2. April: 1. Liga verliert erstes Playoff-Finalspiel

Den Start verschlafen und während der Aufholjagd zu fehlerhaft: Cazis verlor das erste Finalspiel gegen Gossau, weil zu vieles nicht zusammenpasste. Am nächsten Samstag ist nun ein Sieg Pflicht.

16:12 stand es am Ende. Cevi Gossau hiess der Sieger im ersten Playoff-Finalspiel, Blau-Gelb Cazis verlor erstmals nach vier Erfolgen hintereinander wieder eine Partie. Der Sieg der Gossauer ging insgesamt vor allem deshalb in Ordnung, weil sie massiv besser starteten. Die Gäste schienen in Wetzikon zu Beginn nicht anwesend zu sein, die Zürcher kamen zu Topchancen im Minutentakt und konnten es sich sogar leisten, einen Penalty zu verschiessen. Nach dem ersten Drittel führten die Gastgeber mit 5:2. Nur mit 5:2. Von den letzten Minuten des Drittels abgesehen, waren die Zürcher im Startabschnitt das klar bessere Team gewesen und hätten gemessen an den Möglichkeiten auch höher führen können. Zu Beginn des Mitteldrittels kam Cazis bis auf ein Tor heran, musste Gossau in der Folge aber wieder ziehen lassen. So stand es nach 40 Minuten 7:5. Die grosse Aufholjagd der Bündner war also ausgeblieben. Die Gäste mussten sich nun den Vorwurf gefallen lassen, nicht mehr aus ihren Chancen herausgeholt zu haben. Schon vor der ersten Drittelspause, aber auch im Mitteldrittel vergaben sie die vorhandenen Möglichkeiten zu leichtfertig. Es zwar nicht so, dass die Bündner Chancen im Minutentakt gehabt hätten. Zu clever agierten die Gastgeber in jener Phase. Sie schafften es so, Tempo aus dem Spiel zu nehmen und den Vorsprung zu verwalten. Die Möglichkeiten, die sich boten, hätte Cazis aber zwingend besser nutzen sollen, um der Partie eine Wende zu geben.

Aufholjagd ohne Torhüter Im letzten Drittel passierte dann, was aus Bündner Sicht unbedingt zu vermeiden gewesen wäre: Cevi traf gleich dreimal innert zwei Zeigerumdrehungen, nach 45 Minuten war deshalb die Vorentscheidung gefallen. Nun begann die Schlussoffensive von Cazis. Tor um Tor wurde ohne Torhüter erzielt, die Zürcher wankten tatsächlich noch einmal leicht. Zweimal kamen die Gäste bis auf zwei Treffer heran, ein Ausgleich schien plötzlich wieder möglich zu sein. Der Fehler der Bündner war aber, dass sie in dieser Phase auf Grund von defensiven Unzulänglichkeiten immer wieder auch Gegentore kassierten. Deren sechs insgesamt. Das war zu viel und die Hypothek zu gross, um noch einmal ernsthaft zurückzukommen.
Gossau liegt damit in der Finalserie mit 1:0 in Führung. Am Samstag in Maienfeld (13.30, Lust) muss Cazis eine deutliche Reaktion zeigen, um die Saison um ein weiteres Spiel zu verlängern. Dieses würde gleich am Sonntag in Wetzikon stattfinden (14.00, Wydum). Es wird bitter nötig sein, dass die Bündner zu Beginn wacher auftreten und defensiv wieder die Kompaktheit an den Tag legen, die sie zu den Siegen über Nuglar und Kappelen getragen hat. Und in der Offensive ist es elementar, dass die Treffsicherheit nicht erst dann erlangt wird, wenn die Partie schon fast entglitten ist.

Hier gehts zum Bericht auf der Website von Cevi Gossau.