Unihockey ab.
Die zweite Halbzeit hat aber noch mehr zur Happy-End-Geschichte beizutragen: Denn nebst einem verschossenen Penalty der Gossauer, Pfostenschüssen, einem zu unrecht nicht gegeben Tor der Cazner, und einem perfekten Boxplay der Bündner stand noch ein Mann im Mittelpunkt: Unser Torhüter Lars Calörtscher (erst kürzlich zum zweiten Mal Vater geworden) zeigte eine schlicht unglaubliche Partie. Und dies mit Ankündigung. Er trieb die Spieler von Gossau zur Verzweiflung. So mancher Zürcher quittierte seine spektakulären Saves mit einem ungläubischen Lächeln. Danke Lars, das war Playoff-würdig!


Domink erzielte 4 Treffer Lars Calörtscher, unser Rückhalt
gegen Gossau


Fazit:
Playoffs, wir kommen! Unglaublich, dass dies bereits in der zweiten Saison in der 1. Liga geklappt hat. Blau-Gelb konnte in jeder Runde mindestens zwei Punkte einfahren und hat dank dieser Konstanz den dritten Rang sicherlich verdient. Sich in dieser starken Gruppe über 18 Spiele auf Rang 3 zu spielen, zeugt von grosser Klasse, viel Kampf und Willen. Besonders den Willen zu haben, hart für den Erfolg zu arbeiten und in den Trainings das Optimum herauszuholen, ist die einzige Möglichkeit, mangelndes Talent oder Erfahrung zu kaschieren.
Auch diese Saison blieben die Bündner nicht von der Verletzungshexe verschont, es traf sie sogar ganz hart. In zwei Turnieren standen gar nur 7 Feldspieler und ein Torhüter zur Verfügung. Das kurze Tief konnte aber überstanden werden und Cazis ging durch ein Stahlbad, welches uns noch viel stärker gemacht hat. Wir habe gelernt mit grösstem Druck (gewinnen müssen) umzugehen und auch die Breite des Kaders gibt grosse Hoffnung. Durch die abwesenden Spieler erhielten andere mehr Spielzeit und mussten Verantwortung übernehmen. Cazis hat einen Stamm von 12 Spielern und zwei Torhütern, welche in der 1. Liga mithalten kann. Wir sind definitiv bereit und motiviert und steigen erstarkt in die Playoffs!!

Ein Dankeschön auch an die bis zuletzt sehr sportlich agierenden Teams. Lengnau hatte den Quali-Sieg bereits vor dieser Runde auf sicher, kam aber mit den besten Spielern und bezwang Muotathal. Sursee erkämpfte sich in einem für sie bedeutungslosen Spiel einen Sieg über Unterkulm. Und auch Gossau kam mit ihren besten Rössern angereist und spielte gegen uns voll auf Sieg. Dies ist nicht selbstverständlich, zeigt aber was für Sportsmänner in dieser Kleinfeld-Welt zu Hause sind. Chapeau!

Wir möchten es nicht unterlassen, allen Teams eine tolle Zeit zu wünschen und möchten uns für die Spiele auf meist hohem Niveau bedanken. Es sind die gegnerischen Teams, welche den Aufwand (Trainings, Videoanalyse, Reisewege) rechtfertigen. Vielen Dank und auf Wiedersehen!! Die einen früher (Playoffs, Cup, Czech-Open, 7eck, Eishockey-Playoffs, Open-Air, Raiffeisen-Cup etc.), die anderen später (Meisterschaft 11/12).

Aufstellung
Torhüter: Lars Calörtscher

Für Blau-Gelb spielten: Stefan Neuhaus, Patric Werthan, Patrik Rageth, Daniel Fausch, Rolf Hefti, Ueli Marugg, Domink Hardegger, Claudio Nold, Hercli Christoffel, Fabio Hefti, Bruno Koch

Coaching-Staff: Mirco Schatz
Anwesend, aber verletzt oder überzählig: Claudio Nold, Lieni Liver, Cäspi Marugg, Yves Lutz
Abwesend: Björn Söderberg (Familie), Michi Köppel (Familie)

Rg. Team Sp S U N Tore Diff. P
1. White Horse Lengnau 18 15 1 2   120 : 64 +56 31
2. UHCevi Gossau 18 10 3 5   95 : 64 +31 23
3. Blau-Gelb Cazis 18 10 3 5   90 : 75 +15 23
4. UHC KTV Muotathal 18 11 0 7   124 : 104 +20 22
5. UHC T.S. Unterkulm 18 9 3 6   99 : 78 +21 21
6. UHC JW Sursee 86 II 18 8 2 8   100 : 95 +5 18
7. UHC Nuglar United 18 8 2 8   89 : 95 -6 18
8. LC Rapperswil-Jona 18 7 3 8   93 : 96 -3 17
9. UHC Eschenbach 18 3 1 14   79 : 128 -49 7


Ränge 1-4 = Playoffs, Rang 9 = Abstieg
Qualifikations-Ende

 

23.02.2011; Vorschau auf Runde 9 in Unterkulm am 27.02.2011

Runde 9 - Ein grosses Finale
In der letzten Runde in Unterkulm geht es für die Bündner um Sein oder Nichtsein. Um 12:40 geht es im Direktduell mit Muotathal um einen Playoffplatz. Gewinnen die Bündner, spielen sie um den Schweizer Meistertitel, bei einer Niederlage entscheiden andere Resultate. Zum Beispiel das zweite Spiel gegen den amtierenden Schweizermeister UHCevi Gossau..

Zuerst gegen Muotathal...
Muotathal hat eine grandiose Rückrunde hinter sich. 7 Siege in Serie und dazu der Einzug in den Cup-Final sprechen Bände. Muotathal ist somit klarer Favorit in der Partie gegen die Bündner. In der letzten Runde liessen sie sogar den UHCevi Gossau ziemlich alt aussehen und gewannen deutlich mit 7:4. Wir hoffen trotz der brisanten Ausgangslage auf eine faire Partie mit sportlichen Gewinnern und Verlieren. Denn die Ausgangslage lässt es kaum zu, dass beide Teams noch in die Playoffs einziehen, Unterkulm hat einen Platz unter den ersten 4 praktisch auf sicher.

...dann gegen Gossau
Gerne (spielerisch, Zuschauer) oder ungerne (Niederlage) erinnern wir uns an die erste Partie gegen Gossau vor heimischem Publikum in Domat/Ems. Die Bündner zeigten eine tolle zweite Halbzeit und hätten vor den vielen Zuschauern mindestens einen Punkt verdient. Eine Vorschau ist schwierig, da viel vom Ausgang der Partie gegen Muotathal abhängt. "Müssen" die Cazner gewinnen, wird es heiss, "dürfen" (Sieg über Muotathal) die Blau-Gelben gewinnen, wird es lustig, geht es für die Bündner um die goldene Ananas, dürfte es eine emotionslose Partie geben. Wir freuen uns auf dieses Duell mit dem Titelverteidiger und wollen ihm alles abverlangen. Hoffen wir, es wird für beide ein guter Test für die Playoffs!

 

13.02.2011 in Muotathal SZ (MZH Stumpenmatt), Meisterschaft Runde 8
6:3 (3:2 ; 3:1) vs. UHC Nuglar United ; 5:4 (2:2 ; 3:2) vs. LC Rapperswil-Jona
je circa 15 Zuschauer

Cazis bleibt auf Playoff-Kurs!
Cazis war massiv unter Zugzwang, nachdem man gesehen hatte, dass der härteste Konkurrent um die Playoff-Plätze, UHC Muotathal, vier Punkte eingefahren hatte. Die Bündner reagierten auf diese Situation aber wie es sich für einen Playoff-Kandidaten gehört und holte trotz enormen Druck seinerseits 4 Punkte. Gegen Nuglar gab es das erwartet schöne Spiel mit dem besseren Ende für die Bündner. 6:3 lautete das eher zu hohe Schlussresultat. Gegen Rapperswil stellten sich die Bündner auf eine körperlich harte Partie ein. Der Schiedsrichter war nicht auf der Höhe des Spiels und so gab es ein richtiges Gemorkse mit vielen Fouls. Cazis gewann sehr glücklich mit 5:4 und kletterte somit gar auf den dritten Rang.

vs. UHC Nuglar United
Es war sehr erfreulich, dass die sympathische Nugler-Mannschaft wieder mit fast all ihren Kräften antreten konnten. Sie hatten es in der Vergangenheit nicht einfach (diverse Ausfälle). Es durfte also ein tolles Spiel erwartet werden, mit dem gewohnt starken Gegner. Beide Teams starteten sehr sicher und waren bemüht, dass Spiel in die Hand zu nehmen. Nuglar hatte mehr Torchancen und hätte eine Führung verdient. Beim Stand von 1:1 kassierten die Bündner eine Strafe. Patrik Rageth entwischte in Unterzahl und konnte das 2:1 erzielen. Zur Pause stand es 3:2 für die Bündner. In der zweiten Halbzeit spürte man die Unsicherheit der jungen Solothurner und die Cazner nahmen das Spiel immer mehr in die Hand. 6:3 siegte Blau-Gelb verdient, auch weil sie in der Defensive eine ganz starke Figur machten. Auch ohne Torhüter und mit viertem Feldspieler brachten die Solothurner kaum einen Ball auf das Cazner-Tor. Es war eine kämpferisch perfekte Leistung. Cazis gewann das Spiel zwischen den verunsicherten Teams, weil es den Sieg mehr wollte und etwas mehr Selbstvertrauen hatte.
"Gratulation" auch an den Schiedsrichter. Eine Top-Leistung!!

vs. LC Rapperswil-Jona
Spiele gegen die St. Galler sind immer hart umkämpft und auf des Messers Schneide. So auch dieses. Zur Pause stand es 2:2, Chancen zur Vorentscheidung hatten beide Teams. Die starken Torhüter der beiden Teams verhinderten aber mehr Tore. In der zweiten Halbzeit kamen die Rapperswiler wie die Feuerwehr aus der Kabine (wollten sie einen verletzten Spieler rächen, welcher ohne gegnerische Einwirkung (Video) sich verletzte?). Sie wollten mit körperlicher Härte die Bündner einschüchtern, was aber nur kurzfristig gelang. Cazis ging wieder in Führung und hätte nach vielen Top-Torchancen noch viel höher führen müssen. Rapperswil musste hinten aufmachen und griff den ballführenden Cazner sofort mit zwei Spielern an. Rapperswil kam nochmals heran, verpasste es aber wie zuvor Nuglar mit 4 Feldspielern noch ein Tor zu erzielen. Ein hart erkämpfter Zittersieg war im trockenen.
In diesem Spiel war der Schiedsrichter nie auf der Höhe des Spiels. Sehr viele Fehlentscheide. Es ist schon eindrücklich, was für einen Einfluss ein Schiedsrichter auf ein Spiel nehmen kann.

Fazit:
Cazis hat sich eine hervorragende Ausgangslage geschaffen für die letzte Runde in zwei Wochen. Sie stehen nun sogar auf dem 3. Tabellenrang mit zwei Punkten Vorsprung auf Unterkulm (erhalten noch zwei Gratis-Punkte). Muotathal hat nach ihrer unglaublichen Rückrunde noch einen Punkt Rückstand auf Cazis. Es wird zum direkten Duell gegen Muotathal kommen. Wir freuen uns enorm auf dieses Spiel und werden alles für das erreichen der Playoffs geben.
Erfreulich war an dieser Runde, wie das Team als Team auftrat. Es war eine schwierige Situation. Besonders mit dem Sieg von Muotathal über Gossau haderten einige Bündner mit dem Schicksal. Bei Cazis waren drei Spieler wieder dabei, welche länger abwesend waren, was es nicht unbedingt einfacher machte. Jeder half dem anderen und so fand jeder seine Rolle im Gefüge der Blau-Gelben. Es war eine reife Leistung der Bündner.
Nun hofft der Cazner Trainer, dass er für die letzte Runde aus dem vollen Kader schöpfen kann. Die Zeichen dafür stehen gut. Wir werden bereit sein!

Aufstellung
Torhüter: Lars Calörtscher, Yves Lutz

Für Blau-Gelb spielten: Stefan Neuhaus, Patric Werthan, Patrik Rageth, Daniel Fausch, Rolf Hefti, Ueli Marugg, Domink Hardegger, Claudio Nold, Hercli Christoffel

Coaching-Staff: Mirco Schatz
Abwesend: Fabio Hefti (rekonvaleszent), Lieni Liver (privat), Björn Söderberg (beruflich), Cäspi Marugg (verletzt), Michi Köppel (Familie), Bruno Koch (Familie)

Rg. Team Sp S U N Tore Diff. P
1. White Horse Lengnau 16 13 1 2   107 : 56 +51 27
2. UHCevi Gossau 16 10 3 3   89 : 53 +36 23
3. Blau-Gelb Cazis 16 9 3 4   79 : 64 +15 21
4. UHC KTV Muotathal 16 10 0 6   110 : 90 +20 20
5. UHC T.S. Unterkulm 16 8 3 5   88 : 71 +17 19
6. UHC JW Sursee 86 II 16 7 2 7   90 : 84 +6 16
7. UHC Nuglar United 16 6 2 8   76 : 87 -11 14
8. LC Rapperswil-Jona 16 5 3 8   82 : 93 -11 13
9. UHC Eschenbach 16 3 1 12   72 : 115 -43 7

Ränge 1-4 = Playoffs, Rang 9 = Abstieg
Noch zwei Spiele (vs. Muotathal und Gossau, am 27. Februar in Unterkulm)

 

10.02.2011; Vorschau auf Runde 8 in Muotathal am 13.02.2011

Runde 8 - Vorentscheidung - aber in welche Richtung? Oder doch status quo?
Es steht eine ganz interessante Runde bevor. Cazis ist unter Zugzwang, Punkte müssen her. Die Runde in Muotathal kann eine Vorentscheidung bringen, aber in beide Richtungen. Holen die Bündner 4 Punkte und verliert Muotathal gegen Gossau, dürfte der Mist (Playoff-Quali) für Cazis geführt sein. Bei zwei Niederlagen stürzt Cazis in das Mittelfeld der Tabelle und hätte nur noch theorietische Chancen, die Playoffs zu erreichen. So wären auch Nuglar und Rappi wieder im Rennen. Am wahrscheinlichsten ist aber der status quo und es muss die letzte Runde entscheiden. Wir freuen uns extrem auf die kommenden Duelle. Für solche Spiele trainiert man ja auch so hart.

Zuerst gegen Nuglar...
Der Sieg in der Hinrunde war zu diesem Zeitpunkt für die Blau-Gelben phänomenal. Nuglar spielte vorne mit, hatte ein komplettes Kader (sie besiegten am selben Tag auch Lengnau) und war das spielerisch klar bessere Team. Dennoch konnten die Bündner dank der Cleverness (obwohl Nuglar viel länger in der 1. Liga vertreten ist) einen grossen Sieg nach Hause schaukeln. Spätere Resultate der Solothurner lassen den Sieg der Cazner etwas weniger glamourös dastehen. Nuglar fiel in ein Loch und hat mit grossem Verletzungspech zu kämpfen. Vielleicht war der Druck, welchen sich die Schwarzbuben selber auferlegten, für das junge Team zu gross. Findet Nuglar den Tritt wieder, können sie jeden Gegner auf dem Kleinfeld dominieren und bezwingen. Wir freuen uns enorm auf das Spiel gegen die technische und läuferische Topmannschaft!

...dann gegen Rapperswil
Die Rosenstädter erlebten in Muotathal einen grossen Dämpfer. Mit viel Hoffnung im Playoffrennen nach Muotathal gereist, erhielten sie eine Lektion von Gossau und verloren gegen Sursee auf die wohl bitterste Art und Weise. Die Frage sei erlaubt: Wie stecken die St. Galler diese Spiele weg? Sie besitzen kaum mehr Chancen auf die ersten vier Ränge und auch der Abstieg ist nicht mehr möglich. Duelle zwischen den Rapperswilern und Caznern waren bisher immer sehr eng. Cazis führt nach Duellen zwar mit 3:0, musste aber immer ihr allerbestes Unihockey zeigen. Für Spannung gegen die grossgewachsenen Rosenstädtern ist gesorgt.

 

30.01.2011 in Muotathal SZ (MZH Stumpenmatt), Meisterschaft Runde 7
5:5 (2:0 ; 3:5) vs. UHC JW Sursee 86; 4:4 (3:2 ; 1:2) vs. SVL White Horse Lengnau
je circa 20 Zuschauer

Zwei Punkte aus Muotathal
Sursee wollte man unbedingt bezwingen, um diesen Gegner definitiv aus dem Playoff-Rennen zu verabschieden. 2:0 führe Cazis zur Pause und später gar mit 5:2. Leider liessen die Bündner plötzlich nach und ermöglichten den Luzernern, zurück ins Spiel zu kommen und zum 5:5 auszugleichen. Enttäuscht über diesen Punktverlust ging es nun gegen den Tabellenleader Lengnau. Cazis war unter zugzwang, musste den verlorenen Punkt gegen Sursee unbedingt holen. So zeigten die Bündner kein schönes Unihockey, dafür gab es aber den wichtigen Punkt. Kurz vor Schluss führten die Cazner gar, mit etwas Glück wären zwei Punkte dringelegen.

vs. UHC JW Sursee 86
Im ersten Spiel der Saison gegen diesen Gegner gewannen die Bündner eher glücklich, nach einer starken zweiten Halbzeit. Heute war es umgekehrt und Sursee konnte in der zweiten Halbzeit für die Höhepunkte im Spiel sorgen. Zur Pause führten die Bündner mit 2:0 und dominierten die Partie fast nach belieben. Sursee zog sich zurück und wirkte ratlos. In Halbzeit zwei konnten die Luzerner ausgleichen, die Antwort der Cazner fiel aber heftig aus. Innert wenigen Minuten stand es wieder 5:2 und Blau-Gelb sah wie der sichere Sieger aus. Nun erreigneten sich einige unglückliche Szenen (Freistoss-Tor, Zuteilungsprobleme in der Abwehr etc.) und so stand es plötzlich 5:5. Cazis gab das Spiel unnötig aus der Hand und zu allem Überfluss gab es auch noch eine Strafe wegen fehlendem Abstand. Sursee konnte in den letzten Sekunden mit 3 gegen 2 Feldspieler agieren und gar den Sieg holen. Den gefährlichsten Abschluss hatten aber die Bündner. Beinahe wäre ein Weitschuss mit dem Sirenenton noch im Surseer-Tor gelandet. Beide Teams hatten ihre Hochs in diesem Spiel. Angesichts des 5:2-Tore-Vorsprungs muss man aber von einem verlorenen Punkt reden. Es wird sich bald zeigen, was dieser eine Punkt am Ende der Saison noch wert ist...

vs. SVL White Horse Lengnau
Auch gegen Lengnau zeigten die Bündner im ersten Duell eine tolle erste Halbzeit und führten mit 2:0, ehe es am Ende 2:4 für die Aargauer stand. Lengnau, der klare Tabellenleader reiste mit dem kompletten Kader an (obwohl sie nur einen Match hatten) und wollten mit einem Sieg ihre Tabellenführung zementieren. Dies zeigt auch, wie viel Respekt die weissen Rösser vor uns haben. Schnell zeigte sich, dass die Aargauer bereit waren und die Bündner mit viel Laufbereitschaft bezwingen wollten. Cazis lief oft dem Ball hinterher, stand aber in der Defensive sehr kompakt. Zur Pause führten die Cazner sogar mit 3:2. Cazis wollte nun versuchen, angesichts der Laufstärke der Lengnauer, noch mehr im Ballbesitz zu sein und unnötige Ballverluste zu vermeiden. Dies gelang ganz gut und Cazis lag kurz vor Ende mit 4:3 in Führung. Die Bündner hatten alles im Griff, liessen den Gegner mit zwei Spielern vorchecken, wodurch einige vielversprechende 2:1-Situationen resultieren. In dieser Phase verpassten es die Blaugelben, die Entscheidung herbeizuführen. Dann passierte in den Reihen der Bündner der unnötige Fehler, welchen die Lengnauer eiskalt zum Ausgleich ausnutzen. Cazis entschied sich, dass ein Punkt besser ist als keiner und ging kein Risiko mehr ein. Die letzten Minuten spielte man mit dem Ball hinter dem eigenen Tor herunter und sicherte sich so einen wichtigen Punkt gegen eines der Top-Teams.

Fazit: Cazis zeigte die erwartete Leistungssteigerung gegenüber dem Eschenbach-Match, spielen aber weiterhin nicht auf ihrem höchsten Niveau. Ein Aufwärtstrend ist aber unverkennbar. Nun sollten auch viele abwesende Spieler wieder ins Team zurückkehren um in der alles entscheidenden Phase für die nötigen Punkte zu sorgen.
Dass Cazis gegen Lengnau kein schönes Unihockey zeigte (viel Ball halten hinter dem eigenen Tor), kann mit dem Sprichwort "der Zweck heiligt die Mittel" erklärt werden. Hätten wir uns auf einen attraktiven Schlagabtausch gegen dieses Top-Team eingelassen, wären wir in der aktuellen Verfassung als klarer Verlierer vom Platz gegangen. Oder anders ausgedrückt: Hätte Cazis nach der 5:2-Führung gegen Sursee ebenfalls gemacht, hätte es sicherlich zwei Punkte gegeben...
Es wird sehr eng in den letzten vier Spielen. Es ist alles so eng zusammen und 6 Teams kämpfen um zwei Playoff-Plätze. Es gilt nun, die Begegnungen gegen die hinter uns liegenden Teams zu gewinnen, dann sollte es reichen. Ausrutscher sind nicht mehr erlaubt.

Aufstellung
Torhüter: Lars Calörtscher

Für Blau-Gelb spielten: Stefan Neuhaus, Patric Werthan, Björn Söderberg, Daniel Fausch, Rolf Hefti, Livio Schatz (erster Einsatz für 1. Liga-Team), Domink Hardegger, Cäspi Marugg, Hercli Christoffel

Coaching-Staff: Mirco Schatz
Abwesend: Fabio Hefti (verletzt), Ueli Marugg (Ausland), Yves Lutz (Beruflich), Lieni Liver (Ausland), Patrik Rageth (Militär), Claudio Nold (Beruflich), Michi Köppel (Familie), Bruno Koch (Familie)

 

27.01.2011; Vorschau auf Runde 7 in Muotathal am 30.01.2011

Runde 7 - Es geht in die entscheidende Phase
Cazis ist nun unter zugzwang. Nach dem blamablen Auftritt in Nuglar ist von jedem Spieler eine klare Reaktion gefragt. Die Cazner müssen zu ihren alten Tugenden zurückfinden um auf die Siegerstrasse zurückkehren zu können. Gelingt ihnen dies nicht, wird es diese Saison keinen Punkt mehr geben.

Zuerst gegen Sursee...
Gegen Sursee müssen 2 Punkte her. Einfach wird es gegen die Luzerner bestimmt nicht, können sie doch immer in einen Spielrausch geraten. Sind sie in diesem Zustand, erzielen sie Tor um Tor. Es gilt hinten kompakt zu stehen, die Schüsse zu blocken und vorne die wenigen Chancen zu nutzen.

...dann gegen Lengnau
Der klare Tabellen-Leader wird äusserst motiviert in die Partie gegen uns steigen. An der letzten Runde verloren sie überraschend gegen Rapperswil und im Cup scheiterten die Aargauer an Gossau. Im ersten Duell zwischen Cazis und Lengnau in dieser Saison, zeigte Cazis eine perfekte erste Halbzeit und führte verdient mit 2:0. Lengnau schien vor heimischem Publikum ratlos. Doch in der zweiten Halbzeit konnten die Lengnauer ihre wenigen Chancen nutzen und machten hinten dicht. Nun gilt es für Cazis, einmal mehr, zwei perfekte Halbzeiten an den Tag zu legen. Gelingt dies, liegen auch gegen den Tabellen-Leader Punkte drin.

Kader
Wieder sind einige Spieler abwesend. Ueli Marugg und Lieni Liver sind an den X-Games in den USA. Fabio Hefti ist weiterhin verletzt. Claudio Nold und Patrik Rageth dürfen am WEF in Davos die Sonne geniessen. Bruno Koch kann leider auch nicht dabei sein. Vielleicht wird Daniel Fausch sein Comeback geben, sowie wird man auf ein Talent aus der 4. Liga zurückgreifen.

 

16.01.2011 in Nuglar SO (Mehrwzweckhalle), Meisterschaft Runde 6
3:7 (1:4 ; 2:3) vs. UHC Eschenbach
circa 20 Zuschauer

Grosse Chance verpasst - gute Ausgangslage verspielt
Mit nur sechs Feldspielern reisten die Blau-Gelben ins weit entfernte Nuglar. Dort wartete nur ein Gegner, der UHC Eschenbach. Und die wenigen Cazner erwischten einen rabenschwarzen Tag und verloren nach einer äusserst bedenklichen Leistung verdient mit 3:7. Eschenbach war in allen Belangen klar überlegen und spielte mit mehr Herz.

Fazit: Cazis hat eine hervorragende Ausgangslage verspielt. Man hätte sich eine Vorentscheidung im Playoff-Kampf erspielen könne, nun wird es ganz hart für die Bündner. Alles ist nahe zusammengerückt und mehrere Teams sehen sich als Jäger von Cazis. Zum Glück hatten die Cazner kein zweites Spiel an diesem Tag und konnten so "gratis" zwei Punkte gegen Ticino mitnehmen. Heute hätte wohl jedes Team leicht Punkte gegen die Bündner erobert.
Jetzt gilt es die Fehler auszumerzen. In bereits zwei Wochen stehen die nächsten Spiele an. Dort will das Team wieder nahezu komplett auftreten und zurück zum Siegen finden.

Aufstellung
Torhüter: Lars Calörtscher

Für Blau-Gelb spielten: Stefan Neuhaus, Patric Werthan, Ueli Marugg, Domink Hardegger, Hercli Christoffel, Rolf Hefti

Coaching-Staff: Mirco Schatz, Daniel Fausch
Abwesend: Fabio Hefti (verletzt), Cäspi Marugg (verletzt), Björn Söderberg (Familie), Claudio Nold (Beruflich), Patrik Rageth (Militär), Yves Lutz (Prüfungen), Michi Köppel (Familie), Bruno Koch (Familie)

 

 

13.01.2011 Vorschau auf Runde 6 in Nuglar (SO) am 16.01.2011

Runde 6 - Ein Spiel - vier Punkte?!
Das Ziel der Bündner am kommenden Wochenende ist klar: 4 Punkte müssen her! Zwei haben sie wegen dem Rückzug von Ticino Unihockey bereits auf sicher. Um die anderen zwei wird um 10:50 in Nuglar mit dem Tabellen-Letzten Eschenbach gerungen.

Am 19. Dezember konnten die Cazner das erste Spiel gegen Eschenbach mit 9:4 für sich entscheiden. Die Blau-Gelben machten dabei keine gute Falle und kamen mit einem blauen Auge davon. Die jungen Eschenbacher spielten frech auf, scheiterten aber zu oft an ihrem eigenen Unvermögen. Nun sind die Bündner also gewarnt und werden gut vorbereitet in diese Partie steigen. Eschenbach muss um 09:00 gegen Gossau spielen und trifft dann um 10:50 auf Cazis. Dies könnte ein entscheidender Vorteil für die Bündner sein.

Dabei können die Cazner auch wieder auf zuvor abwesende Kräfte zählen: Rolf Hefti und Ueli Marugg sind zurück und bringen wichtige Waffen ins Spiel der Heinzenberger zurück.

 

19.12.2010 in Wetzikon ZH (Widum), Meisterschaft Runde 5
3:7 (1:1 ; 2:6) vs. UHC Tigersharks Unterkulm; 9:4 (4:2 ; 5:2) vs. UHC Eschenbach
circa 20 Zuschauer

Cazis feiert Weihnachten auf Rang 4
Cazis konnte in Wetzikon zwei weitere Punkte einfahren. Nach einer guten ersten Halbzeit gegen die Unterkulmer mussten die Bündner in der zweiten Halbzeit unten durch. Mehrere Strafen und Unachtsamkeiten in der Defensive trieben die Blau-Gelb in die Niederlage. 3:7 gewannen die Aargauer verdient, wenn auch etwas gar hoch. Nun war eine Reaktion gefragt gegen den Aufsteiger aus Eschenbach. Die St. Galler zeigten eine beherzte Leistung, mussten sich aber den clevereren Cazner geschlagen geben. Cazis konnte immer in Führung liegen und erzielte die Tore im wichtigen Moment. So resultierte ein am Ende klarer 9:4-Sieg.

vs. UHC Tigersharks Unterkulm
Cazis hatte die Ehre, gegen die starken Tigersharks in die Rückrunde zu starten. Schnell wurde bekannt, dass Unterkulm zuvor die starken Muotathaler mit 4:1 bezwungen hatten, einem sehr souveränen Resultat. Die Bündner waren also gewarnt. Der Gameplan der Cazner war gemacht und so waren sie zu Beginn das klar bessere Team. Leider fehlten die Tore, trotz einiger hochkarätigen Chancen. So bedankten sich die Tigersharks und erzielte das glückliche 1:0. Kurz vor der Pause konnte Björn Söderberg den Ball volley in die Maschen der Aargauer hauen und so stand es vielverprechend 1:1. Dieses Resultat schmeichelte eher den Aargauern. In der zweiten Halbzeit waren die Bündner nicht mehr zu erkennen. Sie sammelten Strafen. liessen sich einfach austricksen und liessen den Siegeswillen vermissen. Unterkulm schoss Cazis regelrecht ab und hatte auch keine Mühe mit dem Versuch der Cazner, es mit vier Feldspielern zu versuchen. Am Ende gewannen die Unterkulmer erstmals ein Duell gegen die Cazner und dies gleich mit 7:3.

vs. UHC Eschenbach
Die jungen Eschenbacher müssen diese Saison hartes Brot essen. Bisher konnten sie drei Punkte erobern und kassierten sehr viele Gegentore. Doch an der letzten Runde in Domat/Ems zeigten sie eine starke Leistung und liessen so die Cazner aufhorchen. Cazis ging voller Respekt in die Partie und das Spiel zeigte auch auf, dass die absolut nötig war. Eschenbach hatte mehr Ballbesitz und verfügte über die bessere physische Verfassung. Also mussten die Bündner mit Technik und Cleverness brillieren. Dies geschah auch und so rannte Eschenbach an und die Cazner erzielten die Tore. Die Bündner liessen sich nicht auf ein "Ping-Pong" (stetes hin und her) ein und versuchten immer wieder das Tempo des Gegners zu drosseln. Konnte Eschenbach mal ein Tor erzielen (drei Tore waren Geschenke der Bündner...) liessen die Blau-Gelben sofort kurze Zeit später den Ball im Tor der St. Galler zappeln. So stand es nach einer hektischen Schlussphase (Strafen auf Seite der St. Galler) 9:4 für Cazis. Die wichtigen zwei Punkte waren im Gepäck, über das Spiel wird Morgen aber wohl keiner mehr reden. Bereits in der nächsten Runde kommt es wieder zu diesem Duell, unterschätzen werden wir die St. Galler sicherlich nicht!

Fazit: Auf den ersten Blick sehen zwei Punkte heute nach wenig aus, beim genaueren Hinsehen wird aber klar, dass dieser eine Sieg sehr wichtig war. Viele Teams ab Rang 5 liessen Punkte liegen und dies nicht unbedingt gegen die Top-Teams der Gruppe. Cazis hat ein Top-Team (Unterkulm) im Spielplan weniger und hat jetzt sogar drei Punkte Vorsprung auf Rang fünf. Diese Ausgangslage ist hervorragend.
In der Rückrunde ab dem 16. Januar geht es im Zweiwochen-Rhythmus weiter. Dabei ist wichtig, die Teams unter dem Strich zu schlagen, wie es Cazis in der Hinrunde hervorragend getan hat. Die Spiele welche sie gewinnen mussten, haben sie gewonnen. Gegen die Top-Teams sieht es etwas anders aus: Gegen Gossau wäre ein Punkt verdient gewesen, gegen Lengnau reichten 30 starke Minuten nicht.
Was sicherlich auch keine Geiss wegschleckt: Die Ausfälle zum Jahresende. Anfangs Saison hatte man ein 18-Mann-Kader (inklusive Torhüter). An der heutigen Runde standen gerade noch 11 zur Verfügung (davon zwei Torhüter). Wir hoffen sehr, dass die Abwesenden schnell zurückfinden und uns im harten Programm im Januar und Februar (hoffenlich auch noch März/April) wieder zur Verfügung stehen.
Und jetzt liebe Jungs des stolzen Fanion-Teams von Blau-Gelb Cazis, noch ein Wort zu euch: Vielen Dank für diesen grossartigen Herbst/Winter 2010. Wir Cazner haben uns einen Namen gemacht in der kleinen Welt des Kleinfeld-Unihockeys. Es ist schlicht grossartig, wie wir uns in den letzten Monaten entwickelt haben. Dies sind nicht nur Worte, es sind Fakten: Raiffeisen-Cup-Sieg, positives Torverhältnis, sensationelle Heimrunde in Domat/Ems vor gut 200 Zuschauern, Fans-Zuwachs und Anerkennung von Nicht-Unihockeyanern dank attraktiver Spielweise, aktueller Tabellenrang 4. Gerne ziehe ich den Hut davor, Chapeau! Geniesst nun die Feiertage, lasst den Stock links liegen und kommt mit viel Elan und Freude im Januar wieder auf den Platz. Das Jahr 2011 soll und wird noch besser werden! Ja genau, ich will mit euch allen etwas ganz besonderes erleben, ein magisches Wort, der Traum eines jeden Teamsportlers: Die Playoffs!

Aufstellung
Torhüter: Lars Calörtscher, Yves Lutz

Für Blau-Gelb spielten: Stefan Neuhaus, Patric Werthan, Patrik Rageth, Björn Söderberg, Domink Hardegger, Claudio Nold, Cäspi Marugg, Hercli Christoffel, Lieni Liver

Coaching-Staff: Mirco Schatz, Daniel Fausch
Auf der Tribüne: Rolf Hefti (verletzt)
Abwesend: Fabio Hefti (verletzt), Ueli Marugg (verletzt), Michi Köppel (Familie), Bruno Koch (Familie)

Rg. Team Sp S U N Tore Diff. P
1. White Horse Lengnau 10 9 0 1   67 : 31 +36 18
2. UHCevi Gossau 10 6 3 1   52 : 30 +22 15
3. UHC T.S. Unterkulm 10 6 3 1   54 : 36 +18 15
4. Blau-Gelb Cazis 10 6 1 3   51 : 41 +10 13
5. UHC Nuglar United 10 4 2 4   52 : 50 +2 10
6. UHC JW Sursee 86 II 10 4 1 5   53 : 50 +3 9
7. LC Rapperswil-Jona 10 3 3 4   49 : 51 -2 9
8. UHC KTV Muotathal 10 4 0 6   61 : 62 -1 8
9. UHC Eschenbach 10 1 1 8   40 : 78 -38 3

Ränge 1-4 = Playoffs, Rang 9 = Abstieg

Bericht aus Eschenbach:
Mit Lengau und Cazis standen uns zwei riesen Brocken als Richtungsweiser für die Saison voraus. Lengau als Gruppendominator schlecht hin und Cazis mit ihren sehr guten ehemaligen Grossfeldspielern und dennoch als „1.Liga Rookie“ im Gegensatz zu den anderen Mannschaften, gelten jetzt schon als heisser Anwärter auf den Ligatitel. Na ja realistisch betrachtet war das unsere letzte Chance auf den Ligaerhalt. Und nochmals realistisch gesehen, war das eigentlich gar keine Chance mehr.

Der Start ging gegen Cazis. Die Bündner brauchten nicht lange bis sie das erste Mal den Ball in unsere Maschen hämmerten. Wir versuchten uns vehement dagegen zu stemmen. Die Jungs liefen sehr viel, was leider nicht wirklich das ist, was wir Trainer als Taktik übermittelt hatten. Man versuchte das Spiel zu machen. Und Cazis selber spielte genau das, was wir eigentlich wollten. Sie beruhigten das Spiel und spielten sehr clever nach vorne. Als unsere Jungs sahen, dass wir noch mehr machen müssten, damit noch das eine oder andere Tor zu machen wäre, brennte mal wieder bei diversen die Sicherung durch. Ganz unnötige Stockschläge und damit auch verbundene Strafen. In der Schlussphase kassierten wir 3 x 2 Minuten. Man muss kein Hellseher sein, dass solche Strafen von Cazis in Tore umgemünzt werden. Schlussendlich gewannen die Bündner verdient und zu einfach gegen uns.

Fazit:
Cazis und Lengnau sind zwei super Mannschaften. Nicht nur spielerisch sondern auch charakterlich. Sie spielen sehr fair und haben sich niemals von unseren wilden Jungs aus dem Konzept bringen lassen. Respect! Macht Spass gegen solche Mannschaften zu spielen. Und da ich lange Zeit in Chur war, sind mir die Bündner sowieso sehr sympathisch.
Jetzt aber zurück zu uns. Da wir auch an dieser Runde wieder mit null Punkten nach Hause gingen, müssen wir uns damit abfinden nächstes Jahr, mit grösster Wahrscheinlichkeit wieder in der Gruppe 4 der 2. Liga zu spielen. Man muss eingestehen, dass unser Team zu jung und zu unerfahren ist, damit man gegen sehr erfahrene und alt-routinierte Mannschaften mithalten könnte. Der Altersdurchschnitt war an dieser Runde wieder bei 20,8 Jahren. Jetzt muss man als Team wachsen und die Weichen zukunftsorientiert stellen, so dass wir in der Zukunft vielleicht doch eine Mannschaft werden, die mal in der 1.Liga mitspielen kann.

Bericht aus Unterkulm:
An der fünften Meisterschaftsrunde in Wetzikon (ZH) gab es für die Unterkulmer zwei positive Premieren. Im ersten Spiel besiegten die Aargauer Moutathal mit 4-1 und im zweiten siegten die Wynenthaler erstmals gegen die Bündner Blau Gelb Cazis mit 7-3.
Anschliessend hatten die Tigersharks zwei Stunden Zeit um sich auf nächste Spiel gegen die Bündner Blau Gelb Cazis einzustellen. Gegen diesen Gegner konnten die Unterkulmer noch nie gewinnen.

Die Bünder starteten furios in die Partie und zündeten ein Startfeuerwerk. Die Unterkulmer hatten viel Arbeit in der Defensive, konnten aber gemeinsam den Führungstreffer der Bündner verhindern. Durch unnötigen Strafen von Cazis kamen die Unterkulmer besser ins Spiel. Entgegen dem Spielverlauf schossen die Unterkulmer den Führungstreffer. Die Bündner erhöhten die Kadenz und drückten vehement auf den Ausgleichstreffer. Kurz vor Ablauf der ersten Halbzeit erzielte Cazis durch einen dummen Fehler den Ausgleichstreffer. Nach dem Seitenwechsel übernahm Unterkulm das Spielgeschehen. In der 22. Spielminute gingen die Aargauer zum zweiten Mal in Führung. Cazis kassierte kurze Zeit zwei erneut dumme Strafen und die Tigersharks suchten die Vorentscheidung. In diesen Überzahlsituationen erhöhten die Wynenthaler den Vorsprung auf 4-1. Es waren noch neun Minuten zu spielen und die Bündner nahmen ihr Time-Out. Ab diesem Zeitpunkt ersetzte Cazis seinen Torhtüer durch einen vierten Feldspieler. Trotz mehreren Versuchen ins Spiel zurückzukommen, liessen die Unterkulmer den Bündner keine Chance mehr zu und am Schluss gewannen die Tigersharks das erste Mal gegen die Blau-Gelben mit 7-3.

Der UHC T.S Unterkulm wünscht allen Spielern, Fans, Passivmitglieder, Sponsoren und Ligakonkurrenten frohe Fesstage und einen guten Rutsch ins 2011.

 

16.12.2010 Vorschau auf Runde 5 in Wetzikon am 19.12.2010

Runde 5 - Cazis will nach oben
Am kommenden Sonntag steht die letzte Unihockey-Runde im Jahr 2010 an. Dabei treffen die Blaugelben in Wetzikon (ZH) zum zweiten Mal auf Unterkulm und beenden die Vorrunde gegen Eschenbach.

Zuerst gegen Unterkulm...
Die Tigersharks gehören zu den besten Teams im Kleinfeld-Unihockey. Im Gegensatz zu anderen Top-Teams liegen die Aargauer den Bündnern. In bisher 4 Duellen (inkl. Raiffeisen-Cup-Halbfinale) gab es zwei Siege und zwei Unentschieden für die Cazner. Es ist auch das Duell der Tabellennachbarn. Beide Teams stehen mit 11 Punkten da, getrennt durch zwei Tore.
Im ersten Duell in dieser Saison (erstes Meisterschaftsspiel) trennten sich die beiden Playoffanwärter mit einem gerechten 4:4, wobei Unterkulm eher den Sieg verdient hätte. Bei den Aargauern gilt es wieder ihre Ausnahmekönner in Schach zu halten.
Wir freuen uns wie immer auf diese Affiche. Es wird eine tolle Partie erwartet. Interessant wird sein, ob eventuell beide Teams mit einem Punkt (Blick auf Tabelle) zufrieden wären oder ein Team auf Tutti geht…

...dann gegen Eschenbach
Zum ersten Mal in dieser Saison kommt es zu diesem Duell. Es ist zugleich die letzte Partie in der Vorrunde. Eschenbach konnte nach schwachem Start in der Runde in Domat/Ems aufblühen und spielten gross auf. Beinahe hätten sie Nuglar bezwungen, mit viel Pech gab es nur ein 9:9. Auch gegen Rapperswil gabe es eine sehr knappe Niederlage. Klar ist, dass die Eschenbacher relativ viele Tore kassieren, aber auch viele erzielen können. Gefährlich wird dieses junge Team, wenn sie sich in einen Rausch spielen (wie gegen Nuglar). Cazis muss und wird aber all ihre Cleverness in die Wagschale werfen um nicht überrascht zu werden. Wollen die Bündner vorne in der Tabelle bleiben, müssen einfach zwei Punkte her. Speziell ist, das eine Runde später diese Teams wieder aufeinander treffen. So kommt ein wenig Playoffcharakter auf. Es wird ein schönes Spiel geben gegen die jüngste Mannschaft der Liga.

Blau-Gelb mit Sorgen
Bei Cazis geht momentan die Verletzungs-, Krankheits- und Abwesenheitshexe herum. So fallen einige Spieler aus, andere sind angeschlagen. Fabio Hefti kann weiterhin nach seinem Unfall nicht Sport treiben. Daniel Fausch kommt langsam (und stärker als jeh zuvor?!) nach seinem Kreuzbandriss im Juli zurück, wird aber erst im neuen Jahr mit Einsätzen liebäugeln. Ueli Marugg darf nach einer Augenverletzung (Unihockeyball) weiterhin nur Velofahren. Rolf Hefti verletzte sich im Spiel gegen Gossau, will aber am Sonntag auf die Zähne beissen und mit Toren brillieren. Einige Spieler quälen sich mit Halsschmerzen herum. Auch der Trainingsbetrieb verläuft mehr schlecht als recht. Firmenessen lassen Grüssen. Aber das sind wohl Probleme, welche alle Teams haben.
Trotzdem, oder gerade wegen dem wollen die Bündner das Jahr 2010 erfolgreich beenden und auf einem Playoffplatz Weihnachten feiern. Dank dem Duell Gossau-Lengnau besteht die realistische Chance, auch noch Plätze nach oben gutzumachen.

 

28.11.2010 in Domat/Ems GR (Vial, Heimrunde), Meisterschaft Runde 4
7:5 (4:2 ; 3:3) vs. UHC KTV Muotathal; 3:4 (1:4 ; 2:0) vs. UHCevi Gossau
Gegen Muotathal circa 120 Zuschauer, gegen Gossau circa 180 Zuschauer

Grossartiges Heimturnier für Blau-Gelb Cazis
Vor einer impossanten Zuschauerkulisse zeigten sich die Cazner Unihockeyaner von der besten Seite. Sie boten attraktives Unihockey und vermochten so die Zuschauer zu begeistern. Der erste Gegner aus Muotathal wurde mit 7:5 bezwungen. Zur Pause stand es 4:2, ehe in den letzten 10 Minuten bei den Caznern die Nerven flatterten. Irgendwie brachten die Bündner den sehr wichtigen Sieg nach Hause. Somit wollten die Heinzenberger zur Kür gegen Schweizer Meister Gossau auflaufen. Doch in der ersten Halbzeit zeigten die Zürcher wie man effizient Unihockey spielt und führten zur Pause 1:4. Die Reaktion der Cazner war aber heftig, wodurch es bald 4:3 stand. Doch in knapp 7 Minuten 4 gegen 3 Feldspieler brachten es die Blaugelben trotz vieler Chancen nicht fertig, den Ausgleich zu erzielen. So blieb es beim 3:4 für Gossau. Ein Punkt wäre sicherlich verdient gewesen.

vs. UHC KTV Muotathal
Akribisch hatte sich das Cazner-Team auf Muotathal vorbereitet. Ihre Laufwege wurden studiert, die stärksten Spieler erkannt und am aus des Trainerstaffs Sicht, besten Gegenmittel gefeilt. Wie erwartet kamen die Schwyzer wie ein verletzter Löwe in das Spiel nach der bitteren Niederlage gegen Lengnau. Sie mussten um jeden Preis gewinnen, wollten sie um die begehrten Playoffplätze weiterhin mitreden. Sie forcierten von Beginn an ihre zwei stärksten Blöcke und wollten so zum Erfolg kommen. In typischer Muotathaler-Manier (ja haben wir dass denn nicht angeschaut?) erzielten sie das 0:1. Cazis liess aber nicht lange auf sich warten und konnte nach einem Fehlpass der Schwyzer ausgleichen. Nun hatten die Bündner das Spiel im Griff und erhöten das Score auf 4:2 zur Pause. Selten führten die Bündner in dieser Saison zur Pause, ob dies zu viel Sicherheit gab? Denn in der zweiten Halbzeit ereignete sich ein Ping-Pong-Spiel. Beide Teams agierte plötzlich nervös, es wurde härter und emotionaler. Muotathal kämpfte verbissen um den Anschluss. Cazis hatte aber immer eine Antwort bereit und reagierte auf die Tore der Schwyzer. So stand es am Ende 7:5. Ein immer sicher geglaubter Sieg wurde in den letzten 10 Minuten auf des Messers Schneide gelegt. Nervosität und mangelnde Cleverness kostete den Bündner beinahe einen Punkt. Cazis muss die Lehren aus diesem Spiel ziehen und einen Weg finden, in Führung liegend nicht mehr so in Bedrängnis zu geraten. Egal, die zwei angestrebten Punkte gehören uns. Vielleicht hat das besser vorbereitete Team gewonnen.

vs. UHCevi Gossau
Gegen Gossau jetzt noch gewinnen, das wäre das kleine Tüpfelchen auf dem i gewesen. Der Tag war bisher perfekt. Um 10:00 traf sich das Team zum gemeinsamen Mittag-/Morgenessen (einige assen  Spaghetti, andere „Zmorga“), welches von der Firma Maler Hardegger aus Flims gestiftet wurde. Herzlichen Dank!! Vor vielen Zuschauer wurde Muotathal bezwungen, die E-Junioren zogen eine tolle Show in der Zwangspause (Ticino-Rückzug) ab und Playoffkonkurrent Nuglar liess gar einen Punkt gegen Eschenbach liegen. Nun also Schweizer-Meister Gossau. Es war erstaunlich, wie sich die Halle füllte. Immer mehr Zuschauer waren auf der Tribüne zu sehen, der fünfte Cazner Mann war also präsent.
Das Spiel begann auf beiden Seiten eher taktisch, mit wenigen Torchancen. Doch Gossau ist der Schweizer Meister und darf als taktisch klar bestes Schweizer Team angesehen werden. Sie hatten nicht viele Chancen, nutzten diese in der ersten Halbzeit aber eiskalt aus. 2:0 stand es nach sechs Minuten für die Zürcher Oberländer. Doch Cazis hatte einen Trumpf in der Hand: Bruno Koch, welcher sein erstes Spiel für Cazis machte, erzielte nach einem cleveren Freistoss (Björn Söderberg lobte den Ball durch die Mauer hindurch vors Tor, wo Bruno eiskalt volley einschoss) den Anschluss-Treffer. Kurz zuvor hatte der Schiedsrichter den Caznern einen gültigen Treffer (Ball war hinter der Linie, VIDEO!) aberkannt. Gossau liess sich nicht beirren und spielte aus einer sicheren Defensive weiter. Kurz vor der Pause erzielten sie noch das 3:1 und 4:1, zwei sicherlich haltbare Tore.
Die Fans sind still geworden, doch in der Garderobe der Cazner schmiedete man am Masterplan für die letzten 20 Minuten. Cazis startete aggressiver und Rolf Hefti konnte nach nur einer Minute zum 2:4 einschiessen. Die Cazner waren wieder da! Und mit ihnen auch die fast 200 Fans auf der Tribüne. Es entwickelte sich ein hochstehendes Spiel in welchem die Gossauer sich überraschenderweise immer mehr in die Defensive zurückzogen. Dann aber eine Unachtsamkeit der Bündner in Ballbesitz, wodurch Stefan Neuhaus im eigenen Torraum den Ball abwehren musste. Die Intervention wurde mit einem Penalty und einer 2-Minuten-Strafe belegt. Die Regelwidrigkeit von Neuhaus hat sich aber gelohnt, konnten die Gossau doch weder den Penalty noch das Powerplay verwerten. Dieses Missgeschick (Gossau trifft eigentlich in jedem Powerplay) verunsicherten die Zürcher. Bruno Koch erzielte in der 29. Minute den verdienten 3:4-Anschlusstreffer. Die „Hopp Cazis“ Rufe wurden immer lauter. Bereits 7 Minuten vor dem Ende nahmen die Blaugelben das Time Out und stellte auf vier Feldspieler ohne Torhüter um. Zahlreiche Chancen wurden erarbeitet, doch der Ball wollte einfach nicht ins Tor. Der Gossauer Torhüter hatte vor dem Spiel wohl die Glücksgöttin Fortuna geheiratet, ohne seine gute Leistung schmälern zu wollen. Gossau hatte auch noch die eine oder andere Möglichkeit zum empty netter, scheiterten aber ein Mal am Pfosten. Dennoch blieb es beim 3:4 aus Bündner Sicht. Das eigentlich verdiente Unentschieden konnte nicht realisiert werden.
Am Ende gab es riessigen Applaus für die vorerst enttäuschten Cazner Spieler. Rückblickend dürfen aber alle glücklich sein, bei diesem tollen Spiel vor dieser unglaublichen Kulisse in einem „normalen“ Meisterschaftsspiel dabeigewesen zu sein. Es war beste Werbung für das Kleinfeld-Unihockey und den Verein Blau-Gelb Cazis. Danke!!

Fazit: Ein weiterer unvergesslicher Tag für die Blau-Gelben geht zu Ende. Beim perfekt organisierten Heimturnier in Domat/Ems konnte jeder sehen, wie die Bündner beste Werbung in eigener Sache machen. Die Feedbacks der Zuschauer waren gewaltig. SpielerInnen vom FC Thusis/Cazis, Eltern, Fans, Brüder und Schwestern, Freundinnen, Unihockey-Spieler anderer Teams, Politiker usw. waren besonders vom Spiel gegen Gossau beeindruckt. Alle bemerkten die starke Leistung der hart arbeitenden Bündner-Truppe, was die Niederlage doch einiges einfacher machte. Es sind genau diese Spiele, welche diese Sportart so unglaublich Attraktiv machen. Kleinfeld-Unihockey, I like! In einer Halle wie in Ems erst recht.
Die Punkte, welche die Blaugelben holen musste, konnten eingefahren werden. Der Sieg gegen Muotathal war enorm wichtig und so konnte dieser direkte Playoff-Konkurrent in der Tabelle zurückgebunden werden. Cazis fokussierte sich in den Trainings zuvor nur auf Muotathal. Noch nie zuvor waren die Cazner besser auf einen Gegner eingestellt, als auf die starken Schwyzer. So ergab sich die Situation, dass gegen Gossau befreit aufgespielt werden konnte. Beinahe wäre die Taktik aufgegangen. Doch leider braucht es gegen den Schweizer-Meister zwei perfekte Halbzeiten, um sie in der fortgeschrittenen Meisterschaft zu bezwingen. Und auf zwei perfekte Halbzeiten in einem Spiel warten die Cazner in dieser Saison noch immer...

Aufstellung
Torhüter: Lars Calörtscher, Yves Lutz

Für Blau-Gelb spielten: Stefan Neuhaus, Patric Werthan, Ueli Marugg, Patrik Rageth, Rolf Hefti, Björn Söderberg, Domink Hardegger, Claudio Nold, Cäspi Marugg, Hercli Christoffel, Lieni Liver, Bruno Koch

Coaching-Staff: Mirco Schatz, Daniel Fausch
Auf der Tribüne: Fabio Hefti, Michi Köppel

Aktuelle Tabelle nach 8 Spielen:

Rg. Team Sp S U N Tore Diff. P
1. White Horse Lengnau 8 7 0 1   62 : 30 +32 14
2. UHCevi Gossau 8 5 3 0   45 : 26 +19 13
3. UHC T.S. Unterkulm 8 4 3 1   43 : 32 +11 11
4. Blau-Gelb Cazis 8 5 1 2   44 : 38 +6 11
5. UHC Nuglar United 8 4 1 3   47 : 47 0 9
6. LC Rapperswil-Jona 8 3 2 3   40 : 39 +1 8
7. UHC KTV Muotathal 8 3 0 5   69 : 58 +11 6
8. UHC JW Sursee 86 II 8 2 1 5   41 : 45 -4 5
9. UHC Eschenbach 8 1 1 6   37 : 65 -28 3


Ränge 1-4 = Playoffs, Rang 9 = Abstieg

 

Bericht aus Gossau (Link):

Mit überragenden Defensivleistungen in beiden Spielen gewannen die Oberländer die Spitzenkämpfe gegen Cazis und Nuglar und konnten damit zwei gefährliche Mitbewerber für die Playoffs vorläufig zurückbinden.

Tore: 3. Keller (Walther) 1:0. 6. L. Widmer (Künzler) 2:0, 9. Liver 2:1, 14. Keller (Walther) 3:1, 17. Ambühl (Vollenweider) 4:1; 21. R. Hefti 4:2, 29. Liver 4:3.

Strafen:  Gossau keine, Cazis 1x2Minuten

Gossau: Meier; Luchsinger, Keller, Walther; Künzler, Baumgartner, L. Widmer; Ambühl, Leimbacher, Vollenweider
.
Cazis: Yves Lutz; Neuhaus, Werthan, U. Marugg, Rageth, R. Hefti, Söderberg, Hardegger, Nold, C. Marugg, Christoffel, Liver, Koch

Bemerkungen: Gossau ohne Bücheler (Ferien) und d’Hooghe (verletzt). B. Widmer und Torhüter Bohli (überzählig). 26. Keller verschiesst Penalty, 34. Timeout Cazis

Cazis, die unbestrittene Nummer eins im Bündner KF, war zweifellos der stärkste Gegner, der in der laufenden Saison gegen die den Schweizermeister auflaufen durfte und entsprechend prominent war der Spitzenkampf in der Lokalpresse ein Thema. Die Heinzenberger haben sich akribisch auf den Spitzenkampf gegen Gossau vorbereitet, nicht zuletzt mit umfangreichem Videomaterial, das im Spiel Gossau gegen Muotathal erstellt wurde. Auch wenn behauptet wurde, dass dabei der Fokus nur auf Muotathal gerichtet worden wäre – Cazis hat die Innerschwyzer auch prompt 7:5 geschlagen – hat man das Spiel der Oberländer zweifellos auch studiert und das sollten diese noch zu spüren bekommen.

So starteten beide Teams hochkonzentriert in den Wettkampf. Cazis gewann das erste Bully und die Zürcher Oberländer mussten sich gleich in der Defensive bewähren. Und bald war dem interessierten Zuschauer klar, woran die Zürcher Oberländer in den vergangenen Wochen gearbeitet hatten. Das defensive Verhalten war vorbildlich und von offensivem Wahnsinn war nichts mehr zu sehen. Mit dieser Taktik kommt man zwar nicht zu zahlreichen Torchancen, aber auch da legte der UHCevi Gossau in der ersten Halbzeit eine selten gesehene Effizienz an den Tag. Nach drei Minuten Matthias Keller auf einen herrlichen Pass von Walther und nach sechs Minuten Linus Widmer nach ebenso herrlicher Vorarbeit von Künzler sorgten für einen perfekten Start. In der neunten Minute jubelten zum ersten Mal die Einheimischen, aber der Schiedsrichter verweigerte den Treffer. Von der Tribüne hatte man den Eindruck, dass der Ball für kurze Zeit in vollem Umfang hinter der Linie gewesen wäre, der Schiedsrichter stand allerdings hinter dem Tor und aus dieser Perspektive verdeckt der Ball die Torlinie, sodass der Unparteiische die Situation gar nicht richtig einschätzen konnte. Das war wirklich Pech für Cazis. Der zwischenzeitliche Anschlusstreffer durch Lieni Liver fiel dann doch noch kurz darauf. Diesen konterten dann aber Keller, der die Kugel irgendwie im Bündner Tor versteckte und Benj Ambühl mit einem sehenswerten Weitschuss auf einen Laserpass von Vollenweider zum Halbzeitstand von 4:1. Diese Halbzeit war wohl das Perfekteste, was Gossau in dieser Saison geboten hatte: hinten dicht und vorne effizient. Was will man mehr.

Im Lager der vier Gossauer Fans freute man sich auf die zweite Halbzeit und hoffte, dass es im gleichen Stil weitergehen möge. Aber die Heinzenberger bewiesen nun eindrücklich, dass sie zu Recht von den Experten als Playoffanwärter gehandelt werden. Mit frischem Schwung kamen sie aus der Kabine und wurden auch bald darauf mit dem Anschlusstreffer zum 4:2 durch Rolf Hefti belohnt. Der Kamp wogte nun auf und ab. Was den Zuschauern geboten wurde, war Kleinfeldunihockey vom Feinsten. Die Zürcher Oberländer waren dem 5:2 eher näher als die Bündner dem 4:3. Als man auf den Tribünen schon das 5:2 bejubeln wollte – der Ball war unterwegs Richtung leeres Tor – und plötzlich stand, wie ein Murmali vor dem Bau, Neuhaus im Torraum und verhinderte das sichere 5:2. Das war natürlich nicht reglementskonform und der Schiedsrichter verhängte zu Recht einen Penalty. Keller nahm Anlauf und scheiterte am glänzenden Torhüter Lutz. Halb so schlimm dachten die Zürcher Anhänger, da die Zweiminutenstrafe nun abgesessen werden musste und das Powerplay der Gossauer landesweit gefürchtet ist. Aber jetzt zeigte es sich, dass man den abwesenden James Bücheler schmerzlich vermisste und das Powerplay war nicht sehr zwingend. Und wer die Chancen zu eigenen Toren nicht nützt – 1€ ins Phrasenschwein – bekommt sie. Lieni Livers 4:3 wurde von den zahlreichen Cazner frenetisch bejubelt. Schon gut sechs Minuten vor Schluss nahmen sie ihr Timeout um auf 4:3 umzustellen. Angriff um Angriff wogte aufs Zürcher Tor, aber jetzt schlug die grosse Stunde von Torhüter Simon Meier. Was die Kameraden nicht blockten fischte er und trieb die Bündner zur Verzweiflung. Aber auch der Schweizermeister kam zu Chancen, doch der Ball wollte auch auf der anderen Seite nicht mehr ins (leere) Tor. Die Nerven der Fans wurden auf eine harte Probe gestellt, aber zum Schluss konnten die Gossauer doch noch jubeln.

Der Sieg gegen den Mitfavoriten war glücklich, aufgrund der perfekten ersten Halbzeit aber verdient. Cazis hat die zweite Halbzeit zu Null gewonnen und hat bewiesen, dass sie in die Playoffs gehören. Der Spitzenkampf hat die hohen Erwartungen erfüllt, war jederzeit fair und war beste Werbung für Unihockey auf dem Kleinfeld. Für solche Spiele nimmt man gern auch längere Reisen unter die Räder.

Abschliessend noch ein Wort zur Organisation der Cazner Heimrunde in Domat/Ems. Erst einmal sei ein dickes Dankeschön an die Bündner. Das war grosse Klasse. Ich habe noch nie erlebt, dass an einer «gewöhnlichen» Meisterschaftsrunde die Teams vor dem Spiel vorgestellt werden und dass die Torschützen bekannt gegeben werden und gar korrigiert werden, wenn sich in der Hektik ein Fehler eingeschlichen hatte. Auch die Resultate der vorangegangenen Spiele wurden feinsäuberlich auf den aufgehängten Listen säuberlich nachgetragen, sodass der später eintreffende Besucher sofort im Bilde war. So macht es Spass!

Vielleicht sollte es sich der Verband wirklich noch einmal überlegen, ob er die Tessiner Heimrunde nicht den Caznern übertragen sollte. Es ist doch niemanden gedient, wenn die Tessiner aufgrund von Paragraphen die Runde ohne eigene Mannschaft organisieren müssen, dies aber wahrscheinlich nur lustlos tun werden.


Bericht aus Muotathal (Link)

Gegen Lengnau chancenlos, gegen Cazis zu wenig clever: Nach zwei weiteren
Niederlagen sind die Playoff-Ränge für Muotathal weit entfernt.

Gegen Gastgeber Blau-Geld Cazis gingen die Muotathaler früh in Führung, konnten diese aber wie so oft nicht lange halten. In der Folge übernahmen die Bündner das Zepter, zur Pause führten sie 4:2, kurz danach erzielten sie einen weiteren Treffer. Muotathal kam noch einmal auf ein Tor heran, ehe sich Cazis wieder absetzen konnte. Am Ende verlor Muotathal mit 5:7. Diese Niederlage war genauso wenig zwingend wie die drei Ersten in dieser Saison. Muotathal war spielerisch mindestens ebenbürtig und kam auch zu einigen Torchancen. Mangelnde Cleverness und eigenes Unvermögen besiegelten aber die Niederlage.

25. Nov.: Vorschau auch von Muotathal
Die Muotathaler, Gegner von Blau-Gelb am Sonntag, haben eine Vorschau verfasst. Björn Söderberg spielte eine Zeit lang im Kanton Schwyz. Die Berichte auf der Muotathaler-Page gehören zum Besten in der Kleinfeld-Szene! Danke (Vorschau)

25. Nov.: Vorschau aus dem Pöschtli
Auch das Pöschtli brachte eine kleine Vorschau zur Heimrunde. Die Suppe ist angerührt, was macht das 1. Liga-Team daraus?
(Text)

25. Nov.: Cazis träumt vom Meistertitel - und...
Heute in der Südostschweiz und im Bündner Tagblatt erschienen. Ein toller Bericht, welcher jeweils sogar auf der Titelseite der wichtigsten Tagezeitung im GR verlinkt wurde
(Text)

23. Nov.: Neue Umfragen erstellt
Auf welchem Rang endet die Quali für das 1. Liga-Team? Welches ist der härteste Gegner in der Gruppe? Welches Team kommt auf den unglücklichen 5. Rang? Bisheriges Highlight?
(Umfragen)

 

06.11.2010 in Jona SG (Rain), Meisterschaft Runde 3
7:5 (1:3 ; 6:2) vs. LC Rapperswil-Jona ; 6:4 (3:3 ; 3:1) vs. UHC Nuglar United
Gegen Rapperwil circa 60 Zuschauer, gegen Nuglar circa 70 Zuschauer

Erstmals 4 Punkte in der 1. Liga!
Nun hat es erstmals geklappt: Nach mehreren "Dreiern", gab es endlich 4 Punkte an einer Runde in der höchsten Kleinfeld-Liga für Cazis. Die wichtigen Punkte gab es dank zwei hart erkämpften Siegen in Jona. Dort konnte die Bündner-Truppe zuerst das Heimteam LC Rapperswil-Jona mit 7:5 bezwingen, dies nach einem 1:3-Rückstand zur Pause. Im zweiten Spiel stand einer der ganz Grossen gegenüber: Der UHC Nuglar United wurde nach einer grossen Willensleistung mit 6:4 bezwungen. Zur Pause stand es 3:3. Mit diesen zwei Siegen klettert Cazis auf den dritten Tabellenrang mit 9 Punkten und freut sich jetzt schon auf die folgende Heimrunde in Domat/Ems am 28. November.

vs. LC Rapperswil-Jona
Mit viel Respekt vor dem Gegner stiegen die Cazner in diese Partie. Die St. Galler haben sich auf diese Saison hin nochmals verstärkt und bezwangen in der letzten Runde Sursee klar und konnten sogar einen Punkt gegen das starke Gossau erobern. Cazis war also gewarnt, liessen in Halbzeit eins aber das nötige Engagement vermissen. Wegen Stelllungsfehlern oder eher passivem Defensivverhalten stand es zur Pause 1:3 für das Heimteam vom Zürichsee. In der Pause sah man jedoch keine langen Gesichter, jeder war gewillt, dieses Spiel noch zu unseren Gunsten zu drehen. Der nicht immer glücklich agierende Schiedsrichter kam immer mehr in den Mittelpunkt und die Bündner schienen besser mit dieser Situation umgehen zu können. So gab es mehrere Strafen (welche auch ausgenutzt wurden) oder eben keine Strafen, wenn welche fällig gewesen wären. Es war nicht einfach für die agierenden Spieler das Regelwerk des arbitrierenden umzusetzen. Cazis war die klar aktivere Mannschaft in der zweiten Halbzeit und man spürte, dass deren Laufbereitschaft den eher nicht lauffreudigen St. Gallern immer mehr zusetzte. So gelangen den Bündnern einige schöne Tore zum schlussendlich hart umkämpften aber verdienten 7:5-Sieg.
An dieser Stelle noch ein herzliches Dankeschön an Rappi für die perfekte Organisation des Heimturniers, in einer würdigen Sporthalle für ein Kleinfeld-1.Liga-Unihockeyturnier!! Bravo!

vs. UHC Nuglar United
Auf dieses Spiel freuten sich alle Cazner enorm. Es macht einfach Spass gegen die agilen Solothurner zu spielen, ist ihre Spielart doch sehr attraktiv und alles läuft immer sehr fair ab. So sprach der Schiedsrichter in dieser Partie keine Strafe aus, hätte uns Bündnern aber durchaus das eine oder andere Mal rausstellen können.
Nuglar startete furios in die Partie und führte früh mit 2:0. Bereits zuvor konnten die Schwarzbuben den Tabellenleader Lengnau bezwingen und nahmen den Schwung gleich mit in die Partie. So manchem wurde es Angst und Bange nach den ersten Spielminuten. Die Cazner waren immer einen Schritt langsamer und hatte viel Mühe mit dem stetigen Kreuzen der Nuglarer. Die Bündner aber wussten, dass die mit sehr viel Ballbesitz agierenden Solothurner auch Fehler machen würden und plötzlich stand es 3:3. Aus Cazner Sicht ein äusserst glückliches Unentschieden zur Pause. Von Anfang an hatten die Bündner den Plan, diesen Match in der zweiten Halbzeit zu gewinnen. Im Wissen, dass die Nuglarer nur mit sieben Spieler antreten konnten und ihr Spiel sehr viel Kraft kosten würde, ein sehr realistisches Vorhaben. Und so kam es dann auch. In den zweiten 20 Minuten sahen die zahlreichen Zuschauer ein anderes Cazis. Sie spielten wacker mit und den Schwarzbuben schwanden immer mehr die Kräfte. Cazis führte und Nuglar musste etwas versuchen, was Cazis eiskalt zum Zweitore-Vorsprung ausnutzte. Noch knapp drei Minuten und es stand 5:3 für die sehr reif aufspielenden Bündnern. Nuglar agierte vermehrt mit viertem Feldspieler und ohne Torhüter und trafen 1:30 vor dem Spielende zum 5:4. Musste Cazis nochmals zittern? Nein, denn ein Konzentrationsfehler eines Solothurners (Ballverlust des letzten Mannes) ermöglichte Rolf Hefti die Entscheidung herbeizuführen und ins leere Tor zum 6:4 einzuschiessen. Ein ganz grosser Sieg gegen ein starkes Nuglar. Wir freuen uns jetzt schon auf das Rückspiel!

Fazit: Wie schon gegen Sursee konnte Cazis auf Rückstände reagieren. Sowohl Rappi, als auch Nuglar führten beide mit 3:1. In beiden Spielen konnten die Cazner erst in der zweiten Halbzeit so richtig aufblühen. Es zeugt von viel Klasse und grossem Willen, solche Rückstände noch in Siege umzuwandeln.
Cazis hat mit diesen Siegen bewiesen, dass sie das Potential haben, die Playoffs zu erreichen. In der Tabelle ist allerdings alles so extrem nahe zusammen, dass man sich weiterhin keine Ausrutscher erlauben darf. In drei Wochen folgt die Heimrunde in Domat/Ems (Vial). Es soll ein Turnier der Superlative werden, die Halle soll mit Fans gefüllt werden. Dort geht es mit harten Brocken weiter: Es wartet mit Muotathal ein sehr starkes und hart arbeitendes Team, welches jedes Team schlagen kann. Der zweite Gegner heisst dann UHCevi Gossau. Der Schweizer Meister aus dem Zürcher Oberland ist die beste Voraussetzung für ein grosses Unihockey-Fest an diesem Sonntag!

Aufstellung
Torhüter: Lars Calörtscher

Für Blau-Gelb spielten: Stefan Neuhaus, Patric Werthan, Ueli Marugg, Patrik Rageth, Rolf Hefti, Björn Söderberg, Domink Hardegger, Claudio Nold, Cäspi Marugg, Hercli Christoffel, Lieni Liver

Coaching-Staff: Mirco Schatz, Daniel Fausch
Abwesend: Fabio Hefti, Michi Köppel, Bruno Koch, Yves Lutz

Aktuelle Tabelle nach 6 Spielen:

Rg. Team Sp S U N Tore Diff. P
1. White Horse Lengnau 6 5 0 1   43 : 23 +20 10
2. UHCevi Gossau 6 3 3 0   38 : 22 +16 9
3. Blau-Gelb Cazis 6 4 1 1   34 : 29 +5 9
4. UHC Nuglar United 6 4 0 2   37 : 35 +2 8
5. UHC T.S. Unterkulm 6 2 3 1   32 : 27 +5 7
6. UHC KTV Muotathal 6 3 0 3   60 : 39 +21 6
7. UHC JW Sursee 86 II 6 2 1 3   33 : 32 +1 5
8. LC Rapperswil-Jona 6 1 2 3   29 : 34 -5 4
9. UHC Eschenbach 6 1 0 5   23 : 50 -27 2
10. Ticino Unihockey II 6 0 0 6   31 : 69 -38 0

Ränge 1-4 = Playoffs, Ränge 9-10 = Abstieg

 

 

02.11.2010 Vorschau auf Runde 3 in Jona am 07.11.2010

Rappi in Jona und Nuglar, welch' attraktive Aufgaben!

Nach den obligatorischen zwei freien Wochenenden kommt es am kommenden Sonntag zu weiteren Highlights für das Fanionteam. Wieder dürfen die Bündner dabei die Ehre haben, gegen ein Heimteam anzutreten. Diesmal in der Turnhalle Rain in Jona gegen den LC Rapperswil-Jona um 09:55. Zwei Spiele später steht der UHC Nuglar United gegenüber. Die Solothurner stehen aktuell auf dem vierten Rang, dem Platz welchen die Bündner bereits am Sonntag erobern wollen.

09:55 vs. LC Rapperswil-Jona:
Die Rosenstädter hatten eine schwierige letzte Saison und sind nur dank der um zwei Törchen besseren Torbilanz am Ende der Saison nicht abgestiegen. Damals konnten auch die Bündner den St. Gallern zwei Niederlagen zufügen, allerdings waren beide Partien äusserst unglückliche Niederlagen aus Sicht der Rapperswiler (6:7, 5:7).
Diese Saison soll nun alles besser werden. Nach einer schwachen ersten Runde mit zwei Niederlagen haben sie sich eindrücklich in Runde zwei zurückgemeldet. Drei Punkte nach einem klaren Sieg über Sursee und einem Unentschieden gegen Schweizermeister Gossau. Rappi ist wieder da und vielleicht stärker denn je. Auch im Cup sind sie bereits im ¼-Finale. An ihrem Heimturnier wollen sie zeigen, dass Unihockey am oberen Zürichsee auch weiterhin dank Rappi so populär und erfolgreich ist. Die Affiche ist also sehr attraktiv. Trotzdem muss man klar sagen, wollen die Blau-Gelben wirklich ein Wörtchen um die Playoffs mitsprechen, darf man gegen die routinierten und grossgewachsenen Rosenstädter keine Punkte abgeben…

12:40 vs. Nuglar United:
Die Schwarzbuben aus dem Kanton Solothurn stiessen neu in unsere Gruppe. Dafür ging Langenthal in die Westgruppe. Ein interessanter Wechsel, sind die Teams doch von ihrer Philosophie, Teamzusammenstellung und Spielart her sehr unterschiedlich. Was sie trotzdem verbindet, ist, dass beide Teams stets ganz vorne in der Tabelle mitmischen.
Nuglar stellt wohl zusammen mit Eschenbach klar die jüngste Truppe. Sie arbeiten sehr engagiert, trainieren drei Mal in der Woche und fallen vor allem durch ihre grosse Lauffreude auf. Hinzu kommen einige herausragende Spieler, welche eine sehr feine Klinge (Kelle) führen. Dass das Team noch nichts Bedeutendes gewonnen hat, hat wohl mit ihrer fehlenden Routine zu tun. Aber mit jedem Spiel wird  Nuglar erfahrener und somit auch gefährlicher. Chapeau, was sie, um ihren Anführer Simon Best, für das Kleinfeld-Unihockey in der Schweiz machen.
In diese Saison ist Nuglar gut gestartet, haben sie doch bereits sechs Punkte auf dem Konto. Sie konnten Sursee, Ticino und Muotathal bezwingen, zogen aber gegen den Playoffkonkurenten Unterkulm den Kürzeren.
Nuglar vs. Cazis, das gabs doch schon einmal, oder? Genau, beim diesjährigen Raiffeisencup traten die Teams zum ersten Mal gegeneinander an. 4:4 stand es im damaligen Finale des besten Vorbereitungsturniers, ehe Cazis im Penaltyschiessen gewinnen konnte. Ein unvergesslicher Tag mit einem perfekten Finale. Auch am Sursee-Cup gab es diese Affiche: 1:1 endete eine Partie, in welcher die Bündner eigentlich hätten gewinnen müssen
Wir freuen uns sehr auf dieses Spiel, fordert dieser Gegner doch alles von einem ab, will man erfolgreich sein.

21. Okt.: 1. Liga-Heimrunde; Plakat
Ausdrucken, aufhängen, weitersagen, auf Facebook hochladen etc. Die Halle soll am 28.11.2010 beben (Plakat)

 

17.10.2010 in Lengnau AG (Rietwiese), Meisterschaft Runde 2
2:4 (2:0 ; 0:4) vs. SVL White Horse Lengnau; 5:4 (1:2 ; 4:2) vs. UHC JW Sursee 86
Gegen Lengnau circa 60 Zuschauer, gegen Sursee circa 20 Zuschauer

Zwei Punkte gegen Sursee, Niederlage gegen Lengnau
Endlich konnte das Fanionteam den UHC Sursee bezwingen. 5:4 lautete das knappe Resultat gegen den unangenehmen Gegner. Gegen den neuen Tabellenleader SVL White Horse Lengnau gab es nach einem 2:0-Vorsprung ein 2:4. Zahlreiche Zuschauer sahen in Lengnau ein tolles Unihockeyspiel auf hohem Niveau. Somit zeigte Cazis eine deutliche Reaktion auf die spielerisch schwache erste Runde und hält Anschluss an die Playoffplätze.

vs. SVL White Horse Lengnau
Die Bündner starteten hoch konzentriert in die Partie und wollten besonders in der Defensive gut stehen. Lengnau hatte zuvor gegen Ticino 14 Tore geschossen, man war also gewarnt. Die Bündner beherrschten das Spielgeschehen und gingen nach einem schönen Freistoss mit 1:0 in Führung. Rolf Hefti schloss gekonnt ab. Cäspi Marugg erhöhte gar auf 2:0 nach einem harten Weitschuss. Cazis zeigte sich von der besten Seite und brachte diesen 2-Tore-Vorsprung sicher in die Pause. Erfahrene Teamsportler wissen, dass gerade ein 2:0 ein sehr gefährliches Resultat ist. Cazis versuchte auch in der zweiten Halbzeit den Vorsprung zu halten und gar das 3:0 zu erzielen. Doch der Fehler in der eigenen Zone kam, welchen die Aargauer eiskalt zum 2:1 ausnutzten. Dann eine Grosschance für die Bündner. Der Lengnauer Torwart rettete mirakulös, Gegenstoss der Lengnauer, 2:2. Das Momentum war nun definitiv bei den weissen Rössern und Cazis konnte vom "Vorsprung halten" nicht mehr auf "Tore schiessen" umstellen. So kam es, wie es kommen musste. Lengnau erzielte zwei weitere Treffer und schenkten ihrem tollen Heimpublikum die zwei Punkte. Vom Vize-Schweizermeister können die Bündner noch viel lernen. Lengnau wurde trotz des Rückstandes nie nervös und vertraute stets auf ihr Können. Umso erfreurlicher, dass einige Lengnauer Spieler nach intensiven Gesprächen auf der Tribüne nach der Partie ebenfalls von einem sehr tollen, intensiven, schnellen Match sprachen, welcher viel Spass bereitete.

vs. UHC JW Sursee 86
Sursee ist eindeutig schwächer in die Saison gestartet als vergangenes Jahr. Sie hatten auch einige Abgänge zu beklagen. Trotzdem waren die besten des letzten Jahres dabei und ein starker Torhüter fand den Weg zum 1. Liga-Team. Cazis startete verhalten in die Partie und hatte Mühe mit der Spielweise der Luzerner. So führten die Surseer mit 2:0, ehe wieder Cäspi Marugg zum 2:1 verkürzte. 2:1 zur Pause, das war doch angesichts der letzten Begegnungen mit den Luzernen ganz in Ordnung (0:6, 2:6). Nun musste also die starke zweite Halbzeit folgen der Bündner. Doch Sursee führte nach einem Überzahl-Tor mit 3:1. Jetzt war auch Cazis wach und Björn Söderberg konnte mit einem Weitschuss verkürzen. Das Coaching-Team machte hier beste Arbeit und zog die richtigen Schlüsse. So konnte Dominik Hardegger mit einem richtigen Hammer zum 3:3 ausgleichen. Dann war es wieder der Block um Björn Söderberg, Rolf Hefti und Hercli Christoffel, welche den Unterschied machten. Zwei wunderschön herausgespielte Tore brachten die Bündner mit 5:3 in Front (Hercli und erneut Björn hatten getroffen). Das sonst sehr starke 4 gegen 3 Feldspieler der Surseer war für einmal nicht sehr überzeugend. Es schaute noch eine glücklicher Treffer für die Luzerner heraus. Dann erklang die Sirene und zwei wichtige Punkte waren im Trockenen.

Fazit: Das Spiel gegen Lengnau machte viel Freude. Gegen das Heimteam gab es das erwartet enge Spiel vor einem tollen Publikum. In der ersten Halbzeit war das beste Cazis seit langem auf dem Feld. Lengnau hatte selten den Ball und wurde immer wieder zu Verzweiflungs-Abschlüssen gezwungen. Auf das 2:0 in der Pause hätte das 3:0 folgen sollen, Chancen gabs dafür genug. Doch individuelle Fehler brachten die Lengnauer wieder ran und die Aargauer Tormaschinerie fing an zu laufen. Cazis konnte in der zweiten Halbzeit nicht mehr reagieren. Schade, wäre dieses Lengnau doch zu packen gewesen... Lengnau ist das einzige Team mit lauter Siegen und steht verdient auf dem ersten Rang. Dies zeigt auch, dass die Bündner auch mit den stärksten Teams der Gruppe um Punkte ringen kann. Wir freuen uns schon auf weitere tolle Spiele in dieser sehr starken Gruppe.
Bei Sursee war es umgekehrt. Einer schwachen ersten Halbzeit folgte eine bessere zweite. Viel Kampf war in dieser brisanten Partie. Besonders schöne Tore gab es dabei vom zweiten Block zu bestaunen. In diesem Spiel machte auch das Coaching-Team alles richtig und zog die richtigen Schlüsse im richtigen Moment. Ihnen gehört ein grosser Anteil an diesem wichtigen Sieg.

Nun kommt es zu den Duellen mit Nuglar und Rapperswil in Jona. Es geht Schlag auf Schlag, einfache Spiele gibt es keine. Erfreulich für Cazis ist, dass zwei Teams noch mit null Punkten dastehen, das Abstiegsgespenst, welches einem immer wieder besuchen kann, ist weit weit weg. Das Ziel muss für die Bündner ganz klar "Playoffs" heissen.

Am Rande: Die Parallelen von vielen Teams in dieser Gruppe gehen auch über das sportliche Hinaus. So haben einige Teams grosse Hallen-Probleme (Unterkulm, Lengnau, Gossau, Cazis, ...). Wir sind aber klar der Meinung, dass die Veranstalter der Turniere auf einen möglichst perfekten Ablauf schauen sollte. Wir weichen nach Domat/Ems (circa 20km von Cazis) in eine Dreifach-Turnhalle aus (Gossau macht das auch immer), nehmen dafür viel Geld aus der Vereinskasse. Für ein Turnier in der Saison sollte dies möglich sein. Auch sollten Anzeigetafeln oder "Bandenrichter" (war in Sursee eine Katastrophe) vorhanden sein. Doppelturniere sind auch nicht das Gelbe vom Ei. In Hallen wie in Lengnau oder Unterkulm ist bestes Unihockey schwierig zu zelebrieren und die Verletzungsgefahr ist ungleich höher.
Nun, mit dieser Aussage habe ich Cazis massiv unter Druck gesetzt. Wir werden uns bemühen, ein perfektes Heimturnier durchzuführen!

 

Aufstellung
Torhüter: Lars Calörtscher, Markus Petrovic

  1. Block: Stefan Neuhaus, Patric Werthan, Ueli Marugg
  2. Block: Hercli Christoffel, Rolf Hefti, Björn Söderberg
  3. Block: Claudio Nold, Cäspi Marugg, Patrik Rageht, Domink Hardegger

Coaching-Staff: Mirco Schatz, Daniel Fausch
Abwesend: Fabio Hefti, Michi Köppel, Bruno Koch, Lieni Liver, Yves Lutz

 

11.10.2010 Vorschau auf Runde 2 in Lengnau am 17.10.2010

Runde 2 – Wie gut ist Cazis wirklich?
Viel wurde geschrieben über Cazis. Einige Experten sehen die Bündner sogar ganz vorne in der Tabelle. Doch wie gut sind die Blau-Gelben wirklich? Werden sie vielerorts überschätzt? Diese Fragen dürften an der nächsten Runde beantwortet werden, wenn die Duelle mit Vize-Schweizermeister Lengnau und Sursee anstehen.
Die Bündner sind in der ersten Runde mit einem blauen Auge davon gekommen. Trotz schwacher Leistung ergatterten sie sich drei Punkte. Besonders das 4:4 gegen die verstärkten Unterkulmer war eher glücklich. Gegen Ticino stimmte die Einstellung bei den Bündnern nicht.
An der nächsten Runde am kommenden Wochenende werden die Cazner mit gleicher Leistung ohne Punkte aus dem beschaulichen Lengnau heimreisen. Eine klare Leistungssteigerung ist gefragt.

Zuerst gegen Lengnau...
Die Lengnauer haben eine sehr starke Equipe und können so auf drei ausgeglichene Blöcke mit einem starken Torhüter zählen. Sie spielen ein gepflegtes Unihockey und ihre grösste Stärke ist ihre Geduld. Berüchtigt sind auch die Lengnauer-Fans, welche immer zahlreich und lautstark ihr Team unterstützen. Es könnte ein Hexenkessel in Lengnau werden.
Bisherige Partien: Letzte Saison 3:7-Niederlage und 5:5, sowie 4:1-Sieg am Raiffeisen-Cup,

...dann gegen Sursee:
Die körperlich robusten Luzernen hatten eine sehr starke letzte Saison. Sie verpassten ganz knapp die Playoffs und standen im Cup-Final. An ihrer Heimrunde in diesem Jahr hatten sie einige Spieler weniger. Ob Spieler die Mannschaft verlassen haben oder ob sie in Lengnau wieder dabei sind, ist reine Spekulation.  Interessant ist für Cazis, dass Lengnau und Sursee zwei komplett unterschiedliche Teams sind. Lengnau ist ruhig, Sursee mit vielen Emotionen. Sursee schiesst aus allen Lagen, Lengnau kombiniert herrlich. Sursee hat grosse Spieler, Lengnau schwört auf ihre Technik. Kann Cazis mit diesen unterschiedlichen Spielarten innert kurzer Zeit umgehen und sich richtig einstellen? Bisher gab es in zwei Partien jeweils 16 Tore. Die Zuschauer können sich also auf ein Tor-Festival freuen.
Bisherige Partien: Letzte Saison zwei Mal eine 7:9-Niederlage

Gutes Omen?
Letzte Saison fanden sich die Heinzenberger in der Halle Rietwiese im Aargau ganz gut zurecht und eroberten 3 Punkte. Damals mit nur sechs Feldspielern angetreten, schlug man Ticino und erreichte ein 3:3 gegen Unterkulm. Wieder 3 Punkte aus dem Aargau, das wäre ein toller Erfolg.

 

Bericht aus Lengnau: Die Gegner an der Heimrunde waren Ticino Unihockey und Blau-Gelb Cazis. Das Ziel der Lengnauer war, auch aus diesen beiden Spielen das Maximum von 4 Punkten mitzunehmen.

SVL White Horse Lengnau vs. Blau-Gelb Cazis

Vor der zweiten Partie füllte sich die Tribüne mit heimischen Fans, die Stimmung auf den Rängen war heiss. Die White Horses trafen auf Blau-Gelb Cazis aus Graubünden. Das Spiel war von der ersten Minute an hart umkämpft. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, die Zweikämpfe waren sehr körperbetont aber fair. Cazis ging durch ein Freistosstor in Führung. Die Bündner waren häufiger am Ball und liessen die Lengnauer kaum zu Chancen kommen. Sie standen hinten sehr solide und machten früh Druck. Durch ein Weitschusstor legte Cazis einen weiteren Treffer vor. Lengnau war nun gefordert, doch noch immer stand die Bündner Abwehr felsenfest.

Rückstand zur Pause

Mit dem 0:2 aus Sicht der Lengnauer ging es in die Pause. Die Mannschaft wusste, wie schnell ein solcher Rückstand aufgeholt werden kann, musste aber daran denken, in der Defensive nicht nachzulassen und dem Gegner keine Konterchancen zu ermöglichen.
Die Fans feuerten ihre White Horses an und diese spielten stärker, wirbelten durch die Abwehr der blau-gelben und erspielten sich Chancen zum Anschlusstreffer. Dieser kam durch einen Treffer von Marc Baumann. Das Spiel war nun auf höchstem Niveau. Lengnau stand defensiv extrem Stark und falls Cazis mal zu einem Torschuss kam war Torhüter Robin Schmidhalter zur Stelle. Roger Felder erzielte bei einem Gegenangriff den Ausgleich zum 2:2, die Partie entwickelte sich zu einem wahren Krimi. Marco Meier brachte die Lengnauer schliesslich zum ersten Mal in Führung. Kurz vor Schluss des Spiels, die effektive Spielzeit lief bereits, erhöhte Roger Spaltenstein noch zum 4:2, es war die Entscheidung in einer Begegnung auf höchstem Niveau. Lengnau siegte auch im zweiten Spiel vor eigenem Publikum und durfte sich bei den Fans für die lautstarke Unterstützung bedanken, aber auch bei einem über das ganze Spiel hinweg äusserst fairen Gegner. Cazis erwischte den besseren Start und war in der ersten Halbzeit das bessere Team. Die White Horses glaubten aber in der zweiten Halbzeit von Beginn weg an ihre Chancen und erspielten sich diese. Die Defensive – vor allem in der zweiten Halbzeit – war ein Schlüssel, der den Lengnauern zum Sieg verholfen hat, denn sie liessen keinen weiteren Gegentreffer zu. Nach dem Abpfiff und dem 4:2 (0:2; 4:0) stehen die Herren 1 des SVL White Horse Lengnau mit dem Punktemaximum an der Spitze der Tabelle und sind in der noch jungen Saison 2010/11 auf Kurs.


Bericht aus Sursee:
Schwarzer Sonntag für Sursees 1. Liga-Kleinfeldherren: Trotz einer Leistungssteigerung vom ersten zum zweiten Spiel unterlagen die Surseer letzten Sonntag sowohl Rapperswil wie auch Cazis und rutschen auf den drittletzten Tabellenrang ab.

Im zweiten Spiel gegen Blau-Gelb Cazis trat ein ganz anderes Sursee auf. Dank schönen Kombinationen und viel Zug nach vorne entwickelte sich ein intensives, kreatives und attraktives Spiel. Leider führten die Surseer zur Pause nur knapp mit 2:1. In Überzahl bot sich den Surseern dann die Chance zum 3:1. Fünf Sekunden vor Ablauf der Strafe nutzte sie Simon Hunziker nach einer schönen Passfolge. Wie schnell es im Unihockey gehen kann demonstrierte Cazis in der Folge; die Bündner nutzten drei Surseer Abwehrfehler eiskalt aus und gingen mit 3:4 in Führung. Wieder versuchten die Surseer kurz vor Schluss ohne Goali das Blatt noch zu wenden. Doch Cazis dämpfte Sursees Bemühungen mit dem 3:5 ins leere Tor. Der Surseer Anschlusstreffer knapp vor dem Schlusspfiff war nur ein kleiner Trost für die Leistungssteigerung im zweiten Spiel.
Auf diesem Spiel lässst sich jedoch aufbauen, damit die Surseer in der nächsten Runde gegen Schlusslicht Eschenbach und Schweizermeister Gossau wieder punkten.


 

26.09.2010 in Sursee LU (Kottenmatte), Meisterschaft Runde 1

4:4 (2:3 ; 2:1) vs. UHC Tigersharks Unterkulm; 10:8 (2:3 ; 8:5) vs. Ticino Unihockey
Gegen Unterkulm circa 30 Zuschauer, gegen Ticino circa 20 (bedauernswerte) Zuschauer

Drei Punkte zum Saisonauftakt in Sursee
Der Saisonstart ist punktemässig absolut geglückt. Der Punkt beim 4:4-Remis gegen Unterkulm ist sehr hoch anzurechnen, gehören die Aargauer mit diesem Team doch klar zu den Favoriten auf den Gruppensieg. Das 10:8 gegen Ticino ist ein komisches Resultat und noch komischer war das Spiel. Das einzig positive an dieser Partie ist der Sieg und die zwei Punkte. Das Spiel kann man getrost vergessen.

vs. UHC Tigersharks Unterkulm
Zum vierten Mal in der Cazner Geschichte hiess der Gegner Unterkulm. Zwei Siege (10:5 letzte Saison und 5:2 am Raiffeisen-Cup) sowie ein Unentschieden (3:3 letzte Saison) schaute bisher heraus. Die Sharks haben sich aber noch einmal gewaltig verstärkt und einige Grossfeld-Cracks zurück geholt. Diese Verstärkungen bringen neuen Wind in das Team und macht die Haie unberechenbarer.
Früh ging Cazis durch einen Weitschuss in Führung. Auch das 2:0 liess nach schöner Kombination nicht lange auf sich warten. Eine dumme Strafe gegen Cazis ermöglichte den Aargauern den Anschluss-Treffer, ehe sie nach einem schwachen Cazner-Powerplay gar einen Shorthander erzielen konnten. Dieses bittere Gegentor knickte die Bündner. Vor der Pause erhöhte Kulm durch einen einstudierten Freistoss auf 2:3. Herzlich Willkommen im Kleinfeld-Unihockey liebe Cazner: Powerplay-, Shorthander- und Freistoss-Tor erhalten... In der zweiten Halbzeit spielten beide Teams auf Sicherheit, wollten dem Gegner nicht ins offene Messer laufen. Beide Teams erzielten einen weiteren Treffer. Dann pfiff der streng arbitrierende Schiedsrichter eine weitere Zweiminuten-Strafe gegen die Unterkulmer, welche von den Bündner eiskalt ausgenützt wurden. Am Ende hatten die Aargauer die besseren Chancen auf den Sieg. Lars Calörtscher im Bündner-Tor rettete mehrmals mirakulös. Die Partie kostete einigen Spielern sehr viel Kraft, musste doch viel dem Ball hinterher gerannt und mehrere Unterzahl-Situationen überstanden werden. Nach dem erfolgreichen Start in die Partie hoffte Cazis auf den Sieg. Am Ende muss man aber von einem glücklichen Punktgewinn reden. Einen Punkt, welcher noch viel wert sein wird im Verlauf der Saison.

vs. Ticino Unihockey
So mancher traute seinen Augen nicht, als sie die Tessiner sahen. Zwei Torhüter und vier Feldspieler hatten diese zu bieten. Durchschnittsalter etwa 35. Schade in der heutigen modernen Kleinfeld-Unihockey-Welt. Aber das ist ein anderes Thema. Irgendwie nahmen die Cazner den Gegner nicht ernst und so spielte sie auch. Die Tessiner schossen aus allen Lagen, backhand, volley, blind, von der eigenen Torlinie aus. Das man auch passen könnte, war ihnen fremd. Sie überliessen das komplette Spiel den Bündnern und wartete nur auf deren Fehlern. Diese machten die inkonsequenten Bündner auch und so führte Ticino zum Erstaunen der Zuschauer zur Pause mit 2:3. Die Blau-Gelben begannen wieder zu bibbern und alles glich einem Hühnerhaufen in welchem ein Fuchs eingebrochen ist. Es war eine Schande, wie Cazis auftrat. Das Spiel war ein Graus, der Auftritt peinlich. Dank einiger Blockumstellungen des Coaching-Duos konnten die Cazner auf 10:5 davon ziehen, liessen aber weiterhin besonders in der Defensive jeglichen Kampfgeist vermissen. So schenkten die Bündner den Tessinern innert einer Minute gleich drei Tore, obwohl es längst 15:5 hätte stehen müssen. So stand es 10:8 und es waren noch zwei Minuten zu spielen. Cazis musste reagieren und wollte einfach nur den Sieg. Diesen konnte man mit Glück nach Hause schaukeln. Mit einer konzentrierten und konsequenten Leistung wären 20 Tore gegen diese Tessiner Mannschaft möglich gewesen.
Es soll kein Trost sein, aber es tat gut, das grosse Gossau später gegen Ticino leiden zu sehen. Auch sie hatten ihre Mühen gegen die unkonventionellen Tessiner und gewinnen keineswegs souverän mit 7:3. Und: Ticino wird auch Punkte holen in dieser Saison.

Fazit: Drei Punkte zu holen mit einer äusserst dürftigen Leistung, dies spricht für uns. Diese Punkte nimmt uns niemand mehr. Und wenn man gesehen hat, wie viel Mühe das grosse Gossau gegen Ticino hatte (7:3 nach 1:1 zur Pause), wird klar, dass Ticino auch ihre Punkte holen wird in dieser Saison. Was hätte es gebracht, super gespielt zu haben ohne Erfolg? Erinnern wir uns an das Spiel vor einem Jahr, als man vor heimischem Publikum in Domat/Ems 2:3 nach klarer Feldüberlegenheit gegen Ticino verschenkt hatte.
Auch der Punkt gegen Lieblingsgegner Unterkulm ;-) ist viel wert. Kulm hat sich klar verstärkt gegenüber letzter Saison. Auch ihr 6:3-Sieg gegen Nuglar ist ein Ausrufezeichen.
Nun heisst es vorwärts schauen und den Weg unbeirrt weitergehen. Und dies ist sicherlich einfacher mit drei Punkten im Rucksack. Ja, der Saisonstart ist Punktemässig geglückt!

 

Aufstellung
Torhüter: Lars Calörtscher (gegen Unterkulm), Yves Lutz (gegen Ticino)

  1. Block: Claudio Nold, Rolf Hefti, Björn Söderberg
  2. Block: Stefan Neuhaus, Patric Werthan, Patrik Rageth
  3. Block: Fabio Hefti, Cäspi Marugg, Ueli Marugg
  4. Block: Hercli Christoffel, Dominik Hardegger, Lieni Liver

Coaching-Staff: Daniel Fausch, Mirco Schatz
Abwesend: Michi Köppel, Bruno Koch

 

22. Sept.: 1. Liga im Zürcher Oberländer
Tolle Vorschau im Zürcher Oberländer oben links (Zeitungsartikel)

 

12. September 2010 - Trainingslager in Sumiswald

Von Freitag bis Sonntag dauerte das diesjährige Trainingslager. Nicht weniger als 4 Testspiele und ein 3-stündiges Training am Freitag standen auf dem Programm. Es wurde viel getestet, geredet, gelacht und geschwitzt. Das Lager war für jeden wieder ein Highlight.

Kurzberichte Spiele (es gingen alle Spiele knapp verloren. Die Resultate standen aber nie im Vordergrund. Auch die Müdigkeit und ungewohnte und zum Teil spezielle Hallen-Verhältnisse (vier Spiele, vier andere Hallen) spielten eine Rolle).

UHC Oekingen (1. Liga) am Freitag abend in Subingen: Ein sehr langsamer Boden, wir hatten Mühe damit. Oft blieb der Ball wie kleben. Wir spielten aber sehr gut mit und es war ein sehr gutes Testspiel. Wir waren sicherlich auf Augenhöhe mit diesem starken Team. Die Oekinger waren cleverer in den Abschlüssen. Vielen Dank für die Organisation!
Rolf Hefti, Ueli Marugg, Casper Marugg, Patrik Rageth, Patric Werthan, Claudio Nold, Yves Lutz, Lars Calörtscher, Dominik Hardegger, Michi Köppel, Daniel Fausch, Mirco Schatz, Stefan Neuhaus

SC Oensingen Lions (1 Liga, Aufsteiger), Samtag morgen in Dorfhalle Sumiswald: Wir spielten wieder in einer komischen (sehr kleinen) Halle, was uns nicht zu Gute kam. Oensingen spielte ein sehr hartes Unihockey und wir kamen damit nicht zurecht. Ein sehr motivierter Gegner mit grossem und talentiertem Kader. Die Hallenverhältnisse kamen den grossgewachsenen Solothurnern sicher zu Gute.
Rolf Hefti, Ueli Marugg, Casper Marugg, Patrik Rageth, Patric Werthan, Claudio Nold, Yves Lutz, Lars Calörtscher, Dominik Hardegger, Michi Köppel, Daniel Fausch, Mirco Schatz, Stefan Neuhaus, Fabio Hefti

UHC Kappelen (1. Liga), Samstag abend, Dreifachhalle Sumiswald: Bereits zum vierten Mal spielten wir gegen dieses tolle Team. Es war ein fantastisches Spiel!!! Es hat riessig Spass gemacht, war immer fair, alle blieben ruhig. Es war der beste Test. Wir waren sicherlich ebenbürdig mit den flinken Kappeler. Leider waren viele Cazner bereits sehr müde, was aber kein Vorwurf ist bei diesem happigen Programm. Leider erhielten wir vier Freistoss-Tore!!! Das Spiel war sehr intensiv, spannen und in der tollen Halle auf hohem Niveau. Kappelen in den Playoffs, das wärs doch! ;-)
Rolf Hefti, Ueli Marugg, Casper Marugg, Patrik Rageth, Patric Werthan, Claudio Nold, Yves Lutz, Lars Calörtscher, Dominik Hardegger, Michi Köppel, Daniel Fausch, Mirco Schatz, Stefan Neuhaus, Fabio Hefti, Hercli Christoffel

UHC Blue Sharks Waltenschwil (2. Liga), Sonntag morgen, Turnhalle Waltenschwil: Viele waren noch müder, aber wir rissen uns zusammen. Es war toll zu sehen, wie viel Charakter in unserem Team steckt. Und erstaunlich, dass einige mit müden Beinen sogar besser spielen. Der Gegner war sehr motiviert und auch stark. Cazis war klar spielbestimmend. Am Ende schwanden die Kräfte immer mehr bei uns und wir erhielten einfache Tore. Trotzdem war es ein Spiel mit vielen Erkenntnissen und hat uns viel gebracht. Danke auch an die tolle Truppe aus dem Aargau fürs organisieren!
Rolf Hefti, Ueli Marugg, Casper Marugg, Patrik Rageth, Patric Werthan, Claudio Nold, Yves Lutz, Lars Calörtscher, Dominik Hardegger, Daniel Fausch, Stefan Neuhaus, Fabio Hefti, Hercli Christoffel

 

Nun sind es noch drei Trainings bis zum Saisonstart. Jetzt heisst es erholen vom sehr intensiven Trainingslager und dann den Fokus voll auf Unterkulm und Ticino legen. Aus unserer Sicht sind das die perfekten Gegner für eine Startrunde. Wir sind bis in die Haarspitzen motiviert und werden auf den Tag X (26. September bereit sein)!

Hier noch eine tolle Vorschau zur Saison aus Sicht von Gegner Gossau: Vorschau Gossau

 

 

5. September 2010 - Sursee-Cup 2010, Kottenmatte Sursee

Blau-Gelb mit guten und weniger guten Aufrtitten

Am diesjährigen Sursee-Cup wollten die Cazner an die kürzlichen Erfolge (Raiffeisen-Cup und Bündner-Cup) nahtlos anknüpfen. Dies gelang in den meisten Partien, im K.O.-Sytem war für einmal aber das Glück auf der Seite des Gegners. Die Gruppenphase hatten die Bündner noch auf dem ersten Rang abgeschlossen, ehe man nach einer sehr schwachen Partie im Penalty-Schiessen im 1/4-Finale gegen Pieterlen ausschied.

vs. Nuglar United. 1:1
Die Spiele gegen diesen Gegner machen sehr viel Spass. Zwar war dies erst das zweite Aufeinandertreffen nach dem Raiffeisen-Cup, dennoch kann bereits gesagt werden, dass dieses Team beste Werbung für das Kleinfeld-Unihockey betreibt und wohl ein gewichtiges Wort um den Meistertitel folgende Saison mitreden wird. Überraschenderweise spielten die Solothurner gegen Cazis sehr vorsichtig, vermutlich waren sie ein bisschen vom Raiffeisen-Cup beeindruckt. Nach dem gerechten 1:1 darf man erhobenen Hauptes gegen diesen Gegner in die Meisterschaft antreten. Es dürften Klassiker werden.

vs. UHC KTV Muotathal. 1:1
Der Aufsteiger kam mit einer halben Armee nach Sursee. Ein riessiges Kader, alle bis in die Haarspitzen motiviert. Die kampfstarken Schwyzer nahmen das Spiel in die Hand und überraschten so die Cazner. Dennoch führte Blau-Gelb mit 1:0 und Muotathal war mit ihren Abschlüssen sehr unglücklich. Vier Sekunden vor dem Schlusspfiff erzielten die Muotathaler den Ausgleich aus einem klaren Torraumoffside. Dennoch war das 1:1 ein gewonnener Punkt für Cazis. Die Schwyzer werden in der Meisterschaft viele Gegner in Grund und Boden spielen, wir sind gespannt!

vs. Phantoms Rafzerfeld. 2:1
Der erste Sieg gab es gegen Ratzerfeld. Noch nie zuvor spielte Cazis gegen die Zürcher. Sie waren lange ein Mitglied in der ersten Liga und haben kürzlich überraschend Jump Dübendorf aus dem Cup geschossen. Ratzerfeld ging gegen Cazis in Führung, ehe die Bündner einen Gang höher legten. Es gab einen glücklichen Sieg gegen die sympathischen Zürcher, welche ein gepflegtes Unihockey zeigten.

vs. UHC Seedorf. 8:2
Seedorf kannte man noch vom Trainingslager letztes Jahr. Dort gewannen die Bündner ganz knapp. Am Sursee-Cup hatten die Berner nicht viel zu melden und waren bereits vor dem Spiel gegen Cazis so gut wie ausgeschieden. Das Spiel verkam leider zu einem schlechten Grümpel-Match. Schade, Seedorf hätte viel mehr zu bieten.

vs. Eintracht Beromünster. 7:1
Die Luzerner hatten alle Partien vorher gewonnen. Cazis war also gewarnt und stieg konzentriert in die Partie gegen den 2. Ligisten. Beromünster liess nach einigen Gegentoren jegliche Gegenwehr vermissen und so gab es einen weiteren zu klaren und vor allem einfachen Sieg für die Bündner. Die Frage bleibt, wie Muotathal oder Nuglar gegen die Luzerner verlieren konnte. Aber wie es einem Favoriten gehen kann, zeigte leider Cazis im nächsten Spiel...

1/4-Finale vs. UHC Pieterlen. 3:4 n. Penalty
Als Gruppensieger traf man auf die Berner aus Pieterlen, welche ihre Gruppe auf dem vierten Rang beendeten. Pieterlen ist letzte Saison völlig chancenlos aus der 1. Liga wieder abgestiegen. Der Aussenseiter aus Bern ging früh durch einen Weitschuss in Führung und die Cazner wurden plötzlich nervös. Auf dem Platz wurden Nettigkeiten ausgeteil und das Spiel verkam zu einem hässlichen Unihockey-Fight. Hätte Cazis nur ansatzweise so wie in der Gruppenphase gespielt, hätte man Pieterlen sicher geschlagen. So gab es ein bitteres 3:3, worauf das Penalty-Schiessen entscheiden musste. Dort war Pieterlen kaltblütiger und bezwang die Bündner.

Gratulation noch an den Sieger (Gossau, Mutotathal, Pieterlen oder Beromünster?). Leider ist der Name des Gewinners beim Verfassen des Artikels noch nicht bekannt.


Fazit:

Ein tolles Turnier mit starken Gegner. Cazis muss sich vor niemandem verstecken. Das 1/4-Final-Aus trübt das Gezeigte etwas, dennoch dürfen die Bündner stolz auf sich sein. Vielleicht waren die zwei einfachen Siege gegen Seedorf und Beromünster Gift für die Blau-Gelben und der eine oder andere dachte wohl, es gehe so weiter.
Weiterhin ist die Defensiv ihr Prunkstück. 9 Gegentore zu kassieren in 6 Spielen ist ein sehr toller Wert. Auch die 22 geschossenen Tore können sich sehen lassen. Und dies ohne einige Stammspieler. Efreulich ist auch, dass die intensive Phase ohne gravierende Verletzungen über die Bühne ging. Dies hat vor allem mit der guten physischen Verfassung der Spieler zu tun, welche den Anstrengungen auf dem Feld voll gewachsen sind.
Cazis ist definitv bereit für die Saison und wird nächstes Wochenende im Trainingslager in Sumiswald noch den letzten Schliff holen. Spiele gegen Oekingen, Oensingen und Kappelen stehen an. Eventuell am Sonntag noch Waltenschwil.

Kader Sursee-Cup:
Yves Lutz, Lars Calörtscher, Dominik Hardegger, Hercli Christoffel, Claudio Nold, Ueli Marugg, Cäspi Marugg, Stefan Neuhaus, Patrik Rageth, Lieni Liver, Brotschi Raphale (von den Berner Hurricanes, er leistete Entwicklungshilfe):
Coach: Mirco Schatz, Daniel Fausch
Zuschauer: Angela Sgier, Ariane Poltera, Hape Gunther
Abwesend: Rolf Hefti, Fabio Hefti, Björn Söderberg, Patric Werthan, Michi Köppel

 

1. September 2010; Vorschau Saison 10/11
Teil 3 - Wie sich das Kleinfeld-Unihockey entwickelt(e)


In der Schweiz hat das Kleinfeld, im Gegensatz zu anderen Ländern, eine grosse Bedeutung. Die Gründe sind vielerorts zu suchen, viele davon selbstverstehend.
Der Hauptgrund ist sicherlich die Infrastruktur. In der Schweiz hat der Sport nicht den gleichen Stellenwert wie in anderen, sportverrückten Nationen. Die Schweiz ist in Sachen Sportstätten gegenüber zum Beispiel den USA oder Deutschland weit im Hintertreffen, „potentialarme Regionen“  (ich hasse diesen von Unterländern verdonnerten Titel) Graubündens erst recht. Bei uns überwiegt der Dörfligeist (hohe Preise für auswärtige Vereine, kein Platz), die wenigen zugänglichen Infrastrukturen sind streng reglementiert und zeitlich für einzelne Vereine sehr eingeschränkt. Auch einfache Hallen (in verlassene Grosshallen von Firmen werden Hallenböden eingebaut) wie in Schweden oder Finnland existieren in der Schweiz kaum.
Für viele Vereine, wie auch für Cazis, ist es unmöglich, auf dem Grossfeld zu spielen. So machen diese Vereine die Not zur Tugend. Es wird auf dem Kleinfeld Gas gegeben, obwohl sogar viele Hallen (wie in der Region Cazis) sogar für das Kleinfeld-Unihockey zu klein sind. Diese „Hallen-Katastrophe“ ist zugleich der Segen für das Kleinfeld und der Hauptgrund, dass das Spiel 3gege3 heute so beliebt ist.

Die Liga-Umstrukturierung der letzten Jahre hat sicherlich gefruchtet. Von den 40 Teams der Saison 2007/2008 sind kommende Saison noch 15 Vertreter dabei. Wenn man weiss, dass die 1. Liga von 4 auf 2 Gruppen gekürzt wurde (also 20 Teams), sind 15 Vertreter eine beachtliche Zahl. Dies zeigt sehr gut, dass bei den ambitionierten Vereinen (z.B. Gossau, Lengnau, Nuglar etc. etc.) seit Jahren gut gearbeitet wird, denn auch in den unteren Ligen wird mittlerweilen hochstehendes Unihockey geboten. Die 5neuen Teams seit der Saison 2007/2008 sind Blumenstein, Eschenbach, Oensingen, Sursee und Cazis.
Schaut man all diese 20 Teams an, wage ich zu behaupten, dass es nur noch drei richtige „Plauschteams“ gibt. Nun, sie bezeichnen sich selber so, wollen aber trotzdem immer fleissig Titel sammeln. Ich denke da an Langenthal (ULA), Ticino Unihockey (mit Vorbehalt) und die Berner Hurricanes. Schaut man genauer hin, kann man erkennen, dass es genau diese Teams sind, welche in ihrem Verein die Kleinen sind, sprich es hat mindestens ein Grossfeldteam im Verein, welches intern „ernster“ genommen wird. Dennoch ist es gerade ULA und den Berner Hurricanes zu verdanken, dass heute mehr denn je auf das Kleinfeld schauen (übrigens: ULA und die Canes sehen sich gegenseitig als grösste Rivalen…). Sie haben das grosse Gossau oft bezwungen und haben richtige Cracks aus der Unihockeywelt auf das Kleinfeld gebracht (Ülle Reinmann, Zurflüh, Luginbühl etc.). Und das Tolle im letzen Jahr ist, dass es den auf dem Papier so starken Canes mit nur „Chügelen“ nicht mehr gereicht hat. Auch sie haben mit Reto Luginbühl einen Taktiker, einen Tüftler in ihren Reihen, der seine Jungs mit System spielen lässt.
Die logische Folge aus all diesen Aktionen: Die wilden „Landteams“, welche mit viel Trainingseifer und Herz auftreten, wollen es den Altstars, welche alles gewonnen haben, so richtig zeigen. Gewinner aus dem ganzen Tamtam: Das Kleinfeld-Unihockey!
Parallel dazu hat sich alles verbessert: Heute wird ohne zu Schmunzeln über Taktik auf dem KF geredet. Die Schiedsrichter in der 1. Liga sind auf sehr hohem Niveau. Die Teams haben sich verbreitert (12 Feldspieler und zwei Torhüter gehören beinahe zum Standart). Es werden Trainingslager besucht. Gegner genau analysiert. Playbooks erstellt. Zweimaliges Training pro Woche ist normal. Tolle Homepages werden mit News aktualisiert. Die Teams sind ausgeglichener geworden. Viele junge Talente wollen gar nicht in die Stadt auf das Grossfeld abwandern, weil auch das Kleinfeld sportliche Befriedigung liefert. usw. usw.
Somit ist auch klar, dass gegenwärtig nicht mehr nur die fehlenden Grosshallen der Grund für die Attraktivität des Kleinfeldes sind. Viele sagen sich: Lieber 1. Liga Kleinfeld als 2., oder 3. Liga Grossfeld.

Übrigens: Ich habe in Magglingen gelernt, dass für den Einzelnen das Spiel 3gegen3 am attraktivsten ist. Nicht umsonst spricht man auch bei "grösseren" Sportarten immer wieder vom Dreieck, es soll sogar magische Dreiecke gegeben haben. ;-)

Nun hat auch swiss unihockey dies erkannt. Nach der Umstrukturierung folgte der nächste richtige Schritt: 4 Teams pro Gruppe in die Playoffs. Einige gewichtige Persönlichkeiten bei swiss unihockey wollen das Kleinfeld weiter huldigen und den vielen ambitionierten Vereinen bald weitere Zückerli, in Form von Attraktivitäts-Steigerungen, bieten. Es tut sich auf jeden Fall was. Wir freuen uns!

Nächste Woche, Teil 4

 

 

29. August 2010; Sieg beim Bündner-Cup in Domat/Ems

Der perfekt organisierte Bündner-Cup (Herzlichen Dank an Hercli Christoffel, Daniel Fausch, Stefan Neuhaus, Monika Caduff, dem Bündnerischen Unihockeyverband, den Spielern vom UHC Blau-Gelb Cazis und weiteren Helfer/innen) fand dieses Jahr zum ersten mal in Domat/Ems statt. Auch zum ersten Mal spielten die Damen um den Bündner Kleinfeld-Meistertitel.

Am Morgen startete das Turnier auf drei Feldern. Angetreten sind sechs Herren-Teams, welche in zwei Gruppen eingeteilt wurden (Gruppe A: Blau-Gelb Cazis II, US Tumpriv/Donat, Ruinaulta Devils Valendas und Gruppe B: UHC Castle Stars Trin, Zizers United, Blau-Gelb Cazis I). Gespielt wurden jeweils 2x20 Minuten.

Spiele Cazis I, Vorrunde:
vs. Zizers 9:0. Cazis war in allen Belangen überlegen und liess den Herrschäftlern keine Chance. Yves Lutz feierte einen Shut Out, was die verstärkt angetretenen Zizers gar nicht freute. Zizers hat sich vom Meisterschaftsbetrieb zurückgezogen, trainiert aber mit viel Spass weiter. Für dieses Turnier wurde eine beachtliche Mannschaft auf die Beine gestellt. Zizers galt Jahrelang als Angstgegner der Blau-Gelben, ist diese Trauma nun verdrängt?

vs. Trin 11:2. Auch das starke 2. Liga-Team aus der Surselva wurde von Blau-Gelb an die Wand gespielt. Schon früh liessen die technisch versierten Trinser die Köpfe hängen und kassierten gegen die hoch motivierten Heinzenberger eine Klatsche. Trin wird nächstes Jahr sicherlich einen besseren Bündner-Cup spielen, in ihnen steckt ein riessiges Potential.

Halbfinale vs. Cazis II 12:1. Gegen den Titelverteidiger (Cazis II gewann gegen Cazis I im Penaltyschiessen vor einem Jahr) wollte sich das Fanionteam revanchieren. Dies gelang hervorragend. Cazis I schoss Tor um Tor und nur dank einem starken Romano Bruderer im Tor der zweiten Mannschaft, viel das Resultat nicht noch klarer aus. 12:1 hiess es am Ende. Cazis II erzielten den Ehrentreffer 30 Sekunden vor dem Ende. Natürlich wünscht das 1. Liga Team dem 4. Liga Team alles Gute in der bald startenden Saison!

Final vs. Zizers 11:2. Im Finale hiess der Gegner noch einmal Zizers United, die sich gegen Valendas im anderen Halbfinale durchgesetzt haben. Die Chance war da, dem langjährigen Angstgegner endgültig zu zeigen, wer die Nummer 1 im Kanton ist. Viele bittere Niederlagen hatte Zizers uns zugefügt. Heute aber war es der Tag der Heinzenberger. Zizers hatte nicht den Hauch einer Chance und wurde mit 11:2 geschlagen. Der Titel ging verdient an das klar beste Team an diesem Tag.

Fazit: Das zehnte Spiel ohne Niederlage nach Raiffeisen-Cup und Bündner-Cup. Und noch verrückter das Torverhältnis am Bündner-Cup: 43:5 in vier Spielen über je 40 Minuten. Schon beim Raiffeisen-Cup erhielten die Cazner sehr wenige Tore. Erfreulich auch, dass am heutigen Tag nur ein Spieler fehlte, das Coaching-Team konnte auf 12 gesunden Spieler und zwei Torhüter zurückgreifen. Es war teilweise eine Demonstration was Cazis bot, was auch viele gegnerische Spieler huldigten. Der Unterschied zu Heute vor einem Jahr ist gewaltig. Es wurde mit viel Freude kombiniert, jeder lief sich die Lunge aus dem Leib, wenige Fouls wurden begangen und auch die Konzentration liess trotz der klaren Spielstände nie wirklich nach.
Die Blau-Gelben werden weiter hart arbeiten um in 4 Wochen beim Saisonstart in Sursee in Top-Form zu sein. Nun gilt es die Blöcke zu fixieren. Dies ist aus einem Grund nicht sehr einfach: Momentan spielen weit mehr als nur neun Spieler auf sehr gutem Niveau. Der Konkurrenzkampf um die begehrten Stammplätze ist so hart wie nie zuvor. Dementsprechend sind auch die Trainings, es macht einfach nur sehr viel Spass und der sportliche Anreiz ist enorm. Weiter so!

Kader Bündner-Cup:
Lieni Liver, Cäspi Marugg, Claudio Nold, Patric Werthan, Rolf Hefti, Stefan Neuhaus, Björn Söderberg, Ueli Marugg, Dominik Hardegger, Hercli Christoffel, Ueli Marugg, Fabio Hefti, Yves Lutz, Lars Calörtscher, Mirco Schatz, Daniel Fausch. Abwesend: Michi Köppel

 

Spielbericht aus Zizers

Obwohl sich unser Team vom Meisterschaftsbetrieb abgemeldet hat, beschlossen wir, erneut am Bündner Cup teilzunehmen. Nachdem zuerst nur zögerlich Spieler zusagten, nahm unser Motivationsguru Ivan die Sache in die Hand und täglich, ja fast stündlich waren mehr Spieler dabei. Am Sonntagmorgen um 8 Uhr (oder etwas später) standen dann unglaubliche 11 Feldspieler und 2 Goalies bereit.

Vorrunde
In der Vorrunde spielten wir in der "starken" Gruppe gegen Trin und Cazis I. Im ersten Spiel gegen Trin erwischten wir einen schlechten Start und lagen schnell einmal mit 0:2 im Rückstand. Vor der Pause gelang uns aber immerhin noch der Anschlusstreffer zum 1:2. Gleich nach der Pause zeigten wir aber unser Sonntagsgesicht und skorten regelmässig bis zum 4:2. Und mit einer noch etwas besseren Chancenauswertung hätten wir den Sack früh zugemacht. Trin konnte in dieser Zeit kaum dagegen halten, einzig mit Einzelaktionen blieben sie gefährlich. Trin gelang dann doch noch der Anschlusstreffer zum 4:3, aber der Sieg von Zizers war auch in der Schlussphase niemals mehr in Gefahr. Und mit diesem Sieg stand die Halbfinalqualifikation bereits so gut wie fest. Im zweiten Spiel gings gegen Cazis. Ja, das Cazis, welchem wir früher als Underdog öfters ein Bein stellen konnten und sozusagen der Angstgegner waren. Seither hat sich aber viel verändert. Die Cazner zeigten modernes, schnelles, gepflegtes und präzises Kleinfeldunihockey und spielten uns an die Wand. Obwohl wir versuchten dagegen zu halten, hatten wir nichts zu melden und immer mal wieder fand Cazis die Lücke. Am Schluss stands 9:0 für Cazis, ausser einem Pfostenschuss hatte für Zizers nichts rausgeschaut.

Zizers: Elmer; Binder; Gamboni, Rechsteiner, Marques; Lenz, Lottenbach; Schnider, Meier; Grischott, Hartmann; Inauen, Clavadetscher.

Halbfinal
Im Halbfinal trafen wir auf den Gruppensieger der Gruppe 1, das uns eher unbekannte Valendas. Valendas entpuppte sich als athletisch starkes Team. Da vermochte unser Alt-Herren-Grüppchen läuferisch nicht mitzuhalten. Mit gutem Stellungsspiel und Übersicht hielten wir dagegen. Lange gelang keinem der beiden Teams ein Tor, bis Zizers den Torreigen dann doch noch mit dem 1:0 eröffnete und gleich auf 3:0 davon zog. Doch Valendas steckte nicht auf und wurde bis zur Pause noch mit zwei Toren belohnt. Zur Pause stand es daher nur 3:2 für Zizers, würden die Kräfte reichen? Sie reichten. Zizers konnte immer wieder vorlegen und Valendas immer wieder verkürzen, bis zum Stand von 6:4 für Zizers. Und dann wurde Valendas doch noch ausgespielt, Zizers gelangen noch drei schön herausgespielte Treffer zum Endstand von 9:4.

Zizers: Binder; Gamboni, Rechsteiner, Schnider; Lenz, Meier; Inauen, Clavadetscher; Grischott, Lottenbach,

Final
Im Final gings wie erwartet wieder gegen Cazis I, welche im zweiten Halbfinal Cazis II klar geschlagen hatten. Zizers, mittlerweile nur noch mit zwei Blöcken antretend, versuchte noch einen Tick defensiver zu spielen, in der Hoffnung, möglichst lange das Spiel ausgeglichen zu halten und Cazis dadurch nervös werden zu lassen. Das Spieldiktat wurde so vollständig Cazis überlassen. Cazis, im Wissen um die eigene Stärke, blieb aber souverän, und begann zu skoren. Beim Stand von 3:0 gelang Zizers dann aber endlich der erste Treffer und plötzlich fragte man sich, geht da evtl. beim Aussenseiter doch noch etwas? Cazis war aber um eine Antwort nicht verlegen und erhöhte bis zur Pause auf 5:1. Das Spiel war entschieden, Cazis klar zu stark. In der zweiten Halbzeit erhöhte Cazis regelmässig das Skore, Zizers gelang immerhin noch ein zweiter, sehenswerter Treffer zum Schlussresultat von 11:2.

Zizers: Elmer; Gamboni, Schnider, Rechsteiner; Meier, Lenz; Grischott, Inauen.

Fazit:
Am einmal mehr perfekt organisierten Bündner Cup mitzuspielen machte Freude. Obwohl der eine oder andere von uns mit der Motivation ein wenig Probleme über den langen Tag verteilt hatte, erreichten wir mit Rang 2 das maximal mögliche mit unseren Möglichkeiten und sind dem erreichten Resultat sehr zufrieden. Spielerisch und taktisch sah man sicherlich nicht das Beste von Zizers, da wollen wir nächstes Jahr wieder unsere Schoggiseite zeigen! Cazis I war klar das stärkste Team am Bündner Cup, Chapeau vor dieser Leistung und Gratulation zum Bündner Cup Sieg auch von unserer Seite! Die Unterschiede zu früher sind frappant, in einer solchen Verfassung darf man den Caznern einiges zutrauen in der Meisterschaft.

 

 

 

25. August 2010; Vorschau Saison 10/11
Teil 2 - Die Gegner

UHCevi Gossau: Das Mass aller Dinge. Die Zürcher Oberländer sind auch in der kommenden Saison der klare Favorit. Favorit auf was? Auf den Gruppensieg, Meistertitel und Cup-Sieg. Das breite Kader, die Ausgeglichenheit, die Taktik, die Physis, die Erfahrung,  alles spricht für Gossau und nichts gegen sie. Die einzige Gefahr: auch Gossau wird nicht jünger und wie gestillt ist ihr Hunger, nachdem sie den Titel letzte Saison geholt haben?  Cevi startete letzte Saison mit zwei Niederlagen aus den ersten 4 Spielen (Lengnau und Zürisee), hatte dann aber ihre Schwäche überwunden. Aus den restlichen 14 Partien gab es 13 klare Siege und ein Unentschieden.
Gossau ist für Cazis eine Nummer zu gross. Zwar hielt man jeweils 20 Minuten tapfer mit und gestaltete das Spiel ausgeglichen. Schalteten die Zürcher aber einen Gang höher, war ein Klassenunterschied unübersehbar.

White Horse Lengnau: Lengnau spielt ein sehr attraktives und gut organisiertes Unihockey. Sie haben kaum klare Schwächen und verfügen neben ihrem Top-Spieler Müller auch den besten Torhüter in der Gruppe 2. Lengnau konnte dank ihrer vorbildlichen Disziplin bis in den Playoff-Final vorstossen und scheiterte ganz knapp an Gossau. Die Lengnauer haben erkannt, zu was sie fähig sind und werden diese Saison wieder voll angreifen. Letztes Jahr sind sie nur ganz knapp in die Playoffs geruckt und Cazis wäre beinahe der Spielverderber gewesen. Wir konnten gegen die Aargauer ein 5:5 erspielen und hätten mit einem „unparteiischen“ Schiedsrichter gar gewonnen. Am Raiffeisen-Cup gewann Cazis gegen ein nicht in Topbesetzung antretende Aargauer mit 4:1. Dies gibt sicherlich Selbstvertrauen für die Bündner.

UHC JW Sursee 86: Welch emotionales Team, welch Teamgeist. Es war eine Freude zu sehen, wie die Luzerner gemeinsam auf dem Feld auftraten. Sie spielten sich oft in einen Rausch, liessen aber auch oft in wichtigen Moment stark nach. Sursee hat gezeigt, was mit einem idealen Saisonverlauf möglich ist. Eine Siegermentalität haben sie entwickeln und diese machte sie auch so unglaublich stark. Gegen Cazis legten sie zwei Mal eine furiose erste Halbzeit hin und schossen die Cazner regelrecht ab (0:6 und 2:6 nach jeweils 20 Minuten). In der zweiten Halbzeit liessen die Luzerner aber jeweils stark nach und Cazis holte stark auf (7:3 und 5:3). Zu Punkten reichte es aber nie. Sursee wird auch in der kommenden Saison um die Playoffs spielen. Punkte liegen gegen dieses Team sicherlich drin, allerdings benötigt es 40 starke Minuten und einen starken Torhüter in den eigenen Reihen. Ihre Weitschüsse sind ihre gefährlichste Waffe.

UHC Tigersharks Unterkulm: Dieses Team ist sehr abhängig von zwei, drei Spielern. Ihre Nummer 7 und 10 gehören zum Besten in dieser Liga, einige Spieler haben aber auch grosse Defizite. In der letzten Saison sind die Cazner sehr gut mit dieser Affiche zurechtgekommen und gewann beim Heimturnier verdient mit 10:5. Im Rückspiel in Unterkulm gab es ein Unentschieden. Angesichts dessen, dass Cazis nur 6 Feldspielern zur Verfügung standen, sicherlich eine grossartige Leistung. Auch im Halbfinale des Raiffeisen-Cups gewann Cazis verdient mit 5:2. Dort sind sie zwar ohne ihren Wunderspieler Heiniger angetreten und haben trotzdem die Gruppenphase überstanden. Unterkulm beendete die Saison auf dem guten fünften Rang. Ob es für die Top-Vier für die Aargauer reicht, hängt davon ab, wie stark sich ihre Top-Spieler entfalten können. Wir freuen uns aber auf das erste Saisonspiel gegen unseren „Lieblingsgegner“. ;-)

Ticino Unihockey: Mit viel Glück konnten sich die Tessiner in der 1. Liga halten. Erst in der letzten Runde holten sie gegen Sursee den unerwartet rettenden Punkt. Cazis verlor vor eigenem Publikum bitter und völlig unverdient mit 2:3. Die bitterste Niederlage in der letzten Saison, hatten die Blau-Gelben doch ein klares Chancenplus. Das zweite Spiel gestaltete sich auch nicht so einfach, konnte aber verdient gewonnen werden. Die Tessiner sind das Überraschungs-Ei in der Gruppe. Kommen sie mit 5 Spielern oder mit 10? Ist ihr Durchschnittsalter 40 oder 25? Irgendwie gehört Ticino in diese 1. Liga, auch wenn kommende Saison für sie sehr schwierig wird. Wir dürfen gleich in der ersten Runde in Sursee gegen die Tessiner spielen. Vielleicht haben sie sich auch aus dem 1. Liga-Grossfeldteam verstärkt. Wir sind gespannt auf die Auftritte der Tifosis.

LC Rapperswil-Jona: Gegen dieses Team erreichten die Cazner die grosse Wende. Im vierten Saisonspiel konnten die Cazner dank einem hart umkämpften 7:6-Sieg die ersten wichtigen Punkte holen. Auch das zweite Spiel war hart umkämpft und endete mit einem glücklichen 7:5 für Cazis. Rapperswil spielte in der letzten Saison unter ihren Möglichkeiten. Sie haben die Qualität, um einen Playoff-Platz zu spielen. Wir sind gespannt auf den Auftritt der St. Galler in der kommenden Saison. Man hat gehört, dass sich einiges geändert hat in diesem Team (z.B. neue Torhüter).

Nuglar United: Die Resultate aus der Vergangenheit sprechen für dieses Team. Sie haben die Gruppe mit Langenthal gewechselt. Nach guten Recherchen (und erstmaligem sehen und Duell am Raiffeisen-Cup) handelt es sich um ein junges, lauffreudiges Team, welches drei Mal pro Woche trainiert. Sie haben sehr guten Nachwuchs und gelten als Team der Zukunft. Wohl kaum ein Team macht mehr für den Erfolg als die Schwarzbuben aus dem Kanton Solothurn. Sie verfügen über einen unglaublichen ersten Block, wohl das Beste was es zur Zeit auf dem Kleinfeld zu sehen gibt. Wir sind gespannt auf Nuglar. Sie werden die Gruppe 2 sicherlich gross aufmischen und viel frischen (ungemütlichen) Wind hinein bringen.

UHC KTV Muotathal: Einer der Aufsteiger. Die Muotathaler setzten sich gegen Jump Dübendorf in der zweiten Liga durch.  Auch haben sie kürzlich den UHC Sursee klar und deutlich aus dem Cup geworfen. Ein Mal spielten ein paar Blau-Gelben gegen die Schwyzer: Am letztjährigen Sursee-Cup (welchen Muotathal auch gewann) gab es eine klare Niederlage. Die Innerschweizer werden viele Favoriten ärgern in dieser starken Gruppe und wohl nichts mit dem Abstieg zu tun haben.

UHC Eschenbach: Der zweite Aufsteiger setzte sich gegen bekannte Teams wie Wuppenau, Trin, Sulgen oder Romanshorn durch. Eine beachtliche Leistung. Auch im diesjährigen Cup haben sie brilliert und bereits Uznach und Heiden klar eliminiert. Die jungen Eschenbacher haben sich stetig verbessert und sollen ein breites Kader haben. Sie gelten als sehr emotional und lauffreudig. Allerdings könnte ihnen der Staat ein Schnippchen schlagen. Gleich mehrere Spieler werden zumindest im Trainingsbetrieb wegen der Rekrutenschule abwesend sein. Eine zu grosse Hypothek? Auf jeden Fall sind die Cazner gewarnt,denn einen so einfach Sieg wie im 1/128-Finale in der Saison 08/09 (16:6) wird es nicht mehr geben.

 

Nächste Woche, Teil 3 - Wie entwickelt(e) sich das Kleinfeld-Unihockey in der Schweiz

 

22. August 2010 - Raiffeisen-Cup in Zuchwil (SO), Sportzentrum

Fotos

Cazis GEWINNT DEN RAIFFEISEN-CUP 2010!!!
Nein, dies ist kein Witz! Cazis hat am bestbesetzten Kleinfeldturnier den Pokal geholt. Nach Siegen über die klaren Favoriten Berner Hurricanes und Lengnau, sowie zwei Unentschieden gegen Mümliswil und Kappelen, beendete Cazis die Gruppe auf Rang 1. Im Halbfinal wurde Lieblingsgegner Unterkulm 5:2 bezwungen. Im Final trafen die Blau-Gelben auf das unbekannte und sackstarke Nuglar United. Erst im Penaltyschiessen gewannen die Bündner das perfekt organisierte Turnier.

Gruppenphase:
Vs. Berner Hurricanes (6:2)

Die Überraschung. Gegen die klar favorisierten und mit sehr starkem Kader angetretenen Canes gab es einen unerwarteten Startsieg. Dass dieser gleich mit 6:2 ausfiel, ist damit zu erklären, dass Cazis den Sieg einfach mehr wollte. Dem Favoriten ein Bein stellen, das macht einfach immer Spass. Die Cazner spielten die Karten Schnelligkeit und Kaltblütigkeit im Abschluss aus und überzeugten mit einem vorbildlichen Defensivverhalten. Die Berner hatten zwar deutlich mehr Ballbesitz, aber wirklich gute Chancen konnten sich die Top-Cracks aus Bern nicht erarbeiten. Die Überraschung war perfekt, da halfen auch die zwei Tore von Brotschi (bekennender Blau-Gelb Cazis-Fan) den Hurricanes nichts.

Vs. White Horse Lengnau (4:1)

Playoff-Finalist bezwungen. Im zweiten Spiel wartete der Playoff-Finalist White Horse Lengnau auf die Blau-Gelben. Zwar gingen die Aargauer in Führung, doch je länger die Partie dauerte, desto stärker wurde Cazis. Vier Tore erzielten die sehr konzentriert aufspielenden Bündner, ohne nochmals eines kassieren zu müssen. Eine beachtliche Leistung gegen dieses starke Lengnau. Wieder zeigte Blau-Gelb mit Hilfe ihres Torhüters eine hervorragenden Defensiv-Leistung und liess die Lengnauer ein ums andermal erfolglos anrennen. Langsam merkten die Bündner, dass an diesem Tag etwas Besonderes drin liegen könnte...

Vs. Mümliswil Unihockey (2:2)

Ein Punkt reicht für 1/2-Finale. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte hiess der Gegner Mümliswil. Eine läuferisch und technisch sehr starke Truppe. Cazis konnte den einen Punkt verdient nach Hause holen und vorzeitig in den Halbfinal einziehen. Mümliswil spielte ein attraktives Unihockey und verfügt nebst starkem Kollektiv über einige herausragenden Einzelspieler. Wieder überzeugte die Blau-Gelbe Mauer um Torhüter Lars Calörtscher, so dass die Solothurner nur zwei Treffer erzielen konnten. Mit dem Wissen, dass ein Punkt zum Halbfinal reichen würde, riskierten die Bündner nicht mehr zu viel und sicherten sich den einen Punkt.

Vs. UHC Kappelen (3:3)
Kräfte sparen?. Nun ging es gegen einen altbekannten. UHC Kappelen hiess der Gegner. Im 1/8-Finale des Liga-Cups 08/09 verlor Cazis klar. Auch das Freundschaftsspiel im letzten Trainingslager ging verloren. Cazis wollte nun den Gruppensieg, jedoch war auch Kräfte sparen ein Thema, bei diesem strengen Turnier-Verlauf. Die Kappeler waren bereits ausgeschieden, wollten den Sieg aber unbedingt. Sie liefen sehr viel und machten mehr für das Spiel. Doch dies war der Cazner-Tag und so führten die Blau-Gelben eher unverdient mit 3:2. Etwa 10 Sekunden vor dem Ende erzielten die Berner mit einem Laser-Schuss den verdienten Ausgleich. Cazis sicherte sich somit den ersten Rang in der Gruppe und blieb weiterhin ungeschlagen!

Fazit Gruppenphase:
8 Tore kassiert in 4 Spielen (je 2x15 Minuten). Das ist ganz grosses Kino! Starke Defensive, starke Torhüter und die wenigen Chancen ausnützen, dies war der Schlüssel zum Erfolg. Noch nie zuvor spielten die Cazner so clever und waren derart kaltblütig. Auch war erfreulich, wie gepflegt das Spiel war und nur sehr wenige Fouls begangen wurde. Manch Schiedsrichter erkannte die Cazner nicht wieder, welche als eher hart-einsteigendes Team bekannt ist/war.

Halbfinal:
Vs. UHC Tigersharks Unterkulm (5:2)
Lieblingsgegner - ein gutes Omen? Cazis freut sich immer, wenn sie gegen Kulm spielen dürfen. Dieses Team liegt den Bündnern. Auch kam hinzu, dass der Spielplan den Aargauern fast keine Pause zugestanden hat. Sie mussten direkt nach dem letzten Gruppenspiel gegen uns antreten. Den Schwung nahmen sie mit und führten früh gegen Cazis. Doch jeder der Cazner spürte, dass dies unser Tag sien würde. In der zweiten Halbzeit spielte Cazis wieder gross auf und zerstörte die Finalträume der Tigersharks mit einem relativ klaren 5:2. Die Gegenwehr der Aargauer war nicht mehr so gross. Vielleicht waren sie zu müde von der harten Gruppenphase? Egal, Cazis stand im Final und dort wartete ein ganz spezielles Team...

Final:
Vs. UHC Nuglar United (4:4) Sieg im Penaltyschiessen nach je 8 Schützen (3:2-Sieg Cazis)
Gegen Nuglar! Nuglar?
Noch nie zuvor spielten die Bündner gegen die Schwarzbuben aus dem Solothurn. Viel gehört und gelesen hatte man über dieses Team, welches die Gegner auf dem Platz schwindlig laufen soll. Und tatsächlich, das junge Team (Durchschnittsalter etwa 20?) ist unglaublich stark. Ihr erster Block ist das Beste auf dem Kleinfeld, was ich bisher gesehen habe. Bewegung, Spielfreude, Technik, unglaublich was diese Jungs drauf haben. Könnte man ihnen etwas vorwerfen, wäre dies vielleicht die Chancenauswertung oder die körperliche Härte. Eines ist klar: Nuglar wird in den nächsten 10 Jahren viel, wenn nicht alles gewinnen, machen sie so weiter.
Doch an diesem Tag war Fortuna einfach Blau-Gelb! Die Bündner spielten sich im Verlaufe des Turniers in einen Rausch und wussten jederzeit: Wir gewinnen... So auch diesmal, wenn auch erst im Penaltyschiessen. Zuvor gab es ein 4:4, beide Teams hatten Chancen zum Sieg. Auffällig war, wie Björn Söderberg (alleine wohl so alt wie drei Nuglar-Spieler zusammen ;-) ) mit zwei Toren es den Jungen Solothurnern nochmals richtig zeigte.
Das Penaltyschiessen verwandelte sich in einen richtigen Krimi, wobei der Cazner Torhüter Lars Calörtscher und Hercli Christoffel (verwandelte beide Penaltys) zu den Helden avancierten. Es brauchte je acht Schützen, ehe das Leiden ein Ende nahm, zu Gunsten der Bündner!

Da war doch noch was. Genau, die Pokalübergabe: Der Pokal wurde an unser Geburtstagskind Rolf Hefti übergeben und von allen Caznern frenetisch bejubelt! Alles Gute zum Geburtstag, dies ist dein Pokal!!

weitere Fotos

 

Fazit: Cazis gewann den wohl drittwichtigsten Titel im Schweizer Kleinfeld-Unihockey (nach Meisterschaft und Cup). Es war ein von A-Z perfektes Turnier für den 1:500-Aussenseiter Cazis. Niemand hatte die Bündner auf der Rechnung. Wahnsinn: Eigentlich hätten die Cazner gar keine Einladung verdient, waren sie letzte Saison doch nur auf Rang 6 klassiert. Doch Langenthal und Seedorf verzichteten. Herzlichen Dank! ;-)
Es ist erstaunlich, wie sich die Bündner schlugen. Sie spielten mit viel Herz und - STOPP -sie spielten einfach Unihockey, ohne Druck, ohne Vorgabe und hatten viel Spass. Irgendwie wurde das Glück erzwungen und der Spruch, das Glück stehe dem Tüchtigen zu, passt hier sehr gut.
Auch erwähnen muss man, dass doch viele Cracks der Gegner an diesem Turnier fehlten. Unter anderen Reusser (Kappelen), Müller (Lengnau), Heiniger (Unterkulm) Uhlin (Hurricanes) oder einige Gossauer (u.a. Widmer oder Leimbacher).
Nun können sich die Blau-Gelben mit diesem Erfolg zwar nichts kaufen und doch hat es viel gebracht: Der Teamgeist wurde gestärkt, das Selbstvertrauen ist gestiegen, die Schiedsrichter haben gesehen, dass die Bündner nicht nur reinhauen können ;-) und der Respekt der Gegner dürfte auch ein bisschen gewachsen sein.
Die Heinzenberger müssen aber weiter sehr hart arbeiten. Es folgt eine intensive Zeit mit Bündner-Cup, Sursee-Cup, Trainingslager und Meisterschafts-Beginn. Wir freuen uns!!
Noch ein besonderes Dankeschön an den Organisator aus Oekingen (unseren Freunden aus dem Solothurn!). Bravo!

Aus der Page vom Organisator UHC Oekingen:
Erste Teilnahme - und erster Raiffeisen-Titel für Blau-Gelb Cazis
Das Team aus dem Bünderland konnte das bestbesetzte Kleinfeld-Vorbereitungsturnier für sich entscheiden. Im Endspiel gewann das Team mit der weitesten Anreise gegen den UHC Nuglar United erst im Penaltyschiessen.

Der Veranstalter gratuliert dem Gewinner und bedankt sich bei den Teams für ihre Teilnahme und wünscht allen einen guten Saisonauftakt.

Nach einem regelrechten Fehlstart (5:0 gegen Nuglar) und einer weiteren Niederlage (5:3) gegen Unterkulm steigerte sich der UHC Oekingen. Mit 2 Siegen (Sursee 7:2 und Gossau 5:2) konnte man sich noch mit dem Turnier versöhnen.

Rangliste:
1. Blau-Gelb Cazis
2. UHC Nuglar United
3. UHC Mümliswil
4. Tigersharks Unterkulm

Resultate:
Gruppe A
Sursee-Unterkulm 4:4
Oekingen-Nuglar 0:5
Gossau-Sursee 5:3
Unterkulm-Oekingen 5:3
Oekingen-Sursee 7:2
Unterkulm-Gossau 4:3
Nuglar-Sursee 2:5
Gossau-Oekingen 2:5
Unterkulm-Nuglar 2:4

Gruppe B
Canes-Mümliswil 7:2
Kappelen-Lengnau 3:5
Cazis-Canes 6:2
Mümliswil-Kappelen 3:2
Lengnau-Cazis 1:4
Kappelen-Canes 7:5
Mümliswil-Cazis 2:2
Lengnau-Canes 6:2
Cazis-Kappelen 3:3

Spielbericht Mümliswil, Auszüge: Unihockey Mümliswil - UHC Blau Gelb Cazis 2:2. Vom Bündner Vertreter Cazis hat man schon so einiges gehört und gelesen. Ein direktes Duell gegen diesen Kontrahenten gab es bisher aber noch nie. Da Cazis im Spiel zuvor die Berner Hurricanes regelrecht vorführte, war man gewarnt. Es gestaltete sich wiederum eine knappe und hart umkämpfte Partie. Die Bündner führten bis kurz vor Schluss mit 0:2 ehe die Mümliswiler im Powerplay und dank einem "Dusel"-Tor noch ausgleichen konnten. Auf Grund der Chancen und Spielanteile sicherlich ein verdienter, wenn auch vom Spielverlauf her eher glücklicher Punkt.
Torschützen: Boner M., Baschung

Gratulation ans gesamte Team zu dieser tollen Leistung. Es war die richtige Antwort auf die durchzogenen Leistungen in den vorhergegangenen Spielen gegen Lommiswil, Deitingen und Trimbach. Dieser dritte Schlussrang am best besetzten Kleinfeldturnier der Schweiz gibt nun sicherlich wieder Selbstvertrauen und ein besseres Bauchgefühl als auch schon.
Gratulieren möchten wir auch dem UHC Blau Gelb Cazis zum sicherlich verdienten Turniersieg!

Spielbericht Gossau, Auszüge: Die Abwesenheit von nicht weniger als sechs Leistungsträgern wog diesmal  zu schwer. Trotzdem letzten Platz muss sich Gossau keine ernsthaften Sorgen auf die kommende Meisterschaft machen. Auch mit dem «B-Team» war man oft nahe daran und die Junioren zeigten eine erfreuliche Leistung. Bereits  am Surseecup in zwei Wochen werden wieder einige der Abwesenden zurück sein und wir werden ein ganz anderes Gossau am Werk sehen.

Mit Nuglar hat man an diesem Turnier eine Mannschaft gesehen, die bereit ist für die Meisterschaft. Einziger Vorwurf, den man hier machen könnte, ist die Effizienz. Das mag auch der Grund sein, weshalb der Topfavorit «nur» zweiter geworden ist. Cazis, als Gruppensechster für ULA  - trainierten die Duathleten aus Langenthal an diesem Sonntag gerade ihre andere Disziplin? – nachgerückt hat den Sieg nicht gestohlen. Endlich konnten sie das Potential, das ihnen Experten schon lange zugestanden haben, einmal abrufen. Die elchverstärkten Steinböcke vom Heinzenberg marschierten ohne Niederlage durch das Turnier und konnten ihrem Rolf Hefti ein besonderes Geburtstagsgeschenk präsentieren (wie vor drei Jahren Mönchaltorf ihrem Benj Ambühl…). Mit Cazis ist zweifellos in der Saison 2010/11 zu rechnen, denn wurde nicht der Vorgänger von Cazis anschliessend Schweizermeister?

Zum Schluss sei hier dem Organisator vom UHC Oekingen für die alljährliche grosse Arbeit gedankt. Es kommt nicht von ungefähr, dass der Raiffeisen-Pokal als der Drittwichtigste in der Szene betrachtet wird und in den mittlerweile neun Austragungen nie ein wirklicher Aussenseiter gewann.

Spielbericht Nuglar, Auszüge:Trotz zwei Absenzen und einigen Juniorenspielern im Team setzt das Fanionteam des UHC Nuglar United am Raiffeisencup mit dem 2. Platz ein Ausrufezeichen! Nach einer souveränen Vorrunde konnte man sich im Halbfinal im Penaltyschiessen gegen Mümliswil durchsetzen. Im Finalspiel scheiterte man dann ganz knapp (nach 8 geschossenen Penalties) an Blau Gelb Cazis.

Mit 11 Feldspielern und 3 Torhütern reiste der UHC Nuglar United am 22.8. nach Zuchwil um gegen die besten Kleinfeldteams der Schweiz sein Können unter Beweis zu stellen und einen Anhaltspunkt für die kommende Saison zu haben (drei der vier Gruppengegner werden auch in der Meisterschaft direkte Konkurrenten um einen Playoffplatz sein.). Ausserdem wollte man es heuer besser als im letzten Jahr machen, als man sich im Halbfinal selber schlug (den Emotionen sei dank!) und Unterkulm das Tor zum Final öffnete. Das Ziel war von Anfang an in den Final vorzustossen und den Gegnern zu zeigen, an welchem Team in dieser Saison der Weg vorbei geht.

Finalspiel gegen Blau Gelb Cazis
Im Endspiel wartete auf uns mit Cazis eine bis anhin unbekannte Truppe. Klar war: Wer ins Final einziehen kann, kann sicher auch gut Unihockey spielen.
Es entwickelte sich von Anfang an ein ausgeglichenes Spiel. Nuglar überzeugte vor allem durch seine Ballsicherheit. Cazis durch seine Effizienz. Das Spiel blieb knapp bis kurz vor Schluss und wieder kam es, dass Nuglar den Torhüter durch einen vierten Feldspieler ersetzen musste um den Ausgleich zu erzwingen… und wieder reüssierten die Schwarzbuben!
Das anschliessende Penaltyschiessen wurde zur Geduldsprobe. Nach je 5 Penalties hatte Nuglar den Sieg zweimal auf der Schaufel, bis dann Cazis den achten Penalty verwandelte und Nuglar keine Antwort mehr darauf hatte.

Fazit:
Ein super Turnier endete damit, mit dem zweiten Platz. Trotz der knappen Niederlage im Final kann man zufrieden sein. Bereits in zwei Wochen, am Sursee-Cup, folgte ein weiteres Kräftemessen der „Top-Shots“ der Kleinfeldszene. Dann kann gegen weitere Gegner die Form bestätigt werden und dann wird auf jeden Fall die Rechnung mit Cazis beglichen!
Nuglar spielt sich warm für nächste Saison und wird bei Meisterschaftsstart und beim nächsten Cupspiel gegen Unterkulm bereit sein.

Herzlichen Dank an Oekingen für die tadellose Organisation und Durchführung des Raiffeisen-Cup!

Spielbericht Unterkulm, Auszüge: Nicht ganz vollzählig konnten die Sharks am RaiffeisenCup einige gute Spiele zeigen. Aber sogleich wurden auch noch einige defizite aufgedeckt! Wie immer, DAS perfekte Vorbereitungsturnier!
Tigersharks vs. Cazis 2:5 (Halbfinale)
Gegen unsern ersten Meisterschaftsgegener und späteren Turniersieger unterlagen wir ziemlich klar. Cazis wollte den Sieg eindeutig mehr und hat darum auch verdient gewonnen. Den Titel "Lieblingsgegner" versuchen wir dann in der Meisterschaft abzulegen...


 

17. August 2010; Vorschau Saison 10/11
Teil 1 - Das Kader

Bisherige Spieler:

  • Ueli Marugg: Unser Bully- und Backhand-König wird reifer und somit immer wichtiger. Er hat das Potential mit seiner oft untypischen Art, zum Angstgespenst aller Torhüter zu werden. Wichtig ist, dass er nicht solches Verletzungspech wie letzte Saison hat und die Hälfte der Meisterschaftsrunden verpasste.
  • Casper Marugg: Casper ist bereits sehr gut drauf und körperlich in Top-Form. Der passionierte Schwinger ist mit seiner Unbeschwertheit ein wichtiger Pfeiler im Gefüge der Blau-Gelben. Letzte Saison verpasste er wegen einer Australien-Reise, diese Saison greift er voll an.
  • Patrik Rageth: Der intelligente Patrik mit dem Potential zum Führungsspieler kann eine grosse Saison vor sich haben. Hat er sich unter Kontrolle und zeigt das Unihockey welches in ihm steckt, werden alle viel Spass an ihm haben, ausser den Gegnern.
  • Rolf Hefti: Das Cazner Urgestein und alljährlicher Top-Scorer der Blau-Gelben ist heiss auf die Saison. Er will den Erfolg mehr als alle anderen. Nur Siegen zählt. Rolf ist gut für 30 Tore in einer Saison, hat aber auch erkannt, dass nicht nur Tore schiessen zum Erfolg gehört.
  • Patric Werthan: Je älter desto besser? Werthi, unser ehemalige Eishockey-Profi  ist fit wie seit Jahren nicht mehr. Er läuft wie ein 20jähriger und motivierter denn je. „Ich will in die Playoffs“, sagt er und schwärmt von den Playoff-Fights aus Eishockey-Zeiten. Werthi ist ein Vorbild für alle Cazner in allen Belangen. Ein solcher Spieler wünscht sich jedes Team.
  • Daniel Fausch: Was soll ich da schreiben? Dani ist bewundernswert. Es ist unglaublich, wie er mit seinem Schicksal umgeht und nach vorne schaut. Er will nach seinem Kreuzbandriss das Team überall wo es geht unterstützen. Schon im ersten Hallentraining analysierte, motivierte, arbitrierte, diskutierte etc. er. Er kann uns zwar auf dem Spielfeld nicht viel helfen, wird aber als Unihockey-Experte (oder Freak?) den einen oder anderen Punkt für die Cazner nach Hause coachen! Auf dem Feld ist er unersetzlich, alle anderen Spieler müssen diese Lücke irgendwie schliessen. Dani wird der Mentor seines „Nachfolgers“ sein und prophezeit schon jetzt, dass er stärker denn je zurückkommen wird. Wir freuen uns!
  • Björn Söderberg: Ich denke, jedes SML-Team würde diesen Mann in seinen Reihen wünschen. Vielleicht nicht mehr auf dem Spielfeld, sicher aber an der Bande. Unser alter Schwede ist heiss auf die Saison. Er ist die perfekte Ergänzung zu Rolf Hefti, unserem Top-Scorer. Dieses Duo gehört zum Besten, was in der 1. Kleinfeld-Liga auf dem Feld herumspaziert. Der Spielertrainer Björn wird nochmals richtig angreifen und für den Erfolg als Spieler und Trainer des Teams alles geben.
  • Stefan Neuhaus: Über sich selber sollte man nicht schreiben. Aber den wichtigsten Impuls kann ich sicherlich als Trainer geben. Bereits das erste Hallentraining war eine tolle Sache. Ich freue mich einfach auf die kommende Saison mit dieser Truppe und hoffe auch als Spieler einige Akzente setzen zu können.
  • Hercli Christoffel: Unser Rechtsausleger könnte die Rolle von Daniel Fausch übernehmen. Es ist sehr erfreulich, wie er sich nach nur einer Saison in das Team integriert hat und ein Blau-Gelbes Herz hat. Seine grösste Waffe ist die hervorragende Stocktechnik. Besonders die Schusstechnik ist perfekt. Als einziger Rechtsausleger im Team ist er auch im Powerplay beinahe gesetzt.
  • Dominik Hardegger: Dominik machte eine gute erste Saison bei Cazis und hat sich hervorragend integriert. Er passt in die Truppe und ist wie Hercli sehr stolz, für Cazis zu spielen. Er hat sicherlich den härtesten Schuss im Team (185 km/h wurde mal gemessen). Seine Spielart ist auch für Zuschauer sehr attraktiv. Dodo wird einen Schritt vorwärts machen und seine gefährlichen Waffen noch besser einsetzen können.
  • Yves Lutz: Unser Goali quält sich momentan mit lästigen Leisten-Beschwerden herum. Wir hoffen, dass er so schnell wie möglich fit wird. Er ist ein typischer Match-Goali und ruft dort zuverlässig sein Potential ab. Wird er auch im Training einen Schritt vorwärts machen, kann er dem Team mit noch mehr seine oft spektakulären Big-Saves aus der Patsche helfen.
  • Mirco Schatz: Unser Coach bei den Spielen und Schiedsrichter in den Trainings gehört zu Blau-Gelb wie das i-Tüpfchen auf dem i. Das Team schätzt seine Anwesenheit extrem und kann von seinem Fachwissen viel profitieren. Zusammen mit Daniel Fausch wird er an der Bande eine noch suoveränere Rolle übernehmen, als Schiedsrichter kann man gar nicht besser werden…

Transfers:

  • Fabio Hefti: Er kommt von der 4. Liga in die erste Mannschaft. Er war die dominierende Figur letzte Saison und scorte regelmässig. Sein Schuss (er macht Dodo am ehesten Konkurrenz), die Führungsqualitäten, die Reichweite/Grösse und sein Torinstinkt machen jedes Team stärker. Fabio gehört vom Potential her zu den besten Caznern. Auch er kann der Nachfolger von Daniel Fausch werden. Ist Fabio voll dabei und hat er seine Emotionen unter Kontrolle, wird er eine grossartige Saison machen.
  • Michi Köppel: Der frischgebackene Vater ist von der sich aufgelösten Mannschaft Tigers Chur gekommen. Michi hat eine lange Unihockeyvergangenheit, spielte unter anderem für Torpedo Chur. Er trainiert fleissig mit und hat viel Spass im Team. Er will es nochmals wissen, sein Ehrgeiz hat ihn nach Cazis getrieben. Michi hat das Gefühl eines Knipsers und steht oft am richtigen Ort. Er braucht noch etwas Zeit und muss besonders an der Physis arbeiten. Findet er seine Top-Form, ist er für viele Tore und pfannenfertige Pässe gut.
  • Lieni Liver: Lieni ist wie Fabio aus der eigenen 4. Liga. Er gibt in jedem Training sein Bestes und kämpft wie ein Gladiator. Es wird sicher nicht einfach für ihn, da in dieser unglaublich starken 1. Liga viele Fähigkeiten und Fertigkeiten ausgeprägt sein müssen. Er ist für das Trainerduo mit seiner vorbildlichen Art ein sehr dankbarer Spieler. Er wird seine Chance erhalten. Lieni hat diese Saison noch eine 4. Liga-Lizenz und soll dort auch als Führungsspieler sich weiter verbessern.
  • Claudio Nold: Claudio trainierte erst ein Mal. Es ist noch zu früh, seine aktuelle Form zu beurteilen. Unbestritten ist sein Potential. Er war der Führungsspieler in Flims. Er hat eine geniale Technik, gilt als Bully-König und hat den nötigen Torriecher. Es wird sich zeigen, wie er sich bei den Caznern zurecht findet. Fühlt er sich bei uns wohl und ruft sein bestmögliches Unihockey ab, ist er ein absoluter Top-Transfer.
  • Lars Calörtscher: Cazis hat mit Lars einen dicken Fisch an Land gezogen. Der furchtlose Torhüter aus Valendas ist die perfekte Ergänzung zu Yves. Sie werden sich gegenseitig zu Höchstleistungen treiben. Lars überzeugte bisher vor allem in den Trainings, nun muss er dies auch in den Spielen zeigen. Er wird sich dank der vielen schlitzohrigen Spielern weiter verbessern. Bewundernswert ist seine Zähigkeit. Er bleibt auch 15 Drittel im Tor wenn es sein muss, ohne zu jammern.
  • Bruno Koch: Das Emser Urgestein hat seinen Rücktritt vom Unihockey erklärt. Cazis hat die Chance gepackt und die Lizenz nach Cazis geholt. Er geht keine Verpflichtungen ein und will voraussichtlich auch nicht im Trainingsbetrieb erscheinen. Sollten aber an einem Meisterschafts-Sonntag akuter Spielermangel herrschen, könnte Bruno einspringen. Ist er dabei, wird es für die Gegner sehr unangenehm. Er ist der perfekte Kleinfeldspieler und würde in einer Saison um die Top-Scorer-Krone spielen.

nächste Woche Teil 2: Die Gegner

 

 

04.07.2010 in Sulgen, Cup-Spiel 1/64-Finals
White Sharks Sulgen (2. Liga) vs. Blau-Gelb Cazis (1. Liga); 13:10 (6:4/3:1/4:5)
Sulgen (TG), Auholzsaal, Zuschauer: 40

 

Frühes Cup-Aus in Sulgen - und unglaubliches Pech

Das Cup-Abenteuer ist für das 1. Liga-Team aus Cazis bereits im 1/64-Finale zu Ende. Gegen ein, wie in der Vorschau prognostiziert hungriges Sulgen, fanden die Bündner heute kein Mittel. Zu hoch wogen die Absenzen einiger Teamstützen. Auch die verletzungsbedingten Ausfälle im Spiel von Daniel Fausch (zweites Drittel) und Rolf Hefti (Schlussdrittel) konnten das schmale Cazner-Team nicht kompensieren. Daniel Fausch soll nach einer ersten Diagnose im Spital schlimme Knie-Verletzungen davongetragen haben (Kapsel, Meniskus, Aussenband, eventuell Kreuzband). Der Cazner Captain und vielleicht wichtigste Spieler im Kader der Blau-Gelben wird im schlimmsten Fall die ganze Saison ausfallen. Aber warten wir hoffnungsvoll das MRI ab. Diese Nachricht stellt auch das Resultat des Cup-Spiels völlig in den Schatten und der Schmerz nach dem Ausfall des Cazner Urgesteins ist ungemein grösser. Nicht ganz so schlimm soll es beim langjährigen Cazner Topscorer Rolf Hefti sein. Die Stelle am operierten Fuss schmerzt zwar, aber eine schlimmere Verletzung sollte er nicht davongetragen haben. Beiden auf jeden Fall gute Besserung, wir brauchen euch!!

1. Drittel: Bereits nach sechs Spielminuten stand es 4:0 für die Cazner. Sie waren bereit und das Toreschiessen wurde den Bündnern sehr einfach gemacht. Die Cazner überzeugten und nahmen das Spieldiktat klar in die Hand. Doch wer dachte, es würde nun so weitergehen, täuschte sich. Zwar hielten die Blaugelben dieses Resultat bis zur 8. Spielminute, doch spätestens dann erwachten die Sulgner. Plötzlich waren die Bündner nervös und kassierten sogar einen Shorthander. Die Thurgauer zogen mit einigen schönen Toren in den letzten Minuten des ersten Drittels gegen sehr schwache Cazner auf 6:4 davon. Unglaublich, wie leichtsinnig die Cazner ein 4:0 preisgaben.

2. Drittel: Dieses Drittel ist kurz erzählt. Sulgen dirigierte das Spiel und zerstörte jegliche Bemühungen der Bündner mit frühen Fouls. Die Sharks machte kleine Fouls im Minutentakt. Der Schiedsrichter pfiff zwar immer einen Freistoss, aber eine längst fällige Teamstrafe wurde nie ausgesprochen. In dieser Phase verlor das Spiel den Fluss und es wurde immer aggressiver. Der Schiedsrichter verpasste es, klare Zeichen zu setzen. Cazis liess sich auf diese sehr aggressive Spielweise ein und machte damit den Sulgner einen Gefallen. Die pyhisisch überlegenen Sulgner kauften den Blaugelben den Schneid ab und gewannen dieses Dritttel mit 3:1. Der Sulgner Torhüter hätte beruhigt eine Tasse Kaffee trinken können, so harmlos waren die Cazner. In diesem Drittel verletzte sich der Cazner Captain schwer. Bedenklich war, dass die Sulgner trotz dem am vor Schmerzen auf dem Boden liegenden Daniel Fausch weiterspielen wollten. Sie reklamierten heftig beim Schiedsrichter nach dessen Unterbruch. Fairplay sieht definitiv anders aus... Diese Szene zeigte aber, wie fokussiert und willig die Thurgauer heute waren.

3. Drittel: Nun hagelte es Strafen. Fast das ganze Drittel wurde in Über- und Unterzahl gespielt. Es war ein schreckliches Spiel in diesem Drittel und die Hitze im Auholzsaal zu Sulgen liess das schmale Bündner Kader keine richtige Reaktion mehr zu. Auch Rolf Hefti verletzte sich am Fuss und viel für die letzten 10 Minuten aus. Es gab einige Powerplay-Tore zu sehen. Und beinahe kamen die Heinzenberger nochmals zurück. Dieses Drittel gewannen die Bündner auch mit 5:4. Doch nach dem Pech mit den gewichtigen Ausfällen kam noch mehr Pech dazu. Der Pfosten stand gleich einige Male im Weg zum Cazner Glück. Die weissen Haie mussten aber trotz dieser Chancen nie mehr wirklich um den Sig bangen.

Sulgen gewann verdient. Das breitere Kader, der grössere Wille und die harte Spielweise, gepaart mit einer beeindruckenden Physis der Sulgner, war zu viel für die Bündner.

Fazit: Sulgen wollte den Sieg heute mehr. Sie waren gut vorbereitet und haben die Bündner regelrecht niedergekämpft. Erstaunlich war auch, wie die Thurgauer physisch klar überlegen waren. Besonders bei drei gegen drei Feldspielern waren die Bündner bedenklich harmlos. Es ist auch klar, dass Cazis solche Ausfälle (Björn Söderberg, Rolf Hefti, Daniel Fausch, Patric Werthan) nicht einfach kompensieren kann. Es wird Zeit, dass alle Spieler in allen Belangen einen grossen Schritt nach vorne machen.
Es gab aber auch einige Lichtblicke im Cazner-Team. So zeigte Yves Lutz im Tor eine starke Leistung nach seiner Verletzung. Auch blieben gerade die Jungen in dieser hitzigen Partie erstaunlich ruhig und zeigten viel Charakter. Auch der Auftritt von Lieni Liver im Dress der 1. Ligisten sorgte für einige Unruhen beim Gegner. Momentan sind die Bündner einfach noch zu abhängig von einzelnen Spielern, besonders im Tore schiessen zeigen zu viele Stammkräfte sehr grosse Defizite.
Nach diesem Cup-Aus wird die Saisonplanung nochmals überarbeitet. Beim Verbleib im Cup wäre bereits in einem Monat das nächste Spiel angestanden. Es haben einige Teams in der letzten Saison gezeigt, dass ein frühes Cup-Aus auch Vorteile bringen kann (Lengnau 1/16, Nuglar 1/64, Berner Hurricanes 1/64), welche alle in die Playoffs kamen. Nicht, dass die Cazner das Ziel "Playoffs" haben, aber eine schöpferische Pause kann vielleicht Wunder wirken und macht das Team hungriger. Der abwesende Björn Söderberg schrieb nach dem Spiel aus Schweden: "Es geht weiter, vergessen und vorwärts schauen!"

 

Zum Nachdenken: Die Cazner möchten es nicht unterlassen, auf das komische Cup-System aufmerksam zu machen. Es ist schade, wenn bereits im 1/64-Finale zwei (auf dem Papier) solch starke Teams sich eliminieren müssen, besonders wenn das eine Team dafür rund zwei Stunden mit dem Auto unterwegs ist. So spielten heute um 15:00 die Sulgner gegen Cazis und um 14:00 Tumpriv/Donat in Rorschach. Ticino Bellinzona hat noch immer ein Freilos und wird in der nächsten Runde auf ein unterklassiges Tessiner-Team treffen. Die Regionen müssen vom Verband neu überprüft und das Cup-System verfeinert werden. So kommt aus unserer "Gruppe" eines dieser Teams in die 1/16-Finals (2. Ligisten: Romanshorn, Heiden, Sulgen, Uznach (Absteiger aus 1. Liga). 1. Ligisten: Cazis, Eschenbach). In anderen "Gruppen" hat es nur ein 1. Ligist, welcher vielleicht ein 2. Ligist, sonst nur 3. und 4. Ligisten eliminiern muss (zum Beispiel LC Rapperswil Jona, UHCevi Gossau oder Ticino Bellinzona). Begründet wird das mit den Regionen und dem Los-Glück. Wenn aber Cazis nach Sulgen reisen muss, wären die Cazner in der gleichen Zeit zum Beispiel in Chiasso, Baden oder Altdorf. Vor allem wollten die Bünder freiwillig im Tessin im Cup antreten. Ein Setz-System sollte eigentlich kein Problem und eine Schweizer-Karte zu analysieren dürfte auch nicht so schwierig sein. Möglichkeit Region: z.B. Graubünden ohne italienischsprachigen Teil bis Widnau und Rapperwil. Oder die Regionen werden bis zum 1/16-Finale verkleinert. Gute Ideen gäbe es aus dem schweizerischen Fussballverband... Frustrierend ist auch immer, dass sich in jedem Cup-Jahr sehr früh zwei der besten Teams eliminieren müssen: Unihockey Langenthal-Aarwangen und Berner Hurricanes. Eine Setzliste wie in der SML würde Abhilfe verschaffen.
Nun aber genug gejammert. Natürlich muss man auch ein Sulgen schlagen, wenn man weit im Cup kommen will. Schöner wären solche Duelle einfach etwas später im Cup-Verlauf...

 

Aufstellung
Torhüter: Lars Calörtscher (1. Drittel), Yves Lutz (2. und 3. Drittel)

  1. Block: Stefan Neuhaus, Ueli Marugg, Patrik Rageth
  2. Block: Daniel Fausch, Rolf Hefti, Dominik Hardegger
  3. Block: Hercli Christoffel, Cäspi Marugg, Lieni Liver

Coaching-Staff: Mirco Schatz
Abwesend: Björn Söderberg, Patric Werthan, Michi Köppel, Fabio Hefti, Chasper Huwiler
Bemerkungen 1: Daniel Fausch im zweiten Drittel verletzt ausgeschieden. Rolf Hefti im letzten Drittel verletzt ausgeschieden
Bemerkungen 2: erster Auftritt im 1. Liga-Team in einem Ernstkampf: Lars Calörtscher, Lieni Liver (4. Liga)

Vorschau auf das Spiel:
Am kommenden Sonntag, 15:00 bitten die White Sharks in Sulgen zu einem weiteren Cup-Duell. Bereits zum dritten Mal traten diese beiden Teams gegeneinander im Liga-Cup an. Je ein Sieg gibt es zu verbuchen: Am 19. August 2007 konnten sich die Sharks klar mit 17:10 in Schiers durchsetzen.  Cazis war damals frisch in die 2. Liga aufgestiegen und Sulgen gehörte zu den besten Kleinfeld-Teams in der 1. Liga. Nur ein Jahr später, am 5. Juli 2008 in Felsberg waren die Bündner das glücklichere Team. 13:12 endete eine sehr dramatische Partie. Rolf Hefti erzielte kurz vor dem Ende den Siegestreffer und dies in das vom Torhüter verlassene Tor der Sharks (obwohl es 12:12 stand!). Gross war der Jubel der Cazner. In diesem Jahr stiessen die Blaugelben bis in das 1/8-Finale vor, ehe sie an Kappelen scheiterten.
Die Saison 2008/2009 endete mit dem Aufstieg von Cazis in die 1. Liga und Sulgen war ein Opfer der Liga-Umstrukturierung und stieg unerwartet in die 2. Liga ab. Vergangene Saison konnten sich die Bündner relativ sicher in der 1. Liga halten. Sulgen fehlte ein Punkt zum direkten Wiederaufstieg.
Nun kommt es also zur dritten Affiche zwischen diesen Teams. Sulgen gehört von den Spielern her klar in die 1. Liga. Sie weisen eine enorme Erfahrung (besonders in den Jahren 2000-2005, z.B. zwei Mal Cup-Sieger!) aus und kennen somit alle Tricks, um zum Erfolg zu kommen. In den letzten Jahren hatten sie viel Pech, sind ganz knapp in die zweite Liga abgestiegen und ganz knapp nicht wieder aufgestiegen. Dieses Team will in der kommenden Saison nochmals richtig angreifen und gerade im Liga-Cup haben die Thurgauer die Chance, auf sich aufmerksam zu machen.
Cazis will natürlich zeigen, was sie im letzen Jahr in der 1. Liga alles gelernt haben. Sie können aber nicht in Bestbesetzung antreten, weilen doch mehrere Spieler im Urlaub. Auch ist es immer schwierig in dieser Zeit des Jahres, ein gepflegtes Unihockey zu präsentieren. Eigentlich wäre ja Sommertraining angesagt und es tut mal gut, denn Stock für einige Wochen wegzulegen. Aber dies ist ja für beide Teams das gleiche.
Die Cazner sind auf jeden Fall gewarnt und haben den grössten Respekt vor den weissen Haien. Alle Anwesenden freuen sich auf diese grosse Herausforderung, auch wenn man lieber gegen diesen starken Gegner etwas später im Cup-Verlauf gespielt hätte…

 

 

 

Spielberichte Saison 2009/2010

14.03.2010 in Zumikon ZH (Farlifang), Meisterschaft Runde 9 (letzte Runde)

3:7 (3:3 ; 0:4) vs. IBK Tar Heels Uznach; 4:12 (2:3 ; 2:9) vs. UH Cevi Gossau
Gegen Uznach circa 20 Zuschauer, gegen Gossau circa 40 Zuschauer

Flasche leer
Die Luft bei den Caznern war an der letzten Runde draussen. Gegen Uznach liess man jeglichen Kampfgeist und Siegeswillen vermissen und verlor nach einer schwachen zweiten Halbzeit verdient mit 3:7. Der unangefochtenen Tabellen-Leader aus Gossau konnte nur eine Halbzeit lang geärgert werden. Nach einer 2:0-Führung und 2:3-Pausenstand, führten die Zürcher die Bündner vor und schossen Treffer um Treffer. 4:12 wurde Cazis gebodigt, die höchste Saisonniederlage war Tatsache.

vs. IBK Tar Heels Uznach
Gegen die bekannten Gesichter aus Uznach wollten die Blau-Gelben einen weiteren Sieg landen. Angesichts dessen, dass die St. Galler eine schwache Saison hatten und auf dem letzten Tabellenrang platziert waren. Doch die Bündner fanden nie ins Spiel, liefen vielleicht auf 50% und liessen den mit dem Strick am Hals angetretenen Uznern viel zu viel Raum. In der ersten Halbzeit konnten die Bündner das Spiel resultatemässig noch ausgeglichen gestalten. Rolf Hefti, Björn Söderberg und Stefan Neuhaus konnten den erneut starken Uzner Torhüter bezwingen. In der zweiten Halbzeit klappte dann gar nichts mehr. Eher Cazis spielte wie ein Absteiger. Ja, zum Glück war die letzte Runde für die Bündner ohne Bedeutung... Die Tar Heels konnten in diesem friedlichen Spiel noch vier Tore drauflegen, die Bündner deren null. Das interessante an der Geschichte ist, dass die Uzner mit diesem Sieg den sichergeglaubten Abstieg vielleicht vermeiden können, haben sie doch auch Zürisee besiegt. Zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht klar, was Ticino und Rapperswil (eines der beiden Teams müsste zwei Mal verlieren) gemacht haben. Sicher abgestiegen ist Zürisee.

vs. UH Cevi Gossau
Zum Abschluss der Saison stand noch der unangefochtene Tabellen-Leader UHCevi Gossau gegenüber. Im Hinspiel konnten die Bündner gut 30 Minuten mit drei Blöcken mithalten. Heute nur deren 20 Minuten mit zwei Blöcken. Nach einem vielversprechenden Auftakt und einer 2:0-Führung (Björn Söderberg und Dominik Hardegger reüssierten mit Weitschüssen) kamen die Gossauer besser ins Spiel. Sie drehten den Rückstand noch in der ersten Halbzeit in ein 2:3. Den Blau-Gelben ging dann mit nur sieben Feldspielern die Luft aus. Gegen das breitere Kader und die Klasse der Zürcher hatten die Bündner keinen Stich in der zweiten Halbzeit. Ein ums andere Mal liessen die wieselflinken Cevianer die Bündner alt aussehen. Eine brutale 4:12-Klatsche (Björn Söderberg und Patrik Rageth trafen zur Resultatkosmetik) gab es für die Cazner zum Saisonabschluss. Gratulation an Gossau für das souveräne Erreichen des ersten Platzes!

Fazit:
Wie bereits mehrmals erwähnt, muss über die gesamte Saison gesehen, ein positives Fazit gezogen werden. Vielleicht ist die schlechte letzte Runde genau das Richtige, damit alle sich wieder etwas hintersinnen und top-motiviert die neuen Aufgaben angehen. Es fehlt halt doch noch einiges mehr als gedacht auf die besten Teams. Obwohl alle eigentlich sehr motiviert waren, klappte Heute nicht viel. Vielleicht war die Selbstzufriedenheit nach den letzten Erfolgen etwas zu gross und die Luft draussen (Flasche leer würde Trapattoni sagen). Auch die kurzfristigen Absagen wegen Magendarmgrippe von Ueli Marugg und Patric Werthan liessen wichtige Aspekte im Cazner-Spiel vermissen. Für die Statistiker: Leider konnten an der letzten Runde auch die beiden gesteckten Ziele nicht umgesetzt werden. Das Torverhältnis wird mit einem "Minus" beendet (-9). Und die Serie der Ungeschlagenheit (7 Spiele) ging abrupt zu Ende.

Aussicht:
Jetzt ist aber erst mal eine kurze Pause angesagt, ehe etwas "gekügelet" wird und dann die (hoffentlich Mehrzahl) Cup-Spiele im Fokus stehen. Auch an der Transferfront könnten einige gewichtige Zuzüge im Sommer getätigt werden. Es gibt mehrere Bündner-Teams, welche sich aus diversen Gründen zurückziehen. Auch aus der 4. Liga gibt es hoffnungsvolle Kandidaten. Abgänge sollte es erfreulicherweise keine zu verzeichnen geben, sicherlich auch ein Zeichen, dass bei Cazis vieles richtig gemacht wurde. Viele Cazner redeten bereits heute in der Umkleidekabine nach dem letzten Spiel von der nächsten Saison! Es wird die schwierige Saison der Bestätigung sein.

 

Aufstellung
Torhüter: Markus Petrovic und Yves Lutz

  1. Block: Björn Söderberg, Daniel Fausch, Rolf Hefti
  2. Block: Stefan Neuhaus, Hercli Christoffel, Dominik Hardegger, Patrik Rageth

Coaching-Staff: Mirco Schatz, Chasper Huwiler (Filmer)
Abwesend: Patric Werthan (krank), Ueli Marugg (krank), Joos Baumann (beruflich), Casper Marugg (4. Liga), Patric Sutter, Ronny Camenisch

 

12.03.2010; Der letzte Tanz der Cazner in der Saison 09/10
Noch zwei Spiele stehen aus, ehe die Cazner die Saison beenden werden. Schon jetzt, vor den letzten zwei Spielen mit spannenden Vorzeichen, kann ein erfolgreiches Fazit gezogen werden. Das Saisonziel "Ligaerhalt" wurde früh erreicht und an der letzten Runde könnten die Blau-Gelben gar noch in die Top-5 vorstossen. Rang 6 ist sicher. Erwähnenswert ist auch, dass Cazis zu den vier Teams gehört, welche ein positives Torverhältnis haben (+3). Ein Ziel an der letzten Runde wird sein, dieses "+" zu behalten. Zudem wird man die Spiele nochmals so richtig geniessen. Die Blau-Gelben fühlen sich wohl in dieser Liga und wollen ihre seit sieben Spielen anhaltende Ungeschlagenheit ausbauen.

Im ersten Spiel heisst der Gegner IBK Tar Heels Uznach. Die St. Galler hatten diese Saison unglaubliches Pech und stehen deshalb auf dem letzten Platz in der Tabelle. Sie spielten drei Mal Unentschieden und verloren fünf Partien mit einem Tor unterschied. Zudem haben sie ihren Top-Scorer wegen eines Kreuzbandrisses verloren. Der Abstieg ist nur noch theoretisch zu verhindert. Es wird das vierte Aufeinandertreffen dieser Teams sein, drei Mal gewann Uznach, das letzte Spiel die Bündner mit 9:3. Dort fand man in der zweiten Halbzeit endlich den Schlüssel zum Erfolg. Besonders ihr Torhüter "die Katze" gilt es wieder zu bezwingen, war er doch besonders im Cup-Spiel der Held beim Ausscheiden der Bündner im 1/16-Finale...

Zuerst also der Tabellenletzte, dann folgt der Leader. Der UHCevi Gossau, unangefochten an der Tabellenspitze, wird sich gegen die Bündner auf die Playoffs einstimmen wollen. Im ersten Spiel verloren die Bündner nach tollen 30 Minuten letztendlich deutlich und verdient mit 10:4. Zu clever waren die Zürcher, zu überraschend ihre Tricks. Es wird sehr schwierig für die Cazner, dennoch freuen sich alle Bündner enorm auf dieses Spiel. Alle sind heiss und es wurde sehr gut trainiert. Björn Söderberg bringt den Ehrgeiz der Bündner auf den Punkt: "Ich will nicht nochmals so vorgeführt werden wie im ersten Spiel!" Einfach toll eine solche Truppe zu haben, angesichts dessen, dass man sich nach erreichen des Saisonziels auf den Lorbeeren ausruhen könnte. Nicht so die Cazner, nicht gegen Gossau!
Eine Serie wird sicherlich zu Ende gehen (ausser man trennt sich Untentschieden). Entweder diejenigen der Bündner: seit sieben Spielen ungeschlagen. Oder diejenige der Zürcher Oberländer: Seit 13!!! Spielen unbezwungen (Liga-Cup ausgenommen). Es wird ein ganz heisser letzter Tanz im zürcherischen Zumikon.


Spielbericht aus Gossau

Blau-Gelb Cazis - UHCevi Gossau  4:12 (2:3, 2:9)
Farlifang Zumikon / 35 Zuschauer / SR: Hager

Tore: 4. Cazis 1:0. 5. Cazis 2:0. 13. Bücheler (Baumgartner) 2:1. 15. Ruchti (d’Hooghe) 2:2. 20. B. Widmer (Keller) 2:3;
24. Bücheler 2:4, 26. Bücheler (Baumgartner) 2:5, 28. Cazis 3:5, 28. d’Hooghe (Leimbacher) 3:6, 33. Keller (Bücheler) 3:7 (PP), 35. Bücheler (Baumgartner) 3:8, 37. Cazis 4:8, 38. Künzler (Bücheler) 4:9, 39. L. Widmer (Bücheler) 4:10 (PP), 39. d’Hooghe (Leimbacher) 4:11, 40. Bücheler (Baumgartner) 4:12.

Strafen: Cazis 2 mal 2 Minuten

Gossau: Meier; Bücheler, Künzler, Baumgartner; Luchsinger, B. Widmer, Keller, , Leimbacher, Ruchti, d'Hooghe, L. Widmer

Bemerkungen: Heusser, Vollenweider nicht eingesetzt. Ambühl abwesend

Der Liganeuling Cazis hat sich in der obersten Kleinfeldliga gut zurecht gefunden und der Wiederabstieg war schon bald kein Thema mehr. Ganz im Gegenteil die Steinböcke konnten immer wieder renommierte Tetams ärgern und Punkte entführen. Im letzten Spiel jedoch konnte passieren was wollte, Cazis und Gossau hatten ihre Position in der Tabelle bereits fixiert. So erstaunte es nicht, dass im Hinblick auf die Playoffs bei Gossau eifrig experimentiert wurde.

Cazis erwischte einen exzellenten Start und führte nach 5 Minuten 2:0. Wer nun gedacht hätte, dass dadurch die Oberländer nervös würden, sah sich getäuscht. Diese bleiben ganz cool, spielten ihr Spiel weiter und nach 13 Minuten klingelte es zum ersten Mal im Kasten der Bündner, nachdem Bücheler getroffen hatte. Zwei Minuten später glich Rici aus und kurz vor der Sirene stellte Basil Widmer mit dem Führungstreffer die Ordnung wieder her.

Die zweite Halbzeit war dann aber die Halbzeit von James Bücheler. Zusammen mit seinen Blockkollegen Baumgartner und Künzler sorgte er dafür, dass sich der geneigte Zuschauer nicht an einem Unihockeyspiel, sondern am eidgenössischen Schützenfest wähnte! In regelmässigen Abständen liessen sie die Kugel im Gehäuse der Domleschger zappeln, am Schluss gar war dann bald jeder Schuss ein Treffer. Falls der Schlussmann der Bündner am Ende ein Dolo-Stop gegen Rückenschmerzen eingenommen haben sollte, hätte man Verständnis dafür gehabt.

Erfreulich festzustellen gilt es, dass Gossau für die Playoffs bereit ist. Die «Explosion» von James Bücheler mit 5 Toren und 3 Assists ist ein Indiz dafür, dass die Playoff-Form gerade rechtzeitig kommt. Auch die zahlreichen erfolgreichen in hohem Tempo vorgetragenen Kombinationen, auf die man anfangs Saison vergeblich gewartet hat machen Mut. Halbfinalgegner ist Nuglar. Es wird nicht einfach sein, aber die Zuversicht ist da, dass es gegen Nuglar noch nicht zu Ende sein wird!


27.02.2010 in Lengnau AG (MZH Rietwiese), Meisterschaft Runde 8


3:3 (2:3 ; 1:0) vs. UHC T. S. Unterkulm; 6:4 (1:2 ; 5:2) vs. Ticino Unihockey II
je circa 10 Zuschauer

Kleines Kader mit ganz grossem Herz
Mit nur 6 Feldspielern sind die Cazner nach Lengnau gereist. Weil die Blau-Gelben wieder um 9:00 antreten mussten, reisten fünf Feldspieler und ein Torhüter bereits am Samstagabend an und vergnügten sich mit Olympia-Curling, Pokern oder Ausgang in Baden. Alles natürlich mit dem Wissen, dass am Sonntag früh zwei ganz schwere Spiele auf dem Programm stehen werden. Schwer, weil gleich drei gewichtige Abgänge zu beklagen waren: Björn Söderberg hatte Verpflichtungen bei der Familie, Patrik Rageth haute es mit einer Grippe um und bei Ueli Marugg zwickte es im Rücken. Hinzu kam, dass wegen Militär-WK's die Vorbereitung mit schmalem Kader verlief.

Wir sagten uns, der Ligaerhalt sei geschafft und somit das Saisonziel bereits erreicht ist. Zumindest wollten wir mit wehenden Fahnen untergehen und uns so teuer wie möglich verkaufen. Insgeheim erhofften wir uns einen Sieg gegen ebenfalls dezimierte Tessiner.

Nun, es kam sehr gut heraus. Die Cazner holten sich drei grossartige Punkte und spielten mit ganz grossem Kämpferherz. Zuerst wurden die Punkte mit den Tigersharks aus Unterkulm nach einem 3:3 geteilt und dann glückte sogar die Revanche gegen Ticino. Nach einem 2:4 Rückstand kehrten die Bündner mit den letzten Kräften das Spiel und siegten mit 6:4.

vs. UHC T.S. Unterkulm
Einigen Caznern wurde es ganz mulmig, als die in blau spielenden Tigersharks aus Unterkulm auf das Feld kamen. Ein grosses Kader, gespickt mit hervorragenden Spielern stellte sich voller Selbstvertrauen dem kleinen Cazner-Kader gegenüber. Doch die Unterkulmer riskierten sehr wenig und liessen den willigen Bündner hervorragende Chancen zu. Es ist nicht ganz klar, wieso die Aargauer so zurückhaltend agierten. Vielleicht war die 5:10-Niederlage im Hinspiel noch in den Köpfen der Sharks? Mal wieder war die Chancenauswertung der Bündner sehr schlecht und auch die Torumrandung wurde einige Male getroffen. Die Unterkulmer wankten und agierten weiterhin, als wären wir das grosse Cevi Gossau. Gefährlich waren die Aargauer in den Special-Teams: Sie verwerteten ein Überzahlsituation nach wunderschönem Direktspiel und schossen einen Shorthander. Aber ein Mann bei den Caznern hatte seinen grossen Auftritt in diesem Spiel: Dank Hercli Christoffel stand es zur Pause nach zwei schönen Treffern (eines in Überzahl) nur 2:3 aus Sicht der Bündner. Die Zuschauer erwarteten nun, dass für die Kulmer das grössere Spielerkader zum Vorteil werden würde. Es gab in der zweiten Halbzeit aber nur noch einen Treffer: Wieder war es Hercli Christoffel, welcher den 3:3-Ausgleich erzielen konnte. Es gab noch hervorragende Torchancen auf beiden Seiten, welche an der Torumrandung oder in den Fängen der beidseits sehr guten Torhüter endeten. In den letzten Sekunden des Spiels riskierten beide Teams nicht mehr viel. Die Blau-Gelb dürfen stolz auf ihren Auftritt sein und sind mit 3 Punkten gegen die Unterkulmer aus zwei Partien sicherlich zufrieden.

vs. Ticino Unihockey II
Wie bitter war doch die Heimniederlage in Domat/Ems gegen Ticino. 2:3 gingen die Bündner vor vielen Blau-Gelb Fans unter, obwohl diese ein deutliches Chancenplus hatten. Ticino spielte ein äusserst effizientes Unihockey und machte keinen Schritt zu viel. Und hinten hatte ihr Torhüter das Spiel des Jahres gemacht.
Es ist müssig zu schreiben, dass die Cazner diese bittere Niederlage ausmerzen wollten, am besten mit einem Sieg gegen denselben Gegner. Diese Möglichkeit ergab sich im Aargau unter neuen Voraussetzungen: Fans waren praktisch keine vorhanden, beide Teams hatten ein schmales Spielerkader, Cazis mit zuletzt tollen Spielen viel Selbstvetrauen getankt, Ticino ist eher das Gegenteil widerfahren
Cazis wollte dieses Spiel um jeden Preis gewinnen um den Anschluss im Mittelfeld nicht zu verlieren. Um es kurz zu machen: Die erste Halbzeit war von Seiten der Bündner eine reine Katastrophe. Nichts funktionierte und ein anderes Team hätte uns mit einer 0:10-Packung zum Pausentee geschickt. Ticino war aber nicht viel besser und führte nur 1:2. Die Beine der Blau-Gelben schmerzten und so mancher begann auszurufen und unnötig eigene Spieler zu kritisieren. Wir möchten uns bei allen Beteiligten, besonders bei den mitgereisten Fans, für diese Vorstellung entschuldigen. Als einziger Bündner hatte Rolf Hefti auf 1:2 verkürzt. In der Pause wurden die Blöcke ein wenig umgestellt, was sich sofort positiv auf das Cazner-Spiel auswirkte. Die zweite Halbzeit zeigte wieder das Cazner-Team mit einem lachenden Gesicht, zumindest in den letzten fünf Minuten. Nach dem Time-Out in der 55 Minuten stand es 3:4 aus Sicht der Bündner (Daniel Fausch hatte getroffen) und man bereitete sich darauf vor, den Torhüter rauszunehmen. Doch Patric Werthan wollte weiter mit drei Feldspielern agieren und erzielte den 4:4-Ausgleich. Kurze Zeit später erzielte Spielertrainer Stefan Neuhaus nach einem langen Lauf um das gegnerische Tor gar den 5:4-Führungstreffer. Es sollte das Game-Winning-Goal sein. Die Tessiner konnten nicht mehr reagieren. Dominik Hardegger entschied mit dem 6:4 das Spiel endgültig. Die Tessiner versuchten es noch mit vier Feldspielern und ohne Torhüter. Gefährlich wurde es aber nicht mehr. Cazis spielte den Sieg sicher herunter und hätte noch weitere Tore erzielen können. Die Revanche war geglückt und so mancher Cazner freute sich völlig ausgepumpt auf einen gemütlichen Couch-Abend mit Olympia-Eishockey (Finale, USA-CAN).

Fazit:
Nur 7 Tore in zwei Spielen zu erhalten und dies mit dem schmalen Kader, zeigt eine grosse Reife. Die beiden Torhüter Markus Petrovic und Yves Lutz waren der erhoffte Rückhalt. Erfreulich war auch, dass jeder der sechs Feldspieler mindestens ein Mal ins Netz getroffen hat, ein Novum bei Blau-Gelb Cazis. Es war toll zu sehen, wie jeder für jeden (und für die abwesenden Spieler) alles gab. Cazis ist bekannt für ein Tempospiel, immer Vollgas und eigentlich sind drei Blöcke dafür eine Voraussetzung. Dennoch vermochten die Bündner diese Hypothek zu kompensieren und passten ihr Spiel problemlos an. Was sicherlich erwähnt werden muss, ist die lange Serie der Ungeschlagenheit: Dies waren die Spiele 6 und 7 ohne Niederlage (davon drei Unentschieden). Die Bündner haben eine Siegermentalität entwickelt und gewinnen auch "hässliche" Spiele wie gegen Ticino. Das Selbstvertrauen wächst stetig. Bemerkenswert ist auch, dass die Blau-Gelben in 4 dieser 7 Partien immer einen Rückstand aufholen konnten. Übrigens, wir wären in der Rückrunden-Tabelle (noch zwei Spiele ausstehend, davon eines gegen Gossau) zusammen mit Sursee und Langenthal auf dem zweiten Tabellenrang mit 9 Punkten.

Nun kommt es in zwei Wochen noch zu den Partien mit Uznach und Cevi Gossau. Dem Letzt- und Erstplatzierten der Tabelle. Uznach ist zu 99% abgestiegen und Gossau hat Rang 1 bereits auf sicher. Wir sind gespannt, was das für Spiele geben wird. Man wird sich wohl nicht allzu fest auf die Füsse treten und versuchen die zwei letzten Spiele der Saison zu geniessen. Aber aufgepasst, es gibt ja noch einen "ominösen" Strich: Den Raiffeisen-Cup-Strich. Die besten 10 Teams der beiden 1. Liga Kleinfeld-Gruppen werden an das beste Vorbereitungsturnier in Oekingen eingeladen. Dafür müsste noch Unterkulm oder Lengnau überholt werden, was sehr schwierig wird... Wir hätten vor der Saison jeden für einen Scharlatan und Witzbold gehalten, hätte er uns gesagt, wir würden an der letzten Runde noch um die Qualifikation für den Raiffeisen-Cup spielen.

 

Aufstellung
Torhüter: Markus Petrovic und Yves Lutz

  1. Block: Stefan Neuhaus, Daniel Fausch, Rolf Hefti
  2. Block: Patric Werthan, Hercli Christoffel, Dominik Hardegger

Coaching-Staff: Mirco Schatz
Abwesend: Patrik Rageth (krank), Björn Söderberg (Familie), Ueli Marugg (verletzt), Joos Baumann (beruflich), Casper Marugg (Ausland), Patric Sutter, Chasper Huwiler, Ronny Camenisch

Rg. Team Sp S U N Tore Diff. P
1. UHCevi Gossau 16 13 1 2   118 : 64 +54 27
2. Unihockey Langenthal Aarwangen III 16 9 3 4   99 : 88 +11 21
3. UHC JW Sursee 86 II 16 9 2 5   97 : 98 -1 20
4. SVL White Horse Lengnau 16 8 3 5   102 : 84 +18 19
5. UHC T.S. Unterkulm 16 8 3 5   81 : 83 -2 19
6. Blau-Gelb Cazis 16 7 3 6   93 : 90 +3 17
7. LC Rapperswil-Jona 16 4 3 9   86 : 94 -8 11
8. Ticino Unihockey II 16 5 1 10   77 : 96 -19 11
9. Zürisee Unihockey ZKH III 16 3 2 11   75 : 106 -31 8
10. IBK Tar Heels Uznach 16 2 3 11   71 : 96 -25 7

 

Spielbericht aus Unterkulm
der achten Meisterschaftsrunde holten die Tigersharks drei Punkte. Im ersten Spiel resultierte gegen Blau-Gelb Cazis ein Unentschieden 3:3 (3:2). In der zweiten Partie konnte Unihockey Langenthal Aarwangen mit 8:6 (3:4) bezwungen werden. Vor der letzten Meisterschaftsrunde als fünftplatzierter liegt von Platz drei bis sechs noch alles im Bereich des möglichen.

Im ersten Spiel gegen Blau-Gelb Cazis wollten sich die Tigersharks für die Niederlage (5:10) aus der Vorrunde revanchieren. Beide Mannschaften starteten engagiert ins Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. In der neunten Minute reagierten die Sharks schneller auf einen Abpraller vor dem Tor und erzielten den 1:0 Führungstreffer. Der Ausgleich Cazis folgte aber umgehend auf dem Fuss. In der zwölften Minute wurde eine Strafe gegen Unterkulm ausgesprochen. Diese konnte nicht nur schadlos überstanden werden. Es gelang sogar ein Shorthander zur 2:1 Führung. Vier Minuten vor Ende der ersten Halbzeit konnten die Sharks eine Überzahlsituation zur 3:1 Führung ausnützen. Unmittelbar mit dem Pausenpfiff konnte Cazis nach einem abgelenkten Schuss auf 3:2 verkürzen. In der zweiten Halbzeit gelang Cazis der 3:3 Ausgleich in der 24. Minute nach einem Überzahlspiel. Bei diesem Resultat blieb es bis zum Ende der Partie, obwohl beide Mannschaften noch gute Torchancen herausspielen konnten.

Fazit der Runde: Die drei Punkte der Tigersharks gehen voll und ganz in Ordnung. Die Punkteteilung gegen Cazis war gerecht. Mit etwas mehr Fortune hätten die Sharks gewinnen, handkehrum aber auch verlieren können.


23.02.2010; Vorschau auf die 8. Runde des 1. Liga-Teams in Lengnau (AG)
Das 1. Liga-Team wird am kommenden Sonntag in den Kanton Aargau reisen. Ganz in der der Nähe von Baden liegt das beschauliche Dorf Lengnau. Dort darf/muss Cazis bereits zum dritten Mal in dieser Saison um 9:00 Uhr die Runde starten. Es kommt zum Duell gegen den Tabellennachbarn aus Unterkulm. Cazis hat 14 Punkte, Unterkulm deren 16. Schaut man das Torverhältnis an (Cazis +1, Unterkulm -4), könnten die Bündner die starken Tigersharks in der Tabelle überflügeln. Cazis schlug die zu favorisierenden Aargauer in der Hinrunde überraschend mit 10:5. Dann verliessen einige Spieler die Unterkulmer (Ausland, Verletzungen etc.) und sie vielen in ein Leistungsloch. Nun sind sie aber fast wieder komplett und haben an der letzten Runde ihre beiden Spiele überzeugend gewonnen. Auch Cazis ist im Hoch: Sie sind seit fünf Spielen ungeschlagen (drei Siege) und wollen diese Serie natürlich ausbauen.

In Spiel zwei heisst es Blau-Gelb Cazis gegen Ticino Unihockey. Die Cazner waren gegen ein komplett angetretenes (das ist bei weitem nicht immer der Fall) Ticino hochüberlegen. Cazis dominierte an der Heimrunde in Domat/Ems nach belieben und war besonders im physischen Bereich besser. Doch die Bünder patzerten im Abschluss und verloren so unverdient mit 2:3. Noch heute sagen sich die Cazner am Stammtisch im Bahnhöfli, dass besonders diese zwei Verlustpunkte besonders schmerzen. Klar also, wollen sich die Cazner revanchieren und das werden sie auch. Ein zweites Mal wird dies nicht passieren. Spielt Ticino ähnlich passiv wie im Hinspiel, werden die heissen Scorer im Bündner-Team die Tessiner abschiessen. Aber Ticino ist die grösste Wundertüte in der Gruppe und es heisst: Attentione!!

 

7.02.2010 in Sursee LU (Stadthalle), Meisterschaft Runde 7

7:5 (4:2 ; 3:3) vs. LC Rapperswil-Jona; 5:5 (3:2 ; 2:3) vs. SVL White Horse Lengnau
je circa 20 Zuschauer

Im Mittelfeld festgesetzt
Dank zwei sehr reifen Leistungen konnten die Cazner sich im Mittelfeld der Tabelle festsetzen. Wieder zwei Punkte gab es gegen Rapperswil-Jona. In der ersten Halbzeit waren die Blau-Gelben klar überlegen. In der zweiten Halbzeit kamen die Rosenstädter besser ins Spiel wodurch die Cazner den Sieg erst in den letzten Minuten nach Hause schaukeln konnte. Ein Spiel auf hohem Niveau bekamen die Zuschauer gegen das starke Lengnau zu sehen. Während die Aargauer das Spiel gestalteten, zeigten die Bündner eine taktisch sehr gute Teamleistung und holten sich einen verdienten Punkt.

vs. LC Rapperswil-Jona
Die Rosenstädter sind voll im Abstiegskampf und kommen in dieser Saison einfach nicht richtig auf Touren. Trotzdem waren die Cazner gewarnt: Die St. Galler haben vom Talent her eine sehr gute Mannschaft, und auch der Sieg im Hinspiel (7:6) der Cazner war alles andere als überzeugend. Gestärkt mit fünf Punkten aus den letzten vier Spielen wollten die Blau-Gelben also auch gegen das kriselnde Rapperswil punkten. Bei der Beschwörung wurde auf das traditionelle "Schschschschsch" verzichtet, dafür übten sich die Blau-Gelben im Singen. Mit "Happy Birthday liaba Ueli" wollte man sich motivieren und besonders das Geburtstagskind zu Höchstleistungen treiben.
Die Cazner starteten sehr konzentriert und nahmen das Spieldiktat in die Hand. Chance um Chance wurde versiebelt wobei sich der Rapperswiler Torhüter Bestnoten verdiente. Im vielleicht 15ten Versuch klappte es dann endlich und der Bann war gebrochen. Die, vor allem auf den Beinen viel agileren Bündner führten zur Pause viel zu knapp mit 4:2. Unter anderen hatte auch Geburtstagskind Ueli Marugg mit seiner unnachahmlichen Art "Backhand" reüssiert. Irgendwie spürten die Cazner in der Pause, dass dies doch nicht das wahre Rapperswil-Jona war. Und tatsächlich, die St. Galler waren nun wach, spielten aggressiver und rannten jedem Ball hinterher. Für die Blau-Gelben war klar, dass es nun eine Abwehrschlacht geben würde und die sich bietenden Konter ausgenutzt werden müssen. Doch plötzlich stand es 5:5, Cazis nahm das Time Out und spielte wieder wie ein Team mit grossem Selbstvertrauen. Einmal mehr Rolf Hefti erzielte das Game-Winning-Goal mit einem präzisen Schuss ins hohe Eck. Das Spiel der Rapperswiler ohne Torhuter mit vier Feldspielern ergab noch einen weiteren Treffer: Ins leere Tore der Rosenstädter hatte nach starkem Boxplay Patrik Rageth getroffen. Mit einem verdienten 7:5-Erfolg und dem Wissen, nun bereits 4 Spiele in Serie nicht verloren zu haben, wartete nun das starke Lengnau.

vs. SVL White Horse Lengnau
Die Lengnauer gehören seit einigen Jahren zu den stärksten Teams in der Kleinfeld-Szene. Das Hinspiel ging nach einer 3:1-Führung der Cazner zur Pause noch klar mit 7:3 verloren. Dabei waren die Bündner in der zweiten Halbzeit absolut chancenlos und brachten in dieser vermutlich keinen einzigen Schuss mehr auf das gegnerische Tor. Neue Halle, neue Voraussetzungen: Die Cazner sind nun bereits vier Spiele unbezwungen und das ambitionierte Lengnau (ihr Saisonziel heisst Playoffs) hatte keines der letzten vier Spiele gewonnen (darunter zwei Unentschieden). Zu wenig für die Aargauer.
Sofort sah man auf dem Spielfeld, wer der Favorit war. Die Aargauer hatten viel mehr Ballbesitz und zeigten eine sehr engagierte Leistung. Sie liefen viel, fanden aber in den geduldigen Caznern ihren Meister. Ja, Geduld war das Zauberwort für die Blau-Gelben in dieser Partie. So kamen die Lengnauer nur sehr selten zu hochkarätigen Chancen. Zweimal zappelte der Ball aber im Netz der Cazner. Doch niemand bei den Bündnern liess nun die Köpfe hängen. Ganz im Gegenteil. Plötzlich gab es auch auf der anderen Seite hochkarätige Torchancen und gar drei Mal zappelte der Ball nach schönen Kombinationen im Netz. Es stand etwas unverdient 3:2 für die Cazner und bei den Aargauern sah man bereits wieder hängende Köpfe. Dies war die Chance, dem Favoriten ein Bein zu stellen. Cazis spielte sehr stark, zeigte vielleicht ihre beste Saisonleistung. Doch dann entschied ein Mann das hochklassige Spiel: Cazis führte 4:3, ehe der Schiedsrichter den Cazner innert wenigen Minuten gleich zwei Zweiminuten-Strafen auferlegte, welche höchst fragwürdig, ja sogar ungerechtfertigt waren. Und dies knapp fünf Minuten vor dem Ende. Die Lengnauer nutzten beide Überzahlsituationen eiskalt aus und führten kurz vor dem Ende mit 5:4. Es war noch knapp eine Minute zu spielen und man sah die Wut bei den Caznern über den überforderten Schiedsrichter (er entschuldigte sich am Ende für seine Leistung bei den Caznern...) ins Gesicht geschrieben. Mit dieser Wut im Bauch wollten die Bündner es zu Viert und ohne Torhüter versuchen. Nach einem Pass quer über das ganze Feld konnte Hercli Christoffel den viel umjubelten Ausgleich erzielen. Wenigstens hatten die Gerechtigkeits-Götter ein Einsehen mit den Caznern. In den letzten Sekunden wurde die Zeit heruntergespielt und beide Teams waren mit dem einen Punkt irgendwie zufrieden und irgendwie doch nicht. Es war ein schönes Spiel gegen ein sehr starkes Lengnau.

Fazit:
Drei Punkte im Tessin und nun wieder drei Punkte in der grossen Stadthalle in Sursee. Die Cazner kommen immer besser in Fahrt und sind bereits fünf Spiele unbezwungen. Es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, wie viel das Selbstvertrauen ausmacht. Die Bündner spielen in der Liga voll mit und holen die Punkte, welche sie holen müssen (Zürisee, Rapperswil, Uznach). Dass immer mehr unerwartete Punkte (Lengnau, ULA) dazukommen, haben sich die Cazner mit guten Trainings und dem Willen besser zu werden (Lernfähigkeit) verdient. In den letzten vier Spielen haben die Blau-Gelben ein schönes Unihockey gezeigt, welches allen Beteiligten viel Spass macht.
Der Abstieg ist kein Thema mehr. 7 Punkte auf den Strich, noch vier Spiele und eine +1-Bilanz im Torverhältnis lassen die Cazner beruhigt auf die Zielgerade gehen. Vielleicht ist sogar noch ein Sprung nach oben möglich. In der nächsten Runde (am 28. Februar in Lengnau) könnte einerseits im Spiel gegen Ticino der 6. Tabellenrang gesichert und andererseits gegen Unterkulm der fünfte Rang erobert werden. Wer hätte das am Anfang der Saison gedacht! Wir freuen uns extrem, auf die letzten vier Spiele ohne Druck in dieser tollen Liga!

 

Aufstellung:
Torhüter: Markus Petrovic und Yves Lutz

  1. Block: Stefan Neuhaus, Ueli Marugg, Patrik Rageth
  2. Block: Björn Söderberg, Daniel Fausch, Rolf Hefti
  3. Block: Patric Werthan, Hercli Christoffel, Dominik Hardegger

Coaching-Staff: -
Abwesend: Mirco Schatz (krank), Joos Baumann (beruflich), Casper Marugg (Ausland), Patric Sutter, Chasper Huwiler, Ronny Camenisch

 

17.01.2010 in Bellinzona TI (Arti e mestieri), Meisterschaft Runde 6

5:5 (1:2 ; 4:3) vs. Unihockey Langenthal-Aarwangen; 8:6 (6:2 ; 2:4) vs. Zürisee Unihockey
je circa 20 Zuschauer

Mit grossen Schritten in Richung Liga-Erhalt
Das wichtige "4-Punkte-Spiel" gegen Zürisee Unihockey wurde verdient mit 8:6 gewonnen. Die Cazner waren besonders bei drei gegen drei Feldspieler das deutlich bessere Team. Dank einem starken Spiel zu Viert (ohne Torhüter) der Zürcher wurde es nochmals unnötig spannend. Am Ende gewann Cazis auch das Rückspiel verdient mit 8:6. Dass es bereits 5 Punkte auf den Abstiegsstrich sind, ist einem tollen Auftritt gegen das starke Unihockey Langenthal-Aarwangen zu verdanken. Eine sicher geglaubte Niederlage wurde mit zwei Toren in der letzten Minute noch in ein erfreuliches 5:5 umgewandelt.

vs. Unihockey Langenthal-Aarwangen
Schon früh sahen die Blau-Gelben, dass die Berner ins Tessin gereist waren, um weiterhin auf Playoff-Kurs zu bleiben. Mit einem für ihre Verhältnisse grossen Kader und ihrem "Star" Ueli Reinmann haben sie die lange Reise auf sich genommen. In der Hinrunde wurden die Bünder eiskalt geduscht und verloren die Partie in den letzten 100 Sekunden. Die Langenthaler drehten in dieser Zeit einen 2:3-Rückstand in einen 7:3-Sieg, noch heute kaum zu fassen.
So starteten die Cazner mit sehr viel Respekt in die Partie und liessen den Berner mehrheitlich den Ballbesitz. Geduldig in der Defensive und eiskalt im Abschluss, so wollten die Blau-Gelben das technisch starke ULA überraschen. So hatten die willigen Bündner gar die besseren Torchancen und konnten durch das "Daniel-Fausch-Special-Tor" mit 1:0 in Führung gehen. Die Langenthaler wurden kaum gefährlich, die wenigen Abschlüsse wurden geblockt oder vom Torhüter pariert. Dann gab es eine dumme Strafe gegen unseren Torhüter, welche von Ueli Reimann mit einem Hammer ins Lattenkreuz ausgenutzt wurde. Kurze Zeit später stand es 1:2 aus Sicht der Steinböcke. Dies war auch das Halbzeit-Resultat.
Mit dem Wissen, dass die Berner jederzeit einen Gang höher schalten können, agierten die Cazner weiterhin sehr vorsichtig und versuchten keine Fouls zu machen. Denn besonders bei Standards sind die Ulaner unwiderstehlich. Plötzlich gab der sonst starke Schiedsrichter eine fragwürdige Strafe gegen die Berner wegen eines Wechselfehlers. Diese wurde von Rolf Hefti nach einem Solo eiskalt ausgenutzt. Doch ULA drückte weiter und ging wieder in Führung. Eine Minute vor dem Ende, beim Stand von 3:4 aus Sicht der Cazner erhielten die Berner einen Freistoss. Der Ball wurde eiskalt in die Maschen gehauen und bei noch 60 zu spielenden Sekunden stand es fast aussichtslos 3:5... Mit dem Wut im Bauch (wohl noch immer aus dem Hinrunde-Spiel) und ohne Torhüter versuchten die Blau-Gelben nochmals alles. Und schon zappelte der Ball im Netz. Wieder hatte Rolf Hefti getroffen. Ein unglaubliches Tor, mit einer Härte und Präzision, welche er wohl noch aus seiner Eishockey-Zeit gelernt hatte. Und es kam gar noch besser. Nach genialem Pass von Hercli Christofel erzielte wieder Rolf Hefti das 5:5 und dies 20 Sekunden vor dem Ende. Am Ende machte Langenthal nochmals richtig Druck, doch Yves Lutz rettete mit einer tollen Parade in den letzten Sekunden den am Ende sehr glücklichen Punktgewinn für die Bünder. Über beide Spiele gesehen gegen die Berner ist ein Punktgewinn für die Bünder aber sicherlich mehr als verdient! Danke für das tolle Spiel, es hat Spass gemacht!

vs. Zürisee Unihockey
Mit dem einen Punkt aus dem Spiel gegen ULA im Gepäck und dem dazugehörenden Selbstvertrauen folgte nun das wichtige Spiel gegen Zürisee Unihockey. Im Hinspiel konnten die Blau-Gelben in einem gehässigen Spiel mit 7:4 gewinnen. Im Tessin wollten die Bündner natürlich wieder gewinnen, das ganze aber mit weniger Emotionen.

Der sehr kleinlich, aber "mit einer klaren Linie" arbitrierende Schiedsrichter liess auch kaum Emotionen zu. Dies kam den Blau-Gelben sehr entgegen, wollten doch die Zürcher mit einem aggressiven Forechecking die Bündner unter Druck setzen. Die Cazner blieben ruhig und zeigten in der ersten Halbzeit eine sehr reife Leistung. Zürisee spielte sehr naiv und ermöglichte den Bündnern so viele aussichtsreiche Abschlussmöglichkeiten, welche auch genutzt wurden. Irgendwie merkte das Team vom Zürchersee nicht, dass so die Cazner nicht zu bezwingen sind. 6:2 hiess es zur Pause für Blau-Gelb! Es hätte noch viel höher stehen müssen, gab es doch nebst einem verschossenen Penalty noch zahlreiche gute Tormöglichkeiten.
Mit diesem Polster und dem Wissen, dass die Cazner ganze 4 Minuten in Überzahl in die zweite Halbzeit starten konnten (zwei Fouls des gleichen Spielers von Zürisee), machten sie wohl zu sicher. In 4 Minuten Überzahl brachten die Bündner nicht mehr als einen Lattenschuss zu Stande. Kurze Zeit später konnten die Bünder aber gar mit 7:2 in Führung gehen. Zürisee setzte nun alles auf eine Karte und wollte ohne Torhüter und mit zusätzlichem Feldspieler den grossen Rückstand aufholen. Und tatsächlich, sie kamen Tor um Tor näher und das Momentum war gekippt. Der Mitaufsteiger aus Zürich versuchte alles, die Hypothek aus der ersten Halbzeit war aber zu gross. So konnten die Steinböcke die wichtigen 2 Punkte mit etwas Dusel nach Hause schaukeln. 8:6 für die Bündner, ein extrem wichtiger Sieg in diesem 4-Punkte-Spiel, holten doch die Zürcher erneut keine Punkte.

Fazit:
5 Punkte auf den Abstiegs-Strich, ein, gegenüber den direkten Konkurrenten, sehr gutes Torverhältnis (-1), nur noch 6 Spiele. Das müsste doch eigentlich reichen! Doch aufgepasst, es kann sehr schnell gehen. Die Cazner müssen weiterhin die Konstanz (2 Punkte pro Meisterschaftsrunde) aufrecht erhalten. Noch zwei Monate konzentriert arbeiten, dann werden wir das hochgesteckte Ziel "Liga-Erhalt" auch erreichen!

Die Trainings nach der kurzen Weihnachts-Pause waren auf sehr hohem Niveau, alle waren gewillt zu arbeiten und konzentrierten sich auf das Wesentliche. So muss es bis zum Saisonende weitergehen. Dank den guten Trainings haben die Cazner erkannt, dass sie nicht nur im kämpferischen Bereich top sind sondern auch ein gepflegtes und attraktives Unihockey spielen können.

Erfreulich ist die Reaktion auf die Runde kurz vor Weihnachten. Dort spielten die Cazner katastrophal. An der Runde im Tessin war ein ganz anderes Cazis zu sehen. Mit dem technisch vielleicht besten Team der Schweiz aus Langenthal spielten die Cazner ein wirklich schönes Spiel und zeigten am Ende eine grossartige Reaktion zum Ausgleich. Zürisee hatte in der ersten Halbzeit keine Chance gegen die Bündner. Es war aber einmal mehr eine Warnung, wie gefährlich das Spiel ohne Torhüter (4:3-Feldspieler) sein kann. Cazis musste unnötig zittern. Wirklich stark spielen die Blau-Gelben, wenn beide Teams bei numerischem Gleichstand antreten. Bei den Special-Games (Box- und Powerplay) muss noch viel verbessert werden.

 

Aufstellung:
Torhüter: Markus Petrovic und Yves Lutz

Verdeidiger-Duo: Stefan Neuhaus, Daniel Fausch
1. Sturm-Block: Ueli Marugg, Patrik Rageth
2. Sturm-Block: Björn Söderberg, Rolf Hefti
3. Sturm-Block: Patric Werthan, Hercli Christoffel

Coaching-Staff: Mirco Schatz
Abwesend: Dominik Hardegger (Magendarm-Grippe), Joos Baumann (Beruflich), Casper Marugg (Ausland), Patric Sutter, Ronny Camenisch

 

20.12.2009 in Wetzikon ZH (Wydum), Meisterschaft Runde 5

7:9 (2:6 ; 5:3) vs. UHC J.W. Sursee 86; 7:4 (3:3 ; 4:1) vs. Zürisee Unihockey
je circa 30 Zuschauer

Wichtiger Sieg gegen Zürisee
Der heutige Matchbericht erfolgt live aus dem Restaurant Bahnhöfli aus Cazis. Das ganze Team schliesst das erfolgreiche Unihockey-Jahr 2009 gemeinsam mit einem feinen Fondue ab. Der Bericht erfolgt nach dem System „ein Satz pro Spieler“, mal schauen, ob etwas Schlaues heraus kommt.

vs. UHC J.W. Sursee 86
Die Blau-Gelben wollten mit viel Elan in die Partie starten (Werthi). Doch wie schon beim ersten Aufeinandertreffen missriet dies (Fausch). Somit stand es schon nach wenigen Minuten 1:5 für die Luzerner (Dodo). Die Cazner versuchten dies anhand eines Time-outs zu ändern (Yves). Wir waren zu weit weg von unseren Gegnern bei deren Abschlüssen (Björn). Und zu langsam (Ueli). Durch mehrere Dummheiten schränkten sich die Cazner in ihrem Spiel selbst ein (Rageth). So stand es zur Halbzeit 2:6 zu Gunsten von Sursee (Stefan). Hochmotiviert starteten wir in die zweite Halbzeit, doch die Ansprach von Spielertrainer Björn Söderberg half nichts (Mirco). Heute hatte ich einen strengen Arbeitstag (Ronny, arbeitete den ganzen Tag im Athleticum in Chur). Die guten Vorsätze wurden nur teilweise umgesetzt (Hercli). Das Abschlusstraining am Freitag war zu gut, ich habe es gesagt (Rolf). Zum Ende beschönigte das oft trainierte 4:3-Überzahlspiel durch einige Bündner-Treffer das Endresultat (Fausch). Sursee gewann verdient gegen zum Teil sehr hart einsteigende Cazner mit 7:9 (Stefan).

vs. Zürisee Unihockey
Nun erwartete uns der Mitaufsteiger Zürisee Unihockey, ein Direkt-Konkurrent im Abstiegskampf (Werthi). Mit Geduld und der nötigen Präzision sowie grosser Laufbereitschaft sollten zwei Punkte erspielt werden (Fausch). Das Spiel war sehr ausgeglichen und es stand zur Pause 3:3 (Dodo). Cazis drehte in der zweiten Halbzeit auf und ging mit 5:3 in Führung (Yves). Auch bei dieser knappen Führung war das Spiel immer offen, weil Cazis weiterhin nicht ihr bestes Unihockey zeigte (Björn). Dank einer dummen Strafe wegen Spielerbeleidigung konnte Zürisee den Anschlusstreffer zum 4:5 erzielen (Hercli). Dank eines „Big-Saves“ von Torhüter Yves Lutz konnten die Cazner weiterhin mit einem knappen Vorsprung in die letzten Minuten gehen (Fausch). Dann kam die Stunde des ersten Blockes, welcher ein wunderschönes Tor zum vorentscheidenden 6:4 erzielte (Ueli). Ja, das stimmt (Mirco). Dann zeigte der sehr gute Schiedsrichter eine Strafe gegen einen Zürcher an wegen Spielverzögerung (Stefan). Rolf und Björn berieten sich, die zwei Minuten in Überzahl herunter zu spielen (Rolf). Doch Björn wollte unbedingt am heutigen Tag eine Plusbilanz für die Cazner holen (7:9 vs. Sursee und 7:4 vs. Zürisee = +1), welches er mit einem Tor in letzter Sekunde auch realisierte (Björn).

Fazit:
Trotz „Angsthasen-Unihockey“ konnten die Cazner zwei Punkte holen (Björn). Es war ein strenger, mühsamer Arbeitstag (Ueli). Mit viel Müh und Not zwei Punkte errungen (Markus). Aus der „8-Punkte-Runde“, 4 Punkte geholt (Hercli). Pflicht erfüllt, die Kür ist ausgeblieben (Mirco). Pflicht erfüllt, zu mehr war das Team leider nicht im Stande, man darf gespannt sein auf die Partien im schönen Tessin (Fausch). Trotz mässiger Leistung zwei Punkte erhascht (Werthi). Schlecht gespielt, zwei Punkte gewonnen (Rolf). Von Rang 5 bis 10 ist noch alles möglich, es wäre toll, einen Vorsprung in der nächsten Runde auf Rang 9 herauszuholen (Stefan). Zwei wichtige Punkte wieder auf dem Konto, vier Siege aus zehn Spielen ist als Aufsteiger gar nicht so schlecht (Rageth). Hervorragende Schiedsrichter in beiden Partien, bravo!! (Stefan)

Danke auch an die mitgereisten Fans, welche uns wie immer toll unterstützten (Stefan). Auf in ein erfolgreiches 2010, allen wunderschöne Festtage und einen guten Rutsch! Bis am 17.01.2010 in Bellinzona.

Cazis ist mit 8 Punkten aus der Hinrunde in der Tabelle voll dabei. Direkte Konkurrenten wie Rapperswil, Zürisee und Uznach wurden besiegt, was die Cazner über dem Strich ins neue Jahr rutschen lässt. Es macht sehr grossen Spass gegen diese starken Teams Unihockey zu spielen. Die Bündner wollen um jeden Preis auch nächste Saison in dieser tollen Liga agieren, dafür werden sie weiter hart an sich arbeiten.

Aufstellung:
Torhüter: : Markus Petrovic und Yves Lutz

  1. Block: Stefan Neuhaus, Ueli Marugg, Patrik Rageth
  2. Block: Björn Söderberg, Dominik Hardegger, Rolf Hefti
  3. Block: Daniel Fausch, Patric Werthan, Hercli Christoffel

Coaching-Staff: Mirco Schatz
Abwesend: Joos Baumann (Beruflich), Casper Marugg (Ausland), Patric Sutter


Spielbericht aus Sursee:

Herren II weiterhin im Hoch!

Nach zwei tollen Vorstellungen gegen den SVL White Horse Lengnau (6:5) sowie gegen Blau-Gelb Cazis (9:7) hat das Herren II das Jahr 2009 erfolgreich beendet.
Im ersten Spiel der Rückrunde traf man auf Blau-Celb Cazis. Das erste Aufeinandertreffen gewann Sursee mit 9:7, dies vor allem dank einer fulminanten ersten Halbzeit, als sich sogar Trainer Stefan Feuerlein mit einem so genannten „Zeitlupen-Knaller“ von der Mitte in die Torschützenliste eintragen konnte….! Es war davon auszugehen, dass dieses Spiel nicht den genau gleichen Verlauf nehmen würde. Doch erstaunlicherweise war Sursee auch in diesem Spiel wieder sehr effizient und nach wenigen Minuten stand es bereits wieder 5:1 für Sursee. Bis zur Pause erzielten beide Teams noch je einen Treffer und so stand es nach 20 Minuten 6:2 für die Luzerner. Wie im ersten Spiel begannen die Bündner die 2. Halbzeit aggressiv und störten die Luzerner bereits hinter dem eigenen Tor resolut. Doch Sursee wehrte sich gegen den Orkan aus dem Bünderland erfolgreich. Schlussendlich gewann Sursee auch das 2. Spiel gegen Blau-Gelb Cazis verdient mit 9:7. Mit diesen 4 Punkten konnte der Abstand zum Abstiegsplatz auf 7 Punkte ausgebaut werden. Das Jahr 2009 hat die 2. Mannschaft somit sehr erfolgreich beendet.

Spielbericht Zürisee:

Das H3 befindet sich nun definitiv im Abstiegsstrudel

Die dritte Mannschaft von Zürisee Unihockey ist nach der Hälfte der Saison auf den Boden der Tatsachen angekommen. Nach einer eher vermeintlichen 4:7 Niederlage gegen den Mitaufsteiger aus Cazis ist die Hinrunde beendet worden. Die Rückrunde wurde gegen ein dezimiertes Unterkulm nur mit einem 4:4 gestartet.

Zürisee Unihockey – Blau Gelb Cazis 4:7

Das Herren 3 konnte ein weiteres Mal nicht mit dem kompletten Kader an eine Runde fahren, fiel doch unter der Woche N. Grete verletzt aus. Nichts desto trotz wollten die Jungs mit 4 Punkte nach Hause und in die verdiente Weihnachtspause fahren.

Im ersten Spiel und gleichzeitig Abschluss der Hinrunde traf man auf den Mitaufsteiger und Tabellennachbar aus Cazis. Das Spieldiktat wurde schnell vom Gegner in die Hand genommen. Es verwunderte deshalb die Zuschauer nicht, dass Cazis mit 1:0 in Führung gehen konnte. Auf diesen Rückstand konnte aber schnell reagiert werden, wobei T. Honegger das Score für die Seebuben mit einem verdeckten Schuss ausgleichen konnte. Leider war dies nicht die gewünschte Initialzündung. Der Gegner bestimmte weiter das Spielgeschehen und ging wieder in Führung. Gegen diesen Treffer hatte aber T. Parsons etwas einzuwenden. Deshalb zog er unwiderstehlich von der Mittellinie ab. Der Ball zabelte Sekundenbruchteile später in den Maschen. Das Spiel konnte aber langsam ausgeglichen gestaltet werden, wobei sich beide Torhüter mehrmals auszeichnen konnten. Dummerweise gab es zu diesem Zeitpunkt eine Strafe gegen Zürisee, welche auch durch den Gegner dankbar und Mustergültig herausgespielt ausgenützt wurde. Mit diesem Resultat pfiff der Schiri zum Pausentee. Nach der Pause hatte M. Häusermann genug und setzte zu einem seiner gefürchteten Schüsse an. Dieser fand den Weg ins Netz und das Spiel konnte wieder von neuem Beginnen. Der Gegner verstand es nun besser einen Gang höher zu schalten und erhöhte das Zwischenresultat auf 3:5. Danach hatte der Schiedsrichter genug vom ewigen Lamentieren der Bündner und schickte konsequenterweise einen auf die Strafbank. Das Powerplay funktioniert überzeugend und M. Keinath konnte eine Vorlage von T. Honegger souverän verwerten. Es ging nun dem Spielende entgegen und Zürisee musste alles riskieren. Deshalb wurde der Torhüter durch einen vierten Feldspieler ersetzt. Dummerweise kam es zu einem Ballverlust und die Blau- Gelben aus Cazis konnte den Ball im verlassenen Tor ohne Probleme versenken. Weiter kam es noch zu einer dummen Strafe gegen Zürisee wegen Ballwegschlagens. Dabei konnte Cazis zum nicht unverdienten Schlussresultat von 4:7 einschieben.

 

 

29.11.2009 in Unterkulm (Färberacker), Meisterschaft Runde 4

9:3 (1:1 ; 8:2) vs. IBK Tar Heels Uznach; 4:10 (2:3 ; 2:7) vs. UHCevi Gossau
je circa 20 Zuschauer

Weitere zwei Punkte auf dem Konto
Endlich konnte das Fanionteam der Cazner im vierten Anlauf die IBK Tar Heels aus Uznach bezwingen. Nach einer sehr guten Partie in Unterkulm der Bündner, konnten sich die Uzner vor allem bei dessen Torhüter für den Pausenstand von 1:1 bedanken. In Halbzeit zwei klappte es dann aber mit dem Tore schiessen, schnell kam das 2:1 und 3:1. Cazis war in allen Belangen überlegen und bezwang die St. Galler verdient mit 9:3. Im zweiten Spiel stand das vielleicht beste Kleinfeld-Team, UHCevi Gossau gegenüber. Lange hielten die Bündner mit, zeigten eine kämpferisch vorbildliche Leistung. 2:3 stand es zur Pause, am Ende gab es eine bittere 4:10-Niederlage. Die Zürcher waren cleverer und gewannen am Ende verdient, wenn auch etwas zu hoch.

vs. IBK Tar Heels Uznach
Nach zwei Meisterschaftsniederlagen in der Saison 2007/2008 (Uznach stieg Ende Saison in die 1. Liga auf) und dem bitteren Cup-out diese Saison im 1/16-Finale, klappte es im vierten Anlauf. Die Cazner gingen in der ersten Halbzeit nach mehreren Möglichkeiten verdient mit 1:0 durch Rolf Hefti in Führung, ehe die Uzner noch vor der Pause ausgleichen konnten. 1:1 zur Pause, ein viel zu knappes Resultat, scheiterten doch die Bündner ein ums andere Mal am starken Torhüter des Gegners. Noch vor der Pause kassierten die St. Galler eine 2-Minuten-Strafe, welche von den Bündner in der zweiten Halbzeit zum 2:1 nutzen konnten. Kurz darauf folgte das erlösende 3:1. Der Bann war gebrochen, der gegnerische Torhüter nicht mehr übermächtig. Die Bälle zappelten des Öfteren im Netz, so konnte Ueli Marugg innerhalb von zwei Minuten das 4:1 und 5:1 erzielen. In allen Belangen waren die Cazner nun überlegen. Sie waren immer den berühmten Schritt schneller und zeigten einige tolle Kombinationen mit dem krönenden Abschluss. Zwei wichtige Punkte gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf waren nach einer makellosen Teamleistung im Trockenen.

vs. UHCevi Gossau
Zum ersten Mal durften die Blau-Gelben in einem Ernstkampf gegen den UHCevi Gossau spielen. Das Team spielt seit vielen Jahren an der Spitze mit, gewannen alles, was es zu gewinnen gab und revolutionierte das Kleinfeld-Unihockey. So durften die Bündner im Februar 2007 ein Testspiel gegen die Gossauer spielen, welches für die Cazner mit einem Debakel (schlicht und einfach keine Chance...) endete. Aber das Spiel war wegweisend für die Zukunft der Cazner (von damals waren heute immerhin noch 6 Feldspieler und er Coach dabei), denn von da an begannen sie zu arbeiten und sich stetig zu verbessern. Gossau war etwas wie ein Vorbild, ja ein Mythos. Nur zweieinhalb Jahre später schliesst sich der Kreis und die Cazner sind zu einem Team gereift, welches auch von Gossau ernst genommen wird.
Nun aber zum Spiel: Schnell war klar, dass die Gossauer die Bündner definitiv nicht unterschätzten. Sie agierten sehr konzentriert und legten eine grosse Laufbereitschaft an den Tag. Die Cazner überliessen den Zürchern grösstenteils das Agieren und konzentrierten sich auf eine solide Defensive. Dort standen die Blau-Gelben sehr gut, kämpften als ginge es um ihr Leben und machten es, oft auch mit unerlaubten Mitteln, den Zürcher Oberländern nicht einfach. Trotzdem ging der Favorit in Führung und gab diese nie mehr her. Je länger die Partie lief, desto mehr trauten sich die Cazner zu, spielten frech und hatten gute Torchancen. Zur Pause stand es 3:2 zu Gunsten der Cevianer. Mit mehr Glück (der Schiri gab ein reguläres Tor nicht wegen angeblichem Torraumoffside sowie gab es drei Metalltreffer zu verzeichnen) hätten die Cazner auch mit einem knappen Vorsprung in die zweite Halbzeit steigen können. In der zweiten Halbzeit spielte Cevi dann abgeklärter und packte einige einstudierte Freistösse aus der Zauberkiste. Diese einstudierten Varianten entschieden dann auch die Partie. Cazis kam zwar nach 30 Minuten nach einem herrlichen Tor bei vier gegen zwei Feldspieler auf 3:5 heran, erhielten aber gleich nach dem Anspiel das vorentscheidende 3:6. Die Partie war gelaufen, die Bündner konnten auch ohne Torhüter und mit vier Feldspielern nicht mehr reagieren. 4:10 verloren die aufopfernd kämpfenden Bündner in einem Spiel welches die meisten Akteure der Cazner mit "geiles Unihockey" analysierten.


Die nächste Runde findet in Wetzikon am 20. Dezember statt. Dort werden weitere "4-Punkte-Spiele" folgen gegen Zürisee Unihockey und den UHC Sursee. Anschliessend wird das Team die erste Saisonhälfte gemeinsam bei Raclette oder Fondue abschliessen. Hoffentlich über dem Strich!

Fazit:
Das 4-Punkte-Spiel gegen Uznach wurde gewonnen. Endlich klappte es gegen die St. Galler. Es war erfreulich, wie die Blau-Gelben besonders im physischen Bereich klare Vorteile vorzuweisen hatten. Ebenfalls eine Lehre war, dass die Cazner nach dem engen 1:1 zur Pause (der gegnerische Torhüter fischte unglaubliche Bälle) nicht zu zweifeln begannen. Plötzlich fielen die Bälle in das Tor, die viel gepriesene Geduld zahlte sich vollends aus. Gegen das Top-Team aus Gossau wäre mit der Glücksgöttin Fortuna vielleicht ein Punkt drin gelegen. Aber die Cevianer machen im entscheidenden Moment die richtigen Sachen richtig. Das nennt man Effektivität. Sie zelebrieren Kleinfeld-Unihockey und sind mit allen Wassern gewaschen. Erfreulich ist die Tatsache, dass die Cazner bei drei gegen drei Feldspieler jederzeit mit den starken Zürchern mithalten konnte, sofern es keine Freistösse für den Gegner gab. Sicherlich haben die Cazner wieder viel gelernt von der grossen Mannschaft Cevi Gossau.

Aufstellung:
Torhüter: : Markus Petrovic und Yves Lutz

  1. Block: Stefan Neuhaus, Ueli Marugg, Patrik Rageth
  2. Block: Björn Söderberg, Daniel Spescha, Rolf Hefti
  3. Block: Daniel Fausch, Patric Werthan, Ursin Spescha
  4. Block: Dominik Hardegger, Dominik Hardegger

Coaching-Staff: Mirco Schatz, Hercli Christoffel
Abwesend: Joos Baumann (Beruflich), Casper Marugg (Ausland), Patric Sutter

 

Bericht aus Uznach:
Im Ersten Spiel um 9.00 Uhr in der Früh trafen die zum Teil noch etwas schläfrigen Tar Heels auf einen alt bekannten Gegner aus dem schönen Bündnerland. Cazis durfte man sicherlich als einen Lieblingsgegner bezeichnen. Bis dato verliessen die Tar Heels nach jedem Aufeinandertreffen das Feld als Sieger. Die Spiele waren aber schon in der 2. Liga äusserst umkämpft und meistens machten nur Kleinigkeiten den Unterschied aus. Cazis begann auch an diesem Sonntag wie gewohnt kämpferisch stark und bestimmte das Spielgeschehen von der ersten Minute an. Die Uzner ihrerseits brauchten einige Minuten um in die Gänge zu kommen und das Spielgeschehen ausgeglichener zu gestalten. Es entwickelte sich eine Abwechslungsreiche erste Halbzeit mit einigen Torchancen auf beiden Seiten. Diese wurden aber von den stark aufspielenden Torhütern zu Nichte gemacht und beide mussten nach 20 Minuten je nur einen Treffer zulassen. Cazis begann die zweite Halbzeit ähnlich wie schon die ersten 20 Minuten kämpferisch und spielerisch stark. Die Tar Heels konnten zu diesem Zeitpunkt nicht reagieren und wurden zu Zuschauern degradiert und haderte mit dem Unparteischen. Cazis drückte weiterhin aufs Tempo und zeigte ein zwei starke Kombinationen während die Uzner nun völlig den Faden verloren. Uznach kassierte Tor um Tor und musste nach 40 Minuten zum ersten mal gegen Cazis als Verlierer vom Platz. Die Tar Heels kassierten eine 3:9 Schlappe und verloren nach einer unterirdischen zweiten Halbzeit in dieser Höhe verdient.

Bericht aus Gossau:


UHCevi Gossau – Blau Gelb Cazis 10:4 (3:2, 7:2)
Färberacker, Unterkulm / Zuschauer: einige / SR: -


Tore: 5. Leimbacher (d’Hooghe) 1:0. 6. Cazis 1:1, 7. B. Widmer (Keller) 2:1. 16. d’Hooghe 3:1, 18. Cazis 3:2;
30. Luchsinger (Keller) 4:2, 31. L. Widmer (Baumgaartner) 5:2, 33. Cazis 5:3, 33. L. Widmer 6:3, 37. Bücheler (Keller) 7:3 (PP), 39. Bücheler 8:3, 39. Cazis 8:4, 40. d’Hooghe (Leimbacher) 9:4, 40. L. Widmer (Leimbacher) 10:4.

Strafen:
Gossau 2-mal 2 Minuten, ULA 2-mal 2 Minuten

Gossau: Heusser; Bücheler, L. Widmer, Baumgartner; Luchsinger, B. Widmer, Keller; Ruchti, Leimbacher, d’Hooghe; Künzler, Vollenweider

Bemerkungen: Ambühl, Vollenweider und Künzler Ersatz (nicht eingesetzt)

Der Aufsteiger aus Graubünden hat nachdem die ersten Startschwieirgkeiten überwunden waren sich in der ersten Liga gut etabliert und hat schon manchem Favoriten den einen oder anderen Punkt abgezwackt. Vorsicht war geboten, denn die Oberländer hatten in dieser Saison mit den Aufsteigern nicht die besten Erfahrungen gemacht.

Man wusste, dass dieses Spiel eine Geduldprobe werden würde. Die Domleschger konnten das Spiel lange offen halten, glichen den Führungstreffer der Gossauer postwendend aus und hielten sich kurz vor der Paus mit dem Anschlusstreffer zum 2:3 aus ihrer Sicht im Spiel.

Nach der Pause erzielten die unsrigen sehr bald ein Tor, dem aber der Unparteiische die Anerkennung, wegen verschobener Banden versagte. Tor ist wenn der Shiri pfeift und damit wäre auch dieses Kapitel wieder einmal behandelt. Dann passierte lange nichts. Hüben wie drüben wurden die sich bietenden Gelegenheiten verpasst. Keine Mannschaft konnte die Entscheidung herbeiführen. Als dann Gossau mit einem Doppelschlag durch Luchsinger und Linus Widmer auf 5:2 davon zogen, schafften die Bündner noch einmal den Anschluss zum 5:3. Damit war aber die Luft bei den Steinböcken draussen. Gossau erhöhte durch den an diesem Morgen besonders treffsicheren Linus Widmer noch in der gleichen Minute auf 6:3 und man spürte, dass die Vorentscheidung gefallen war. Spätestens zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Gossauer auf die teils überharte Gangart der Bündner eingestellt und liessen ihnen keine Chance mehr. Gossau erhöhte zum 7:3 und 8:3 bevor die Bündner auch noch einmal jubeln konnten. Aber in der letzten Minute des Spiels lieferten die Oberländer noch ein Doppelpack nach und das Stängeli stand auf der Anzeigetafel. Schlussresultat: 10:4.

Mit diesen beiden Siegen sind nun die Zürcher Oberländer punktgleich mit dem SVL Lengnau an der Spitze der Tabelle der Gruppe 2. Die beiden Siege sind verdient und mit einer guten Leistung zustande gekommen. Noch ist es ein weiter Weg bis zu den Playoffs, aber nach diesem Sonntag weiss man, dass man auf dem richtigen Weg ist. Die Leistungssteigerung war offensichtlich.

 

 

18.10.2009 in Domat/Ems (Vial), Meisterschaft Runde 3, Heimturnier

2:3 (1:2 ; 1:1) vs. Ticino Unihockey; 10:5 (3:3 ; 7:2) vs. UHC Tigersharks Unterkulm
je circa 100 Zuschauer

Schöner Erfolg gegen Unterkulm nach bitterer Niederlage gegen Ticino
Die Vorzeichen hätten nicht besser sein können: Es war das perfekte Unihockey-Wetter (Regen und kalt), die Sporthalle Vial füllte sich mit zahlreichen Zuschauern für die Spiele von Cazis und die Turnierorganisatoren/Helfer haben alles für einen reibungslosen Ablauf unternommen. Nun musste nur noch das Team für die nötige Unterhaltung sorgen. Gegen das letztplatzierte Ticino waren die Cazner hochüberlegen. Doch immer wieder wurden hochkarätige Chancen leichtfertig vergeben. So mussten sich die Bündner mit dem Satz begnügen "sehr gut gespielt, aber leider verloren". 3:2 stand es am Ende für Ticino. Nun mussten Punkte her gegen Unterkulm, ausgerechnet gegen den aktuellen Leader. Noch kein Team konnte die Aargauer diese Saison bezwingen. Nach einem schnellen 0:3-Rückstand drehten die Cazner auf. Zur Pause stand es 3:3, am Ende gar 10:5. Ein hart erkämpfter Sieg gegen starke Aargauer war Tatsache.

vs. Ticino Unihockey
In keinem der ersten beiden Turniere waren die Tessiner mit einem solch grossen Kader angetreten. Gemäss Recherche war es auch so, dass nur ein rotgesperrter Spieler im Kader der Ticinesis fehlte. Die Cazner wussten also, dass sie ein starker Gegner erwartete, welcher dringend Punkte brauchte. Die Cazner nahmen das Spiel in die Hand, erspielten sich immer wieder tolle Chancen, trafen aber das Tor nicht oder scheiterten am starken Torhüter. Die Tessiner machten nicht viel für das Spiel, standen in der Defensive aber stark und konnten in den entscheidenden Momenten die nötigen Akzente setzen. So trafen sie kurz vor der Pause zum 2:1. In der zweiten Halbzeit das gleiche Bild: Cazis dominierte nach Belieben, erspielte sich Chancen um Chancen. Es war wie verhext, der Ball wollte einfach nicht in das Tor des grossen und bulligen Tessiner-Torhüters. Somit kam es, wie es kommen musste: Eine alte Binsenweisheit traf ein: wer die Tore nicht macht, erhält sie. Zwar waren es nicht viele, aber es genügte heute, um die Bündner ins Verderben zu stürzen. Enttäuschte Cazner verliessen das Spielfeld nach einer unverdienten 2:3-Niederlage, bei einem Schussverhältnis von etwa 30 zu 10...

vs. UHC Tigersharks Unterkulm
Noch immer etwas enttäuscht von der Niederlage gegen Ticino ging es in die Partie gegen den aktuellen Leader aus Unterkulm. Einfach befreit aufspielen lautete die Devise. Wieder waren viele Zuschauer auf der Tribüne und wollten ein erfolgreiches Cazis sehen. Vielleicht noch immer den vergebenen Chancen aus der ersten Partie nachtrauernd, stand es früh 0:3 für den Favoriten. So mancher hatte Angst um die Heinzenberger und auch auf der Tribüne wurde es still. Dann aber ging irgendwie ein Ruck durch das Team und man merkte nach dem ersten Tor der Cazner, dass auch dieser Gegner nicht übermächtig ist. Plötzlich zappelten die Bälle im Netz des Gegners. 3:3 hiess es zur Pause und man sah dem Gegner an, dass ihnen der schnelle und aggressive Spielstil der Bündner gar nicht zusagte. In der zweiten Halbzeit starteten die Cazner besser und konnten früh in Führung gehen. Cazis hatte das Spiel im Griff und alle waren erleichtert, dass der Ball mehrmals im Tor der Unterkulmer zappelte. Glück hatten die Blau-Gelben auch noch: Dank einem Fehlentscheid des Schiedsrichters (die Nummer 7 der Aargauer lief nach dem Anspiel direkt auf unser Tor zu, überlobte der Torhüter und schob den Ball ein, wobei der Schiri auf Torraum-Offside entschied, was es nie und nimmer war) war diesmal auch das nötige Glück auf Seiten des Aufsteigers. Es wäre der Anschluss-Treffer zum 7:6 gewesen, stattdessen stand es kurze Zeit später 8:5. Die Bündner konnten die Aargauer noch zwei Mal bezwingen und schaukelten einen für die Moral grossartigen Sieg nach Hause. Der Unterschied zur ersten Partie war ganz einfach: Man brauchte für 10 Tore etwa 20 Chancen (im ersten Spiel für 2 Tore 40 Chancen...).
Das Team bedankte sich nach dem tollen Sieg bei der grossartigen Zuschauerkulisse für die Unterstützung, es macht einfach Spass, vor so vielen tollen Fans zu spielen, herzlichen Dank!!!


Die nächste Runde findet in Unterkulm statt. Dort müssen die Blau-Gelben bereits um 9:00 gegen Uznach und um 11:45 gegen Cevi Gossau in die Hosen.

Fazit:
Das Fazit ist klar: Die Cazner müssen sich spielerisch vor niemanden verstecken in dieser Liga. Wer ein Ticino so dominieren kann und Unterkulm mit dem nötigen Glück besiegt, darf sich berechtigte Hoffnungen machen, auch nächste Saison in der 1. Liga spielen zu dürfen. Es fehlt noch die Konstanz, Cleverness und nötige Kaltblütigkeit im Abschluss. Mit jedem Spiel auf dem Niveau der 1. Liga werden die Bündner stärker und können die Gegner auch besser einschätzen. Wir freuen uns bereits auf die Runde in Unterkulm!

Auch die Tabelle hat es in sich: 4 Teams mit 5 Punkten, wir mit 4 Punkten und Uznach mit 2. Das heisst, dass von Rang fünf bis 10 alles extrem eng ist und jeder Punkt, ja gar das Torverhältnis entscheidend ist.

Aufstellung:
Torhüter: vs. Ticino: Joos Baumann und Yves Lutz; vs. Unterkulm: Markus Petrovic und Yves Lutz

  1. Block: Stefan Neuhaus, Ueli Marugg, Patrik Rageth
  2. Block: Björn Söderberg, Dominik Hardegger, Rolf Hefti
  3. Block: Daniel Fausch, Patric Werthan, Ursin Spescha

Coaching-Staff: Mirco Schatz, Daniel Spescha (verletzt), Hercli Christoffel (verletzt), Ronny Camenisch (verletzt)
Abwesend: Casper Marugg (Ausland)
Bemerkungen: Sensationelle Zuschauerkulisse. Herzlilchen Dank für die tolle Unterstützung! Wieder zu hören die helfenden "Hopp Cazis"-Rufe von Remo Hefti. Ebenfalls unter den Fans der Schweizermeisterder Berner Hurricanes: Brotschi Raphael (ein spektakulärer Transfer könnte Tatsache werden)...

 

Spielbericht aus Unterkulm

In der dritten Meisterchaftsrunde mussten die einmal mehr nicht kompletten Tigersharks erstmals Federn lassen in der laufenden Meisterschaft. In der ersten Partie gegen Unihockey Langenthal Aarwangen konnte durch den Ausgleichstreffer eine Sekunde vor Ende der Partie ein Unentschieden 5:5 (1:4) erzielt werden. Die zweite Partie gegen das Heimteam Blau-Gelb Cazis ging mit 5:10 (3:3) verloren.

Die dritte Runde führte die Tigersharks aus Unterkulm ins Bündnerland nach Domat/Ems. Mit Unihockey Langenthal Aarwangen und dem Heimteam Blau-Gelb Cazis warteten erneut wie in den ersten beiden Runden je ein bekannter und unbekannter Gegner aus früheren Spielzeiten auf die Tigersharks.

In der zweiten Partie wartete mit Blau-Gelb Cazis, das Heimteam, ein unbekannter Gegner auf die Tigersharks. Das Spiel startete sehr ausgeglichen. Beide Teams hatten Chancen, die aber von den Torhütern jeweils zunichte gemacht wurden. In der 6. Minute konnten die Sharks mit 1:0 in Führung gehen. Beide Mannschaften schlugen ein hohes Tempo an. Cazis bekundete in dieser Phase Mühe mit dem Abschluss. Die Sharks gingen nach dreizehn Minuten nach einer herrlichen Einzelleistung mit 2:0 in Führung und konnten drei Minuten später eine Überzahlsituation zum 3:0 ausnützen. Wer gedacht hatte, Cazis sei nun geschlagen, musste sich eines besseren belehren lassen. Die Sharks gewann nach dem Wiederanpffif das Bully und kurze Zeit später erzielten sie den ersten Treffer zum 3:1. Dieser Treffer schien beim Heimteam richtig Kräfte freizusetzen. Keine Zeigerumdrehung später konnten sie mittels Buebetrickli auf 3:2 verkürzen. Kurz vor dem Pausenpfiff gelang sogar der 3:3 Ausgleich. Das Unentschieden ging zur Pause voll und ganz in Ordnung. Cazis startete besser nach dem Wiederanpfiff und zog bis zur 28. Minute auf 3:7 davon. Die Sharks steckten nicht auf und kamen nochmals vermeintlich zurück in die Partie. Beim Stand von 5:7 wurde ihnen ein reguläres Tor (angeblich Torraumoffside) zum 6:7 aberkannt. Praktisch im Gegenzug fünf Minuten vor Ende der Partie erzielte Cazis das 5:8. Dieser Treffer und der Fehlentscheid warf die Sharks vollends aus der Bahn. Sie fanden nicht mehr zurück ins Spiel und liessen den Torhüter bei den letzen beiden Treffern im Stich. Cazis gewann die Partie unter dem Strich verdient. 

Fazit der Runde:
Die Tigersharks haben auf dem Weg Richtung Ligaerhalt einen weiteren Punkt ergattern können. Im ersten Spiel war der Ausgleichstreffer eine Sekunde vor Ende der Partie sicher glücklich. Betrachtet man aber die ganze Partie, so war dieser Punktgewinn mehr als verdient. In der zweiten Partie müssen sich die Sharks selber bei der Nase nehmen. Erstens führte man nach 16. Minuten mit 3:0, wiegte sich in Sicherheit den Gegner im Griff zu haben und baute ihn anschliessend durch Unachtsamkeiten wieder auf. Zweitens liessen sich die Sharks am Schluss der Partie nach einer vermeintlichen Aufholjagd durch einen Fehlentscheid des Schiedsrichters aus dem Tritt bringen und verloren ungestüm mit 5:10. Der Sieg Cazis, dies muss nochmals betont werden, ging aber voll und ganz in Ordnung. Sie waren über die gesamte Partie gesehen, das bessere Team.

 

Vorschau auf das Heimturnier in Domat/Ems vom 8. November 2009

Kleinfeld-Unihockey der Extraklasse
Am kommenden Sonntag, den 8. November können einige der besten Kleinfeld-Unihockey-Teams der Schweiz in Aktion gesehen werden. In der schönen Dreiffach-Turnhalle Vial in Domat/Ems trägt der UHC Blau-Gelb Cazis sein Heimturnier aus. Bereits um 9:00 spielt der mehrfache Schweizermeister und Cupsieger UHCevi Gossau und eröffnet die dritte Runde der 1. Liga. Im 50minuten-Takt geht es weiter. Einen besonderen Leckerbissen gibt es um 14:30: Der Tabellenzweite fordert den aktuellen Leader, beide Teams sind nach vier Partien noch ungeschlagen: Langenthal-Aarwangen gegen Unterkulm. Ein Aargauer-Duell in Graubünden.

Nach diesem Knaller steigen die Cazner in die Hosen: Um 15:25 gegen Ticino Unihockey und um 17:15 gegen das Topteam aus Unterkulm. Das Fanionteam und der ganze Verein würde sich über zahlreiche und lautstarke Zuschauer sehr freuen!

Vorschau Spiele Blau-Gelb Cazis
Vs. Ticino Unihockey um 15:25
Bisherige Resultate Ticino: vs. Uznach 5:5, vs. Langenthal 5:9, vs. Gossau 4:8, vs. Unterkulm 5:9
Es wird ein richtiger Fight erwartet. Die Tessiner sind um einiges besser, als die Tabelle (letzter Platz) zeigt. Sie haben gegen die besten der Liga (Langenthal, Unterkulm, Gossau) verloren und gegen Uznach nur wegen dummer Strafen eine klare Führung noch Preis gegeben. Es darf ein hartes Spiel erwartet werden, Punkte brauchen beide Teams dringend.

Vs. Unterkulm um 17:15
Bisherige Resultate: vs. Zürisee 6:3, vs. Ticino: 9:5, vs. Uznach 6:3, vs. Lengnau 8:3
Der Tabellenleader ist der nächste Gegner. Es kommt drauf an, wie die beiden Teams ihre erste Partie körperlich und emotional verarbeitet haben. Unterkulm wird den Spitzenkampf gegen ULA hinter sich haben und Cazis ein hartes Duell gegen Ticino. Aber Unterkulm ist klarer Favorit, sie haben in dieser Saison vollends überzeugt und mit den Nummern 7 und 10 in ihren Reihen absolute Topcracks im Kleinfeld-Unihockey. Wir freuen uns auf dieses Duell

 

 

18.10.2009 in Langenthal (Kreuzfeld), Meisterschaft Runde 2

3:7 (3:1 ; 0:6) vs. SVL White Horse Lengnau; 7:6 (5:2 ; 2:4) vs. LC Rapperswil-Jona

Erster Sieg für das Fanionteam
Wie in der ersten Meisterschaftsrunde hatten die Cazner jeweils eine gute und eine schlechte Halbzeit. Gegen das starke Lengnau führten die Cazner zur Pause mit 3:1, unterlagen aber schlussendlich klar und dem Spiel entsprechend mit 3:7. Die ersten Punkte gab es dafür gegen Rapperswil-Jona. Wieder wurde das Cazner-Team nach einem tollen Auftritt in der ersten Halbzeit (5:2) beinahe um die Früchte der Bemühungen in Halbzeit zwei gebracht. Dieser Sieg ist über das gesamte Spiel gesehen sicherlich verdient, aufgrund der furiosen Schlussminuten aber sehr glücklich zustande gekommen.

vs. Lengnau AG
Gegen die weissen Pferde aus Lengnau hatten die Blaugelben noch nie das Vergnügen, in einem Ernstkampf anzutreten. Vor einem Jahr im August luden die Aargauer die Bündner nach Disentis (Trainingslager der Lengnauer) zu einem Testspiel, wobei die Cazner sogar gewinnen konnten. Dass dies kein Gradmesser sein konnte, war den Blaugelben klar, spielen doch die Aargauer seit längerer Zeit an der Spitze mit im Kleinfeld-Unihockey.
Die Bündner starteten mit zwei Blöcken sehr konzentriert, gewannen das erste Bully und nahmen das Spieldiktat in die Hand. Die Surbtaler (so heisst das Tal in dem Lengnau AG liegt) hatten kaum einen Ball, zeigten sich aber sehr geduldig. Cazis konnte auch mit zwei Toren in Führung gehen, nachdem Ursin Spescha mit Weitschüssen reüssiert hatte. Lengnau erzielte das 2:1, wobei das anschliessende Anspiel dank eines Efforts von Patrik Rageth zum 3:1-Pausenstand für die Bündner führte. Ja, man hatte die weissen Pferde im Griff, Cazis spielte konzentriert und hatte mehr Ballbesitz. Doch noch waren 20 Minuten zu spielen...
Und wieder folgte eine schwache Halbzeit der Heinzenberger: Viele Block-Umstellungen, Individualfehler im Defensivverhalten und das vermehrte in Frage stellen der Schiedsrichter-Entscheide brachte die Lengnauer ins Spiel zurück. Sie konnten vermehrt in Überzahl agieren, nahmen das Spieldiktat in die Hand und übertölpelten ein ums andere Mal die Bündner Abwehr. In der zweiten Halbzeit hatten die Cazner praktisch keine Abschlüsse mehr auf das gegnerische Tor, womit die weissen Pferde auf 6:3 davonziehen konnten. Auch das ersetzen des Torhüters durch einen vierten Feldspieler brachte kaum Gefahr vor das Lengnauer Tor, im Gegenteil, die Aargauer erzielten gar einen Empty-Netter zum Endstand von 7:3.

 

vs. Rapperswil-Jona
Auch gegen die Rapperswiler (damals noch gegen die Kleinfeld-Macht Stadtrose Rapperswil) konnten die Cazner bereits ein Testspiel durchführen. Vor zwei Jahren bestritten die St. Galler ihr Trainingslager in Chur und fragten die Cazner für ein Testspiel an. Das Resultat weiss ich nicht mehr, doch waren die Seebuben sicherlich überlegen. Viel ist geschehen in den letzten beiden Jahren: Stadtrose Rapperswil ist auf diese Saison hin von der Unihockey-Karte der Schweiz verschwunden (Personalnot) und hat sich mit dem LC Rapperswil-Jona (Abteilung UHT, was so viel wie Unihockey Team heisst) zusammengeschlossen. Schaut man die Tabelle der letzten 1. Liga-Saison an, kann man sehen, dass sich hier der Dritt- und Viertplatzierte verbündet haben. Aufgrund dieser Tatsache werden die St. Galler auch von vielen zum Favoritenkreis für die aktuelle Saison gehandelt. Aber auch bei den Caznern tat sich natürlich einiges. Und der Verweis auf zahlreiche (hier ungenannte) Beispiele, dass eine Fusion, oder eine Ansammlung von hervorragenden Spielern noch lange kein Team ausmachen, weckte die Hoffnungen der Bündner, dem klaren Favoriten ein Bein stellen zu können. Mit noch null Punkten aus drei Partien standen die Blaugelben gehörig unter Druck, hatten doch bereits alle Teams in der Gruppe bereits mindestens einen Punkt gesammelt. Ob es ausgerechnet gegen das vereinigte Rapperswil-Jona klappen sollte?

Wieder starteten die Bündner gut, erzielte doch einmal mehr Ursin Spescha das erste Tor nach einem schönen Drehschuss. Nun wurde die Partie härter geführt und der Schiedsrichter brachte keine Ruhe in das Spiel. So musste ein Cazner auf die Strafbank und die St. Galler zogen ihr Powerplay mit ihren grossgewachsenen Spielern auf. Die St. Galler konnten das starke Boxplay von Rolf Hefti und Stefan Neuhaus nicht austricksen und so konnte Rolf Hefti sogar einen Shorthander zum 2:0 erzielen. Nur wenige Sekunden später machte es ihm Hercli Christoffel gleich und erzielte wieder in Unterzahl das viel umjubelte 3:0 der Cazner. Beide Teams erzielten noch je ein Tor in der ersten Halbzeit (Daniel Fausch nach sehenswertem "Buabatrickli" und erneut Rolf Hefti hatten getroffen) was einen Pausenstand von 5:2 für Cazis bedeutete.
Nun erwarteten die Cazner ein anderes Rapperswil-Jona. Sie kamen wie die Feuerwehr, attackierten die in Ballbesitz befindenden Bündner früh und zeigten auch beim Torabschluss vermehrt ihr Können. Es wurde schnell klar, dass dieser Sieg nur über das kontrollieren der Emotionen nach Hause geschaukelt werden konnte. Und wieder kam in den Köpfen der Cazner die Erinnerung auf, bereits zwei Partien in der zweiten Halbzeit aus den Händen gegeben zu haben. Die Blaugelben verkauften sich sehr teuer, kämpften um jeden Zentimeter und jeder in der tollen Sporthalle Kreuzfeld sah, dass die Bündner diese beiden Punkte unbedingt wollten. Dann wurde ein allein auf das Tor ziehender Cazner von hinten gefoult und das Urteil des Schiedsrichters lautete Penalty (wieso es keine zusätzliche Zweiminuten-Strafe gab weiss niemand...). Rolf Hefti konnte den Penalty nicht verwerten. Jedoch musste wenige Sekunden später einer der Rapperswiler wegen fehlendem Abstand auf die Strafbank. Nach nur wenigen Sekunden erzielte wieder Rolf Hefti mit aller Wut im Bauch in das 6:4. Es dauerte nicht mehr lange, doch die Schlussoffensive der St. Galler hatte längst begonnen. Zum Glück erzielte wieder der in diesem Spiel entfesselte Rolf Hefti das siebte Cazner-Tor, es sollte das Game-Winning-Tor sein. Die Seebuben versuchten alles, stürmten mit vier Feldspielern auf das Cazner Tor los. Diesmal war die Glückgöttin Fortuna aber sehr grosszügig zu den Blaugelben und so durften die Bündner nach einer sehr turbulenten Schlussphase und dem 7:6-Sieg zwei Punkte auf die dreistündige Heimreise von Langenthal nach Cazis mitnehmen.


Nun steht die Heimrunde in Domat/Ems an. Am 8. November dürfen die Blaugelben gegen den Tabellenletzten Ticino Unihockey (aus Bellinzona) um 15:25 und den Tabellenführer UHC Tigersharks Unterkulm um 17:15 antreten. Wir hoffen auf zahlreiche Fans, und ein erfolgreiches Heimturnier!

Fazit:
Es ist zu hoffen, dass dieser Sieg dem Team viele positive Gedanken zukommen lässt. Hart hat das Team gearbeitet, viele Schwächen wurden in den letzten Wochen ausgebügelt und so konnten nun endlich die ersten verdienten Punkte eingefahren werden. Blau-Gelb ist definitiv kein Punktelieferant, jedes Team muss an seine Grenzen gehen, wollen sie den Bündnern Punkte stehlen. Dies verdeutlicht die Tatsache, dass die Cazner von bisher acht Halbzeiten deren vier gewonnen haben (gegen jedes Team jeweils eine). Nimmt man die Partien noch mehr auseinander, fällt auf, dass die Bündner meistens sogar bis rund 10 Minuten vor dem Ende das in Führung liegende Team sind, dann beginnt das bibbern. Wie es der erfahrene Kleinfeld-Schweizermeister und bekennende Blau-Gelb Cazis-Fan Raphael Brotschi nach dem zweiten Spiel sagte: "Ich weiss auch nicht, was ihr in den letzten 10 Minuten macht, da spielt ein anderes (viel schlechteres) Cazis. Zuvor seid ihr sogar vielfach dem Gegner überlegen. Vielleicht habt ihr "Angst" zu gewinnen? Hoffen wir sehr, und ich glaube daran, dass das mit diesem Sieg nun viel besser wird!" Es braucht einfach noch ein wenig Zeit/Cleverness, um einen Vorsprung auch gekonnt über die Zeit zu bringen. Hätte das Team auch die klaren Führungen gegen Rapperwil-Jona noch aus der Hand gegeben, hätte das sicherlich noch tiefere Spuren beim angenagten Selbstvertrauen hinterlassen. Von nun an soll es aufwärts gehen, wir können auch in dieser starken 1.Liga-Gruppe Siege einfahren!
Viel Freude bereiteten die starken Torhüter Markus Petrovic und Yves Lutz, welche mit zahlreichen Paraden ihr Können zeigten und besonders im zweiten Spiel die Blau-Gelben im Spiel hielten.

Aufstellung:
Torhüter: Yves Lutz und Markus Petrovic, beide ungefähr gleich viele Einsatzzeit

  1. Block: Patric Werthan, Stefan Neuhaus, Patrik Rageth
  2. Block: Ursin Spescha , Daniel Fausch, Rolf Hefti
  3. Block: Dominik Hardegger, Ueli Marugg, Hercli Christoffel

Coach: Mirco Schatz, Daniel Spescha (verletzt), Joos Baumann (verletzt), Brotschi Raphael (Besucher von den Bernen Hurricanes)
Abwesend: Björn Söderberg, Ronny Camenisch, Patric Sutter, Bruno Reusser, Casper Marugg
Bemerkung: 1.Liga-Premiere von Patric Werthan. Im zweiten Spiel ohne Ueli Marugg (verletzt ausgefallen)

 

Spielbericht SVL White Horse Lengnau

3. Spiel / White Horse Lengnau : Blau-Gelb Cazis 7:3

Mit dem Gegner Blau-Gelb Cazis wussten die Spieler der White Horse Lengnau, dass es sich um einen Aufsteiger der letzten Saison handelt, der vor einem Jahr das Testspiel in Disentis verloren hatte. Die Devise von Coach Stefan Näf hiess ganz klar: „Wir dürfen diese ehrgeizigen Bündner ja nicht unterschätzen und spielen lassen.“
Die ersten Minuten waren gespielt und Cazis konnte das Spiel genau, wie Lengnau das nicht wollte, in der Anfangszeit dominieren, so dass wir nicht ins Spiel fanden. Durch einen stark geschossenen Freistoss, hiess es nach wenigen Minuten dann 0:1 für Cazis. Man wusste sofort, dass es auch im dritten Meisterschaftsspiel der Saison wieder einen harten Kampf geben wird. Cazis kämpfte mit viel Wille und Ehrgeiz weiter, jedoch nutzten die Lengnauer ihre Chance, bei einem Überzahlspiel, den Ausgleich zu erzielen. Nach dem 1:1 war dann aber gleich wieder Schluss mit Tore schiessen für uns und wir gingen mit einem 1:3 Rückstand in die Pause.
Nach der Pause war jedem Spieler klar, dass sich am Spiel und der Leistung etwas ändern musste. Dank einem tollen Rückhalt der Fans und auch dem treuen Trommler Werni, ging es dann los. Wir konnten unsere Leistung steigern, die Spielideen waren wieder vorhanden und es kam gleich zum 2:3 Anschlusstreffer. Blau-Gelb Cazis hatte immer mehr Mühe mit dem Spiel von uns, jedoch wehrten sie sich bis zu unserem Ausgleichstreffer 3:3 (12 min. vor Schluss) sehr clever. Danach ging es Schlag auf Schlag und die Bündner konnten uns nicht mehr in Schach halten, wie sie es am Anfang getan hatten und wir konnten das harte Spiel am Schluss doch noch klar für uns entscheiden mit einem Endresultat von 7:3.

 

27.09.2009 in Jona (Rain), Meisterschaft Runde 1

7:9 (0:6) vs. UHC JW Sursee 86 II; 3:7 (1:0) vs. Unihockey Langenthal Aarwangen III

Cazis muss Lehrgeld bezahlen - Keine Punkte zum Auftakt
Keine Punkte zum Auftakt in die 1. Liga-Saison für die Cazner. Gegen Sursee verschliefen die Bündner die erste Halbzeit komplett (0:6) und verloren mit 7:9. Gegen eines der besten Kleinfeldteams der Schweiz, dem Unihockey Langenthal Aarwangen zeigten die Cazner eine starke Partie, führten zur Pause 1:0 und bis 2 1/2 Minuten vor dem Ende mit 3:2, ehe die Berner drei Gänge hochschalteten und noch unglaubliche 5 Tore gegen staunende Cazner erzielten.

vs. Sursee
Pimm, Baff, Buff, Päng, Tock, Platsch. "Guten Morgen Cazis!" Mit 6 Toren begrüsste uns das gestandene 1. Liga-Team aus Sursee. 0:6 hiess es aus Sicht der Blaugelben zur Pause und so mancher dachte sich: "Das darf doch nicht wahr sein...". Es war wirklich brutal, wie fast jeder Schuss der Luzerner im Cazner-Netz zappelte. Die Bündner waren einfach nicht bereit. Die Halbzeitpause kam da gerade recht und Spieler-Coach Björn Söderberg appelierte an die Moral der Blau-Gelben und dem Gegner doch weniger Platz bei dessen Tor-Abschlüssen zu lassen. Cazis startete besser in die Halbzeit zwei und Ursin Spescha erzielte das erste Tor in der Geschichte von Blau-Gelb Cazis in der 1 Liga per Freistoss. Plötzlich änderten die Luzernen ihre Spielweise, versuchten den Vorsprung zu verwalten. Cazis übernahm dankend das Spieldikdat und erzielte Treffer um Treffer. Die Hände des gegnerischen Torhüters begannen zu zittern und dieser liess auch haltbare Treffer zu. Cazis zeigte viel Moral und die Anzeigetafel zeigte eine Minuten vor dem Ende 8:7 für Sursee an. Nun setzte man bei den Bündnern alles auf eine Karte, versuchte sich zu viert und ohne Torhüter, was die Luzerner zur Siegsicherung zum 9:7 nutzte. Sursee siegte am Ende dank der starken ersten Halbzeit verdient, mit etwas mehr Glück wäre ein Punkt drin gelegen.


vs. Langenthal
Unihockey Langenthal-Aarwangen, ein Team aus dem Kanton Bern, war der nächste Gegner. Das Team gehört zu den Favoriten auf den Schweizer Meistertitel. Die Blau-Gelben wollten einen guten Start erwischen und das Spiel möglichst lange offen halten. In einer sehr fairen Partien liessen die Berner die Cazner gewähren, welche es nicht verstanden, ihre hervorragend herausgespielten Chancen auszuwerten. So stand es nur 1:0 für die Bündner, ein zu knappes Resultat. Im Cazner Tor zeigte Joos Baumann eine grossartige Partie und durfte einen verdienten Halbzeit-Shoutout feiern. Die zweite Halbzeit verlief ähnlich ab, die Spieler wurden etwas aufsässiger und ULA merkte, dass sie mehr für das Spiel machen mussten. Nach zwei Toren der Berner stand es 2:2, wobei die Cazner das Spiel gegen den Favoriten mitgestaltete. Dann machte ein Langenthaler einen Fehler, Björn Söderberg schnappte sich den Ball und versenkte diesen im ULA-Tor wie zu seinen besten Zeiten. 3:2-Führung für Cazis und nur noch 2 Minuten und 40 Sekunden zu spielen, ULA erhielt einen Freistoss in der offensiven Zone zugesprochen, nahm das Time-out und kehrte ohne Torhüter, dafür mit vier Feldspielern zurück. Pass, Pass, Pass, Schuss und Tor. Schon stand es 3:3, was sich für die Cazner aber noch immer toll anhörte. Nach dem Tor gewannen die Berner das Bully (wie fast jedes Mal...) auf dem Mittelpunkt, Pass, Tor... Die ganze tolle Arbeit der Cazner war innert wenigen Sekunden zerstört und es wurde noch brutaler. ULA war plötzlich voll da und suchte gezielte Abschlüsse welche mit unheimlicher Präzision und Härte den Weg ins Blau-Gelbe Tor fanden... Einer rollte über den Pfosten auch noch in das leere Cazner-Tor. Hart aber wahr: Die Berner schossen konsternierte Bündner in nur 2 Minuten ab und erzielten in diesen 5 Toren zum brutalen Endresultat von 3:7 aus Sicht der Cazner...

Fazit:
Das Team ist in der 1. Liga angekommen. Es weht ein ganz anderer Wind, die Gegner sind stark, viele Spieler (besonders Torhüter) weit über 1.90m gross und haben oft ein unglaubliches Talent. Besonders die Cleverness (das Richtige im richtigen Moment richtig ausführen) einzelner Spieler und die Kaltblütigkeit beim Ausnützen der wenigen Tor-Chancen ist beeindruckend.
Aber auch die Cazner können erfreuliche Momente aus der ersten Runde in die Zukunft mitnehmen: Gegen ein starkes ULA bis 2 1/2 Minuten vor dem Ende zu führen und gegen Sursee eine Halbzeit lang sehr viel Charakter zu zeigen (eindrückliche Aufholjagd nach 0:6-Rückstand in Halbzeit 2), zeigt, dass die Bündner auch Klasse und viel Moral haben. Cazis musste einfach Lehrgeld bezahlen und sich zuerst an die Spielweise, den Rhythmus gewöhnen. Wir sind voller Tatendrang!
Wir freuen uns auf die nächsten Partien und hoffen auf zahlreiche Rückkehrer ins Team (Patric Werthan, Daniel Spescha, Ueli Marugg).
Leider war die erste Runde für einen Spieler zugleich die letzte. Als hätten die Heinzenberger nicht schon genug Personalsorgen, wird das Team auch noch der aktuell sehr stark aufspielende Casper Marugg verlassen. Er geht bis im März 2010 nach Australien. Cäspi, wir werden dich vermissen und freuen uns, wenn du wieder im Team bist! Viel Spass in Down Under!

Aufstellung:
Torhüter: Yves Lutz (spielte 15 Minuten gegen Sursee), Joos Baumann (spielte 25 Minuten gegen Sursee und 40 Minuten gegen ULA)

  1. Block: Casper Marugg, Stefan Neuhaus, Patrik Rageth
  2. Block: Björn Söderberg, Hercli Christoffel, Rolf Hefti
  3. Block: Daniel Fausch, Dominik Hardegger, Ursin Spescha

Coach: Mirco Schatz, Ueli Marugg (verletzt) Patric Werthan (verletzt), Daniel Spescha (verletzt), Ronny Camenisch (verletzt)
Abwesend: Markus Petrovic, Patric Sutter (Ferien), Bruno Reusser


Spielbericht Sursee:
Für die neue Saison, in welcher in der 1. Liga des Kleinfeld-Unihockeys nur noch 2 Gruppen à 10 Mannschaften um den Schweizermeister-Titel kämpfen, hat sich die 2. Mannschaft das Ziel gesteckt, den Ligaerhalten zu schaffen, um auch in Zukunft zu den 20 besten Unihockey-Kleinfeldteams der Schweiz anzugehören.
Um dieses Ziel zu erreichen, war es wichtig, bereits zum Saisonauftakt Punkte zu sammeln. Sursee startete dementsprechend in das erste Saisonspiel gegen Blau-Gelb Cazis. Man war bereits von der ersten Minute an hellwach und vor allem sehr effizient im Abschluss. Fast jeder Schuss war ein Treffer und so stand es zur Pause bereits 6:1 für die Luzerner. In der 2. Halbzeit hatte Sursee dann aber wie so oft Mühe, einen klaren Vorsprung geschickt zu verwalten, man lies den Gegner gewähren und so kam dieser wieder bis auf 1 Tor heran. Am Schluss versuchten es die Bündner mit 4 Feldspielern, doch Sursee konnte schlussendlich verdient mit 9:7 gewinnen.


Spielbericht ULA:
Zwei starke Minuten reichen zum Sieg,
27.09.09: Herren 3 vs. Blau-Gelb Cazis 7:3 (0:1)

38 Minuten schwach gespielt und "nur" 2:3 in Rückstand; danach den Turbo gezündet und in 1:40 Minuten 5 Tore erzielt um noch 7:3 zu gewinnen!

Die Vorbereitung zur ersten Meisterschaftsrunde war alles andere als berauschend. Ülle, Staudi, Sile, Ürsu, Mischtu und Role... dies die Liste der Abwesenden für die ersten beiden Meisterschaftsspiele. Es brauchte einige Telefonate und viel Koordinationsaufwand, bis wir zu unseren beiden Torhütern auch noch sechs Feldspieler beisammen hatten... In knapp 75 Minuten bretterten wir am Sonntag Morgen nach Jona und knappe 15 Minuten vor Spielbeginn kamen wir dann auch endlich in der Halle an! (knapper gehts nicht!) Nächstes mal ein Glas Wasser weniger und drei anstatt nur zwei Wecker stellen, gell Wats! ;)

Ohne richtiges Warmup starteten wir um 10:50 Uhr ins Spiel gegen den Aufsteiger. Die Müdigkeit zeigte sich auf dem Spielfeld ziemlich deutlich und gegen die wachen Cazner waren wir meistens einen Schritt zu spät! Ebenso harmonierten die neu zusammengewürfelten Linien (Roifu, Resu, Wats sowie Chringg, Wälti, Beek) noch nicht wirklich gut und so hatten wir es Affi zu verdanken, dass es nach einer Viertelstunde immer noch 0:0 hiess! Cazis kombinierte uns oftmals schwindlig und hatte das Spieldiktakt auf ihrer Seite. Unsere wenigen Abschlüsse hingegen verpassten das Ziel meistens um Längen und wenn mal ein Schuss aufs Tor kam, war der gegnerische Torhüter hellwach. Nach 16 Minuten erzielten die Cazner den ersten Treffer der Partie und in Halbzeit eins sollte dies der einzige Treffer bleiben.

Das Fazit in der Pause war ernüchternd: Keine Power, immer einen Schritt zu spät, fast keine Abschlüsse aufs gegnerische Tor, etc. Das Beste an den ersten 20 Minuten war die schwache Chancenauswertung des Gegners!

In Halbzeit zwei wollten wir alles ein bisschen besser machen... Es blieb lange Zeit beim "wollen"... Zwar erzielte Beek nach 90 Sekunden den Ausgleichstreffer, doch keine Zeigerumdrehung später waren es wieder die Cazner, die einen Treffer nachlegten. Das Spiel war nun offener und die Müdigkeit schien bei uns langsam zu verschwinden und die sechs Spieler auf dem Feld begannen besser zu harmonieren. Resu erzielte nach 28 Minuten den erneuten Ausgleich. Das Spiel war nun ausgeglichen, aber eine Führung von ULA hätte zu diesem Zeitpunkt noch immer nicht den Spielanteilen entsprochen. In der 37. Minute eröffnete ein unglaublicher Fehlpass vor dem gegnerischen Tor den Caznern eine weitere hochkarätige (Konter-)Chance und Söderberg konnte alleine auf Affi losziehen. Der Schwede zeigte seine Klasse und versenkte den Ball sicher in unseren Maschen - 2:3 und nur noch drei Minuten zu spielen... 1:40 vor der Sirene nahmen wir bei einem Freischlag in der gegnerischen Spielfeldhälfte unser Timeout und besprachen die neue Taktik. Ohne Torhüter und dafür mit vier Feldspielern kehrten wir aufs Spielfeld zurück und plötzlich sah man ein anderes ULA! Cazis beschreibt es in ihrem Spielbericht passend: "Pass, Pass, Pass, Schuss und Tor" und schon stand es 3:3 Unentschieden. Anspiel, Pass, Schuss, Tor - 4:3 - Beek setzte gleich noch einen drauf und war aus dem Sektor zwei mal erfolgreich! Cazis war geschockt und ULA plötzlich im Spielrausch! Anspiel, Pass, Pass, Schuss, Tor - 5:3 - Roifu hatte getroffen! (drei Tore innert 15 Sekunden erzielt man nicht alle Tage!) Cazis war nun stehend KO, erzielte zwar weitere 30 Sekunden später ein weiteres Tor, aber eben auf der falschen Seite... 6:3 für ULA - das Spiel war gelaufen! Die letzte Minute wurde aber dennoch zu Ende gespielt und eine weitere Kombination später war es Resu, der mit dem 7:3 den Schlusspunkt setzte!

Fazit: 38 Minuten schwach gespielt und dem Aufsteiger in allen Belangen unterlegen, danach aber zwei Minuten gezaubert und innerhalb von 1:40 Minuten 5 Tore erzielt! Wir sagen "Danke" und freuen uns über die ersten beiden Punkte der laufenden Saison!

 

20.09.2009 in Felsberg, Cup-Spiel 1/16-Finals
Blau-Gelb Cazis (1. Liga) vs. IBK Tar Heels Uznach (1. Liga); 9:12 (3:5; 3:6; 3:1)
Felsberg, Schulhaus-Turnhalle, Zuschauer: 100

Tore für Cazis: Rolf Hefti 4, Ursin Spescha 2, Dominik Hardegger 2, Patrik Rageth 1
Assists für Cazis: Björn Söderberg 4, Rolf Hefti 2, Stefan Neuhaus 1
Strafen: Cazis: 4x2 Mintuen; Uznach: 6x2 Minuten, 1x5 Minuten

Cup-Abenteuer nach 9:12-Niederlage zu Ende
Das Cup-Abenteuer endet dieses Jahr bereits im 1/16-Finale. Die IBK Tar Heels Uznach spielten effizienter und hatten mit ihrem Torhüter den Held der Partie. 9:12 lautete das Endresultat aus Sicht der Blaugelben nach drei Mal 20 Minuten Unihockey auf gutem Niveau vor einer hervorragenden Zuschauerkulisse.

Es war wieder fantastisch, wie viele Zuschauer auch den Weg nach Felsberg fanden. Aus bekannten Gründen müssen die Unihockeyaner aus Cazis ihre "Heimspiele" noch immer in tollen Sporthallen wie in Felsberg austragen. Dort wurden die beiden Teams IBK Tar Heels Uznach und Blau-Gelb Cazis um 18:15 frenetisch auf das Spielfeld getragen. Der 1. Ligist (und somit auch Meisterschaftsgegner) aus Uznach erwischte den besseren Start: Sie düpieten die Cazner per "Buabatrickli" und führten früh mit 1:0. Von nun an mussten die Blaugelben immer einem Rückstand nachrennen. Zur ersten Pause stand es 3:5 zu Gunsten der St. Galler. Die Cazner blieben also dran, machten viel für das Spiel, waren aber im Abschluss oft zu wenig gefährlich. Dominik Hardegger (2) und Rolf Hefti hatten für Cazis reüssiert.

Mit der Hypothek von zwei Toren (im Kleinfeld sehr wenig), ging es in den Mittelabschnitt. Dort lief es den Caznern nach Toren von Ursin Spescha und Rolf Hefti (2) verheissungsvoll, stand es doch zur Spielhälfte nur noch 6:7 aus Sicht der Bündner. Dennoch war dieses Drittel das entscheidende, konnte die Uzner danach doch drei Tore innerhalb von zwei Minuten erzielen. Dieses Drittel ging klar mit 3:6 an die St.Galler, was ein Spielstand vor dem letzten Drittel von 6:11 ergab. In der zweiten Drittelspause sah man zuerst geknickte Köpfe, es waren sich aber alle einig, dass dieses Spiel noch gedreht werden kann.

Die Cazner setzten alles auf eine Karte, agierten überraschend überlegen gegen immer mehr konditionell am Anschlag spielende Uzner. Im letzte Drittel waren die Heinzenberger überlegen, waren jedoch zu harmlos im Abschluss. Der gegnerische Torhüter kratzte unglaubliche Bälle aus der Luft und brachten die Blaugelben zur Verzweiflung. Dennoch zappelte der Ball nach einem schönen Tor von Patrik Rageth nach wenigen Minuten im Netz der Uzner. Die Zeit lief immer mehr davon, wobei die St.Galler ihre Emotionen nicht immer unter Kontrolle hatten (5 Minuten-Strafe drei Minuten vor dem Ende). Dort agierten die Cazner mit 4 gegen 2 Feldspieler, kamen jedoch mit dem starken Boxplay und dem "Spiderman" im Tor der Uzner nicht zurecht. Erneut Rolf Hefti und Ursin Spescha erzielten noch je ein Tor. 9:12 lautete das Endresultat in einem Spiel, welches die Blaugelben trotz Niederlage zuversichtlich in die Saison blicken lässt. Diese beginnt bereits nächstes Wochenende in Jona: Um 9:00 eröffnen die Cazner die 1. Liga-Saison gegen Sursee und spielen dann gegen einen der vielen Favoriten um den Gruppensieg, gegen Unihockey Langenthal-Aarwangen.

Fazit: Die Chancenauswertung war der entscheidende Punkt in dieser Partie. Während die Cazner den Uzner Torhüter so richtig heiss schoss, fielen einige unglückliche Tore (zwei Shorthander, Buabatrickli) auf der Seite der Bündner. Die Bündner müssen sich im Torabschluss massiv verbessern, mehr Druck im Raum des gegnerischen Torhüters machen und vermehrt für den Gegner unerwartete Abschlüsse suchen.
Bei der Videoanlyse ist klar ersichtlich, dass die Cazner das viel gepflegtere Unihockey praktizierten als der Gegner, mehr Ballbesitz, eingespielte Angriffe, mehr (vielfach ungefährliche) Torschüsse. Doch beim Abschluss hapert es massiv.
Erfreulich war, wie die Cazner (fast) jederzeit die Emotionen unter Kontrolle hatte. Sowohl auf dem Spielfeld als auch auf der Spielerbank liessen sich die Cazner nicht aus der Ruhe bringen. Während die Blaugelben 4 Zweiminuten-Strafen kassierten, mussten sich die Uzner vermehrt in Unterzahl beweisen (6x2 und 1x5 Minuten). Eigentlich hätten alleine die Überzahlsituationen die Partie entscheiden müssen...
Ein ganz dickes Lob geht noch an den Schiedsrichter Furrer, welchen man vorher noch nicht kannte. Der (noch) R2-Schiri hatte jederzeit alles unter Kontrolle und war der perfekte Mann für dieses schwer zu leitende Spiel. Er liess sich auch von der imposanten Zuschauerkulisse (Blau-Gelb Cazis haben eine riessige Fan-Gemeinschaft, herzlichen Dank!), welche ihre Teams lautstark unterstützen, nie aus der Ruhe bringen.

Aufstellung:
Torhüter: Yves Lutz (spielte 55 Minuten), Joos Baumann (spielte 5 Minuten), Markus Petrovic

  1. Block: Casper Marugg, Stefan Neuhaus, Patrik Rageth
  2. Block: Björn Söderberg, Hercli Christoffel, Rolf Hefti
  3. Block: Daniel Fausch, Dominik Hardegger, Ursin Spescha

Coach: Mirco Schatz, Ueli Marugg, Patric Werthan (verletzt), Daniel Spescha (verletzt), Ronny Camenisch (verletzt), Bruno Reusser
Abwesend: Patric Sutter (Ferien)

Spielbericht aus Uznach:
Cup-Kampfsieg gegen ebenbürdiges Cazis

Wie zu erwarten wurde es zu einem harten Stück Arbeit um in den Cup 1/8-Final einzuziehen. Blau-Gelb Cazis stieg diese Saison in die 1.Liga auf und hat darum sein Kader merklich verstärkt. Es wartete ein Spiel im Hexenkessel von Felsberg, bei dem es galt, die Emotionen tief zu halten und mit Geduld den Sieg zu erarbeiten.

Das Spiel begann wunschgemäss und so konnten die Uzner bereits früh in Führung gehen. Auf beiden Seiten gab es verheissungsvolle Chancen, welche anfänglich nicht genutzt werden konnten. Zudem war das Spiel erwartungsgemäss von Beginn weg sehr körperbetont und so gab es auch einige Strafen, welche dann sehr resolut genutzt wurden. So stand es am Ende des ersten Drittels 3:5 für die Tar Heels.
Im zweiten Drittel konnte sich der IBK kurzfristig auf vier Tore absetzen, büsste diesen Vorsprung aber innerhalb kurzer Zeit wieder ein, so dass es bei Spielhälfte  6:7 stand. Von diesem Zeitpunkt an ging nochmals ein Ruck durch das Uzner Team und so wurde durch eine sehr konzentrierte Defensive und die nötige Kaltblütigkeit vor dem gegnerischen Tor das Score bis Ende Mitteldrittel auf 6:11 erhöht.
Der Schlussabschnitt begann ebenfalls wunschgemäss. Der erwartete Ansturm von Cazis konnte mehrheitlich neutralisiert werden und die Zeit verstrich zu Gunsten der Uzner.  Vier Minuten vor Schluss beim Stand von 8:12 schien die Partie so gut wie entschieden. Dann kassierte C. Pfister eine hart aber vertretbare 5 Minuten Strafe, welche für Blau-Gelb nochmals die Chance bot, ohne Torhüter und mit vier gegen zwei Feldspieler das Spiel doch noch zu wenden, zumal gleich zu Beginn dieser Strafe der Anschlusstreffer zum 9:12 fiel. Durch ein mustergültiges Box-Play und einer über das ganze Spiel gesehen überragenden Leistung von Torhüter Brändle konnten die Tar Heels weitere Gegentreffer verhindern und gewannen zum Schluss knapp aber verdient.
Als nächster Gegner wartet der Drittligist DT Bäretswil, welcher sich überraschend für die Achtelfinals qualifizieren konnte und keinesfalls unterschätzt werden darf.

Blau Gelb Cazis (1.Liga KF) - IBK Tar Heels Uznach (1.Liga KF)   9-12 (3-5/3-6/3-1)
Turnhalle Felsberg,100 Zuschauer
Strafen: 4x2min Cazis, 6x2min + 5min(Ch.Pfister) Tar Heels Uznach

IBK Uznach: Brändle, Gübeli, Bochsler, Fehr(2), A. Pfister, Roschmann(4), Hellbach(1), R. Bachmann, Tremp(2), A. Broder(1), C. Pfister(2), R. Cotting
Bemerkung:  IBK ohne B. Cotting und M. Broder (beide verletzt), T.Bachmann (Ausland),  10‘ Gübeli krankheitshalber ausgewechselt, 34‘  Brändle hält Penalty von Cazis

 

Vorschau 1. Liga, Saison 09/10
20 Mannschaften, 2 Gruppen, so sieht die höchste Liga im Kleinfeld-Unihockey in der Schweiz aus. Blau-Gelb Cazis wurde in die Gruppe 2 eingeteilt und spielt nur noch gegen absolute Topmannschaften. Jedes Spiel wird ein harter Kampf, klare Siege wird es kaum geben, klare Niederlagen hingegen schon.

Auch in der Gruppe ist der UHCevi Gossau. Im Januar 2007 organisierte ich ein Testspiel gegen das seit Jahren beste Kleinfeld-Team in der Schweiz. Die Cazner, komplett angetreten und top motiviert erhielten eine Lehre in Sachen Unihockey. So mancher stellte sich und den Sport überhaupt in Frage. Wie ist es nur möglich, dass man mit drei Feldspielern und einem Torhüter so extrem überlegen sein kann? Wir spielten dazumal immerhin um den Gruppensieg in der 2. Liga mit.  Das Resultat habe ich verdrängt, aber es dürfte bei 3x20 Minuten circa 35:1 für Cevi gestanden haben…

Nun, viel hat sich seit damals geändert. Das Testspiel gegen Cevi wird von vielen Spielern sogar als einer der wichtigsten Auslöser bezeichnet, dass das Team diese Saison mit den 20 besten Teams der Schweiz spielen darf. Einige hat es vom hohen Ross geholt (hat man vorher doch viel mehr Siege als Niederlagen errungen und ist man relativ einfach von der 4. bis in die 2. Liga aufgestiegen). Andere Spieler wollen sich selber beweisen, dass auch sie auf einem ähnlichen Niveau wie die Top-Kleinfeld-Spieler agieren können.  
Viel hat sich also seit 2007 geändert. Spieler sind gekommen und gegangen. Jeder einzelne Spieler hat durch Wille, gutes Training und das nötige Talent, riesige Fortschritte gemacht. Ein Gossau wird man kaum bezwingen können, aber zu Slalomstangen werden die Blaugelben wie 2007 nicht mehr degradiert. Das Team will das Ihre dazu beitragen, gute Werbung für das Kleinfeld-Unihockey zu machen.

Ziele hat das von Stefan Neuhaus, Björn Söderberg und Mirco Schatz trainierte und gecoachte Team natürlich auch. Das mögliche Maximum aus jedem Spieler und dem Team herausholen und jedem Gegner ihr bestes Unihockey abverlangen. Es soll Spiele auf sportlich hohem Niveau geben. Von den Punkten her weiss man aus Erfahrung, dass circa 16 Punkte für den Liga-Erhalt (Rang 8) reichen. Doch in 18 Spielen 8 Siege einfahren, das ist in dieser Hammergruppe ein hoch gestecktes Ziel. Gegen wen sollten Punkte geholt werden? Ein Blick auf die Gegner kann da vielleicht helfen:

UHCevi Gossau
: Die unbestrittene Nummer 1 in der Gruppe 2, sind wieder hungrig nach der letzten Saison (Wachablösung der Berner Hurricanes). Hier Punkte zu budgetieren wäre realitätsfremd
Ticino Unihockey Bellinzona: Letztes Jahr spielten sie ganz vorne mit. Verloren aber auch einige Partien gegen schwächere Gegner. Vielleicht können die emotionalen Tessiner ausgetrickst werden
UHC JW Sursee 86: Ein grosses Fragezeichen in der Gruppe. Wer offiziell auf der Homepage nach Spielern sucht (Probetraining) muss ein Kader-Problem haben. Nun, am Sursee-Cup machten sie einen starken Eindruck. Und im Cup haben sie ein starkes Muotahtal besiegt. Cazis eröffnet um 9:00 gegen die Luzerner  die Saison, dann wissen wir mehr
Unihockey Langenthal Aarwangen: Sind Ülle Reinmann und Co dabei, dann gehören sie zur Elite im Kleinfeld-Unihockey. Spielt Ülle gegen uns, heisst es nicht nur staunen und lernen, sondern ihn zu bändigen versuchen. Die Mannschaft tut mir etwas Leid, müssen sie doch unsägliche Kilometer reisen um 80 Minuten Unihockey zu spielen. Aber liebe Langethaler, uns ergeht es auch nicht viel besser…
IBK Tar Heels Uznach: Die Uzner sind das einzige Team, gegen welches bereits Ernstkämpfe über die Bühne gingen. Noch nie konnte dieses Team von den Blau-Gelben bezwungen werden. Nach dem Cup 1/16-Finale werden wir sehen, ob uns das Team nun besser liegt und Punkte auch in der Meisterschaft drin liegen.
UHC Tigersharks Unterkulm: Eine grosse Unbekannte. Den Respekt hat sich der Verein sicherlich dank Playoff-Teilnahmen erarbeitet. Viel wird von einer sackstarken Nummer 7 berichtet. Da sind wir gespannt und das Dorf Unterkulm lernen wir auch noch kennen.
UHT Rapperswil-Jona: Was für ein Raiffeisen-Cup (klare Niederlagen). Und das Cup-Spiel in Flims (Sieg für Aussenseiter Flims), in welchem wir die St. Galler beobachtet haben. Wir kennen einige Spieler der alten Stadtrösler und haben auch in Flims sehr starke Spieler gesehen. Nun, ein angeschossenes Tier ist umso gefährlicher, Rapperwil wird zum Saisonstart voll da sein
White Horse Lengnau: Vor einem Jahr im August, spielte eine Cazner-Rumpftruppe ein Testspiel gegen die hochgepriesenen Lengnauer. Die Cazner gewannen gegen die vom Trainingslager müden Aargauer. Die Tabellen-Ränge der letzten Jahre (Playoff-Qualifikation letztes Jahr) sagen alles über die Qualität dieses Teams aus, sie gehören zu den Mitstreitern um die Playoff-Quali
Zürisee Unihockey: Der zweite Aufsteiger neben uns. Sie sind dank dem Rückzug von Stadtrose Rapperswil nachgerückt. Wir sind gespannt auf die Zürcher. Dieses Team gilt es sicher zu schlagen, will man eine Chance auf Rang 8 haben. Aber wir haben das Team noch nie live gesehen…

Kader 09/10
Torhüter: Joos Baumann, Markus Petrovic, Patric Sutter, Yves Lutz
Unsere Torhüter werden eine sehr wichtige Rolle übernehmen. Ich behaupte sogar, dass im Kleinfeld-Unihockey die Torhüter den wichtigsten Part ausmachen und am ehesten Spiele (ins positive wie negative) entscheiden können. Die Hüter müssen sicherlich noch grosse Fortschritte machen, sind aber auf einem guten Weg. Der Konkurrenzkampf spornt die Mannen an.
Spieler momentan Top-fit: Daniel Fausch (Captain), Patrik Rageth, Björn Söderberg, Ursin Spescha, Stefan Neuhaus, Rolf Hefti, Casper Marugg
Spieler, bei welchen wir auf schnelles Abklingen der Beschwerden hoffen, wir brauchen euch: Patric Werthan (Schultern), Daniel Spescha (Achilles-Sehnen), Ueli Marugg (Knie), Ronny Camenisch (Hüfte)
Neue Spieler, ebenfalls Top-fit: Hercli Christoffel (gekommen aus Flims, war dort jahrelang Captain. Ist ein hervorragender rechts-Schütze) und Dominik Hardegger (ebenfalls aus Flims. Jung, talentiert, willig)

 

Bündner-Cup 2009
Flims, 13. September 2009, 5 Spiele, Spielzeit je 2x20 Minuten

Alle Resultate Vorrunde Gruppe 1 (Flims, Trin, Cazis II, Ems)

Ems-Cazis II 1:7, Trin-Flims 9:6, Cazis II-Trin 3:6, Flims-Ems 8:10, Ems-Trin 3:10, Flims-Cazis II 2:4
Vorrunde Gruppe 2 (Zizers, Cazis I, Valendas, Tumpriv/Donat)
Valendas-Cazis I 3:11, Zizers Tumpriv 6:3, Tumpriv-Valendas 1:8, Cazis I-Zizers 4:5, Zizers-Valendas 6:0, Cazis I-Tumpriv 8:5

Halbfinale 1, Trin-Cazis I 3:4
Halbfinale 2, Zizers-Cazis II 9:11

Spiel um Platz 3, Zizers-Trin 8:7

Finale, Cazis I - Cazis II 5:5 (0:1 im Penaltyschiessen, je drei Schützen), Sieger: Cazis II

Aufstellung Cazis I:
Torhüter: Minuten Markus Petrovic, Joos Baumann, Yves Lutz
Spieler: Hercli Christoffel, Rolf Hefti, Patrik Rageth, Ursin Spesch, Dominik Hardegger, Daniel Fausch, Stefan Neuhaus, Casper Marugg, Björn Söderberg, Ueli Marugg, Rafael Brotschi
Staff: Mirco Schatz, Daniel Spescha (rekonvaleszent), Patric Werthan (rekonvaleszent), Bruno Reusser
Abwesend: Patric Sutter (beruflich)

Berichte Vorrunde:
vs. Red Devils Valendas (4. Liga) 11:3.
Eine katastrophale Leistung in der ersten Halbzeit. Nach einer Rede ins Gewissen eine kleine Leistungssteigerung in Halbzeit zwei. Höhepunkt war der Hattrick von Ursin Spescha in einem Einsatz! Einige Spieler von beiden Teams waren etwas übermotiviert. Jeder musste nach dieser Partie über die Bücher, so darf ein 1. Liga-Team nicht auftreten (weder spielerisch noch charakterlich)!
vs. Zizers United (2. Liga) 4:5.
Und wieder hat uns der "Angstgegner" aus Zizers ein Bein gestellt. Wie froh müssen die Cazner sein, müssen sie kommende Saison nicht mehr gegen Zizers spielen. Der clevere Gegner liegt uns einfach nicht. Während Cazis spielte und lief, schossen die Herrschäftler die Tore aus unmöglichsten Situationen (Weitschüsse, Boxplay etc.).
vs. US Tumpriv/Donat (4. Liga) 8:5.
Ein "überfaires" Spiel ohne grosse Höhepunkte endete mit einem Sieg für die Blaugelben. Cazis spielte 35 Minuten solide (Nach 30 Minuten hatte Tumpriv noch kein Tor erzielt und kaum einmal geschossen), ehe fast jeder Schuss der Schamser im Cazner Tor landete.Nach diesem Sieg beendeten die Cazner die Gruppenphase auf Rang 2 und zogen in den Halbfinal ein.

Halbfinale
vs. Castle Stars Trin (2. Liga) 4:3.
Früh ging Trin in Führung und baute diese auf 2:0 aus. Trin hat eine sehr starke Mannschaft und sich auf diese Saison mit dem NLA-Spieler Simon Capaul verstärkt. Es war eine tolle Partie auf einem hohen Niveau. Erst nach diversen Umstellungen in den letzten Spielminuten trafen die Blaugelben regelmässiger. So schaute ein sehr glücklicher 4:3-Sieg heraus.

Finale
vs. Blau-Gelb Cazis II (4. Liga) 5:5 nach 40 Minuten, Sieg für Cazis II im Penaltyschiessen.
Dass gleich beide Cazner-Teams im Finale standen, zeigt, wie gut die Arbeit im Heinzenberg in Sachen Unihockey ist. Cazis II hatte Zizers mit 11:9 im Halbfinale aus dem Turnier geworfen. Es ist nie einfach, gegen eigene Vereinsmitglieder zu spielen, ist doch immer die unterklassige Mannschaft sehr motiviert. So taten sich die beiden Teams nicht allzu weh. Cazis I musste immer einem Rückstand nachrennen und für die zweite Mannschaft traf Claudio Allemann eine Minute vor dem Ende zum 5:4. Dies war aber noch nicht das Ende, Ursin Spescha konnte 20 Sekunden vor dem Ende das Fanionteam ins Penaltyschiessen retten. Dorf traf nur Damian Platz von Cazis II, was die grosse Überraschung perfekt machte!
Es ist erfreulich zu sehen, wie Cazis II enorme Fortschritte gemacht hat. Kann das Team diesen Drive aufrecht erhalten, wird eine tolle Saison in der Meisterschaft spielen. Herzliche Gratulation an unsere zweite Mannschaft, für ein Jahr seid ihr sogar die Nummer 1 im Kanton Graubünden!

Gratulation an unser "Zwei"! (Fotos Bündner-Cup)

 

Trainingslager Bericht 1. Liga, Wohlen (BE),  4.-6. September 2009

Ein happiges Programm wartete auf die Spieler der 1. Liga. Nach der Reise am Freitagmorgen in den Kanton Bern nach Wohlen und dem einquartieren in der Turnhalle, stand das erste Mittagessen im Restaurant Kreuz an. Man wurde freundlich empfangen und es wurden gleich vier Gänge serviert (Salat, Tomatencremesuppe, Geschnätzeltes und Fruchtsalat). Mit (über-) vollem Bauch ging es in die für Kleinfeld-Unihockey perfekte Halle zur ersten Trainingseinheit;

Erste Trainingseinheit
: Taktik war angesagt. In Dreiergruppen mussten Auslösungen, Freistösse und das Defensivverhalten erarbeitet und dann dem Team vorgestellt werden.  Ueli Marugg brachte alles auf Papier und die Spieler übten die vorgeschlagenen Sequenzen.
Ebenso konnte man sich auf ein Einlaufen vor den Spielen einigen, welches sogar auf Video gebracht wurde. Dann hiess es Torhüter-Drill. Markus Petrovic, Yves Lutz und Joos Baumann wurden von den Spielern so richtig abgeschossen. Abgeschossen ist für einen Torhüter ein Kompliment, bedeutet dies doch, dass der Ball nicht im Tor landete. Nach circa 5000 Schüssen aus allen Richtungen durften die Torhüter unter die verdiente Dusche.

Bereits um 17:00
hiess es Kohlenhydrate essen, stand doch das Spiel gegen die Berner Hurricanes auf dem Programm. Einen grossen gemischten Salat und Spaghetti Bolognese waren da genau das richtige.
Dann folgte die kurze Reise nach Bäriswil (einige verfuhren sich und lernten noch Dörfer wie Jegenstorf kennen)  in die Höhle des Hurricanes
Bericht Testspiel Canes weiter unten

Nach interessanten Gesprächen nach dem Spiel mit den Canes wurde die Rückreise angetreten. Die Spieler waren sehr müde. Einige schauten noch auf dem Laptop das Spiel gegen die Canes nochmals an, ehe noch vor Mitternacht alle in den Tiefschlaf in der Turnhalle in Wohlen (die meisten schliefen auf Matten in der Halle. Yves Lutz, Daniel und Ursin Spescha hatten ein riesiges Wohnmobil dabei) fielen.

Am Samstagmorgen hiess es um 7:30 Aufstehen und sich für die Reise nach Kappelen bereit machen. Nach einem gemeinsamen Kaffee  in Aarberg folgte das Spiel in Kappelen.
Bericht Testspiel Kappelen weiter unten

Um circa 13:00 gab es im Restaurant Kreuz von Starkoch Peter Tschannen die nächste Mahlzeit (hier der Link mit der wärmsten Empfehlung zum wirklich hervorragenden Restaurant Kreuz in Wohlen: www.kreuzwohlen.ch). Diesmal gab es ein, ich zitiere Peter Tschannen: „sehr kleines“ Cordon-bleu mit Reis. Vorher einen Salat, Kartoffel-Suppe und danach ein Magnum-Stengel. Es gab übrigens Spieler im Team, welche tatsächlich zwei „sehr kleine“ Cordon-bleu assen… Nun dann, es stand ja nur noch ein Spiel an gegen den UHC Seedorf.

Nach der Mahlzeit war eine Teamsitzung auf dem Programm. Gemeinsames Analysieren der Spiele gegen Kappelen und Berner Hurricanes. Alle sagten ihre Meinung zur Frage „Was machen diese zwei Spitzenteams anders als wir, also worin liegt der Unterschied“. Es gab viele interessante Stimmen. Auch der Zukunft wurden einige Minuten gewidmet, sprich, was muss sich verbessern bei den Caznern, damit das Team in der schwierigen kommenden Saison bestehen kann.
Dann kamen die Seedorfer. Um 17:00 war Anfpfiff
Bericht Testspiel UHC Seedorf weiter unten

Nach dem erfolgreichen Spiel aus Cazner Sicht ging es in nach Radelfingen im Seeland, um mit den Seedorfern zu essen und dann in einer Sportsbar das WM-Fussball-Qualifikationsspiel Schweiz-Griechenland zu sehen. Es wurde viel geplaudert mit den Seeländern und einige Spieler fieberten richtiggehend der Fussballpartie hin. Andere nahmen es gemütlicher und freuten sich darüber, dass es in der Beiz im Berner Seeland Calanda-Bier gab. Das Spiel lief und die Schweiz gewann dann auch 2:0. Es war einen ausgelassene Stimmung bei den Blau-Gelben, erfreut über den Sieg der Schweizer und vielleicht auch über den verdienten Sieg über die Seedorfer. Mittendrin in der Party war der Berner Hurricanes-Spieler Rafael Brotschi. Er verbrachte den ganzen Tag mit den Caznern und zeigte ihnen auch noch, wie man richtig feiert: Muchas Marachas!!! ;-) Es wird  bereits gemunkelt, dass er die Blaugelben am Bündner-Cup kommendes Wochenende verstärken will… mal schauen, ob der torgefährliche und sympathische Spieler sich ins Bündnerland verirren wird…
Zu humaner Stunde ging es wieder in die Halle um zu schlafen (Dank an die Fahrer). Einige schauten auf dem Laptop noch einige Sequenzen vom Spiel gegen die Seedorfer, ehe dann alle zufrieden einschliefen.

Am Sonntagmorgen wurden keine grossen Stricke mehr verrissen. Auschlafen, aufräumen und packen war angesagt. Das geplante Training wurde gestrichen. Dafür wurde nochmals eine Teamsitzung einberufen (Captainwahl, Spiellerrat). Und ein letztes Highlight folgte noch: Das Mittagessen im Restaurant Kreuz: Es gab nochmals ein gigantisches Sonntags-Menu, welche wirklich alle überzeugte. Salat, Flädlisuppe gefolgt von einem Schweinssteak an Pilzen mit grosser Gemüseauswahl und Pommes-Frites. Der Dessert war dann der absolute Hammer:  Vacherin-Glacé (hier ein Bild: http://www.kreuzwohlen.ch/de/speistrank/index.cfm?treeID=44) Eine hervorragende Hausspezialität, leider etwas Kalorienreich… ;-)
Der Wirt drückte nach dem Essen noch jedem ein Bier in die Hand und es wurde „tschou zämä“ gesagt. Nochmals ein herzliches Dankeschön für die tolle Küche und Gastfreundschaft. Hier soll auch der unkomplizierte Hauswart Werner Sahli erwähnt werden, welcher uns alles zur Verfügung stellte, was wir in der Turnhalle brauchten. Er gab uns circa 60 Flaschen russisches Zauberwasser (Wasser, welches die russische Eishockey-Nationalmannschaft an der Heim-WM konsumierte). Vielen Dank, bis bald!

Noch ein Dankeschön an die Fahrer Casper Marugg, Yves Lutz, Mirco Schatz und Daniel Fausch, welche uns am Sonntag wieder heil nach Hause brachte!

Fazit des Trainingslagers: Es war ein tolles Trainingslager in Wohlen. Es war die richtige Reihenfolge der einzelnen Spiele (Lektion der Canes, eine leichte Steigerung gegen sackstarke Kappeler und die Krönung gegen komplett angetretene Seedorfer). Auch wurden am Tisch einige zukunftsweisende Entscheide gefällt, welche sich positiv auf das Team auswirken werden.  So wurde Daniel Fausch fast vom ganzen Team zum neuen Captain ernannt (Eine Stimme ging an Patric Werthan). Schlicht sensationell war die Arbeit der grossen Coaching-Staff-Gruppe. Vorbildlich agierten die rekonvaleszenten Ueli Marugg, Patric Werthan und Daniel Spescha  zusammen mit Coach Mirco Schatz an der Bande. Nicht zu vernachlässigen ist die teamfördernde Auswirkung solcher Events und das Team ist sicherlich zusammengewachsen.
Was aber die wichtigste Erkenntnis vom Trainingslager ist (und es ging ja um Unihockey), ist dass das Team sich vor keinem Gegner auf dem Feld verstecken muss. Klar wird es bittere Niederlagen absetzen, aber wenn der Gegner einfach besser ist, und die Cazner alles in ihrer Macht mögliche unternommen haben, muss dies anerkannt werden. So sind Kappelen und die Canes einfach (noch) zu gut, aber für Gegner wie Seedorf, einem Team welches letzte Saison in einer starken 1.Liga-Gruppe Rang 5 mit 20 Punkten belegte, werden ihr bestes Unihockey zeigen müssen, wollen sie gegen motivierte Cazner punkten.

 

Testspiel vs. Berner Hurricanes in Bäriswil (3:15)
Bäriswil, 4. August 2009, 19:30 Spielzeit 3x25 Minuten

Aufstellung:
Torhüter: 2x25 Minuten Joos Baumann, 1x25 Minuen Yves Lutz
Verteidiger: Daniel Fausch, Stefan Neuhaus
Stürmerpaar 1: Ursin Spesch, Rolf Hefti
Stürmerpaar 2: Casper Marugg, Patrik Rageth
Stürmerpaar 3: Hercli Christoffel, Dominik Hardegger
Staff: Mirco Schatz, Daniel Spescha (rekonvaleszent), Patric Werthan (rekonvaleszent), Ueli Marugg (rekonvaleszent), Markus Petrovic (überzähliger Torhüter)
Abwesend: Björn Söderberg, Bruno Reusser, Patric Sutter (alle beruflich)

Auf das Spiel gegen den aktuellen Schweizer Meister und Cup-Sieger im Kleinfeldunihockey war das Team besonders gespannt.  Einige Spieler hatten zitterige Knie, wollte man doch nicht allzu sehr auf die Kappe bekommen. Als man den Gegner  beim Einspielen sah, wurden einige Meisterhelden sofort erkannt (u.a. Marco Luginbühl, Rafael Brotschi (zu ihm später noch mehr…), Tom Lüthi oder Pascal Mülchi). Alles Namen, welche das Kleinfeldunihockey (vor ein paar Jahren das Grossfeld) prägen. Jedoch traten die Canes nur zu sechst an, wobei sie einen brillanten Torhüter zwischen den Pfosten haben.
Nun, es ging nicht lange und der Ball zappelte ein erstes Mal im Cazner Tor. Zu verkrampft und am Anfang des Trainingslagers noch ohne klares Konzept standen die Blaugelben oft auf verlorenem Posten.  Die Klasse der Einzelspieler (insbesondere die Technik, das Selbstvertrauen und die Cleverness, also eigentlich alles) der Canes sowie zwei oder drei einstudierte Varianten (z.B. einen Block stellen) machte den Unterschied aus. Zu clever agierte der Schweizer Meister und so hiess es nach 25 Minuten bereits 0:7. Und die Bündner? Nun, es war ein Drittel zum vergessen, respektive zum schauen und lernen.
Im zweiten Drittel sollte es nun besser werden. Und tatsächlich, auch die Cazner können Tore schiessen. Nun spielten die Blaugelben munter mit, es war aber offensichtlich, dass die Canes nicht mehr mit der letzten Konsequenz agierten. Nun war der grösste Unterschied in der Effizienz zu erkennen. Währendem die Schüsse der Cazner oft in den Beinen der Gegenspieler und den Fängen des Torhüters landeten, fanden die erfahrenen Berner die kleine Lücke ins Tor.
Im letzten Abschnitt machte man sich nicht mehr weh und am Ende lautete das Resultat 15:3 zu Gunsten der Stadtberner.

Fazit
: Es war die erhoffte Lektion für die Cazner. Es werden solche Spiele folgen in der Meisterschaft, Spiele gegen übermächtige Gegner. Nun, bisher waren die Blaugelben meistens auf der Gewinnerseite und es war eine gute Erfahrung, mit solchen Situationen umgehen zu lernen. Nicht, dass das Team eine Verlierermentalität aufbauen soll, dies natürlich nicht.
Die Hurricanes wurden im Vorfeld gebeten, vollgas zu gehen. Dieses Versprechen haben sie eingehalten und somit hat das Spiel den Caznern sehr viel gebracht. Es gilt ein System zu finden, auch gegen solche Gegner einen Weg zu finden.
Zudem konnte in dieser Partie noch ein Spieler verpflichtet werden:  Rafael Brotschi erklärte sich bereit, bei den Spielen gegen Kappelen und Seedorf dem Team zu helfen. Für die Bündner war dies eine willkommene Verstärkung, waren doch wegen Verletzungen nur acht Feldspieler einsatzfähig im Trainingslager.

 

Testspiel vs. UHC Kappelen (7:15)
Kappelen, 5. August 2009, 10:00 Spielzeit 3x25 Minuten

Aufstellung:
Torhüter: 2x25 Minuten Yves Lutz, 1x25 Minuen Markus Petrovic
Block 1: Ursin Spesch, Rolf Hefti, Daniel Fausch
Block 2: Casper Marugg, Patrik Rageth, Stefan Neuhaus
Block 3: Hercli Christoffel, Dominik Hardegger, Rafael Brotschi
Staff: Mirco Schatz, Daniel Spescha (rekonvaleszent), Patric Werthan (rekonvaleszent), Ueli Marugg (rekonvaleszent), Joos Baumann (überzähliger Torhüter)
Abwesend: Björn Söderberg, Bruno Reusser, Patric Sutter (alle beruflich)

Es freute die Cazner, als sie nach einer komplizierten Fahrt von Wohlen endlich in Kappelen ankamen. Im kleinen Seeländer Dörfchen wurden Strasse geteert, was das finden der Halle nicht so einfach machte. Als die Bündner die Halle betraten, waren die Kappeler bereits fleissig beim einspielen. Viele Gesichter wurden wieder erkannt, spielten die Blaugelben doch bereits letztes Jahr im Liga-Cup gegen die Berner (1/8-Finale, 17:8-Sieg für Kappelen in Felsberg vor rund 200 frenetischen Zuschauern. Für mich noch immer das schönste Spiel von der Stimmung her mit Blau-Gelb Cazis). Die Kappeler traten in diesem Testspiel in Bestformation an.
Es wartete also ein schwieriges Spiel auf die Blaugelben. Mit schweren Beinen vom Spiel gegen die Berner Hurricanes und noch etwas verschlafen, starteten die Cazner wieder schlecht. Die Kappeler waren spritziger, cleverer und in den Aktionen eingespielter. Schnell gingen die Berner mit einigen Toren in Vorsprung. Diesmal stand eine motivierte Truppe gegenüber, welche konsequent den Torabschluss sucht. Nach zwei Dritteln waren die Cazner platt, waren aber mit fünf Toren im Hintertreffen irgendwie noch dran. Das bedenkliche war, dass fast sämtliche Treffer vom Verstärkungsspieler Rafael Brotschi von den Canes erzielt wurde. Er erklärte sich bereit, die Cazner zu unterstützen, damit diese mit drei kompletten Linien agieren konnte.
Im letzten Drittel dominierten die Kappeler nach Belieben und liefen den müden Caznern um die Ohren. Am Ende gab es einen Diskussionslosen 15:7-Sieg für die Berner.

Fazit: Sackstark, was Kappelen bot. Ein Team, ja ein Dorf, welches Unihockey liebt und lebt und dies sieht man ihnen an. Ein lauffreudiges Team gespickt mit einigen Ausnahmekönnern (z.B. Marc Reusser). Kappelen gehört zu den Vereinen in der Schweiz, welche dem Kleinfeld-Unihockey ein Gesicht geben (hervorragende Juniorenarbeit ohne Stars im Team mit einem klaren sportlichen Konzept). Sie spielen aus meiner Sicht ein sehr attraktives Unihockey. Es ist den Bernern zu wünschen, dass sie bald einen Titel holen, verdient hätten sie es, stehen ihnen doch nur zwei, drei Teams vor der Nase (Gossau, Hurricanes). Den Caznern fehlt noch die Geduld, gegen dieses Team bestehen zu können. So wollten die Bündner das Spiel der Berner Seeländer kopieren und liefen die gleichen Wege, jedoch nicht mit den gleichen physischen Voraussetzungen. Meistens waren die Kappeler mindestens einen Schritt schneller, was auch den Unterschied ausmachte.

Testspiel vs. UHC Seedorf (11:9)
Wohlen, 5. August 2009, 17:00, Spielzeit 3x25 Minuten

Aufstellung:
Torhüter: 2x25 Minuten Markus Petrovic, 1x25 Minuen Joos Baumann
Block 1: Hercli Christoffel, Rolf Hefti, Patrik Rageth
Block 2: Ursin Spesch, Dominik Hardegger, Daniel Fausch
Block 3
: Stefan Neuhaus, Casper Marugg, Rafael Brotschi
Staff: Mirco Schatz, Daniel Spescha (rekonvaleszent), Patric Werthan (rekonvaleszent), Ueli Marugg (rekonvaleszent), Joos Baumann (überzähliger Torhüter)
Abwesend: Björn Söderberg, Bruno Reusser, Patric Sutter (alle beruflich)

Seedorf ist eine gute Viertelstunde von Wohlen entfernt. Es ist überhaupt beeindruckend, wie viele Unihockey-Teams in dieser Region sehr erfolgreich Unihockey spielen. Ich würde sogar sagen, dass das Berner Seeland und um die Stadt Bern die Unihockey-Hochburg liegt. Aus diesem Grund fand das Trainingslager auch im Kanton Bern statt.
Die Seedorfer kamen mit dem kompletten Kader nach Wohlen um den Cazner eine weitere Niederlage zuzufügen. Sie starteten motivierten und gingen auch 1:0 in Führung. Cazis antwortete aber sogleich und man spürte schon nach den ersten Minuten, dass hier ein anderes Cazis spielte als noch gegen Kappelen oder die Hurricanes. Die Bündner wollten den Sieg unbedingt, sie spielten entschlossener im Abschluss, spielten Doppelpässe und wichen keinem Zweikampf aus. Es war ein tolles Spiel der Cazner und dies war nicht zu erwarten nach bereits zwei bitteren Spielen. Das 1:0 der Seedorfer war das einzige Mal in der Partie, dass die Berner in Führung waren. Plötzlich führten die Bündner mit zwei, dann gar mit drei Toren. Zwar blieben die Seedorfer immer dran, aber meistens folgte die Antwort der Blaugelben sogleich. Das Highlight der Partie war das Tor von Patrik Rageth. Ein mustergültiger Konter mit drei Direktpässen zwischen Rolf Hefti und Patrik Rageth mit dem krönenden Abschluss   Am Ende schaute ein verdienter 11:9-Sieg heraus.

Fazit
: Bravo Cazis! Gelernt aus den Spielen zuvor und gemeinsam einen sehr starken Gegner bezwungen. Somit hat man auch die Erkenntnis, dass mit guten Leistungen durchaus Punkte zu holen sind in der starken 1. Liga. Seedorf spielt seit Jahren in der 1. Liga munter mit und holte auch letzte Saison in der starken Berner-Gruppe 20 Punkte! Sie bezwangen sogar Kappelen in der Rückrunde. Es war eine sehr reife Leistung der Blaugelben, welche das Team zuversichtlich machen darf. Es wurde mit Freude Unihockey gespielt und das Lachen kehrte nach zwei lehrreichen Niederlagen auf die Lippen zurück. Die Bälle fanden plötzlich den Weg ins gegnerische Tor und das Vorgenommene (mehr Abschlüsse, clever spielen, kommunizieren) wurde gut in die Tat umgesetzt. Auf diesem Spiel kann man aufbauen und zuversichtlich in die Zukunft (Bündner-Cup am 13. September, Cup-Spiel am 20. September, Meisterschafts-Start am 27. September) blicken.

 

30.08.2009 in Sursee (Stadthalle), Vorberetungsturnier Kleinfeld

Sursee-Cup hat Spass gemacht

Nach einem Sieg gegen Schüpfheim und einem überraschenden 1:1 gegen Liga-Konkurrent und nächstem Cup-Kontrahent IBK Tar Heels Uznach sind die 7 Blaugelben (davon 2 Torhüter) hervorragend ins Turnier gestartet. Doch leider klappte danach nicht mehr viel und die Bündner mussten in den restlichen drei Gruppenspielen immer einem Rückstand nachrennen. Besonders die dritte Partie gegen Regensdorf ging unnötig verloren. Nachdem Daniel Fausch und Coach Mirco Schatz zur Truppe gestossen sind, wollten die Cazner die letzten beiden Gruppenpartien gewinnen. Doch sowohl Eschenbach als auch Muotathal waren an diesem Tag besser. 0:2 gegen Eschenbach in einer hitzigen und oft unfairen Partie sowie einer 3:4-Niederlage gegen das stärkste Team der Gruppe aus Muotathal bedeutete das vorzeitige Aus der Cazner.
Das Turnier wird trotzdem in guter Erinnerung bleiben: Es war ein wunderschöner Spätsommertag, das Turnier war perfekt organisiert, viele Bekannte aus anderen Teams hat man getroffen, die 1. und 2. Liga-Teams boten Unihockey auf höchstem Niveau und auch die 1. und 2. Ligistinnen der Damen waren mehr als nur ein Blick wert. Somit haben einige Spieler wieder ein paar Spiele mehr in den Beinen und es darf erwartet werden, dass diese auch einiges gelernt haben. Es ist zu hoffen, dass man nächste Saison mit einer  schlagfertigeren Truppe (von der Anzahl der Spieler her) wieder an das Turnier reisen kann. Denn der Wanderpokal hat es in sich und zog wegen seiner enormen Grösse viele wehmutige Blicke nach sich…
Danke an Sursee für die tolle Organisation!

Für Cazis auf Punktejagd gingen
: Ursin Spescha (Torschützenkönig der Blaugelben), Ueli Marugg (Backhand-Torschützenkönig), Hercli Christoffel (Weitschützenkönig), Dominik Hardegger (Party-König), Stefan Neuhaus (Torchancenversieber-König), Yves Lutz (Frauen(Frosch)könig), Markus Petrovic (Reflex-König), Daniel Fausch (Dribbelkönig), Mirco Schatz (Coaching-König)

 

14.08.2009 in Romanshorn (TG) Cup-Spiel 1/32-Finals - Bericht aus Romanshorn

Ohne Druck
erstellt/geändert am Freitag, 14. August 2009 von Andreas Schlumpf

Am letzten Sonntag versammelten sich die Barracudas um 10:30 Uhr in der Kantihalle Romanshorn zu ihrem ersten Training nach den Sommerferien. Das Training dauerte nur gut eine Stunde. Um 12.00 Uhr gingen wir alle zusammen ins Restaurant Pier zum Spaghetti-Essen. Nach der wohltuenden Mahlzeit schauten wir uns das Cup-Spiel der Damenmannschaft an. Leider erlitten diese eine diskussionslose 2:19-Niederlage gegen den UHC Eschenbach.

Um 16.00Uhr war es endlich soweit. Wir spielten gegen den bekannten Gegner Blau-Gelb Cazis. Cazis machte uns schon im ersten Drittel klar, dass Sie wohl keine Sommerpause hatten. Das Resultat am Ende des 1. Drittels entschied Cazis mit 3 : 6 für sich.

In der ersten Drittelspause wurden die wichtigsten Fehler angesprochen. Im 2. Drittel wollten die Barracudas erfolglos diese wieder gut machen. Ende des 2. Drittels stand es für Cazis 14 : 3.

In der zweiten und letzten Drittelspause war uns klar, wenn jemand sagen würde: "Jetzt drehen wir den Spies", wäre dies übertrieben. Der Trainer Reto Alther gab folgendes Motto auf den Weg: "Lasst uns rausgehen und lasst uns lernen!" und damit hatte er Recht. Es gibt keine bessere Gelegenheit als ein Cup-Spiel als Saisonvorbereitung. Also starteten wir ohne Druck ins dritte Drittel und bereits nach neun Sekunden erzielten wir das erste Goal zum 14:4. Es folgten noch weitere sieben Treffer. Cazis erzielte im letzen Drittel nur einen Treffer. Das Endergebnis 11 : 15 war somit schlussendlich „gar nicht so schlecht“.

09.08.2009 in Romanshorn (TG) Cup-Spiel 1/32-Finals
UHC Barracudas Romanshorn (2. Liga) vs. Blau-Gelb Cazis (1. Liga); 11:15 (3:6; 0:8; 8:1)
Romanshorn, Kantonsschule, Zuschauer: 30

Zwei sehr gute und ein sehr schwaches Drittel bringen Cazis im Liga-Cup eine Runde weiter
6:3, 8:0,1:8. Dies sind die Drittelsresultate der Partie Blau-Gelb Cazis gegen Barracudas Romanshorn im Liga-Cup 1/32-Finale. Zwei Drittel lang dominierten die Bündner, ehe sie sich im letzten zu sicher fühlten und die Thurgauer nochmals herankommen liessen. Die Hypothek für die Romanshorner nach zwei Drittel war aber zu gross und so lautete das Endergebnis 15:11 für Cazis.

In den bisherigen Partien gegen Romanshorn hiess der Sieger immer Cazis. Zweimal im Liga-Cup (19:11/12:10) und zweimal in der Meisterschaft (5:2/9:7). Diese reine Weste wollten die Blaugelben natürlich behalten und auch zum fünften Mal gegen die Barracudas gewinnen. Zum ersten Mal durften aber die Romanshorner das Heimrecht auf ihrer Seite wissen, was die Ausgangslage etwas delikater machte.

Im ersten Drittel wollten die Cazner gleich zeigen, wer dieses Spiel als Sieger verlassen wird. Cazis hatte mehr vom Spiel und erzielte schöne, herausgespielte Tore, währendem die Treffer der Thurgauer durch glückliche Abpraller zustande kamen. Mit 6:3 ging es in die erste Pause, wobei das Resultat eher zu knapp ausfiel.

Im zweiten Drittel wollten die Heinzenberger am guten ersten Drittel anknüpfen, sich jedoch in der Chancenauswertung verbessern. Eine Traumkombination zwischen Björn Söderberg und Ursin Spescha leitete ein perfektes Drittel ein. 8:0 gewannen die Cazner dieses Drittel, welches seinen Höhepunkt zwischen der 33. Und 34. Minute hatte: Innerhalb von 22 Spielsekunden erzielten die Bündner 3 Tore, aufgeteilt auf alle drei Blöcke. Ursin Spescha, Rolf Hefti und Ueli Marugg erzielten die schnellen Tore. Und hinten hielt der starke Torhüter Joos Baumann was es zu halten gab und konnte so einen „Drittel-Shut-out“ feiern. Nach 40 Minuten lautete es 14:3 zugunsten von Cazis. Man konnte also beruhigt ins letzte Drittel gehen…

Bereits nach neun Sekunden im dritten Drittel konnten die Romanshorner zum 4:14 verkürzen. Nur eine Minute später hiess es 5:14. Gemessen am Vorsprung den sich die Bündner herausgespielt hatten, beunruhigte das noch niemanden, erzielte doch wenige Sekunden später Dominik Hardegger nach schönen Zuspiel von Stefan Neuhaus sein erstes Tor in seinem ersten Spiel für Blau-Gelb Cazis. Dann wurde es aber ganz übel für Cazis: Bis zur 52. Spielminute erzielten die Thurgauer weitere fünf Tore zum 10:15 und es dauerte noch lange acht Minuten. Was war da geschehen. Cazis war total von der Rolle und musste nun reagieren. Aufgrund des Spielverlaufs wollten die Bündner nur noch den Sieg sichern und konzentrierten sich auf Ballhalten, um den Vorsprung über die Zeit zu bringen. Es war kein schönes Spiel mehr, aber im Cup zählt nur das weiterkommen. Die Barracudas konnten noch ein Tor in der letzten Spielminute durch einen Penalty erzielen und so zum Endresultat von 15:11 für Cazis verkürzen.
Nun heisst der Gegner im 1/16-Finale IBK Tar Heels Uznach (1. Liga) oder UHC Flims (3. Liga).

Fazit:
Ein Drittel gut, ein Drittel sehr gut, ein Drittel sehr schwach. So könnte man das Spiel zusammenfassen. Woran der Zusammenbruch im letzten Drittel lag, ist schwierig zu sagen. Vielleicht an den Blockumstellungen, müden Beinen wegen des Sommertrainings, Selbstzufriedenheit oder war es einfach, weil die Romanshorner im letzten Drittel frei aufspielten? Man liess sicherlich die nötige Konsequenz vermissen, stand nicht mehr so nahe beim Mann und der interne Wettbewerb „wer erzielte das schönste Tor“ ging nach dem sehr guten zweiten Drittel weiter.
Das Team kann sicherlich zwei Dinge aus dem letzten Drittel mitnehmen: Im Kleinfeld-Unihockey kann es sehr schnell gehen (diese Erfahrung muss man am eigenen Leib spüren) und dass man immer bereit sein muss (man muss es auch können…), sein eigenes Spiel umzustellen: Nach der 52. Spielminute und dem 10:15 der Romanshorner versuchten die Cazner das Spieldiktat wieder in die Hand zu nehmen und spielten „hässliches“ aber erfolgreiches Unihockey. Den Sieg nach Hause bringen, lautete das Motto, was dem Team einigermassen gut gelang.

Nicht vergessen darf man auch den Gegner Barracudas Romanshorn, welcher seit vielen Jahren ein schönes und erfolgreiches Unihockey in den beiden obersten Ligen spielt und von den Caznern immer wieder ihr bestes Unihockey abverlangt.

Nimmt man das ganze Spiel in Betracht, darf das Team um Trainerstaff Björn Söderberg, Stefan Neuhaus und Mirco Schatz gelobt werden. Das Team steht mitten in der Vorbereitung (Konditionstraining) und hat taktisch für die kommende Saison noch nichts angeschaut. Es ist erfreulich zu sehen, wie viel Potential in dieser Mannschaft steckt. Ist sie bereit zu arbeiten, die taktischen Anweisungen des Trainerstaffs zu befolgen, gepaart mit der Kreativtät jedes einzelnen, kann dieses Team noch Berge versetzen.


Aufstellung:
Torhüter: Joos Baumann, Markus Petrovic

  1. Block: Ueli Marugg, Stefan Neuhaus, Patrik Rageth
  2. Block: Daniel Fausch, Ursin Spescha, Björn Söderberg
  3. Block: Dominik Hardegger, Hercli Christoffel, Rolf Hefti, Casper Marugg

Coach: Mirco Schatz, Patric Werthan (verletzt), Daniel Spescha (verletzt)
Abwesend: Yves Lutz (Ferien), Bruno Reusser (verletzt), Patric Sutter (beruflich), Ronny Camenisch (verletzt)
Bemerkung: Erstes Spiel von Dominik Hardegger für Blau-Gelb Cazis

1. Drittel

Zeit

Ereignis

Resultat

00:00

Beginn des 1. Drittels

01:34

Tor für Blau-Gelb Cazis durch Christoffel (Assist Hefti)

0 : 1

04:25

Tor für Blau-Gelb Cazis durch U. Marugg

0 : 2

10:37

Tor für UHC Barr. Romanshorn durch Reichen

1 : 2

11:28

Tor für Blau-Gelb Cazis durch Hefti

1 : 3

15:31

Tor für Blau-Gelb Cazis durch U. Spescha (Assist Söderberg)

1 : 4

15:41

Tor für Blau-Gelb Cazis durch Hefti

1 : 5

16:20

Tor für UHC Barr. Romanshorn durch S. Sonderegger (Assist Grädel)

2 : 5

18:28

Tor für UHC Barr. Romanshorn durch Schmid (Assist S. Sonderegger)

3 : 5

18:55

Tor für Blau-Gelb Cazis durch Söderberg (Assist U. Spescha)

3 : 6

20:00

Resultat am Ende des 1. Drittels

3 : 6

 
2. Drittel

Zeit

Ereignis

Resultat

20:00

Beginn des 2. Drittels

21:10

Tor für Blau-Gelb Cazis durch U. Spescha (Assist Söderberg)

3 : 7

23:50

Tor für Blau-Gelb Cazis durch C. Marugg (Assist Hefti)

3 : 8

23:50

Timeout UHC Barr. Romanshorn

27:39

Tor für Blau-Gelb Cazis durch S. Neuhaus (Assist Rageth)

3 : 9

30:36

Tor für Blau-Gelb Cazis durch Söderberg

3 : 10

32:47

Tor für Blau-Gelb Cazis durch U. Spescha (Assist Söderberg)

3 : 11

32:57

Tor für Blau-Gelb Cazis durch Hefti (Assist C. Marugg)

3 : 12

33:09

Tor für Blau-Gelb Cazis durch U. Marugg (Assist S. Neuhaus)

3 : 13

36:55

Tor für Blau-Gelb Cazis durch Christoffel (Assist C. Marugg)

3 : 14

40:00

Resultat am Ende des 2. Drittels

3 : 14

 
3. Drittel

Zeit

Ereignis

Resultat

40:00

Beginn des 3. Drittels

40:09

Tor für UHC Barr. Romanshorn durch S. Sonderegger (Assist Zahnd)

4 : 14

41:08

Tor für UHC Barr. Romanshorn durch Reichen

5 : 14

41:17

Tor für Blau-Gelb Cazis durch Hardegger (Assist S. Neuhaus)

5 : 15

43:13

Tor für UHC Barr. Romanshorn durch Slaviero (Assist Schroff)

6 : 15

44:28

Tor für UHC Barr. Romanshorn durch Zahnd

7 : 15

44:28

Timeout Blau-Gelb Cazis

44:55

Tor für UHC Barr. Romanshorn durch Reichen (Assist Grädel)

8 : 15

47:10

Tor für UHC Barr. Romanshorn durch S. Sonderegger (Assist Zahnd)

9 : 15

51:43

2" Strafe gegen Blau-Gelb Cazis (U. Marugg )

51:49

Tor für UHC Barr. Romanshorn durch S. Sonderegger (Assist Zahnd)

10 : 15

58:43

2" Strafe gegen UHC Barr. Romanshorn (Schmid )

59:22

Tor für UHC Barr. Romanshorn durch S. Sonderegger

11 : 15

 

 

27.07.2009 in Näfels (GL) Cup-Spiel 1/64-Finals
Daniel Fausch konnte den Bericht der Froni Fighters zu Cup-Spiel finden. Ich erlaube mir diesen hier hineinzukopieren. Viel Spass beim Lesen!

Trotz einer guten Leistung sind die Unihockeyspieler aus Mollis im 1/64-Final ausgeschieden. Die Molliser unterlagen in einem intensiven Spiel der 1.-Liga-Mannschaft Blau-Gelb Cazis mit 13:19. Den Froni Fighters gelang ein Start nach Mass. Bereits der erste Schuss nach 21 Sekunden fand den Weg ins gegnerische Tor. Die Molliser konnten sich aber nur kurz über diesen Traumstart freuen, erzielte der Gegner doch postwendend den Ausgleich. Doch noch bevor das Spiel eine Minute alt war, erzielte Fäh die erneute Führung für die Froni Fighters. Der 1.-Liga-Aufsteiger aus Cazis sah sich einer von Coach Hösli gut eingestellten und organisierten Mannschaft gegenüber und hatte sichtlich Mühe, ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden und das Spieldiktat zu übernehmen. Die Molliser gestalteten das Spiel bis zur Hälfte des ersten Drittels ausgeglichen und schossen in der elften Minute durch Mats Romer den Ausgleich zum 4:4. Erst in den letzten Minuten vor der ersten Pause konnten die Bündner den Druck erhöhen und bis zur Pause auf 9:5 davonziehen.

Den Start ins zweite Drittel gelang den Mollisern nicht optimal und sie mussten bis zur 30. Minute dem Gegner drei weitere Treffer zugestehen. Die Froni Fighters kämpften aber beherzt weiter und kamen wieder zu Torchancen. Zweimal Schneider und Mats Romer trafen in dieser Phase des Spiels für die Molliser und verkürzten auf 8:12. Bis zur Pause mussten die Froni Fighters dem Gegner aber nochmals vier Treffer zugestehen und erzielten ihrerseits nur noch ein weiteres Tor durch Mats Romer. Mit dem Gesamtscore von 9:16 ging es in die zweite Pause.

Dass die Moral der Molliser intakt ist, bewiesen sie im letzten Spielabschnitt. Obwohl den Spielern aus Cazis die ersten zwei Treffer des letzten Drittels gelangen, steckten die Froni Fighters nicht auf und kämpften weiter. In dieser Phase des Spiels war zu erkennen, dass sich die junge Molliser Mannschaft in den letzten Monaten stets weiterentwickelt hat und viel Potenzial in diesem Team steckt. Die Froni Fighters erzielten noch vier Tore und konnten das letzte Drittel somit für sich entscheiden. Am Schluss stand es 19:13 für die Mannschaft aus Cazis.

Trotz dieser Niederlage können die Molliser auf ihre Leistung Stolz sein. Für ihren kämpferischen Einsatz erhielten sie dann auch Lob von der gegnerischen Mannschaft. Auch Spielertrainer Iten lobte die Mannschaft und blickt zuversichtlich auf die kommende 5.-Liga-Saison.

04.07.2009 in Näfels (GL) Cup-Spiel 1/64-Finals
Froni Fighters Mollis (5. Liga) vs. Blau-Gelb Cazis (1. Liga); 13:19 (5:8; 4:8; 4:3)
Näfels, Linth-Arena SGU, Zuschauer: 30

Nach Sieg gegen beherzte Glarner nun gegen Romanshorn
19:13 hiess es zu Gunsten der Cazner im 1/64-Finale des Kleinfeld-Liga-Cups. Die Froni Fighters aus Mollis begrüssten die Bündner in einer schwülen Sporthalle im gigantischen Sportzentrum "Linth-Arena" in Näfels. Auf einem eher kurzen Spielfeld ging es nur wenige Sekunden und schon lagen die Glarner in Führung. Der erste Schuss auf das Tor der Cazner zappelte im Netz. In diesem Stil ging es weiter. Nach nur sechs effektiv gespielten Minuten stand es bereits 4:2 für die Bündner. Es entwickelte sich ein Pingpong-Unihockey mit Chancen hüben wie drüben. Die Bündner versuchten das Spiel endlich an sich zu reissen und wollten Regie auf dem Spielfeld führen. Dies zeigten sie mit immer mehr Ballbesitz, jedoch eröffneten technische Mängel oder haarsträubende Aktionen den Froni Fighters immer wieder Torchancen, welche sie auch ausnutzen. 8:5 nach 20 Spielminuten lautete das Resultat. Wenigstens hatten die Zuschauer Spass an den vielen Toren.
Im zweiten Drittel ging es ähnlich weiter. Beide Teams schossen fleissig Tore. Die Froni Figthers aus Mollis (Froni ist übrigens ein impossanter Hausberg von Mollis) vier und Blau-Gelb Cazis deren acht. Mit einem beruhigenden Vorsprung von sieben Toren sollte eigentlich alles klar sein.
Im letzten Abschnitt konnte noch so einiges geübt werden: Innerhalb von nur drei Minuten erhielten die Molliser zwei (jeweils ohne Erfolg) und die Cazner einen Penalty (welcher von Ursin Spescha sicher verwandelt wurde) zugesprochen. Box- und Powerplay wurde auch noch gespielt. Dieses Drittel gewannen die Glarner mit 4:3. Eine faire Partie gegen beherzt kämpfende Molliser ging zu Ende.

Fazit: Hauptsache gewonnen. Das "Wie" interessiert schon jetzt nicht mehr. In solchen Spielen kann die oberklassige Mannschaft eigentlich nur verlieren. Alle erwarten ein Gala-Vorstellung des 1.Ligisten, es wird aber vergessen, dass einige Faktoren mitspielen: Beherzt kämpfende Gegner, die sich schon lange auf das Spiel freuten, eine neue Umgebung, ein eher kurzes Spielfeld, abwesende Spieler, ausprobieren von neuen Block-Zusammenstellungen usw. Was eine mögliche Erkenntnis des Spiels sein kann, ist die Einsicht, dass einige Spieler im blaugelben Kader nicht ihre persönlichen Stärken ("Grind aba und seckla", "Go hart or go home") ablegen dürfen um technisch zaubern zu wollen. Es muss im Vordergrund stehen, die Stärken jedes einzelnen noch besser im Spiel einzusetzen.

Das Spiel muss nun abgehakt werden. Im 1/32-Finale warten die Barracudas aus Romanshorn, einen Gegner welchen man bestens kennt und bisher immer erfolgreich bezwungen hat. Dieser Ernstkampf wird ein wichtiges Spiel im Hinblick auf die kommende Saison, werden die Romanshorner doch alles unternehmen, um nicht zum fünften Mal in Serie als Verlierer in diesem Duell vom Platz zu gehen. Das Spiel findet am Sonntag, 9. August um 16:00 in Romanshorn statt. Wir freuen uns auf ein brisantes Duell und ein hochklassiges Spiel!

Aufstellung:
Torhüter: Joos Baumann, Markus Petrovic, Yves Lutz

  1. Block: Ueli Marugg, Stefan Neuhaus, Rolf Hefti
  2. Block: Daniel Fausch, Patrik Rageth, Ursin Spescha
  3. Block: Caspers Marugg, Hercli Christoffel, Livio Schatz

Coach: Mirco Schatz, Patric Werthan (verletzt), Daniel Spescha (verletzt)
Abwesend: Björn Söderberg (beruflich), Bruno Reusser (verletzt), Patric Sutter (beruflich), Ronny Camenisch (nicht spielberechtigt)

 

16.05.2009 in Appenzell (AI) Cup-Spiel, Swiss Mobiliar Cup (Grossfeld) 1/128-Finals
UH Appenzell (3. Liga Grossfeld) vs. Blau-Gelb Cazis (1. Liga Kleinfeld); 5:3
Appenzell, Halle Wühre, Zuschauer: 30

Blau-Gelb ist doch besser auf dem Kleinfeld

3:5 endete die Partie zu Gunsten der Appenzeller. Dieses Resultat geht in Ordnung, machten doch die Appenzeller viel mehr für das Spiel und hatten auch das viel breitere Kader. In die Geschichte eingehen wird das erste Grossfeld-Tor in einem Ernstkampf für Blau-Gelb Cazis: Dieses Schoss Casper Marugg. Vor dem Spiel wurde in den Reihen der Bünder noch über dieses Ereignis gewitzelt. Die Freude bei Casper Marugg war riessig und setzte zu einem langen Jubellauf durch die sensationelle Sporthalle Wühre an. Es war kein grossartiges Spiel, das schlechteste Team aber schnell gefunden ist: Die Schiedsrichter. Es war eine Katastrophe, was dieses Schiri-Duo auf dem Feld bot, reine Selbstinszenierung. Schade, dabei wollten die Blau-Gelben nur etwas Spass haben, dieser Spass ging aber wegen den übermotivierten Unparteischen (rote Karte für Cazis, zahlreiche 2-min-Strafen, und viel blablablabla um nichts) schnell verloren.

Gratulation an die Appenzeller!!


Aufstellung:
Torhüter: Yves Lutz

  1. Block: Daniel Fausch, Casper Marugg, Ursin Spescha, Rolf Hefti, Markus Petrovic
  2. Block: Fabio Hefti, Patric "Her" Sutter, Stefan Neuhaus, Ueli Marugg, Patrik Rageth

Coach: Mirco Schatz,
Abwesend: Daniel Spescha, Björn Söderberg, Patric Werthan, Joos Baumann, Patric Sutter, Ronny Camenisch (alle private Gründe), Bruno Reusser (verletzt)


Bericht des UH Appenzell
(http://www.uh-appenzell.ch/index.php?site=News&action=show&id=348)

Herren 1 - Hart umkämpfter Cup-Sieg 17.05.2009

Der UHA hatte bereits vor dem Spiel grossen Respekt vom Gegner, obwohl dieser in der Meisterschaft auf dem Kleinfeld spielt. Schliesslich gelang es Cazis in der Saison 08/09 in die höchste Kleinfeld-Liga aufzusteigen. Entsprechend wollte man sich gegen die Bündner nicht in Zweikämpfen messen, sondern durch ein überzeugtes Forechecking und schlichtes Passspiel das Spiel zu seinen Gunsten reissen.

Zu Beginn konnten die Herren das Vorhaben gut in die Tat umsetzten und führten durch ein Tor von Mario Gasser bereits nach wenigen Minuten. Das zweite Tor, geschossen durch Daniel Inauen, folgte noch vor Ablauf der ersten zehn Minuten und spiegelte durch seine vorangegangene schöne und schnelle Passtaffete, welche die gesamte Abwehr von Cazis aushebelte, die spielerische Überlegenheit der Gastgeber wieder. In der Folge gelang es den Bündnern vermehrt, das Spiel in ihre bevorzugte Spielweise zu verlagern. Sie nutzten Unkonzentriertheiten der Appenzeller für teils brandgefährliche Konter aus, so dass auch Torhüter Sepp Huber grossen Anteil an der Führung hatte.

Das zweite Drittel wurde hektischer und es gelang Cazis zunehmend, sich im Drittel der Appenzeller festzusetzen. Dies obwohl Daniel Waldburger und Benjamin Fässler bis zur Spielmitte auf 4:0 erhöhten. Die schönen Spielzüge und ganz grossen Chancen gehörten deutlich den Appenzellern. Dies zeigte sich auch dann, als Ralf Büsser durch einen Lattenschuss das vorentscheidende 5:0 nur knapp verpasste. Kurz vor Pause gelang es Cazis im Powerplay ihr erstes Grossfeld-Tor in einem Ernstkampf zu erzielen.

Durch dieses Tor ermutigt, versuchten die Gäste nochmals alles und das letzte Drittel gestaltete sich als sehr ausgeglichen. Für die Zuschauer konnte leider nichts mehr schönes geboten werden, denn durch die vielen Unterbrüche, Reklamationen und Diskussionen zog sich das Spiel unnötig in die Länge. Zumindest gelang des Cazis die Appenzeller aus dem Konzept zu bringen, so dass sich diese verstärkt Fehler leisteten. Auch Roger Büssers schönes 5:1 alleine gegen den Torhüter, konnte die Nervosität und Unkonzentriertheit der Appenzeller nicht mindern. Es gelang Cazis in der Folge noch zwei Tore zu schiessen. Ein Mal die Latte und mehrmals der nach dreissig Minuten eingewechselte und bei jedem Gegentor machtlose Michael Inauen, retteten jedoch vor schlimmeren. Die Gäste aus dem Bündnerland nahmen sich im Schlussverlauf durch viele unnötige Strafen zu einem grossen Teil auch noch selbst den Wind aus den Segeln.

Auch wenn die Herren I nicht vollends überzeugen konnten, war der Sieg verdient. Dieser Erfolg wird Remo Christ gewidmet, der nach einer langen und erfolgreichen Karriere bei seinem letzten Spiel für die Herren I bereits im ersten Drittel durch einen Bänderriss tragisch ausschied.

 

 

11.05.2009 in Heiden (AR) Cup-Spiel 1/128-Finals
Floorball Heiden III (3. Liga) vs. Blau-Gelb Cazis (1. Liga); 9:13 (5:5; 1:4; 3:4)
Heiden, Halle Wies, Zuschauer: 40

Blau-Gelb übersteht nach hartem Kampf die erste Cup-Runde
Nach einer starken Teamleistung konnten die Blau-Gelben die erste Cup-Runde gegen Floorball Heiden mit 13:9 gewinnen. Im ersten Drittel lagen die Appenzeller nach wenigen Minuten mit vier Toren in Front, ehe die Bünder das Spiel im zweiten Drittel in die richtigen Bahnen lenken konnte.

Bereits in der ersten Runde (1/128-Finals) des Liga-Cups wurde den Caznern ein harter Brocken zugelost. Mit Floorball Heiden stand eine Truppe gegenüber, welche gerade von der 4. Liga in die 3. Liga mit eindrücklichen Resultaten aufgestiegen ist. Die Heidner, gespickt mit vielen ehemaligen Top -Spielern, stiessen letztes Jahr in die 1/16-Finals vor und scheiterten dort knapp gegen den späteren Finalisten Stadtrose Rapperswil. Zuvor hatten sie bereits überaschend zwei 1. Liga-Teams ausgeschaltet.

Mit diesen Informationen begannen die Cazner unsicher und wurden prompt von den Ausserrhoder überfahren. Schnell hiess es 1:4 und die Heinzenberger mussten reagieren. Der erste Block um Björn Söderberg war dann für den Unterschied besorgt und glich noch vor der ersten Pause zum 5:5 aus. Nun wusste der 1. Ligist aus dem Graubünden, wie man den Heidner Schlussmann bezwingen konnte. Und prompt dominierte die Bünder das zweite Drittel: 4:1 ging dieses zu Gunsten der Blaugelben aus und mit dem Resultat von 9:6 ging es in die letzten 20 effektiven Spielminuten.

Die physisch sehr harte Partie wurde zu einem Abnützungskampf. Und es schien, als ob den Caznern das Kämpfen besser lag. Sie wollten den Sieg um jeden Preis, hatten sie doch so viele tolle Erfahrungen im letztjährigen Verlauf des Liga-Cups erfahren dürfen (wer erinnert sich nicht an das 1/16-Finale gegen den UHC Kappelen in Felsberg vor über 200 frenetischen Fans?). Die Blaugelben waren läuferisch überlegen und somit den berühmten Schritt schneller. Ziemlich früh liessen viele Appenzeller die Köpfe hängen und verzweifelten am starken Torhüter Yves Lutz, welcher die erste Partie für Cazis bestritt. Cazis schaukelte den Vorsprung mehr oder weniger sicher über die Runde und gewann auch das letzte Drittel mit 4:3. Am Ende schaute ein 13:9-Sieg heraus in einer harten aber stets fairen, hochkarätigen Partie.

Fazit: Ab dem zweiten Drittel spielten die Cazner ganz gross auf. Sie konnten die besten Spieler (und die waren wirklich herausragend) des Gegners in Schach halten und liessen die Heidner nach deren Rückstand nie mehr herankommen. Die Cazner Spieler wurden so eingestimmt, dass sie das erste Drittel  einigermassen schadlos “überstehen“ mussten und dann die stärkere Physis sich zu Gunsten der Bündner auszahlen würde. Und genau so geschah es, auch wenn so mancher nach dem 1:5-Rückstand zu zittern begann. Blau-Gelb hat einmal mehr die Ruhe behalten und einen Rückstand drehen können, dies stimmt sehr zuversichtlich für kommende Aufgagen.
Solche Spiele machen Spass: Zwei starke Mannschaften, eine tolle Halle, ein sehr guter Schiedsrichter (er gab zwar drei reguläre Treffer nicht, zwei von Cazis, einer von Heiden) und mit dem richtigen Sieger. Das Team freut sich auf weitere Cup-Spiele, haben diese doch einen besonderen Reiz.

Aufstellung:
Torhüter: Markus Petrovic, Joos Baumann, Yves Lutz

  1. Block: Björn Söderberg, Rolf Hefti, Daniel Spescha
  2. Block: Daniel Fausch, Patric Werthan, Ursin Spescha
  3. Block: Stefan Neuhaus, Ueli Marugg, Patrik Rageth, Casper Marugg

Coach: Mirco Schatz,
Abwesend: Bruno Reusser (verletzt), Patric Sutter (krank), Ronny Camenisch (noch nicht spielberechtigt)



Spielberichte Saison 2008/2009


06.04.2009 Aufstieg ist vollbracht!!!
Eine kurze Einleitung, damit der Text verstanden werden kann:
Von sechs 2. Liga-Gruppen in der Schweiz können nur die drei besten im Quervergleich aufsteigen. Keine Aufstiegsspiele oder etwas ähnliches. Vor der letzten Runde (nach 16 von 18 Partien) standen die Blau-Gelben auf dem unglücklichen vierten Rang, einen Punkt hinter Pieterlen (Gruppe 2) und Zürisee Unihockey (Gruppe 5). Eines der beiden Teams musste in je zwei Partien aus Sicht der Cazner einmal Untentschieden spielen, denn Cazis hat das mit Abstand beste Torverhältnis (+77).


Als die Blaugelben Gruppensieger feucht-fröhlich im Bahnhöfli am Feiern waren, hielten einige Spieler die Spannung nicht mehr aus. Konnte der Aufstieg geschafft werden? Oder soll es doch nur ein knapp verpasster Traum bleiben. Über die Resultate vom UHC Pieterlen in der Gruppe 2 war man dank Connections zu Biel-Seeland schnell informiert: Zwei deutliche Siege gegen Fribourg (12:3) und Biel-Seeland (9:1) konnten die Pieterler einfahren.

Nun blieb noch die Hoffnung, dass der Tabellen-Leader der Gruppe 5, Zürisee Unihockey an ihrer Heimrunde vielleicht ein Punkt liegen lassen würde. Also rief man den Trainer von Eintracht Beromünster an, welches um 15:25 gegen Zürisee spielte. 5:5 hiess es am anderen Ende der Leitung... Aber konnte dieser Aussage getraut werden? Niemand war sich sicher, ob man sich auf diese äussert positive Aussage verlassen konnte. Immer wieder wurde das Internet über Natel und PC's in der Nachbarschaft des Bahnhöflis geprüft. Dann die Erlösung, um circa 20:00: Auf der Seite von Zürisee Unihockey stand: "Herren 3 verpassen Aufstieg knapp... Der Gruppensieger spielte gegen Beromünster 5:5 und gegen Spreitenbach 8:8". Somit erbte Cazis den aufstiegsberechtigten dritten Rang von Zürisee in allerletzter Sekunde!!

Es spielten sich Szenen ab, welche den Teamsport so einmalig machen: Die Spieler lagen sich in den Armen, zum Teil mit Tränen in den Augen, unglaubhaften Blicken und ohrenbetäubenden Jubelschreien. Eine unglaubliche Saison hat ein perfektes Ende gefunden. Jawohl, 1. Liga, wir kommen!

Quervergleich-Tabelle 2. Liga - Schlusstabelle, die ersten drei steigen in die 1. Liga auf

Rang Team Sp    S U N Tore Diff. P
1 UHC Blumenstein 18 16 2 0 163 : 68 95 34
2 UHC Pieterlen 18 14 2 2 136 : 81 55 30
3 Blau-Gelb Cazis 18 14 1 3 158 : 81 77 29
4 Zürisee Unihockey ZKH III 18 13 2 3 117 : 93 24 28
5 UHT Schüpbach III 18 12 2 4 142 :108 34 26
6 Red Sharks Wangen SO 18 12 2 4 117 : 88 29 26


Kleiner Ausblick

So könnten die Gruppen nächste Saison aussehen, allerdings ist das noch alles andere als sicher:

Gruppe 1: Berner Hurricanes II, UHC Kappelen, UHC Tafers-Schmitten, UHC Burgdorf II, UHC Seedorf BE, UHC Oekingen, Unihockey Mümliswil, UHC Nuglar United, UHC Pieterlen, UHC Blumenstein

Gruppe 2: UHCevi Gossau, Ticino UH Bellinzona II, LC Rapperswil-Jona, Stadtrose Rapperswil, IBK Tar Heels Uznach, UHC JW Sursee 86 II, SVL White Horse Lengnau, Unihockey Langenthal Aarwangen III, UHC T.S. Unterkulm, Blau-Gelb Cazis

Es erwartet die Blau-Gelben Bündner also einiges. Nebst einigen weiten Reisen auch scheinbar übermächtige Gegner. Nun, die Cazner wollen ihre Haut möglichst teuer verkaufen und die Herausforderung gerne annehmen. Es wird hart werden, zermürbende Niederlagen absetzten, aber dieses geniale Team aus der kleinen Gemeinde Cazis, welches bereits so viel erreicht hat, kann mit viel Herz noch mehr erreichen. Wir freuen uns auf das beste Kleinfeld-Unihockey der Schweiz, vielleicht sogar auf der Welt!!


05.04.2009 in Flims, Meisterschaft Runde 9

4:1 vs. SAM Massagno UH; 9:7 vs. UHC Barracudas Romanshorn

Gruppensieg!! Nochmals 4 Punkte an der letzten Runde in Flims - und als Zugabe der Aufstieg in die höchste Spielklasse des Kleinfeld-Unihockeys
Massagno und Romanshorn, die Nummern 3 und 4 der Liga, konnten in Flims von Cazis bezwungen werden. 4:1 gegen Massagno und 9:7 gegen ein starkes Romanshorn liessen die zahlreichen Fans und Spieler von Blau-Gelb in Feststimmung versetzen.

Massagno ist ein unangehmer Gegner, bestückt aus routinierten, cleveren Spielern. So verlor Cazis auch die erste Begegnung im Herbst nach einer sicher geglaubten 3:1-Führung. Revanche war also angesagt und Björn Söderberg sagte am Anfang der Saison: "Ich will nicht zweimal gegen die gleiche Mannschaft verlieren in dieser Saison!". Dieser Wunsch ging dank einer tollen Teamleistung in Erfüllung: 4:1 für Cazis und somit konnte gegen jedes Team gepunktet werden. Es war ein schöner Auftritt der Bündner und besonders Defensiv wurde vorbildlich gearbeitet.

Der erste Schritt war also gemacht und es wartete noch der Tabellen-Dritte aus Romanshorn. Immer mehr Fans kamen in die Halle in Flims um die Cazner zu unterstützen. (Vielen Dank an dieser Stelle an die vielen treuen Fans, welche über die gesamte Saison immer und überall hinter uns standen. Dies ist wohl einmalig in der Szene Kleinfeld-Unihockey!) Zurück zum Spiel: Romanshorn darf als Lieblingsgegner der Cazner bezeichnet werden, gingen doch bisher alle drei Partien (zweimal Cup, einmal Meisterschaft) zu Gunsten der Heinzenberger aus. Auch diesmal war es nicht anders, aber der Wille der Thurgauer zu Punkten, war noch nie so gross wie heute: Sie spielten hart auf den Mann, scheuten keinen Zweikampf und spielten ein starkes Pressing. Glückgöttin Fortuna war aber auch heute Blau-Gelb und liess die Cazner immer die richtige Antwort geben. Immer führten die Cazner und kaum traf ein Romanshorner, zappelte der Ball auch wieder in ihrem Netz. Kurz vor Schluss wehrten sich die Bündner, in einem teils unfairen Spiel, mit allen Mitteln und brachten den 9:7-Erfolg sicher nach Hause. Es wurde mit den Fans gefeiert und der Pokal dem ehemaligen Captain Patric Werthan in die Hände übergeben. Ein schöner und unvergesslicher Moment! Bravo!!

Fazit:
Der Star ist das Team... Freude... Gruppensieg... Freunde... Spiel... Aufstieg... Spass... Fest... welch tolle Worte!!

Eine fast perfekte Saison geht zu Ende. Entscheidend ist, dass Cazis gegen Ende der Saison nochmals stark zulegen konnte. Die lange Saison erzeugte nach den tollen Cup-Spielen eine kleine Baisse und nicht jeder war 100%ig bei der Sache. Nachdem aber Rolf Hefti das Zepter als Spielertrainer übernahm, ging nochmals ein gewaltiger Ruck durch die ganze Mannschaft. Der Trainingsstil wurde angepasst und es wurde vermehrt im mentalen Bereich gearbeitet. Im letzten Training am letzten Freitag, gab es ein spezielles Programm: Beat Tiri, inhaber des schwarzen Gürtels im Karate, leitete eine Stunde das Training der Blau-Gelben. Es wurde richtig gekämpft und die Kraft des positiven Denkens hervorgehoben. Nun, es scheint sich gelohnt zu haben. Danke Tiri, war wirklich toll und es kam sehr gut an!!
Das Team war über die gesamte Saison gesehen klar das beste und holte sich verdient der Gruppensieg. Niemand hat so hart gearbeitet für den Erfolg und weist ein solch breites Kader an sehr guten Spielern auf in dieser Gruppe wie Cazis. Es darf nun gefeiert werden. Wir freuen uns auf einen Grill-Plausch im Bahnhöfli in Cazis! Und auf die Saison 09/10.

Aufstellung:
Torhüter: Markus Petrovic (gegen Massagno), Patric Sutter (gegen Romanshorn)

  1. Block: Daniel Fausch, Ursin Spescha, Patric Werthan
  2. Block: Björn Söderberg, Daniel Spescha, Rolf Hefti, Patrik Rageth
  3. Block: Stefan Neuhaus, Ueli Marugg, Caspar Marugg, Livio Schatz

Coaching-Staff: Mirco Schatz, Yves Lutz (noch nicht spielberechtigt), Joos Baumann
Abwesen: Ronny Camenisch (LAP, noch nicht Spielberechtigt)

 

Spielbericht Barracudas Romanshorn (Quelle und ganzer Artikel: http://www.uhcbarracudas.ch/content.php?article.359)

Herren I beenden Saison auf dem 3. Rang
erstellt/geändert am Dienstag, 07. April 2009 von Rolf Iseli

Das 2. Liga-Herren-Team des UHC Barracudas Romanshorn absolvierte in Flims GR seine 9. und letzte Meisterschaftsrunde der Saison 2008/2009. Die Ausgangslage präsentierte sich folgt:

Aufstehen: früh (normal)
Wetter: sonnig und ungewohnt warm
Schnee: ca. 30 cm
Reise: Gang-Bus
Chauffeur: Andrea Alther
Stimmung bei Anreise: ausgelassen (normaaaal)
benötigte Punkte für Ligaerhalt: 2
offene Rechnung: mit Blau-Gelb Cazis (eigentlich sogar 2 offene Rechnungen!)

Damit wäre die Zielsetzung für den 1. Match gegen den Tabellenleader Blau-Gelb Cazis bereits erwähnt. Dieser Gegner fügte den Seebueben im Cup und in der Meisterschaft dieser Saison bereits 2 schmerzhafte Niederlagen zu (nicht normal). Dementsprechend waren die Barracudas für einmal von Beginn des 1. Spiels an wach und konzentriert. Da dies jedoch auch der Gegner war, ging dieser in der 3. Minute in Führung. Nach einem verschossenen Penalty durch die Romanshorner gelang den Bündner gar das Tor zum 2:0. Danach erlöste Yannick Zellweger mit einem herzhaften Weitschuss die Thurgau(n)er mit dem ersten Tor. Es kam zu einem offenen Schlagabtausch der beiden Rivalen. Zur Pause stand es 2:4 für Cazis.
Die aufmunternden Worte des Trainers Reto Alther beflügelten die Barracudas, sodass Stefan Sonderegger in der 24. Minute den Anschlusstreffer zum 3:4 gelang. Doch die unumstrittene Clever- und Coolness des starken Gegners führte dazu, dass Romanshorn nach 33 Minuten mit 4:8 im Hintertreffen lag. Dies bedeutete jedoch noch keine Vor-entscheidung. Denn die motivierten Jungs aus dem Oberthurgau kämpften weiter, was dem Spielende einen Hauch von Spannung verliehen hatte. Leider reichte die verbleibende Spielzeit nicht mehr, um das Spiel drehen zu können. Das Schlussresultat lautete 7:9 für Cazis. Dieses Ergebnis bedeutete, dass die Bündner Gruppensieger wurden.
An dieser Stelle gratulieren wir Blau-Gelb Cazis zu diesem Erfolg herzlich! Wir müssen zugestehen, dass die beständigste und beste Mannschaft dieser Saison verdient gewonnen hat. Aber eines solltet ihr, liebe Cazis-Cracks, für zukünftige Erfolge noch lernen (am besten von uns ): das FEIERN!!! Ein bedrucktes T-Shirt ist nicht alles...

UHC Barracudas Romanshorn – Blau-Gelb Cazis 7:9 (2:4)

Tore
3.min. 0:1
6.min. 0:1 Yannick Zellweger verschiesst Penalty
10.min. 0:2
13.min. 1:2 Yannick Zellweger (Stefan Sonderegger)
18.min. 1:3
19.min. 2:3 Simon Sonderegger (Stefan Sonderegger) in Unterzahl!
20.min. 2:4 in Unterzahl (Ausschluss Zellweger)
24.min. 3:4 Yannick Zellweger (Raffaele Slaviero)
25.min. 3:5 Ausschluss Dani Reichen
26.min. 3:6
28.min. 4:6 Yannick Zellweger (Stefan Sonderegger)
31.min. 4:7
33.min. 4:8
35.min. 5:8 Simon Sonderegger
37.min. 5:9
39.min. 6:9 Stefan Sonderegger (Simon Sonderegger)
40.min. 7:9 Stefan Sonderegger (Yannick Zellweger)

Aufstellung
Torhüter: Dominic Keller
Block 1: Raffaele Slaviero, Stefan Sonderegger, Yannick Zellweger
Block 2: Marco Zahnd, Simon Sonderegger, Daniel Reichen
Block 3: Flurin Schroff, Marcel Looser, Rolf Iseli
Abwesend: Rino Aeschbacher (verletzt), Patrick Grädel (verhindert)

 

22.03.2009 in Trimmis, Meisterschaft Runde 8

15:1 vs. UHC Domat-Ems II; 9:2 vs. Jona-Uznach Flames II

Zwei klare Siege dank hervorragender Teamleistung
Weil ich bald einrücken muss in meinen WK, werden die Berichte nur sehr kurz sein. Danke für das Verständnis...

Sowohl Domat-Ems als auch Uznach waren heute den Caznern klar unterlegen. Nie stellte sich die Frage, wer die Partie gewinnen würde. Zu konzentriert agierten die Blaugelben und blockten fast jeden Schuss der Gegner. Offensiv wurden auch Traumtore erzielt und der Wille zu Laufen war vorbildlich.

Domat-Ems war klar unterlegen und kassierte viele Tore. Zu konzentriert und mit grossem Willen agierten die Blau-Gelben gegen die in allen Belangen unterlegenen Emser. Erst 2 Minuten vor dem Ende kassierten die Heinzenberger noch ein unnötiges Tor zum 15:1.

Uznach war um einiges stärker und hatte überraschenderweise Niederwil besiegt. Die Bündner waren also gewarnt. Es lief aber alles für die Blau-Gelben und schnell stand es 3:0. Wieder war der Star das Team, alle blockten, rannten füreinander und erzielten zum Teil traumhafte Tore. Uznach war wirklich stark, aber gegen dieses Blau-Gelb gab es nichts zu holen.

Fazit:
Danke an die vielen Fans, es war mal wieder klar, dass wir die besten aller Mannschaften haben!! Der Pot dürfte den Caznern gehören. Cazis war das einzige Team, welches an dieser Runde 4 Punkte holte! Somit hat Blau-Gelb einen Vorsprung von 4 Punkten auf den 2-Platzierten. Das Torverhältnis der Cazner ist so gut, dass sich da nichts mehr ändern wird. Einfach nur super!!

Aufstellung:
Torhüter: Markus Petrovic (beide Spiele), Bruno Reusser (gegen Ems zweite Halbzeit)

  1. Block: Daniel Fausch, Ursin Spescha, Patric Werthan
  2. Block: Björn Söderberg, Daniel Spescha, Rolf Hefti
  3. Block: Stefan Neuhaus, Ueli Marugg, Caspar Marugg, Livio Schatz

Coaching-Staff: Mirco Schatz, Yves Lutz (noch nicht spielberechtigt)
Abwesend: Patric Sutter (krank), Joos Baumann (verletzt), zweites Spiel Caspar Marugg (beruflich), Patrik Rageth (Militär)


Quervergleich-Tabelle 2. Liga (vom 22. März 2009, die ersten drei steigen auf)

Rang Team