26. März: 1. Liga steht im Playoff-Final

Blau-Gelb Cazis steht nach einem klaren Sieg gegen Kappelen im Final und trifft dort auf Gossau. Die Deutlichkeit des Erfolgs überraschte – und macht nun Hoffnung auf den ganz grossen Coup.

16:7 stand es am Ende. Der Titelverteidiger und Cupsieger Kappelen wurde mit einem klaren Verdikt vom Thron gestürtzt. Nach dem packenden Duell im ersten Halbfinal-Spiel vor einer Woche war dies nicht erwartet worden. Dabei waren sie durchaus da, die Parallelen zum ersten Duell. Wieder führte Kappelen 5:3 – diesmal sogar schon zur ersten Pause. Wieder schienen die Berner in der richtigen Spur zu sein. Und wieder gelang Cazis auch dank Berner Strafen (und einem Bündner Penalty) die Wende. So führte Cazis bald – und zog unaufhaltsam davon. Bis es rund 10 Minuten vor Schluss 12:7 stand und Kappelen ohne Torhüter alles auf eine Karte setzte. Da waren sie also wieder, die Parallelen. Doch hier endeten sie. Weil die Berner Powerplay-Spezialisten müde wirkten, ihre Pässe nie mehr die Genauigkeit aus Spiel eins fanden und die Bündner kompakter standen, blieb die Aufholjagd diesmal aus. Im ersten Duell war es am Ende nochmals ganz eng geworden. Natürlich hatte Cazis mehrere Male Glück, weil Kappelen noch Latte und Pfosten traf. Am klaren Verdikt hätte aber auch dies kaum mehr etwas geändert, weil die Gastgeber in der gut besetzten Turnhalle Lust in Maienfeld Treffer um Treffer ins verlassene Gästetor erzielen konnten. So kam es zu einem Kantersieg und zum entscheidenden 2:0 in der Serie.

Zweiter Final der Vereinsgeschichte

Blau-Gelb Cazis steht damit zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte im Playoff-Final. Vor zwei Jahren waren die Bündner an Cevi Gossau gescheitert. Dass die Zürcher auch ab nächstem Wochenende wieder der Gegner sind, hat seine Logik. Zum elften Mal in Serie stehen sie in der Final-Serie – eine unglaubliche Konstanz. Die Vorzeichen präsentieren sich offen. In der Qualifikation siegte Gossau einmal mit einem Tor Differenz, das zweite Duell endete Unentschieden. Die Zürcher qualifizierten sich mit Erfolgen über Köniz und Lengnau ohne Niederlage fürs Endspiel, während die Bündner im Viertelfinal erst nach der Startniederlage gegen Nuglar in die Gänge kamen. In den letzten vier Partien, die sie alle gewannen, scheinen sie ihre Topform nun aber gefunden zu haben. Die Erfolge gegen die beiden Cupfinalisten Nuglar und Kappelen sind hoch einzustufen. Weil nun aber mit Gossau ein völlig anderes Spielsystem wartet, wird eine Umstellung nötig sein. Nur wenn diese gelingt und die zuletzt gezeigten Leistungen bestätigt werden können, kann Cazis zum ersten Mal Schweizer Meister werden.

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