20. März: 1. Liga schafft das Halbfinal-Break

Blau-Gelb Cazis hat sich am Freitag mit einem Kantersieg über Nuglar für den Halbfinal gegen Kappelen qualifiziert. In einem packenden Spiel wurde gleich der wichtige Auswärtssieg realisiert.

14:12 stand es am Ende. Es war also wieder knapp geworden, wie immer eigentlich, wenn Blau-Gelb Cazis und der UHC Kappelen aufeinander treffen. Der Unterschied zu den vier Duellen in der letzten Saison (eines im Cup-Viertelfinal, drei in den Playoff-Halbfinals) war aber, dass diesmal das Auswärtsteam gewann. Die Bündner setzten sich deshalb verdient durch und schafften damit bei der ersten Gelegenheit das sogenannte Break, weil sie ab Mitte des zweiten Drittels Oberwasser bekamen, indem sie die Fehler in der Berner Defensive gnadenlos ausnützten und vor allem weil sie so verteidigten, dass es ihrem Ruf als beste Defensive der 1. Liga gerecht wurde. Sie machten damit dem aktuellen Meister und Cupsieger das Toreschiessen ungemein schwer. Kappelen fand, je länger das Spiel dauerte, desto weniger ein Mittel, um die Bündner Abwehr zu knacken. So kam es, dass Cazis einen zwischenzeitlichen 3:5-Rückstand zu Beginn des zweiten Drittels bis zum Ende des Mittelabschnitts drehen (6:7) und die Führung in der Folge kontinuierlich ausbauen konnte. Bis die Seeländer fünf Minuten vor Schluss alles auf eine Karte setzten und den Torhüter durch einen vierten Feldspieler ersetzten. Fünf Tore betrug die Differenz da, doch wie schon im entscheidenden dritten Spiel in der letzten Saison, als Cazis einen ähnlichen Vorsprung noch verspielte, kam nochmals Spannung auf. Doch diesmal brachten die Gäste den Vorsprung dank letztem Einsatz über die Runden.

Entscheidung über Ostern

Am Samstag in Maienfeld (17.00, Lust) kann Cazis damit wie vor zwei Jahren in den Playoff-Final einziehen. Zu erwarten ist aber, dass sich Kappelen vehement gegen das Ausscheiden stemmen wird. Nur wenn die Bündner erneut so konsequent verteidigen und ihre Chancen eiskalt ausnützen, können sie ein Ostermontags-Entscheidungsspiel in Kappelen vermeiden. Für die Cazner spricht aber, dass sie nach der Playoff-Startniederlage gegen Nuglar ihre Form gefunden haben. Im entscheidenden dritten Viertelfinal-Spiel gegen die Solothurner in Flims siegten sie am letzten Freitag gleich mit 20:3. Erst damit stellten sie den Halbfinal-Einzug überhaupt sicher. Natürlich konnte Topspieler Alferd Kurtesi nur wenige Minuten mittun. Und natürlich lief das Spiel dank einer schnellen Führung klar für die Bündner. Dennoch war es ein Ausrufezeichen, das sie gegen den Cupfinalisten setzten. Vielleicht hat auch dieser Kantersieg zum nötigen Selbstvertrauen geführt, das es weiterhin brauchen wird, um gegen Kappelen nicht nur zum einen Sieg, sondern gar zum Erfolg in der Serie zu kommen.

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