13. März: 1. Liga erzwingt drittes Spiel

Wie in den letzten zwei Jahren: Der Sieger der Playoff-Serie zwischen Cazis und Nuglar wird erst im dritten Spiel ermittelt. Die Geschichte von zwei hart umkämpften  Partien mit einigen Parallelen.

11:10 gewann Nuglar United am Freitag in Flims. Blau-Gelb Cazis glich die Serie am Sonntag mit einem 13:9-Erfolg in Liestal aus. Wie schon in den letzten zwei Jahren, als sich die beiden Teams ebenfalls in den Playoff-Viertelfinals duellierten, muss eine dritte Partie über den Ausgang der Serie entscheiden. Und wie ebenfalls in den letzten zwei Jahren gingen die Solothurner in der Serie in Führung. Dabei hatte die erste Partie für die Bündner ideal begonnen, führten sie doch schnell einigermassen komfortabel mit 5:2. Als sich Nuglar während einer Strafe gegen beide Teams vor und nach der ersten Pause aber wieder herankämpfte und ausglich, kippte die Partie. Die Gäste waren nun plötzlich voll im Spiel und wirkten nicht mehr müde vom sechs Tage zuvor verlorenen Cupfinal. Die Einheimischen aber steckten ebenfalls nicht auf und führten zu Beginn des letzten Drittels wieder mit 9:7. Da Nuglar aber wieder zurückkam, steuerten die beiden Teams beim Stand von 10:10 auf eine Verlängerung zu. Diese sollte es im Gegensatz zum Cup-Viertelfinal zwischen den beiden Teams aber nicht geben: Die Solothurner schossen das 11:10 genau 15 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit.

1. Liga Playoff VF1

Deutliche Steigerung von Cazis

Spiel 2 begann ganz anders als Spiel 1. Nuglar wirkte höchst entschlossen und wollte einen erneuten Freitagabend-Ausflug nach Flims unbedingt vermeiden. 6:3 stand es nach dem ersten Drittel und bei Blau-Gelb müssen erste Gedanken ans Saisonende aufgekommen sein. Doch die Reaktion der Bündner auf ein schwaches Drittel war vehement: Plötzlich wurden die Zweikämpfe mit letzter Entschlossenheit bestritten und die Abwehrarbeit sehr konsequent ausgeführt. So glich sich die Partie im Mitteldrittel aus, 6:6 stand es nach 40 Minuten. Und im dritten Abschnitt verschoben sich die Vorteile je länger die Partie dauerte, desto mehr auf die Seite der Bündner. Das Skore wogte zwar noch lange Zeit hin und her, Cazis hatte nun aber noch mehr Reserven und verwaltete den Vorsprung in den letzten Minuten gekonnt. Mit einigen Treffern ins verlassene Solothurner Gehäuse wurde der Vorsprung sogar noch ausgebaut. Fakt ist aber, dass die Partie bis zum Stand von 9:10 äusserst knapp und offen war. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass beide Partien erst in den letzten Minuten entschieden wurden und zweimal diejenige Mannschaft gewann, die den schlechteren Start erwischte.

Halbfinal-Paarung noch völlig offen

In den letzten 40 Minuten der zweiten Partie verteidigte Cazis so, wie es von der besten Abwehr der Qualifikation auch erwartet werden darf. Gepaart mit den vielen Variationen in der Offensive konnte das spielstarke und vorbildlich kämpfende Nuglar in die Knie gezwungen werden. Der Ausgang der Serie bleibt aber offen und spannend. Die Entscheidung fällt am Freitag ab 21.00 Uhr in Flims. Die mentalen Vorteile liegen auf der Seite der Bündner, die das Saisonende in grösster Not abwendeten und nun neues Selbstvertrauen getankt haben dürften. Nuglar auf der anderen Seite bewies in den letzten Monaten schon zweimal, dass es Cazis bezwingen kann. Auf wen der Sieger dieses wie erwartet offenen Viertelfinals in den Halbfinals, die ebenfalls schon am nächsten Wochenende beginnen, treffen wird, ist zur Überraschung vieler ebenfalls noch offen. Wil-Gansingen erzwang gegen Qualifikations-Dominator Kappelen auch ein drittes Spiel.

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