16. April: C-Junioren Finalrunde in Erlen

Zum fünften mal in Folge hat sich ein Juniorenteam von Blau-Gelb Cazis für die Teilnahme an einer Finalrunde Qualifiziert. Mit zum Teil hohen Siegen während der Saison sicherten sich die C-Junioren unangefochten den Gruppensieg und durften nun am vergangenen Wochenende in Erlen um den Titel des „Schweizermeister Region Ost“ spielen.

Vorrundenspiele am Samstag

Mit den Junioren der Jona Uznach Flames und der Sportschule Thurgau Erlen warteten schon recht namhafte Gegner auf die jungen Cazner. Ehrfurcht machte sich breit vor den klingenden Namen dieser grossen und professionell geführten Organisationen. Kann das kleine Team aus Cazis da etwas ausrichten?

Natürlich! Die Jona Uznach Flames konnten in einem Spannenden und Hochklassigen Spiel gleich mit 8:7 besiegt werden. Damit war das Tagesziel, die Qualifikation für die Halbfinals schon nach dem ersten Spiel erreicht und das Selbstvertrauen gestärkt.

Die Sportschule Erlen erwies sich als der erwartet übermächtige Gegner. Mit viel Aufwand und Kampf konnte Cazis aber doch auch Druck erzeugen und Tore schiessen, gegen die schnellen und technisch starken Thurgauer Spieler mussten sie aber auch einige (schön herausgespielte) Gegentreffer einstecken. Die 5:10 Niederlage kann aber als gutes Resultat gewertet werden, andere Teams tauchten gegen diesen Gegner deutlich heftiger.

Dann der Sonntag…

Es wäre also doch etwas zu holen im frühlingshaften Erlen! Die Medaillen und der Pokal, welche bei jedem Einmarsch aufs Spielfeld im Blickfeld lagen kamen immer mehr in Reichweite, es warteten am Sonntag nur noch zwei Hürden. Gut erhohlt und mit breiter Brust stiegen die Cazner C-Junioren in das Halbfinal gegen den UHC Rychenberg Winterthur. Was dann folgte lässt sich wohl am ehesten mit einem Wirbelsturm beschreiben, der über das Team hinwegfegte. Mit 1:18 zerlegten die Zürcher Cazis in alle Einzelteile und so mancher wäre froh gewesen, wenn diese Partie schon früher fertig gewesen wäre. Schneller, Cleverer, in allen Belangen mindestens eine Klasse besser waren die Gegner.

Es war eine bittere Pille. Während der Saison war meistens Cazis das Team, das hohe Siege einfuhr und die Gegner zerzauste. Nun mussten sie erfahren, dass es in Ihrer Altersklasse Spieler und Teams gibt, welche nochmals um Längen besser sind. Davon mussten sich einige erst mal erhohlen.

Der Zug um die Medaillen war damit aber noch lange nicht abgefahren. Rang drei war immer noch möglich, es wartete „nur“ der UHCevi Gossau im letzten Spiel des Tages. „Nur“ Cevi Gossau, weil auch sie in den Partien gegen Rychenberg und gegen Erlen arg Ferdern lassen mussten. Die Junioren des Vereins, dessen 1. Ligamannschaft und das  Cazner 1.Liga Team eine art „Lieblingsfeindschaft“ unerhalten waren also die letzte Hoffnung auf eine Medaille.

Das Spiel begann gut für Cazis, man konnte zweimal vorlegen, einmal sogar mit zwei Toren. Abschütteln liessen sich die Gossauer aber nicht, im Gegenteil, sie holten ihren Rückstand jedesmal wieder auf. Als sie dann sogar in Führung gingen, wurden die Beine der Cazner schwerer und Fehler häuften sich. Trotzdem gelang nochmals der Ausgleich, aber postwendend kam wieder die Führung für die Gegner. Mit letzten Kräften, dafür ohne Torhüter versuchten sich die Cazner noch in die Verlängerung zu retten, es reichte aber nicht mehr und 2 Sekunden vor Schluss trafen die Gossauer noch ins leere Tor zum 9:7.

Lesen Sie hier den Bericht auf der Seite von Cevi Gossau

Ein Stich ins Herz der Cazner, die Enttäuschung war riesig. Nach wirklich guten Spielen am Samstag und tapferem Kampf am Sonntag stand man nun als viertplatzierter mit leeren Händen da. Sehr Schade!

C-Junioren Finalrunde, April 18

zum Schluss

…bleibt mir nur noch grossen Dank auszusprechen an die vielen mitgereisten Eltern und die grosse Unterstützung in Erlen, aber auch das entgegengebrachte Vertrauen die ganze Saison. Die Spieler haben in den letzten Monaten und Jahren gelernt gut Unihockey zu spielen, zu gewinnen und zu Jubeln. Dieses Wochenende haben sie gelernt zu kämpfen und zu verlieren und mussten zur Kenntnis nehmen, dass es noch viele bessere Unihockeyspieler gibt. Eine schmerzliche Erfahrung, aber eine Erfahrung die für die Spieler in ihrer Zukunft noch nützlich sein kann. Ein grosses Dankeschön aber auch an die Trainer! Hercli, Beni, Zisi und Tizian haben den Spielern eine solide Grundausbildung beigebracht, von der sie hoffentlich noch viel profitieren können. Etliche Spieler verlassen den Club und versuchen ihr Glück nun in Chur auf dem Grossfeld, bei Piranha oder Chur Unihockey. Wir wünschen Ihnen alles Gute auf dem weiteren Weg und freuen uns, wenn wir wieder von Ihnen hören!